kunstlyriklamauk


 
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Moral ist doch etwas Gutes, und am allerbesten ist die religiöse, die gottgegebene, die christliche. Ich habe zu Schulzeiten einmal ein Referat gehalten, in dem ich die These vertrat, der Nationalsozialismus sei nicht kompatibel mit Nietzsches Philosophie, weil er eine hochmoralische Ideologie sei. Nach der Schnappatmung kam dann hier und da doch noch ein wenig Verständnis.

Ohne Moral geht nichts in Deutschland, schon weil hier nichts ohne Nazis und Pfaffen geht. Wie gesagt: Drehe hier einen Stein um und finde sicher das Eine oder das Andere. Auch (und gerade) im Zerfall der Bürgerlichen Ideologie angesichts eines freidrehenden Kapitalismus ist die Restauration christlicher Moral jedweder Geschmacksrichtung ein Reflex.

Der kommende Kanzler ist mithin einer, den man in einer Zeit des kurzen Aufblühens einer Art Moderne ebenso wenig hätte vermitteln können wie 'Grüne', die einem mit ihrem protestantischen Eifer sowie permanenter Selbst- und Fremdanklage auf den Senkel gehen. Laschet ist der katholische Overkill (nachdrückliche Leseempfehlung).

Freunde fürs Leben

Die rheinische Frohnatur, die heute ein Biotop dem Kapital opfern kann, das abends beichten und morgen das nächste ersäufen, heute dies mit Inbrunst daherverzapfen und morgen das Gegenteil (die nächste Beichte kommt bestimmt), ist dabei ganz entspannt. Nicht allein der Glaube gibt ihm Halt, sondern auch die Mitgliedschaft in gleich zwei Burschenschaften und einem Spinnennetz von Seilschaften.

Am Rande fand ich noch ein Kleinod (muss man nicht anklicken): Hochwasserschutz wird überbewertet; wenn es pressiert, schickt man halt "mit Hilfe von Gott" einen Hasardeur in den wahrscheinlichen Tod, weil das "gut funktioniert".

Wenn er sich "zwei Mal gesegnet" hat, kann ja nix mehr schiefgehen: "Du Herr, musst wissen, was passiert". Politik, Kapital? Ach was, alles Dinge, die ganz oben entschieden werden. Was ist schlimmer als Software? Schicksal, da kann man nämlich gar nix mehr machen. Außer beten, versteht sich.

Man müsste nur

Damit ihr aber nicht meint, diese kreuzkatholische Variante der Aasfliegerei schütze diesmal die Protestanten vor dem Mann mit dem Hammer, kann ich euch nicht enttäuschen. Wie tief inzwischen das Grüne Getue im Sumpf einer Hirnschmelze moralischer Masturbation versinkt, habe ich im WDR nüchtern und ohne Schmerzmittel mit anhören müssen.

Da hat ein Dödel, der dafür auch noch von der Berichterstatter innen offenbar bewundert wurde, wegen eines "CO2-Fußabdrucks" nicht bloß sein Leben auf LGBQTAIDFG, vegan, autofrei, feministisch und flagellant umgestellt – das hätte nämlich nicht gereicht, um das Böse auszumerzen, das er bereits angerichtet. Nein, er hat eine Industriehalde gekauft und begonnen, diese zu begrünen – damit sein CO2-Fußabdruck mithilfe seines Eigentums Amen Halleluja.

Wir (die schlapp 8 Milliarden) müssen also nur alle, also jeder, eine riesige Fläche kaufen, Grün anstreichen und schon ist die Welt Pustefix und Knuddeln. Da wünscht man sich doch sehnlichst den Ablasshandel zurück, konnte man damit wenigstens noch Raub und Mord vorab bezahlen und dann den Pfaffen umnieten, der dafür die Absolution erteilt hat. Früher war halt doch alles besser.

 
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Als "herzzerreißend" kann man die Unfähigkeit des designierten Bundeskanzlers Laschet tatsächlich bezeichnen. Der Mann kommuniziert quasi ausschließlich auf der symbolischen Ebene und selbst dabei macht er sich täglich mehrfach und vielschichtig zum Brot. Sowas muss einfach Kanzler werden. Andi Scheuer ist noch jung, der kann dann später übernehmen. Andererseits: Auch im Elend tut ein Lachen eigentlich gut, während gespieltes Mitleid eher Gewaltphantasien hervorruft.

