kunstlyriklamauk


 

Als Einzelfallbeauftragter der Bundeszentrale für die Spezifikation von Dementis muss ich Teile von mir geben, die eine verunsicherte Bevölkerung treffen können. Braunau, wir haben ein Problem. Wo ganze Polizeieinheiten aufgelöst werden, geht der Linksterror zu weit. Gut, dass Kati Knarrenbauer wenigstens noch zu unseren Leichenpissern Elitesoldaten steht.

Nun, da selbst der Gutmenschenmob aus Rundfunk und Medien aber auch jeden noch so kleinen Zwischenfall aufbauscht, als seien das Pannen, werden wir angesichts schlapper Lockdowns demnächst dringend ein paar Terrorhanseln brauchen, die uns aus Angst vor dem schwarzen Mann wieder in die starken Arme des Sicherheitsstaates treiben. Sie warten ja nur darauf, ich wiederhole mich:

Ein “Psychoanalytiker Schmidbauerhat herausgefunden, dass Terroristen Terroristen sind, weil sie neidisch auf andere sind. Sie haben eine Persönlichkeitsstörung, eine Frühstörung, angespannte Mütter und keine Frauen, die sie dazu bringen, normal zu funktionieren. Daher schlägt der Psychoanalytiker Schmidbauer vor, zur Vermeidung von Terrorismus Erlebnispädagogik zu fördern.

Dass der Terror nichts mit Ideologie oder Einstellung zu tun hat, belegt er mit Horst Mahler. Der war ja erst links und dann rechts. Terror ist also eine Persönlichkeitsstörung, der Morbus Schmidbauer quasi. Sie ist bei allen gleich: Separatisten von der ETA oder IRA, Linksextreme von RAF, Action Directe oder Brigade Rosse, rechtsextreme Unabomber oder NSU, arabisch-islamistische wie Al Qaida, Hamas oder Hisbolla, sie sind alle gleich gestört. So weit Terrorexperte Psychoanalytiker Schmidbauer.
Wir haben nachgehakt und unseren devianten Pathognostiker flatter befragt, um dies näher zu erläutern.

Feynsinn: Guten Tag, Herr flatter.

flatter: Glotzen Sie nicht so notgeil, Sie Lüstling!

Feynsinn: Sie haben die Thesen von Psychoanalytiker Schmidbauer überprüft und sind zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Wie das?

flatter: Glasklar. Das sind Weicheier. Perverse abartige Weicheier.

Feynsinn: Können Sie das genauer erläutern?

flatter: Da können Sie jeden Einzelnen nehmen. Fangen wir mal mit Baader an. Der hatte eine Dauerlatte, die er nicht mehr kontrollieren konnte. Anfangs hat er Speed gefressen, weil er das geil fand, nachher war er dauernd geil, weil er Speed fraß. Wobei er noch der Gesündeste war.

Feynsinn: Sie kennen also schlimmere Fälle?

flatter: Blöde Frage, sonst hätten Sie mich ja nicht eingeladen. Bleiben wir mal bei der Clique. Mahler zum Beispiel, die Sau. Der hatte ständig eine Knarre unterm Sack. Das wusste sogar der Aust. Glauben Sie, in Stammheim hätte das keiner gewusst? Die hatten bloß keine Lust, dem Bock am Gemächt rumzufummeln. Ist ja widerlich.

Feynsinn: Aber Sie werden doch religiös motivierten Attentätern nicht unterstellen, sie seien aus sexuellen Gründen Terroristen?

flatter: Nicht? Na hören Sie mal, Sie Simpel, haben Sie sich mal angeguckt, wie die rumrennen? Federboa um den Kopf, Frauenkleider und so weiter? Und warum träumen die wohl von Jungfrauen, hä? Sie und ich, wir wissen, wie lange ein Mädchen heute noch Jungfrau ist. Das sind Pädophile. Ach was, die gehen auf alles. Und wenn die letzte verschnarchte Kröte schon bei drei auf dem Baum ist, rubbeln die sich einen am Stamm.

Feynsinn: Aha, so. Und was empfehlen Sie gegen Terrorismus? Auch Erlebnispädagogik?

flatter: Aber hallo, die sollen was erleben. Diese ganzen Tunten und Gummizofen, diese Fetischisten und Kinderschänder, die brauchen ein Erlebniscamp. Mit Wasserspielplatz, sehr eigenem Stromanschluss und pädagogischen Förderhunden.

