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Ich bin bestürzt über die Naivität derer, die sich noch von Massenmedien informiert fühlen. Sie erzählen mir, wie hitler Putin ist und glauben an einen Sieg. Meine Nachfragen – zu hitlerischen Putins, dem Verlauf des Krieges und den Inhalten der Meldungen, können sie nicht beantworten. Niemand und keine einzige.

Wie kann man einer Propaganda glauben, die nur von Siegen spricht, Erfolgen, Geländegewinnen, besserer Moral, besserer Ausbildung – alles ist bei 'uns' (wir sind Ukraine) überlegen. Die Russen haben schon mehr Soldaten verloren als sie nach eigenen Angaben überhaupt eingesetzt haben. Ja, wo bleibt denn da der Endsieg?

Vorwärts zurück

Nun gut, inzwischen glauben nur mehr Alte und Krüppel an solche 'Nachrichten' – und vermutlich Medienschaffende. Selbst in der Zentrale sieht das inzwischen allerdings anders aus. Amerikanische Medien schrauben gewaltig am Narrativ. Zum Teil werden 'Argumente' der ukrainischen Generalität übernommen (die Russen haben das Terrain vermint!), selbst von Teilen der Biden-Regierung wird deutlich gemacht, dass ein Versagen nur an den Ukrainern liegen könne.

An der Front geht es trotz Hunderter Toter jeden Tag nicht vorwärts. Man darf auf gar keinen Fall lesen, was die Russen zur Lage schreiben. Es deckt sich zwar mit der wahrscheinlichen Entwicklung einer Offensive, die mit unterlegenen Waffen und ohne Luftunterstützung durchgeführt wird, aber das muss Putinpropaganda sein.

Von Seiten der Ukraine hieß es, eine große Offensive sei im Gange, dann, das sei gar keine, dann, sie werde jetzt aber richtig starten, dann, das seien nur Manöver usf.. Es ist schlicht albern. Es braucht keine Lektüre der russischen Propaganda, um die Verzweiflung und Verlogenheit der westlichen zu erkennen. Es handelt sich offenbar um einen reinen Medienkrieg, der obendrein auf Leute angewiesen ist, die sich ganz in den Dienst der Propaganda stellen.

Defaitismus

Interessant aber wie gesagt sind Töne, die man lange nicht gehört hat und die in den USA inzwischen laut werden. Saluschni, ukrainischer Armeechef, beurteilt die Ausstattung seiner Truppen freilich anders: "Es ist, als gehe man mit Pfeil und Bogen in die Offensive, während jeder sagt: Bist du verrückt?" Sein Defaitismus ist dann sicher schuld am Misserfolg.

Auch Genral Milley stellt sich offensiv gegen das Narrativ von all den Wunderwaffen aka "Game Changer", von denen es immer wieder hieß, sie würden zum glorreichen Sieg führen – M777, HIMARS, Patriots, Leopard, Storm Shadow. Milley dazu: "Im Krieg gibt es keine magischen Waffen. Die F-16 sind es nicht, und auch andere Waffen sind es nicht." Die Verkaufsschau war dennoch ein Riesenerfolg.

Wenn es bald heißt, Selenski habe sich heldenhaft aufgeopfert, seine inkompetenten Militärs seien aber nicht fähig, gegen die bösen Russen, die mit tödlichen Waffen kämpfen, zu bestehen, muss man halt das Hurrageschrei von gestern ganz schnell vergessen. Dass die NATO genug geliefert hat, um den Sieg sicher einzutüten, wird ja bereits verbreitet. Die Deutschen werden freilich wie immer bis zuletzt an den Endsieg glauben und es schließlich nicht besser gewusst haben.

Ceterum censeo Freiheit für Gonzalo Lira.