Das Gelaber, das ein gedungener Redenschreiber dem Grüßaugust von Guantanamo aufgeschrieben hat, auf dass er es mit geübt falschem Pathos aufsagt, ist dagegen schon eine akzeptable Leistung. Dass die komplette politische Elite durch blinden Kapitalglauben, Förderung der dreckigsten Energieträger und -verbraucher und neoliberale Sparpolitik im Katastrophenschutz belegt, dass sie einen Dung gibt auf die Opfer von Umweltkatastrophen, kann man ja schlecht so vortragen.

Ruhe Herrgott!

Immerhin waren sie so konsequent, sich die unmittelbar Betroffenen vom Hals zu halten. Nicht nur, dass der Plebs im Wahljahr auf Ideen kommen könnte – womöglich meint noch einer, er hätte was zu fordern oder begehrt gar auf. Es ist auch generell unschön, wenn man die Not sehen muss, während man über sie salbadert. Das versaut nur den wohlpräparierten Auftritt.

Das ganze Opferbejammerungsgedudel kotzt mich an. Den ganzen Tag im Radio ein Geschwurbel und ein Kitsch, dass es schon an der Lippe steht, und dann muss auch noch Phaetonpilotin Käßmann ihren christlichen Müll dazu abladen. Überhaupt sind diese religiotischen Aasfliegen das Letzte, was man als wie auch immer Beteiligter solcher Situationen gebrauchen kann. Sie kochen ihr Süppchen auf der Verzweiflung wehrloser Opfer.

Was hat noch gefehlt? Das Hetzblatt beim Bäcker und ähnliche 'Medien', die die härtesten Fälle als Realhorrorfilm vermarkten und dabei ernstens noch Mitgefühl heucheln. Wenn das mit dem Waterboarding doch so demokratisch und rechtsstaatlich ist, warum lässt man diese Zecken nicht mal ein paar Runden ersaufen, damit sie wenigstens ungefähr wissen, was sie da ausbeuten? Nix für ungut, ich frage nur für einen Freund. Eigentlich kann ich mich auch einfach zurücklehnen und sagen: "Told you so", aber das wäre ja zynisch.

 
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Ja, das war doch mal ein prima Anlass, wie gemalt und aus dem Hollywood-Labor. Nine Eleven, ein Booster ungeahnter Möglichkeiten: Freiheit, Solidarität, Verantwortung, Sicherheit. Deutsche Freiheit bis zum Hindukusch, wann hat es das je gegeben, wo doch zuletzt schon das bisschen zwischen Maas, Memel, Etsch und Belt angeblich zu viel gewesen war. Endlich sind wir wieder wer.

Zwanzig Jahre Angriffskrieg und Besatzung, wer hätte das 1989 noch gedacht? Jetzt wissen unsere Brüder und Schwestern aus der Ostzone schriftlich und gestempelt, wofür sie auf die Straße gegangen sind. Nun, und wir Linkswessis, die wir die Pazifisten damals gewählt haben, haben dafür eine ungeahnt große Nation bekommen, besungen nicht zuletzt von der rotgrün installierten Speerspitze der neuen Zeit.

Rückwärts nimmer

Ich schreibe dies mit Tränen in den Augen, nicht wissend, ob vor Rührung, Freude, Stolz oder Lachen. 1618 war da mal was gewesen; eigentlich gab es noch kein Deutschland, aber immerhin Boden von unserem Boden und reichlich Blut. Dreißig Jahre hat das Gemetzel damals gedauert, den halben Kontinent entvölkert, mit Pandemie, Hexenverfolgung und allem Komfort. Das haben wir nicht ganz geschafft, aber immerhin zwanzig Jahre lang gebombt, geschossen, auf Leichen gepisst, kurz: Verantwortung übernommen®.

Was wir haben, das haben wir, auch wenn die "nie pazifistisch gewesene" Partei der Herbstfarben gar nicht genug davon haben kann und am liebstem dem Iwan mal wieder zeigen würde, wie wir gen Moskau vorrücken. Aber alles zu seiner Zeit. Wenn die Bundesfreiheitsbrigade erst nachhaltig, divers und wachstumsfreundlich ausgerüstet ist, wird das schon was werden mit dem neuen Selbstbewusstsein, Seit' an Seit' mit den Freunden rund um den Atlantik.

Wir können ja erst noch ein wenig üben; hier ein paar Somalis töten, da ein paar andere Afrikaner, ein bisschen im Nahen Osten rumballern, das hält fit. Bohren wir mehr Brunnen der Freiheit, verteidigen wir Verantwortung für Menschenrechte und Handelswege! Und eines wunderschönen Tages dürfen wir vielleicht sogar wieder einen ganz eigenen Krieg führen. Dann aber mit Regenbogen und Kniefall.