Feynsinn: Gibt es sonst noch etwas, was man tun kann, um die Karrieren von Terroristen im Keim zu ersticken?

flatter: Logo. Verbieten. Vor allem dieses Internet, wo die Perversen sich mit allem Möglichen eindecken. Turban von Ebay, Elektronik von Conrad, Sprengstoff aus der Online-Drogerie. Und zum Warmwerden erst mal was Perverses aus der Schmuddelecke. Ich hatte mal einen in Behandlung, der hatte Bilder von der von der Leyen im Spind. So eine Drecksau!

Feynsinn: Ähm, wie meinen?

flatter: Der Kerl natürlich auch. Mir wird schlecht. So, jetzt habe ich noch eine Frage an Sie.

Feynsinn: Ja bitte?

flatter: Wann kriege ich nun die Kohle für den Job hier?

Feynsinn: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 
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Wer erkennt den großen Plan?

Jaa, jetzt geht es los mit Big Sports, nur ohne Zuschauer oder zumindest mit wenigen, die wie Vieh durch Schleusen getrieben und mit Bändchen markiert werden. Durch die sogenannte "Pandemie" sind die Preise für Spitzensklaven erheblich gesunken. Die Spitzenvereine, zuletzt in arger Geldnot, können sich Transfers so besser leisten. Die kleineren bluten aus und können keine Gehälter mehr zahlen.

Von Big Imbiss wollen wir gar nicht anfangen. Im Schulterschluss mit Big Tech, Big Pharma und Big Delivery verdienen sie sich goldene Nasen, während die Kleinen pleitegehen. Dass wir uns nicht treffen sollen, ist Teil des Plans. Big Think und Big Plan auf dem Durchmarsch, die Namen darf man ja nicht nennen, weil sie so klingen wie sie klingen. Das ist Antisemitismus, und wer das sagt, ist ein Nazi!!

Wer dahintersteckt

Big Religion kritisiert schon erst recht niemand mehr, nicht einmal die doch so böse islamische Sorte. Die jüdische ohnehin nicht, die christliche nicht, selbst die hinduistische – alle profitieren. Alles Nichtreligiöse, Kunst und Musik, wird vernichtet. An den Schalthebeln der Macht nur noch Hörige, die tun, was ihnen aufgetragen wird. Ununterscheidbar und fest in den Klauen der Strippenzieher aus Davos.

Big Pharma und Big Government schicken immer Big Media vor, um kritische Stimmen mit Hassartikeln mundtot zu machen. Das Muster ist immer dasselbe – dass Rauchen etwa Viren abwehrt, darf nicht sein. Schon aus "moralischen" Gründen. Da ist Wissenschaft plötzlich nicht mehr gefragt.

Cui bono? Folge dem Geld! Das ist immer noch die einzig zuverlässige Methode, um die wahren Urheber zu finden und anzuklagen. Big Money regiert, das weiß jedes Kind. Jetzt haben sie sich endlich zu Big Big zusammengeschlossen. Wer etwas dagegen tun will, kann hier seinen Beitrag leisten. Mach mit beim Wi€derstand!

 
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Reiner Erich Haseloff hat es geschafft: Die Bedrohung durch die Undemokraten der AfD konnte zurückgeschlagen werden. Der Regierungschef hatte das ganze Gewicht seines Amtes und seiner Person in die Waagschale geworfen, um durch überzeugende Führung die Autoritären zu besiegen.

Erstaunlich daran ist, dass er selbst in der DDR-Diktatur aufgewachsen ist. Aus gutem Grund vertraut etwa die gebürtige Hamburgerin Angela Merkel keinem aus dieser Charge und hat ausschließlich gestandene Demokraten aus Deutschland (West) in ihr Kabinett berufen. Auch die bisherigen Ministerpräsidenten der Bundesländer aus der Zone des Unrechtsstaats waren fast ausschließlich Westdeutsche – oder Pfarrer.

Für das Recht

Eine gute Demokratie zeichnet sich stets dadurch aus, dass ihre politische Führung entschlossen und kompromisslos gegen die Extremisten von Links und Rechts oder aus dem Internet auftritt. Nach ersten großen Erfolgen auch in der Sphäre der ehemaligen kommunistischen Gewaltherrschaft zeigt sich derzeit, dass nur ein starker Staat sich gegen den Geist der Diktatur durchsetzen kann.

