kollateralschaden


 
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Sie ist der Trick, durch den die autoritäre 'Demokratie', ein paradoxes Vehikel, im 'Westen' schon seit Jahrzehnten als Normalität empfunden wird. Politik hat nichts mit "Polis", der allgemeinen Versammlung, zu tun und die "Res Publica" ist medial wie auf den Ebenen der Entscheidungen ebenfalls professionellen Experten überlassen, den funktionalen Autoritäten.

Die Wirtschafts-und Arbeitswelt ist ohnehin komplett autoritär organisiert, hier herrschen Befehl und Gehorsam, die Befehlshaber entscheiden und herrschen über faktische Untertanen, die kein Mitspracherecht haben, von Entscheidungsbefugnis ganz zu schweigen.

An die Arbeit!

Öffentliche 'Debatten' werden traditionell als Schaukämpfe von Vertretern ausgetragen, von den 'Parlamenten', in denen Entscheidungen schon immer völlig unabhängig von den Redebeiträgen gefasst wurden, bis hin zu den "Talk Shows", eine Bezeichnung, die in seltener Deutlichkeit sagt, was sie bedeutet.

Es herrschen Intransparenz bei den Entscheidungen und begleitend allgemeines Blabla ohne Relevanz. Das spiegelt sich schon immer in sprichwörtlichen Stammtischreden wider, die in Zeiten des Internets millionenfach multipliziert in die Welt ergossen werden. Jeder kann sich hier zum allmächtigen Gottkönig aufblasen, ohne sich je für eine seiner Verlautbarungen verantworten zu müssen - oder zu dürfen.

Am Ruder

Begleitet und geprägt werden diese Prozesse von kleinen und mittleren Autoritäten, auf die sich jene unterhalb in der Nahrungskette berufen. Man sammelt also Experten und die ganz persönlichen Interpretationen von deren 'Meinungen'; das nennt sich dann 'Argumentation'.

Dass dabei wenig Brauchbares herumkommt, wo sich nicht der Zufall einer dennoch vernünftigen Diskussion ereignet, kann nicht überraschen. Man merkt den 'Diskussionen' an, dass Demokratie eigentlich nirgends stattfindet. Um entscheiden zu können und die Prozesse zu verstehen, wie das sinnvoll vonstatten gehen kann - auch die dazugehörigen Diskussionen, muss man entscheiden dürfen. Das kann nicht funktionieren, wo noch im kleinsten Dorf Eigentümer und Stellvertreter herrschen, die mit ihrer kleinen Macht das Leben der Anderen bestimmen.

 
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Es gibt so einiges unter der Rubrik "Kollateralschaden", das sich in den letzten Jahren hier angesammelt hat; ich greife einmal etwas auf aus dem Artikel, der vor exakt fünf Jahren hier erschien und marschiere von da aus los in die Gegenwart. Es ging damals um faktische Lebensmittelknappheit auf dem Land. Deutschland.

Wir erinnern uns an die schlimmen Zustände in der DDR. Also eigentlich erinnern wir uns daran, was Guido Knopp und Peter Hintze uns dazu erzählt haben. Es gab ja nichts. Außer in Ost-Berlin vielleicht, weil da die ganzen Bonzen hausten. So ist das halt im Kommunismus, wo die Marktwirtschaft keine BMWs und I-Phones alloziert. Schlange stehen mussten sie und warten, bis sie dran waren. Grausam!

Diese Kommunisten ...

Das gibt es hier selbstverständlich nicht. Hier gibt es erst gar keinen Laden, in dem man sich anstellen kann. Gut für die Landbevölkerung, die sich so auch nicht zu nahe kommt. Wer jung ist und etwas taugt, zieht in die Stadt. Da kriegt er dann die schönen Produkte vom Land. Logisch. Man erwartet von ihm auch ganz konsequent, dass er ein Auto hat. Die gab es bei den Kommunisten gar nicht. Also höchstens alle zehn Jahre mal eins, das dann stank. Hier hast du eins, dann kannst du auch 50 km zur Arbeit fahren. Das ist deine Eigenverantwortung. Wenn du die nicht hast, gibt es kein Auto und kein Geld, also nix zu futtern. Kannst du ja eh nicht kaufen.