 

Als Einzelfallbeauftragter der Bundeszentrale für die Spezifikation von Dementis muss ich Teile von mir geben, die eine verunsicherte Bevölkerung treffen können. Braunau, wir haben ein Problem. Wo ganze Polizeieinheiten aufgelöst werden, geht der Linksterror zu weit. Gut, dass Kati Knarrenbauer wenigstens noch zu unseren Leichenpissern Elitesoldaten steht.

Nun, da selbst der Gutmenschenmob aus Rundfunk und Medien aber auch jeden noch so kleinen Zwischenfall aufbauscht, als seien das Pannen, werden wir angesichts schlapper Lockdowns demnächst dringend ein paar Terrorhanseln brauchen, die uns aus Angst vor dem schwarzen Mann wieder in die starken Arme des Sicherheitsstaates treiben. Sie warten ja nur darauf, ich wiederhole mich:

Ein “Psychoanalytiker Schmidbauerhat herausgefunden, dass Terroristen Terroristen sind, weil sie neidisch auf andere sind. Sie haben eine Persönlichkeitsstörung, eine Frühstörung, angespannte Mütter und keine Frauen, die sie dazu bringen, normal zu funktionieren. Daher schlägt der Psychoanalytiker Schmidbauer vor, zur Vermeidung von Terrorismus Erlebnispädagogik zu fördern.

Dass der Terror nichts mit Ideologie oder Einstellung zu tun hat, belegt er mit Horst Mahler. Der war ja erst links und dann rechts. Terror ist also eine Persönlichkeitsstörung, der Morbus Schmidbauer quasi. Sie ist bei allen gleich: Separatisten von der ETA oder IRA, Linksextreme von RAF, Action Directe oder Brigade Rosse, rechtsextreme Unabomber oder NSU, arabisch-islamistische wie Al Qaida, Hamas oder Hisbolla, sie sind alle gleich gestört. So weit Terrorexperte Psychoanalytiker Schmidbauer.
Wir haben nachgehakt und unseren devianten Pathognostiker flatter befragt, um dies näher zu erläutern.

Feynsinn: Guten Tag, Herr flatter.

flatter: Glotzen Sie nicht so notgeil, Sie Lüstling!

Feynsinn: Sie haben die Thesen von Psychoanalytiker Schmidbauer überprüft und sind zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Wie das?

flatter: Glasklar. Das sind Weicheier. Perverse abartige Weicheier.

Feynsinn: Können Sie das genauer erläutern?

flatter: Da können Sie jeden Einzelnen nehmen. Fangen wir mal mit Baader an. Der hatte eine Dauerlatte, die er nicht mehr kontrollieren konnte. Anfangs hat er Speed gefressen, weil er das geil fand, nachher war er dauernd geil, weil er Speed fraß. Wobei er noch der Gesündeste war.

Feynsinn: Sie kennen also schlimmere Fälle?

flatter: Blöde Frage, sonst hätten Sie mich ja nicht eingeladen. Bleiben wir mal bei der Clique. Mahler zum Beispiel, die Sau. Der hatte ständig eine Knarre unterm Sack. Das wusste sogar der Aust. Glauben Sie, in Stammheim hätte das keiner gewusst? Die hatten bloß keine Lust, dem Bock am Gemächt rumzufummeln. Ist ja widerlich.

Feynsinn: Aber Sie werden doch religiös motivierten Attentätern nicht unterstellen, sie seien aus sexuellen Gründen Terroristen?

flatter: Nicht? Na hören Sie mal, Sie Simpel, haben Sie sich mal angeguckt, wie die rumrennen? Federboa um den Kopf, Frauenkleider und so weiter? Und warum träumen die wohl von Jungfrauen, hä? Sie und ich, wir wissen, wie lange ein Mädchen heute noch Jungfrau ist. Das sind Pädophile. Ach was, die gehen auf alles. Und wenn die letzte verschnarchte Kröte schon bei drei auf dem Baum ist, rubbeln die sich einen am Stamm.

Feynsinn: Aha, so. Und was empfehlen Sie gegen Terrorismus? Auch Erlebnispädagogik?

flatter: Aber hallo, die sollen was erleben. Diese ganzen Tunten und Gummizofen, diese Fetischisten und Kinderschänder, die brauchen ein Erlebniscamp. Mit Wasserspielplatz, sehr eigenem Stromanschluss und pädagogischen Förderhunden.