Dass der Hort des linken Terrors sich derweil in ein von rechtsradikalen Populisten dominiertes Gebiet verwandelt hat, nimmt nicht wunder. Der Weg ist kurz von einem Unrechtsregime zum anderen, den Feinden der Demokratie oft egal, welche Fahne sie schwenken, wenn sie nur Dunkelheit und Unmoral verbreiten können.

Volkswille

Großen Persönlichkeiten mit ihrem unermüdlichen Einsatz und eisernen Willen im Kampf für Recht, Ordnung und Grundgesetz ist es je zu verdanken, dass Deutschland ruhig schlafen kann. Danke, Erich Haseloff! Die Unken und Spökenkieker, die schon den Durchmarsch der Rechten verkündet hatten, sind ebenso gescheitert wie das linksgrüne Lager mit seinen Freiheitsfeinden.

Die Grünen wurden auf Normalmaß gestutzt, was sich nicht nur der Immunität gegen Sexbesessenheit und Vaterlandsverachtung verdankt, sondern wohl auch dem begründeten Verdacht gegen ein viel zu spätes und unglaubwürdiges Bekenntnis zum Bündnispartner. Über die SPD wollen wir an dieser Stelle schweigen. Unsere Gedanken und Gebete gelten ihren Familien und Angehörigen.

 
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Quelle: Pixabay

Wladi, alter Machthaber,

der Cem ist stinkig. Was machst du denn da schon wieder? Bietest "jedes Mittel auf", um "die Grünen in der Regierung zu verhindern"? Das tut man doch nicht. Wieso stehst du überhaupt morgens auf und denkst zuallererst an Cem und die Grünen? Was haben die dir getan?

Ach so, sie klopfen dieselben blöden Sprüche wie die anderen Kalten Krieger von der Brücke des Atlantikdampfers. Verstehe. Rennen ungefragt in der Ukraine herum und machen amateurhafte Fotos mit schief sitzenden Helmen. Na gut, das ist unästhetisch und im Vergleich nichts gegen weißes Pferd und großen Karpfen. Aber ist das ein Grund?

Kann man nix machen

Meinst du vielleicht, der Eifer dieser noch nicht vollends im Establishment angekommenen (null Kanzler) Streber berge eine gewisse Gefahr? Geht dir auf den Sack, dass sie an der Seite von Faschisten und Oligarchen an eurer Grenze "wehrhafte Demokratie" spielen? Was macht eigentlich Julia Timoschenko? Die hatte wenigstens eine astreine Frisur.

Das geht dir also womöglich zu weit und deshalb manipulierst du den deutschen Wahlkampf bis ins Kleinste durch, legst schon vorher fest, was nachher rauskommt, und ziehst das dann glashart durch? Respekt, alter Schlawiner, du hast es wirklich drauf! Und man kann absolut nichts dagegen tun – ist schließlich Software *zwinker*. Gut, dass das sonst keiner kann. Also außer den Chinesen. Und den Iranern. Oder Nordkorea. Und natürlich die Kommunisten. Die Sith. Aber die waren das ja jetzt alle nicht.

Ach, das ist alles ganz anders? Du weißt nicht einmal, wer dieser hässliche Dödel ist? Selbst deine Geheimdienste taumeln zwischen spontaner Amnesie und Narkolepsie angesichts der gleißenden Irrelevanz dieser Hanswurste? Und überhaupt möchtest du mit solchem Schnickschnack nicht behelligt werden, während du dich auf einem Büffel reitend bei der NSA einhackst? Verstehe, verstehe. Nix für ungut. Hau rein. Bis die Tage. До свидания!

 
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Neulich beging ich eine Kommunikation mit einem Kollegen, der mir von seiner Schreibblockade berichtete. Solche gibt es in vielerlei Ausprägung; ich selbst habe wohl so etwas wie eine schleichende, die auf vieljährig wachsendem Desinteresse beruht. Womöglich auch Verlust der letzten Illusionen. Depressive Altersweisheit. Was auch immer.

Während das echte Leben mich so gefickt hat, dass ich das, was andere "Stress" nennen, erst wieder bemerkt habe, als es mir in Form körperlichen Versagens den Hammer in den Schädel rammte, nahm ich das, was da draußen als "Politik" oder "Kultur" zu gelten hat, nur mehr aus einer Satellitenperspektive wahr. Was davon soll relevant sein? Affentanz. Dekadenz. Das Treiben einer Spezies, die zu blöd ist, vom Baum zu glotzen.