In der Stadt solltest du also wohnen. Oh, das ist natürlich auch nicht nur von Vorteil. Dort sind die Immobilien entsprechend wertvoll und du musst den Investoren dabei helfen, ihren Einsatz wieder einzuspielen. Das kostet ein bisschen mehr. Da kann man nichts machen. Wir stehen ja im internationalen Wettbewerb. Tzia, wenn du da nicht mitziehst, musst du zurück aufs Land. Zeig halt ein bisschen Einsatz und lass dich nicht so pampern!

Man könnte übrigens auch mit Bus und Bahn in die Stadt. Okay, ist auch nicht ganz billig, dafür fahren sie nicht so oft. Aber komfortabel sind sie, nicht so wie bei den Kommunisten. Bei den Kommunisten haben sie nichts zu tun und hängen den ganzen Tag beim Arzt rum. Deshalb haben sie auch so viele davon. So viele, dass sie jetzt ausschwärmen und uns mit ihrer Ideologie überziehen wollen, aber da sind wir gewappnet. Nachher bleiben die als Wirtschaftsflüchtlinge hier.

Freiheit!

In der nächsten Stunde lernen wir an dieser Stelle etwas über die plumpe Propaganda des Ostens, wo sie ihr Volk Jahrzehnte lang belogen und betrogen haben. Wir lernen über Staatsmedien drüben und über die Kritischen Medien der Fünften Gewalt hüben. Wie demokratisch es hier zugeht und die Meinungsfreiheit auf höchstem Niveau gepflegt wird. Doch, wirklich, es ist ein Fest. Ich freue mich schon darauf.

p.s.: Alle verlinkten Medienunternehmer findet ihr unter den "500 reichsten Deutschen". Siehe auch: "Tendenzschutz", ein Wort, das man sich nicht merken soll und das daher nicht sagt, was es bedeutet. Es könnte die Bevölkerung verunsichern.

 
hr

Auf die alten Tage versuche ich sehr ernsthaft, das leidige Judgement zu unterdrücken. Andere zu beurteilen, als Mensch, zumal als Gruppe, ist eigentlich immer falsch. Ihre Handlungen sollten Gegenstand der Betrachtung sein, nicht sie als Personen. Auf der anderen Seite verlangt so etwas wie die Psychohygiene, dass man einen ausgemachten Deppen auch so nennt - dann eben, wenn er sich gerade benimmt wie einer. Schwierig wird es, wenn es einer ständig macht. Wer es also wirklich schafft, nix und gar nix zu lernen, der ist dann qualifiziert. Vielleicht nennen wir ihn daher "Meister".

In diesen Zeiten sieht man so manchen Deppen durch den Supermarkt marodieren; es wird der eine oder andere Meister darunter sein, aber man kann das äußerlich nicht unterscheiden. Die Regale sind jeden Tag voll, und jeden Tag kommen wieder welche, die wie behämmert horten. Dienstag gesehen: Unter anderem 5 Kilo Butter in einer Karre. Leider waren Mehl und Zucker schon aus. Habe ich was verpasst? Wird hier gerade der größte Kuchen aller Zeiten gebacken? Immerhin gab es wieder Olivenöl.

Alles meins

Zum Klopapier wurde hier bereits alles gesagt. Jetzt frage ich mich natürlich, warum sie das tun? Was geht in so einem Kopf vor? Ich habe mir einige Erklärungsansätze für diese Deppen und Meister zurecht gelegt, die alle nicht wirklich schön sind. Sortieren wir das doch einmal:

Ein Grund, sinnlos Zeugs zu kaufen, ist dass es bald keines mehr gibt. Warum soll das so sein? Vielleicht wegen Ausgangssperre. Man darf nicht mehr raus, nichts mehr kaufen und hat nichts mehr. Was bedeutet das? Dass solche Deppen sich befehlen ließen, zu Hause zu verhungern. Dann aber mit einer Woche Verzögerung und wund gewischtem Arsch.

Ein anderer wäre der, und ich fürchte, das ist einer der Hauptgründe, dass es neben dem Geld- und Warenfetisch einen allgemein Güterfetisch gibt. Sie glauben, es gibt eine Art Pool, in dem sind alle Güter drin. Wenn der leer ist, ist der leer. Eine große Portion, von denen ihnen das gehört, was sie mit ihrem Geld kaufen. Also kaufen sie, was sie transportieren können, scheißen auf die Interessen aller anderen und wischen sich dann ab. Mit der ganzen Rolle; man hat's ja.