Feynsinn: Gibt es sonst noch etwas, was man tun kann, um die Karrieren von Terroristen im Keim zu ersticken?

flatter: Logo. Verbieten. Vor allem dieses Internet, wo die Perversen sich mit allem Möglichen eindecken. Turban von Ebay, Elektronik von Conrad, Sprengstoff aus der Online-Drogerie. Und zum Warmwerden erst mal was Perverses aus der Schmuddelecke. Ich hatte mal einen in Behandlung, der hatte Bilder von der von der Leyen im Spind. So eine Drecksau!

Feynsinn: Ähm, wie meinen?

flatter: Der Kerl natürlich auch. Mir wird schlecht. So, jetzt habe ich noch eine Frage an Sie.

Feynsinn: Ja bitte?

flatter: Wann kriege ich nun die Kohle für den Job hier?

Feynsinn: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 
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Wer erkennt den großen Plan?

Jaa, jetzt geht es los mit Big Sports, nur ohne Zuschauer oder zumindest mit wenigen, die wie Vieh durch Schleusen getrieben und mit Bändchen markiert werden. Durch die sogenannte "Pandemie" sind die Preise für Spitzensklaven erheblich gesunken. Die Spitzenvereine, zuletzt in arger Geldnot, können sich Transfers so besser leisten. Die kleineren bluten aus und können keine Gehälter mehr zahlen.

Von Big Imbiss wollen wir gar nicht anfangen. Im Schulterschluss mit Big Tech, Big Pharma und Big Delivery verdienen sie sich goldene Nasen, während die Kleinen pleitegehen. Dass wir uns nicht treffen sollen, ist Teil des Plans. Big Think und Big Plan auf dem Durchmarsch, die Namen darf man ja nicht nennen, weil sie so klingen wie sie klingen. Das ist Antisemitismus, und wer das sagt, ist ein Nazi!!

Wer dahintersteckt

Big Religion kritisiert schon erst recht niemand mehr, nicht einmal die doch so böse islamische Sorte. Die jüdische ohnehin nicht, die christliche nicht, selbst die hinduistische – alle profitieren. Alles Nichtreligiöse, Kunst und Musik, wird vernichtet. An den Schalthebeln der Macht nur noch Hörige, die tun, was ihnen aufgetragen wird. Ununterscheidbar und fest in den Klauen der Strippenzieher aus Davos.

Big Pharma und Big Government schicken immer Big Media vor, um kritische Stimmen mit Hassartikeln mundtot zu machen. Das Muster ist immer dasselbe – dass Rauchen etwa Viren abwehrt, darf nicht sein. Schon aus "moralischen" Gründen. Da ist Wissenschaft plötzlich nicht mehr gefragt.

Cui bono? Folge dem Geld! Das ist immer noch die einzig zuverlässige Methode, um die wahren Urheber zu finden und anzuklagen. Big Money regiert, das weiß jedes Kind. Jetzt haben sie sich endlich zu Big Big zusammengeschlossen. Wer etwas dagegen tun will, kann hier seinen Beitrag leisten. Mach mit beim Wi€derstand!

 
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Reiner Erich Haseloff hat es geschafft: Die Bedrohung durch die Undemokraten der AfD konnte zurückgeschlagen werden. Der Regierungschef hatte das ganze Gewicht seines Amtes und seiner Person in die Waagschale geworfen, um durch überzeugende Führung die Autoritären zu besiegen.

Erstaunlich daran ist, dass er selbst in der DDR-Diktatur aufgewachsen ist. Aus gutem Grund vertraut etwa die gebürtige Hamburgerin Angela Merkel keinem aus dieser Charge und hat ausschließlich gestandene Demokraten aus Deutschland (West) in ihr Kabinett berufen. Auch die bisherigen Ministerpräsidenten der Bundesländer aus der Zone des Unrechtsstaats waren fast ausschließlich Westdeutsche – oder Pfarrer.

Für das Recht

Eine gute Demokratie zeichnet sich stets dadurch aus, dass ihre politische Führung entschlossen und kompromisslos gegen die Extremisten von Links und Rechts oder aus dem Internet auftritt. Nach ersten großen Erfolgen auch in der Sphäre der ehemaligen kommunistischen Gewaltherrschaft zeigt sich derzeit, dass nur ein starker Staat sich gegen den Geist der Diktatur durchsetzen kann.