Cheers

Die Corona-Phase hat das – wie alles andere – noch einmal gesteigert. Das Maß an Dummheit, Ignoranz bis an den Rand des Wahns, hat selbst mich, der ich diesem Viech so gut wie nichts zutraue, noch überrascht. So schnell sinkt ihr also so tief, wenn sich die Gelegenheit bietet. Da freue ich mich doch auf den echten Kollaps.

Zudem aber, womit wir wieder beim Thema sind, wird es extrem schwierig, noch ein Thema zu finden, über das sich etwas sagen lässt, wenn die Wahrnehmung meist auf das abzielt, was eben gerade trendet. Tzia. Die Wiederholung der Wiederholung von Versatzstücken, die schon zu blöd waren, als sie noch als Irrtum hätten durchgehen können, inspiriert mich nicht wirklich. Da popel ich mir doch lieber mit dem Lötkolben in der Fontanelle.

An der Stelle hatte er dann auch mal wieder nicht recht, der Friedrich, der mit vielem auf der richtigen Spur war und fast immer zuverlässig an irgendeinem Pferdehals hängenblieb: Dichter wissen sich nicht immer zu trösten. Dazu muss man schon Zyniker sein. Oder wirklich über den Dingen stehen. Immerhin sind das schon zwei Alternativen zu den trostlosen Tagen, die man dann eben aushalten muss, wenn man nicht mitverblödet. Für den Rest gibt es Alkohol. Cheers!

 

Der Handelskrieg heißt "Handelskrieg", weil er ein Krieg ist.

 
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Es ist gar nicht der Anlass zu den Fragen, die ich hier gern erörtern möchte, aber ein ganz guter Grund: Nun machen unsere ungeheuer kompetenten atlantischen Meister der Bigotterie und Polymoral einen Zwergenaufstand, weil die Exekutive Weißrusslands ein Flugzeug zur Landung gezwungen hat, um einen Staatsfeind zu empfangen. Das erinnert mich doch.

Ja, die Vasallen der NATO vermuteten 2013 Edward Snowden in einem Flugzeug aus Bolivien, das darob per Überflugverbot zur Landung in Wien gezwungen wurde, wo man den Whistleblower willig dem Folterstaat zu übergeben versucht war, den er bloßgestellt hatte. Auch sei hier noch einmal an Julian Assange erinnert, ebenso unschuldig, allerdings unter unmenschlichen Bedingungen eingeknastet.

Diese Weltklasse-Hüter der Menschenrechte also geifern jetzt Forderungen nach Sanktionen® hervor, um das Regime® zu Fall zu bringen. Lukaschenko und die Arschgeigen, die seinen Thron umschwänzeln, dürften sich dadurch geadelt fühlen. Oder glaubt irgendwer auch nur im Halbschlaf, dort fühle sich jetzt jemand moralisch im Hintertreffen? Dass die hiesigen Militärs aus geostrategischen Interessen solchen Schwachsinn verbreiten, ist zu erwarten. Was aber hat das mit Journalismus zu tun?

Vom Erfinder der Menschenrechte

Sicher gibt es da ganz feinsinnige Abstufungen und Verzweigungen in der höheren Herrenmoral, die mir kleinem Licht ob meiner Unzulänglichkeit unzugänglich sind. Was macht eigentlich das vom Friedensnobelpreisträger höchstselbst rhetorisch zur Schließung verdonnerte Ferienlager Guantanamo? Werden dort noch täglich Unschuldige an den Rand des Todes und über den des Verstandes hinaus gefoltert? Hey, das leugnet nicht einmal die hiesige Presse, dass solche Späße dort zur Leistungsbeschreibung gehören. Nun, man muss auch vergessen können.

Jaja, das mit den Menschenrechten, das ist schon so eine Sache. Nehmen wir ein anderes Beispiel: Hinrichtungen. Darfst du nicht in deinem Garten machen, denn du bist kein Staat, der eine Eigentumsordnung zu schützen hat. Der darf das schon mal. Nicht wegen Islam oder Kommunismus, das wäre barbarisch, aber wegen, ähm, Menschenrechten. Man kann ja nicht jeden frei herumleben lassen.

Schon gar nicht diese Typen, die man jetzt nicht mehr "Neger" nennen darf und die im Verdacht stehen. Wer denkt denn an die Kinder?! Diese Täter darf man aber immerhin noch vergiften, rösten oder abknallen – nach dem Urteil, versteht sich, da hat der imperiale Laienrichter entscheidend dazugelernt. Wir haben hier nämlich faire Hinrichtungen, und daran soll sich die Welt gefälligst ein Beispiel nehmen.