Abwischen

Womöglich ist es auch die Angst, alles könnte zusammenbrechen. Dann hilft es sicher, wenn man noch hunderttausend Blatt Kackpappe im Keller hat und 5 Kilo Butter. Damit überlebt man jede Zombieapokalypse, sicher! Nun, das Einzige, das wirklich sicher ist, ist dass man durch genau solches Verhalten Versorgungsengpässe schafft. Scheißegal. Abwischen. Schließlich, quer zu allem, der Herdentrieb. Machen die anderen auch. Wird schon seinen Grund haben. Hurra!

Was auch immer von diesen oder ähnlichen Motiven den kognitiven Kahlschlag verursacht oder welche Substanz umgekehrt die Synapsen dieser Probanden so gründlich desinfiziert, dass sie sich auf das geistige Niveau eines Hamsters einleveln; ich bin beeindruckt. Das Sein bestimmt das Bewusstsein? Dann hat es ja ganze Arbeit geleistet. Das kann dann wohl weg. Mit diesen Zombies kannst du jedenfalls alles machen, nur keine Revolution.

 
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Einmauern, das Pack, und Ruhe ist!

Ich bin sicher, da wird eine Menge übertrieben - was die akute Lage nicht besser macht. Die Medienindustrie hobelt sich nicht nur einen auf der Gruselharmonika, sie greift wie immer alles auf, aus dem sich ein wenig Affekt, Empörung, Betroffenheit quetschen lässt. Einzelfälle werden an die so produzierte Öffentlichkeit gezerrt, umso höher, je abstruser das Verhalten der Irren sich gestaltet, die man da vorführen kann, Es bedarf dabei - weniger noch als allgemein schon üblich - auch keiner Fakten; Gerücht reicht völlig aus, 'Berichte' Einzelner, die gar nicht prüfbar sind

Wovon redet der Mann? Von der neuen Pest zunächst. Obwohl jeder weiß, dass die Grippe gefährlicher ist - wenn auch nicht für den einzelnen Infizierten, wird das Kranzvirus behandelt wie eine Mischung aus Ebola und Schnupfen - tödlich und unentrinnbar ansteckend. Es ist weder noch. Dazu hatte ich mich bereits in ausreichender Länge geäußert. Es kommt jetzt aber ein Aspekt hinzu: Die Metaebene lässt sich nämlich auch noch ausschlachten.

Herrenrasse bedroht

Alles, was irgendwie chinesisch sein könnte, vor allem jeder, der irgendwie asiatisch aussieht, ist vermeintlich verdächtig. Herrlich! Die dümmsten Vollidioten unter den zeitgemäßen Rassisten geraten in den Fokus - als Story über das Böse, das "Dastutmannicht". Wie dämlich sind sie aber auch - ein Effekt, der gern mitgenommen wird: das Besserwissen der Anderen - dass sie nicht erkennen, was sie da tun! Alle Asiaten zu verdächtigen, ist (mathematisch) wie alle Menschen zu verdächtigen, nur dass die® halt anders, ähnlich, alle gleich, eben aussehen wie diese verkeimte Rasse eben aussieht. Wohl ungewollt aktuell ist daher diese wunderbare Anleitung zum Faschismus.

Die Gelegenheit, auf eine vermeintlich homogene Gruppe herabzublicken, ergibt sich hier gleichermaßen für die Rassisten wie für das genau so abgerichtete restliche Konsumentenvolk, das sich von Medien zur Freakshow bitten lässt. Guckt euch das an, was für Idioten! Das sind bei anderer Gelegenheit diejenigen, denen man unter denselben Bedingungen zustimmt, so lange es eben das Urteil über Gruppen betrifft, denen man nicht angehört. Mit solchen Affekten und Konditionierungen lässt sich Aufmerksamkeit, sprich: Profit machen. Man könnte die Angelegenheit auch sachlich betrachten, als lösbares medizinisches Problem. Wie langweilig!

So wie es die andere mit dem Umstand befasste Industrie tut, ganz kühl und kalkulierend: Die Pharmaindustrie, deren Vertreter sich den Scharen derer anschließen, die Satiriker und Literaten endgültig überflüssig machen. Es gibt ein Recht auf Profit, soundso muss eine Marge aussehen bei der und der Investition, so berechnet sich auch der Preis fürs Leben. Wir wollen aber mal nicht so sein, ein paar Glückliche lassen sie am Spiel teilnehmen. Lebensnotwendige Medizin per Lotterie oder eben gegen Cash - für Millionäre. Das Perverse daran ist das Normale daran. Gemeinhin kann sich etwa ein Bundesbürger das Überleben leisten. In anderen Teilen der Welt hingegen sterben sie massenhaft an unseren Eigentumsrechten. Aber wen interessieren schon Afrikaner? Das ist Alltagsrassismus, millionenfach tödlicher.