Dass der Hort des linken Terrors sich derweil in ein von rechtsradikalen Populisten dominiertes Gebiet verwandelt hat, nimmt nicht wunder. Der Weg ist kurz von einem Unrechtsregime zum anderen, den Feinden der Demokratie oft egal, welche Fahne sie schwenken, wenn sie nur Dunkelheit und Unmoral verbreiten können.

Volkswille

Großen Persönlichkeiten mit ihrem unermüdlichen Einsatz und eisernen Willen im Kampf für Recht, Ordnung und Grundgesetz ist es je zu verdanken, dass Deutschland ruhig schlafen kann. Danke, Erich Haseloff! Die Unken und Spökenkieker, die schon den Durchmarsch der Rechten verkündet hatten, sind ebenso gescheitert wie das linksgrüne Lager mit seinen Freiheitsfeinden.

Die Grünen wurden auf Normalmaß gestutzt, was sich nicht nur der Immunität gegen Sexbesessenheit und Vaterlandsverachtung verdankt, sondern wohl auch dem begründeten Verdacht gegen ein viel zu spätes und unglaubwürdiges Bekenntnis zum Bündnispartner. Über die SPD wollen wir an dieser Stelle schweigen. Unsere Gedanken und Gebete gelten ihren Familien und Angehörigen.

 
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Quelle: Pixabay

Wladi, alter Machthaber,

der Cem ist stinkig. Was machst du denn da schon wieder? Bietest "jedes Mittel auf", um "die Grünen in der Regierung zu verhindern"? Das tut man doch nicht. Wieso stehst du überhaupt morgens auf und denkst zuallererst an Cem und die Grünen? Was haben die dir getan?

Ach so, sie klopfen dieselben blöden Sprüche wie die anderen Kalten Krieger von der Brücke des Atlantikdampfers. Verstehe. Rennen ungefragt in der Ukraine herum und machen amateurhafte Fotos mit schief sitzenden Helmen. Na gut, das ist unästhetisch und im Vergleich nichts gegen weißes Pferd und großen Karpfen. Aber ist das ein Grund?

Kann man nix machen

Meinst du vielleicht, der Eifer dieser noch nicht vollends im Establishment angekommenen (null Kanzler) Streber berge eine gewisse Gefahr? Geht dir auf den Sack, dass sie an der Seite von Faschisten und Oligarchen an eurer Grenze "wehrhafte Demokratie" spielen? Was macht eigentlich Julia Timoschenko? Die hatte wenigstens eine astreine Frisur.

Das geht dir also womöglich zu weit und deshalb manipulierst du den deutschen Wahlkampf bis ins Kleinste durch, legst schon vorher fest, was nachher rauskommt, und ziehst das dann glashart durch? Respekt, alter Schlawiner, du hast es wirklich drauf! Und man kann absolut nichts dagegen tun – ist schließlich Software *zwinker*. Gut, dass das sonst keiner kann. Also außer den Chinesen. Und den Iranern. Oder Nordkorea. Und natürlich die Kommunisten. Die Sith. Aber die waren das ja jetzt alle nicht.

Ach, das ist alles ganz anders? Du weißt nicht einmal, wer dieser hässliche Dödel ist? Selbst deine Geheimdienste taumeln zwischen spontaner Amnesie und Narkolepsie angesichts der gleißenden Irrelevanz dieser Hanswurste? Und überhaupt möchtest du mit solchem Schnickschnack nicht behelligt werden, während du dich auf einem Büffel reitend bei der NSA einhackst? Verstehe, verstehe. Nix für ungut. Hau rein. Bis die Tage. До свидания!

 
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Neulich beging ich eine Kommunikation mit einem Kollegen, der mir von seiner Schreibblockade berichtete. Solche gibt es in vielerlei Ausprägung; ich selbst habe wohl so etwas wie eine schleichende, die auf vieljährig wachsendem Desinteresse beruht. Womöglich auch Verlust der letzten Illusionen. Depressive Altersweisheit. Was auch immer.

Während das echte Leben mich so gefickt hat, dass ich das, was andere "Stress" nennen, erst wieder bemerkt habe, als es mir in Form körperlichen Versagens den Hammer in den Schädel rammte, nahm ich das, was da draußen als "Politik" oder "Kultur" zu gelten hat, nur mehr aus einer Satellitenperspektive wahr. Was davon soll relevant sein? Affentanz. Dekadenz. Das Treiben einer Spezies, die zu blöd ist, vom Baum zu glotzen.