 
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"Klammheimlich nahm die Zahl dieser Schuhgeschäfte zu. Das ist ja wohl ein bekanntes wirtschaftliches Phänomen, aber traurig, wenn man es wirken sieht, denn je mehr Schuhgeschäfte es gab, desto mehr Schuhe hatte man herzustellen und desto schlechter und immer weniger tragbar wurden sie. Und je weniger die Schuhe tragbar wurden, desto mehr mussten die Leute kaufen, um immer Schuhe an den Füßen zu haben […] Resultat: Zusammenbruch, Ruin, Hungersnot."
Pispot Gargravarr 1980, Übers.: Benjamin Schwarz 1985

Schuhfetisch einmal anders. Derselben Quelle entstammt übrigens einer meiner Lieblingssätze: "Der Wirt tunkte ein Geldstück in eine Bierlache und wir bedankten uns dafür" (A.Dent). Aber wir müssen wohl erst einen Schritt zurückgehen, um grobe Missverständnisse zu vermeiden.

"Fetisch", ein Wort, das die Wikipedia daher auch nicht kennt, hat nichts mit "Fetischismus" zu tun. Ein Fetisch ist nicht etwas Seltsames zum Ficken. Es ist vielmehr ein magisches Ding; etwas, dem geheime Kräfte innewohnen, ein Ding mit Macht und Seele, aus der Perspektive des Erwachsenen in der Moderne also eine besondere Form des Irrtums: In dem geschnitzten Stück Holz wohnt nämlich gar kein Gott, der Teddy war schon tot, bevor ich ihm den Kopf abgerissen habe, und es ist nicht das Geld, das den Dingen ihren Wert verleiht. In aller Kürze gesagt.

Magisches Denken eben; in meinem Lieblingssatz oben rutscht der kindliche Augenschein gleich auf die Zunge: Es passiert immer dasselbe, daher besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. Immer, wenn das Geld in die Lache getunkt wird, bedanken sich die Leute. Hunde wissen das übrigens auch. Als die Underdogin noch lebte, lief sie zur Tür, wenn ich auf den Tisch geklopft habe. Andi Scheuer würde sicher dasselbe tun.

Sofort verstanden

Kommen wir zum Schuhfetisch: Immerhin ist Gargravarrs Beobachtung um einige Stufen komplexer; er stellt sogar mehrschrittige Zusammenhänge her. Leider waltet aber auch in seiner Schilderung noch magisches Denken, er spricht der Erscheinung einen Sinn zu, der woanders zu finden ist. Ihm kann das nebenbei auch egal sein, hat sein Körper sich doch jüngst von ihm getrennt; da lässt sich natürlich leicht fetischisieren.

Es sind aber eben nicht die Schuhläden oder ihre Zahl, die zur Qualitätsminderung führen. Es sind zweitens die Ressourcen, die knapper und teurer werden (eine Korrelation, die übrigens auch keine unmittelbare ist), und erstens die Profitraten, die dazu führen, dass "Leder" bald nicht mehr Tierhaut ist, sondern Pappe, die mit einem chemisch gewonnenen Tierhautextrakt besprüht wurde. Eine doppelt geile Idee, freilich nur für Investoren®, halten die Dinger nämlich erstens nicht mehr vom Laden bis nach Hause, weswegen man gleich zwei Paar kaufen muss, und ist das Material zweitens obendrein billiger. Höherer Absatz (nein, nicht der von den Schuhen, du Dödel!) bei höherer Marge also. Supergeil!

Hinter dem magischen und tragikomischen Effekt des Untergangs per Schuhfetisch steht also eine strunzlangweilige und dennoch skandalöse Errungenschaft Sozialer Marktwirtschaft®: Geplante Obsoleszenz. Ich werde immer wieder mit Mundgeruch eingedeckt, wenn ich diese Vokabel zum Besten gebe; halten mich die damit Behelligten doch sofort für einen unfassbar Gebildeten, Klugen, Wissenschaftler, Magier der kompliziertesten Denkkunst. Wenn ich es ihnen erkläre, verstehen sie aber sofort, wie einfach das ist, was sich dahinter verbirgt. Der globale Wettbewerb®! Die Chinesen! Der allgemeine Verfall der Sitten!