 
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Wer nennt eigentlich sein Flugzeug "Boing"? Und wundert sich dann, wenn es sich quasi wie angekündigt zerlegt, dass der Konkurrent, der bei der Namensgebung zwar weniger Phantasie, aber ein durchaus glücklicheres Händchen hatte, einem auftragsmäßig davon fliegt? Ich muss nicht alles verstehen. Selbst Kapitalismus hatte ich mir eigentlich rationaler vorgestellt.

Wie bereits in den Kommentaren, empfehle ich auch hier oben diesen Talk von David Kriesel über seine Untersuchung zur Pünktlichkeit der Bahn im Fernverkehr. Das ist große Wissenschaft verständlich dargelegt. Übrigens auch dieser ältere hier von ihm, wo er sich mit Spiegel Online beschäftigt hat. Was man aus Daten so alles lesen kann, ist ebenso faszinierend wie gruselig.

Nicht minder gruselig ist korrumpierte Wissenschaft nach 'Experten'-Art. Ich wurde neulich eines 'Interviews' im Radio gewahr, das mir den Schaum zwischen die Zahnreihen trieb. Dort behauptete ein "Verkehrsexperte" Professor Sowieso, ein Tempolimit bringe gar nichts und verargumentierte ernsthaft solche Weisheiten wie dass es keinen Unterschied mache, ob man mit 160 oder 130 auf einen Stau auffahre oder dass die moderne Technik dabei auch kaum mehr Spritverbrauch generiere. Das fand ich dann auch unter diesem Link.

Fachexperten rektal

Schon das ist so frech gelogen, dass man sich getrost auch als Laie aufregen darf. Befragt, wusste er aber auch gar kein Argument, das denn für ein Tempolimit spreche. Okay, dass mit dem Spritverbrauch weiß er nicht; er ist ja auch nur Experte, die lernen vermutlich bestimmte Verdrängungstechniken in Seminaren der Autoindustrie. Vor allem aber die höhere Unfallgefahr durch Geschwindigkeitsunterschiede ist ihm ebenso wenig bekannt wie empirische Daten.

Übrigens ist dieser Spezialfachexperte offenbar eine weitere Quelle für den Schwachsinnsvergleich eines Dieselmotors mit einer Kerze, den Herr Neffton in der "Anstalt" zur Lachnummer verwurstet hat. Fun Fact am Rande: Mario Barth, Investigativ-Darsteller, zeigt auf, dass nur "ein diverser Veganer" sich von Dieselruß gestört fühlen kann. Treffen sich ein Diverser, ein Unterschiedlicher und ein Ähnlicher, sagt der Ungefähre ...

Man fragt sich, wer solche Schwätzer eigentlich noch einlädt und warum sie nicht täglich mit gebrauchtem Obst beworfen werden, weil sie sich zum Schaden der Allgemeinheit regelmäßig zum Horst machen. Wenn man sich als Kontrast die Vorträge von David Kriesel anhört, erkennt man den Unterschied: Transparenz der Methoden, Nachvollziehbarkeit der Untersuchung und sehr defensive Formulierungen bei der Auswertung vs. stumpfe Behauptungen als fertige Meinungspackung zur flutschigen Verwendung für Propaganda. Es ist ja nicht immer so eindeutig, aber manchmal wird doch sehr deutlich, dass es nicht an der Wissenschaft liegt, sondern an der Berufsauffassung.

 
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Einer der vielen Romane, die ich nie schreiben, jedenfalls nicht fertigstellen werde, ist die Geschichte eines 'Preppers', vielmehr seiner Familie. Der Alte Herr ist selbstverständlich Nationalist (in seinem Verständnis ein "Patriot", was ja etwas völlig anderes ist), autoritärer Gesinnung (die Einen nennen es "konservativ", die Anderen verweisen auf Farbe und Geruch) und glaubt nichts von dem ganzen Klimbim, das die Linken verzapfen. So wie diese kommunistische Verschwörungstheorie vom Klimawandel.

Er aber ist vorbereitet ("prepared", daher "Prepper"), auf den von Juden und Kommunisten angezettelten Bürgerkrieg sowie ein mögliches Armageddon, womöglich auch in der Geschmacksrichtung Zombieapokalypse. Alles eingekellert: Nahrung für Monate, Wasserreinigungsanlage, Gasfilter, Brennstoffzellen, Batterien, Sprit, Benzin, Notstromgenerator, Knarren, Munition und SUV.