Cheers

Die Corona-Phase hat das – wie alles andere – noch einmal gesteigert. Das Maß an Dummheit, Ignoranz bis an den Rand des Wahns, hat selbst mich, der ich diesem Viech so gut wie nichts zutraue, noch überrascht. So schnell sinkt ihr also so tief, wenn sich die Gelegenheit bietet. Da freue ich mich doch auf den echten Kollaps.

Zudem aber, womit wir wieder beim Thema sind, wird es extrem schwierig, noch ein Thema zu finden, über das sich etwas sagen lässt, wenn die Wahrnehmung meist auf das abzielt, was eben gerade trendet. Tzia. Die Wiederholung der Wiederholung von Versatzstücken, die schon zu blöd waren, als sie noch als Irrtum hätten durchgehen können, inspiriert mich nicht wirklich. Da popel ich mir doch lieber mit dem Lötkolben in der Fontanelle.

An der Stelle hatte er dann auch mal wieder nicht recht, der Friedrich, der mit vielem auf der richtigen Spur war und fast immer zuverlässig an irgendeinem Pferdehals hängenblieb: Dichter wissen sich nicht immer zu trösten. Dazu muss man schon Zyniker sein. Oder wirklich über den Dingen stehen. Immerhin sind das schon zwei Alternativen zu den trostlosen Tagen, die man dann eben aushalten muss, wenn man nicht mitverblödet. Für den Rest gibt es Alkohol. Cheers!

 

Der Handelskrieg heißt "Handelskrieg", weil er ein Krieg ist.

 
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Es ist gar nicht der Anlass zu den Fragen, die ich hier gern erörtern möchte, aber ein ganz guter Grund: Nun machen unsere ungeheuer kompetenten atlantischen Meister der Bigotterie und Polymoral einen Zwergenaufstand, weil die Exekutive Weißrusslands ein Flugzeug zur Landung gezwungen hat, um einen Staatsfeind zu empfangen. Das erinnert mich doch.

Ja, die Vasallen der NATO vermuteten 2013 Edward Snowden in einem Flugzeug aus Bolivien, das darob per Überflugverbot zur Landung in Wien gezwungen wurde, wo man den Whistleblower willig dem Folterstaat zu übergeben versucht war, den er bloßgestellt hatte. Auch sei hier noch einmal an Julian Assange erinnert, ebenso unschuldig, allerdings unter unmenschlichen Bedingungen eingeknastet.

Diese Weltklasse-Hüter der Menschenrechte also geifern jetzt Forderungen nach Sanktionen® hervor, um das Regime® zu Fall zu bringen. Lukaschenko und die Arschgeigen, die seinen Thron umschwänzeln, dürften sich dadurch geadelt fühlen. Oder glaubt irgendwer auch nur im Halbschlaf, dort fühle sich jetzt jemand moralisch im Hintertreffen? Dass die hiesigen Militärs aus geostrategischen Interessen solchen Schwachsinn verbreiten, ist zu erwarten. Was aber hat das mit Journalismus zu tun?

Vom Erfinder der Menschenrechte

Sicher gibt es da ganz feinsinnige Abstufungen und Verzweigungen in der höheren Herrenmoral, die mir kleinem Licht ob meiner Unzulänglichkeit unzugänglich sind. Was macht eigentlich das vom Friedensnobelpreisträger höchstselbst rhetorisch zur Schließung verdonnerte Ferienlager Guantanamo? Werden dort noch täglich Unschuldige an den Rand des Todes und über den des Verstandes hinaus gefoltert? Hey, das leugnet nicht einmal die hiesige Presse, dass solche Späße dort zur Leistungsbeschreibung gehören. Nun, man muss auch vergessen können.

Jaja, das mit den Menschenrechten, das ist schon so eine Sache. Nehmen wir ein anderes Beispiel: Hinrichtungen. Darfst du nicht in deinem Garten machen, denn du bist kein Staat, der eine Eigentumsordnung zu schützen hat. Der darf das schon mal. Nicht wegen Islam oder Kommunismus, das wäre barbarisch, aber wegen, ähm, Menschenrechten. Man kann ja nicht jeden frei herumleben lassen.

Schon gar nicht diese Typen, die man jetzt nicht mehr "Neger" nennen darf und die im Verdacht stehen. Wer denkt denn an die Kinder?! Diese Täter darf man aber immerhin noch vergiften, rösten oder abknallen – nach dem Urteil, versteht sich, da hat der imperiale Laienrichter entscheidend dazugelernt. Wir haben hier nämlich faire Hinrichtungen, und daran soll sich die Welt gefälligst ein Beispiel nehmen.

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