 
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Kunden unserer Abteilung Shway academic support® mit Gold-Abo bekommen jetzt kostenlos unseren blockchaingestützten Service academic enhancement®. academic support® ist das preisgünstige Rundumpaket für lästige Inhalte, mit denen Ihre Universitätskarriere immer wieder belastet wird. Überlassen Sie uns diesen Teil, Sie zahlen einfach Ihre Beiträge und gehen entspannt shoppen.

Unseren registrierten Politikberatern ist es derweil gelungen, die Exklusivität relevanter Abschlüsse weiter abzusichern. Künftig soll es nicht mehr ausreichen, eine Dissertation zu veröffentlichen (schon gar nicht als Online-Ausgabe), sondern eine goldgebundene Mindestauflage von 10.000 Exemplaren obligatorisch werden. 2021 wird das Jahr werden, in dem wir den Pöbel endgültig aus den Akademien fegen.

Das Wir gewinnt

Ebenso wird es als Fremdleistung und damit Disqualifikation gewertet, wenn sich ein Doktorand eines nicht zertifizierten Lektorats bedient. Für zertifizierte Lektoren gilt dann die ZL-Gebührenordnung. Seien Sie unbesorgt – was bei Ihnen die Portokasse erledigt, kann sich der Plebs nicht leisten. Zu lange schon haben sich verdiente Professoren den Kopf über zusätzliche Hürden zerbrechen müssen, seit eine kurze Phase sozialdemokratischer Verwüstungen die Universitäten zum Tummelplatz für Lumpenpack hat werden lassen.

Buchen Sie noch heute das Shway-Rundumpaket – shoppen, herrschen, genießen! Organisieren wir die internationale Solidarität der Leistungsträger in klimagerechtem Wohlstand. Dazu in der nächsten Ausgabe:

– Mobilität: Individualverkehr für jedermann? Wie Linke die Umwelt zerstören
– Bevölkerungskontrolle: Wie viele Dienstleister braucht der Planet?
– Geschichte: Umweltfreundlich und übersichtlich: Autokratien werden unterschätzt
– Elite: Auswahl und Zusammenhalt als Basis der Menschenrechte

Shway. Weil Sie es verdient haben.

 
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Sie indoktrinieren schon die Allerkleinsten. Dieses Kind ist für immer verloren.

Sie lügen, betrügen und haben keinerlei Respekt vor fremdem Eigentum: Linke. Alles, was sie wollen, ist über Reiche und Fleißige herrschen, um sich einen lauen Lenz zu machen. Natürlich können sie das nicht offen sagen, sondern lügen uns frech ins Gesicht.

Dabei steht alles schon in ihrer Bibel ("Kapital"): Kein Privateigentum mehr und Diktatur – des niedrigen Proletariats. Niemand, der sich etwas verdient hat, soll mehr in den Genuss der Früchte seiner Arbeit kommen. Dazu haben sie sich ihren eigenen Terrorstaat erschaffen: Kommunismus! Alles gehört allen, aber einem gehören alle: dem Parteichef!

Sie sind überall

Genau wie die National-Sozialisten sind die Roten darauf aus, dass ihre Partei eine Willkürherrschaft erringt. Die Fähigsten und Erfolgreichsten sollen versklavt werden, um ihnen zu dienen. Niemand soll mehr etwas für sich selbst haben, es gehört alles dem Staat. Der hat auch das Recht, einfach in die Wohnungen zu kommen und sich zu holen, was sie haben wollen. Wer sich wehrt, wird lebenslänglich eingekerkert oder hingerichtet.

Sie leben mitten unter uns, und jetzt sprechen sie auch noch unsere Kinder an, um sie auf ihre Seite zu ziehen. Rückendeckung erhalten sie dabei vor allem aus Moskau und Peking, den Brutstätten des Weltkommunismus. Bald beherrschen sie überall die öffentliche Meinung, und wir können nichts dagegen tun.

Anstatt uns wehrhaft zu machen, überlassen wir ihnen sogar die Meinungsherrschaft über unsere letzte Verteidigungslinie. Vaterlandsverräter bespucken treue Bundeswehrsoldaten wegen einiger weniger, die mal über den Strang schlagen. Die Gazetten sind voll von Übertreibungen einiger Einzelfälle. Helft alle mit dabei, die Angriffe linker Verführer an allen Fronten zurückzuschlagen! Überlasst ihnen nicht unser schönes Deutschland!

p.s.: Es gibt aber auch noch die Guten. 1000 Jahre Datenschutz für den Verfassungsschutz! Das Vaterland dankt euch.

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