An die Möse

Während Linke über solche Spinner nur lachen können, kommt es wie es kommen muss: Das Wetter dreht durch, Klima kaputt, Noch mehr Hitze, Brände, Überschwemmungen, das Ende des Kapitalismus weil der Zivilisation. Die Linken haben also recht, und die Prepper überleben. Es gibt schlimmeres als ein Volk von Telefondesinfizierern, und hier haben wir sie, die neue Menschheit. Unser Protagonist, so viel Rache muss sein, stirbt aber bald nach Eintreten der Katastrophe an Wundbrand, weil er sich in den Fuß schießt und Antibiotika für jüdisches Gift hält.

Warum erzählt er das? Nun, weil unter anderem das Niveau der Weltpolitik auf Kindergartenniveau gesunken ist. Jede Beleidigung, Lüge, Unterstellung - gern alls In Kombination - ist willkommen. Während einige noch immer taub und strunzdumm die politischen Feinde "Machthaber", "Populisten" oder "Autokraten" nennen, ist der größte Freund ein kleinkindlicher Troll, der stolz darauf ist, Frauen "an die Möse zu packen", nur in Kategorien wie "supersupergut" oder "ganz ganz böse" kommuniziert und ein Mobbing pflegt, das nicht einmal ein Schulbully in seiner eigenen Gang wagt.

Wäre das wiederum so unerhört, dass erstens wenigstens irgendein Außenpolitiker diesem Affen einmal sagen würde, dass er einer ist und es zweitens im Vergleich zu anderen Halb- und Dreiviertelaffen eine eigene Kategorie wäre, man könnte es ja als vergänglichen Einzelfall abtun. Ist es aber nicht; vielmehr gibt es Blödheiten, Gepöbel und Stammtischgehabe in allen Abstufungen, weltweit und ohne eine Insel, auf die man sich davor retten könnte.

Nichts ist unmöglich

Die Autorität hat ihre Maske abgelegt, ohne die sie nicht mehr wirkt. Auch und gerade die Demokratiesimulation des 20. Jahrhunderts war darauf angewiesen, dass die Massen ihren Stellvertretern ein Maß an Autorität verliehen, ohne das die Befehlsketten reißen. Eine soziale Ordnung, an die niemand glaubt, zerfällt. Immer. Eine Autorität, die sich ganz unverhohlen selbst lächerlich macht, wirkt nur noch bei denen, die sich unbedingt unterwerfen wollen. Mit diesen lässt sich kein Staat mehr machen, sehr wohl allerdings ein faschistischer Pöbel, vor dem der Rest sich fürchtet.

Dieses Muster wiederholt sich immer wieder. Wenn die religiösen, sozialen und politischen Formationen sich nicht mehr mit Sinn aufladen lassen, wenn die Mächtigen und ihre Vertreter keine Legitmation mehr haben, bleibt nur Abwendung von der Ordnung oder blinder Gehorsam gegenüber einer, mit der man sich identifizieren kann. Ein einfaches, eine Zeitlang stabiles 'Wir', das stets auf ein feindliches 'Ihr' bzw. 'Die' angewiesen ist. Das ist kein Verdienst irgendeiner gefährlichen politischen Kraft, sondern schlicht das Symptom der Dekadenz.

 
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Symbolbild: irgendwas mit Strand

Ich bin ja schon Wenigstflieger. Wer weniger geflogen ist als ich, lügt und ist eh nie zurückgekommen, weswegen das auch nicht zählt. Soweit also steht hier virtuell vor Ihnen der CO2-Held, klitzekleiner Fußabdruck, praktisch nicht zu erkennen. Dabei war es in meiner Jugend noch nochmal, dass kein Schwein flog. Da ist man amtlich mit dem Boxer übern Brenner gekachelt, achwas, jetzt wisst ihr nicht mal mehr, was der alte Mann da redet. Egal.

Schon damals war ich freilich die ersten drölf Jahre meines Umtriebs mit dem Daumen unterwegs. Schon dreißig Jahre vor dem Mützchenmädchen habe ich sogar einen Lift auf einem Boot bekommen. Das kam nämlich so, dass ich irgendwo in Jugoslawien auf eine Insel geschwommen war, wobei ich unterwegs feststellen musste, dass das eigentlich eine Scheißidee war, weil weit, deutlich anstrengender als gedacht und in einem Medium, das man als Säugetier nicht atmen kann. Brains of Steel. Zurück habe ich mich schippern lassen.

Boah glaubste ...

Inzwischen brauche ich für meinen Job eine Karre und nutze daher konsequent die, die ich schon habe. Bald 23 Jahre alt, braucht nicht viel und raucht nicht viel. Nun ist mir neulich auf der BAB ein Reifen plattgegangen. Fun Facts: Ich habe es nicht bis zur nächsten Ausfahrt geschafft. Das Ding war nur noch Fetzen und Qualm. Ich habe die Gelben gerufen, um einen Scheißreifen zu wechseln. War nämlich dunkel und kein Meter Rand bis zur Fahrbahn. Gelber Mann stellte Pylonen auf und wir installierten das Notrad.

Notrad! Kein Reserverad, ein Kack-Notrad! Das ist ein Rennradreifen um einem Blechteller, mit dem du nur 80 fahren darfst. Und jetzt versuche einmal, Anfang November Ersatzreifen für eine Kiste zu kriegen, von deren Felgengröße selbst die Jungs aus dem Club kaum je gehört haben. Kannste ne Woche warten, bis du nen Termin kriegst. Nervenkrise. Ich habe ernsthaft erwogen, Statt Reifen gleich ein Auto zu kaufen.

Internationaler Wettbewerb

Und warum ist das so? Das ist zweitens so, weil in dieser Diaspora eines tief im rektalen Höhlensystem der korruptesten Autoindustrie dieses Planeten die Öffentlichen Verkehrsmittel ... ach, das wisst ihr doch alles selber. In der vom Separatismus zerrissenen Stadt hingegen, die Ziel meiner einzigen Flugreise war, kriegen sie das übrigens hin, dass du zu Spottpreisen in Nullkomanix quer durch die Stadt und zurück kommst. Diese faulen Südländer machen uns unseren Ruf total kaputt.

Erstens aber habe ich, als ich Anfang des Jahres pleite war, so einen Vertrag unterschrieben von einem Profitnehmer. Der verpflichtet mich beim Leben meiner Töchter und dem Avemaria, stets mobil zu sein und pünktlich beim Klientel, egal ob Hagelschlag und Graupelschauer, Armageddon, Karneval oder Notrad. Das ist Deutschland hier. Habe Montag dann nach sechs Stunden Telefonitis und Irrfahrten einen Türken gefunden, der mir ohne Termin zu nem sauberen Kurs die verkackten Pneus aufgezogen hat. Alles nehmen die uns weg, alles!

 
rk

Wie ich höre, finden die Grünen Hartz IV ganz schlimm und schimpfen daher auf die CDU. Das ist so denkwürdig bescheuert, dafür werden sich zwei der letzten drei Satiriker des Landes die Kugel geben. Was neulich noch als "Geschichtsvergessenheit" ein furchtbares Phänomen war, geht inzwischen in den Verlust des Kurzzeitgedächtnisses über. Was interessiert mich mein Geschwätz von vor fünf Minuten?

Lähmung allerorten. Nach 14 Jahren Rauten-Chucky aka die Bleierne ist es schlimmer als nach 16 Jahren Kohl. Wenn die Altherren-Bierfurzpartei AfD einem Viertel der Bekloppten da draußen schon als frische Brise erscheint, weiß man, in welcher Mocke der Betrieb es sich gemütlich gemacht hat. Was vor 40 Jahren schon gelogen war, wird derweil weiter gebogen, und just heute hetzt das Revolverblatt, dessen Namen in diesem Blog nicht genannt wird, ausdrücklich gegen die "Faulheit" der Arbeitslosen, die gefälligst "bestraft" gehört.

Einer geht noch

Kürzung auf Null wollen sie weiterhin, aushungern, das Dreckspack, und ein Gericht, das das endlich auch im Land der Mörder verbietet, sollte wohl besser der Lynchjustiz Platz machen. Das Volk® weiß schließlich am besten, wer nicht essen soll und nicht atmen. Woher kommt bloß der ganze Hass? Und dann diese Rechten, wie können die so stark geworden sein? Man versteht es nicht.

Da draußen sitzen freilich noch immer welche, die von "Rot-Rot-Grün" träumen. Habe ich eigentlich je erklärt, was ein "Clusterfuck" ist? Das kommt von "Cluster" wie Bündel oder Verbund. Ich bevorzuge das Bild eines in sich verschachtelten Etwas, ähnlich wie eine Matroschka oder eine Endlosspiegelung. So ist das auch, wenn Blödheit Kopfschmerzen auslöst, die man zu kompensieren versucht, indem man sich mit dem Hammer in die Fresse schlägt und mit dem Folgeschmerz ebenso verfährt. Rot-Rot-Grün, ja sicher!

Im Widerstand

Für den modernen politischen Entrepreneur gibt es da schließlich noch die außerparlamentarische Bewegung, der man sich auch einfach per Bankeinzug anschließen kann. Zum Beispiel diesen Komikern mit der Hakenkreuzfahne oder freitags dem Mützchenmädchen. Derweil schaffen andere Fakten, Fakten, Fuckten und tun einfach, was zählt: Produzieren, am liebsten SUVs.

Eine Viertelmillion hat allein BMW im dritten Quartal 2019 verkloppt, Zitat: "Hier trug insbesondere das rasante Wachstum des mittelgroßen Modells X3 mit einem Plus von 74 Prozent bei. Und der hochpreisige Riesen-SUV X7 kommt offenbar immer besser bei der Kundschaft an. BMW lieferte im dritten Quartal fast genauso viele Fahrzeuge des riesigen Modells aus, wie im gesamten ersten Halbjahr." Fry Days For Future!

 
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Update ist Fortschritt, Update macht alles neu, Update ist Sicherheit. Unwissenheit ist Stärke, Krieg ist Frieden und Freiheit ist Sklaverei (wobei letzteres in Bezug auf den neoliberalen Begriff absolut zutrifft). Es entgleitet einem. Es hat mich schon oft genervt, wenn eigentlich intelligente Menschen mir suggerieren wollten, sogenannte "Updates" einer Software sorgten für "mehr Sicherheit". Ja nee ist klar.

Allein auf einer Ebene stimmt das: Die jeweils bekannten und aktuellen Sicherheitslücken werden durch Updates meist gestopft. Nur ist das schon nicht "mehr Sicherheit" wie in "jetzt noch schwangerer", sondern immer noch unsicher. Das größte Problem aber liegt ja ganz woanders.

Mit dem Update kommt ziemlich sicher das Upgrade. Manchmal gibt es das Eine nicht ohne das Andere, und selbst wenn, kennt der Normalverbraucher den Unterschied nicht. Der ist ohnehin von der Industrie auf dumm und gierig getrimmt, kann also gar nicht genug 'Features' bekommen, die die anderen ja auch alle haben. Klicki bunti Emoji wish swish blinki swoosh. Wer weniger hat, ist zweitausendachtzehn.

Von vorgestern

Treten wir einen Schritt zurück und fragen einen aus guten Gründen Konservativen, also mich. Ich weiß seit dreißig Jahren, wie Computer funktionieren und nach wie vor mehr über die Geräte, die ich selbst kaum benutze, als das Volk, das sich regelmäßig vor die Laterne streichelt, weil es Momo nicht gelesen hat. Die Grauen Herren schwärmen nicht mehr selbst aus; sie haben Glasbretter verteilt, in die Massen von Kommunikationszombies ihre Zeit freiwillig einfüllen.

Ja doch, ich schweife ab. Es ist derweil falsch, ich könne meinen Hass auf diese Technik und die soziale Entwicklung, die sie repräsentiert, nicht verbergen. Ich will es bloß gar nicht. Aber zurück zum Thema, das ja auch den guten ollen PC betrifft bzw. seine Datenorganisation. Was soll das?

Was ist die Kernaufgabe des Geräts? Texte schreiben, kommunizieren und lesen. Ggf. Medien verbreiten, womöglich einbinden. Noch gegebenerenfalls (hier sind wir allerdings bei den Profis) solche erstellen. Letztere lasse ich aus Gründen einer gewissen Übersichtlichkeit aus. Schließlich - ebenfalls durchaus auch professionell - die Organisation von Daten im Rahmen des Betriebes.

Leck' mich

Das alles ging schon vor zwanzig Jahren auf einem Niveau, das sich seitdem kaum verbessert hat. Die Geräte bzw. der Datendurchsatz ist deutlich schneller geworden, wir geben uns allerdings die größte Mühe, das durch unsinnige Datenmassen wieder zu kompensieren. Alles wird derweil schwachsinnig komplex, befeuert durch Dilettanten, die nicht mehr wissen, was sie tun und Produkte, bei denen das auch gar nicht mehr möglich ist.

Skripte werden im Dutzend verschachtelt, Code automatisch erzeugt und durch weiteren automatisch erzeugten aufgebläht. Ab und an legt wer Hand an und repariert etwas an einer Stelle, das einem anderen an einer anderen auf die Füße fällt, der dann seinerseits dasselbe in rückwärts bastelt. Projekte werden mit Projekten verzahnt, ohne dass irgendwer einen Überblick hat, und wenn das nach dem tausendsten Update endgültig nicht mehr zu regeln ist, kommt spätestens die nächste Programmversion, mit der das Spiel von vorn losgeht (abgesehen von uralten Bugs, die wie magisch Jahrzehnte überleben).

Dafür kippen links und rechts immer mehr Programme und Geräte über den Rand, die unbrauchbar werden. Noch halbwegs verständlich, wenn sie wirklich veraltet sind und z.B. neuere Technik oder höheres Tempo nicht mitgehen können, offenbar aber auch oft, weil sie nicht sollen. Kauf neu, du User, nutzloses Viech! Nirgends zeigt sich krasser, wie den Leuten Nachhaltigkeit® am Arsch vorbeigeht. Und ehe ich mich jetzt eingehender mit Firefox befasse, belasse ich es an dieser Stelle bei einem Daten sparenden "Fuck You!".

 
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Einer der erschütternden Belege für die politische Dummheit vieler Zeitegnossen ist die Illegalisierung von "Drogen" und die allgemeine Zustimmung dazu. Wer sich damit befasst hat, kennt die Horrorstories und Propaganda, die etwa zum Verbot von Cannabis geführt haben. Der sogenannte "War On Drugs", die Verstrickung der CIA und illegale Drogen als Machtbasis Organisierter Kriminalität, das alles sind Binsenweisheiten. Würde man Drogen komplett legalisieren, die Welt wäre eine bessere.

Ich möchte aber heute einmal auf einen anderen Aspekt hinweisen, der die geifernden Urteile über Drogensüchtige betrifft. Anlass dazu ist die faszinierende Wirkung legaler Drogen und deren Suchtpotential. Vor allem ein Wirkstoff ist darunter, schon ewig bekannt und noch immer im Einsatz: Benzodiazepam, berühmt und berüchtigt durch das Präparat "Valium"; heute sind die Marktführer andere. Zumeist wirken die Probanden weggetreten, es ist aber auch eine ganz andere Wirkung beobachtbar:

Legal, illegal ...

Es kommt in Fällen schwerer Depressionen und Angststörungen vor, dass verwirrte Patienten plötzlich klar werden und Affekte zeigen, die sonst in ihrer Gefühllosigkeit versinken. Wäre nicht das schwere Suchtpotential, man wäre geneigt, die Substanz über längere Zeiträume und täglich, ggf. mehrfach zu verabreichen. Aus Patientensicht ein Reiz, dem man leicht verfallen kann, wenn man sich das Mittel beschaffen kann.

Ein anderes Beispiel sind Jugendliche, bei denen ADHS seriös diagnostiziert wurde. Es kommt nicht nur in Einzelfällen vor, dass sie dem Standardmittel Methylphenidad (Ritalin, Medikinet, Concerta) eine andere Substanz vorziehen: THC, der Wirkstoff von Cannabis. Es ist vor allem nach Bedarf zu dosieren und hat offenbar angenehme Nebenwirkungen. Alkohol wiederum ist ein hoch wirksames Anxiolytikum (Angstlöser).

Dopeamin

Ebenso ist bekannt, dass die sog. "Borderline-Störung" regelmäßig mit dem Konsum illegaler Drogen einher geht. Es geht bei all diesen Substanzen um Wirkungen auf Botenstoffe im Hirn wie Serotonin und Dopamin, deren Stoffwechsel bei psychisch Kranken quasi offiziell als gestört gilt, während "Drogensüchtige" ohne Diagnose und durch den Schwarzmarkt versorgt unterwegs sind.

Das Bild, das Krethi und Plethi von Drogensucht haben, ist daher wie so vieles dem Hang zur Abwertung anderer Menschen geschuldet. Das fängt schon da an, wo sie glauben, eine Substanz mache süchtig. Richtig ist: Der Süchtige sucht sich seine Droge, weil er sie braucht, nicht umgekehrt. Sogenannte "Drogensucht" ist das Symptom einer Krankheit, nicht mehr und nicht weniger.

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