sozialzeugs


 
xx

Kaufe sie jetzt, unsere stylishen neuen Sneaker "Sophie Scholl" aus deiner Lieblingskollektion von Adinike! Farblich perfekt abgestimmt auf das "Impfschande Niemals!"-T-Shirt und das Yolocaust-Käppi. Alles selbstverständlich aus judenfreier Produktion, vegan und G5-abweisend. Lass dich nicht umvolken, zeig die völkische Seite deines Widerstands und sieh dabei einfach megagut aus!

Das ist der Trend: Eine Göre (derer sollen es eine ganze Reihe sein) fühlt sich "wie Sophie Scholl", sagt sie auf einer Bühne und instrumentalisiert sich für die faschistische Trollarmee, deren Logik diese Aufführung folgt. Wir haben es hier mit dem Königswasser der Nazitrolle zu tun: Helden- und Opfermythos sowie der Gipfel aggressiver Projektion in einer einzigen Geste. Der Nazi geriert sich als Opfer eines Holocaust, den er hintenrum leugnet, und schickt die Unschuld vom Lande vor.

Heldenopfernazijude

Das Umfeld der armen Idiotin hat in die Vollen gegriffen und ein willfähriges Opfer gefunden, das nicht annähernd ahnt, worin die Tat besteht, wie und warum diese Angelegenheit sie geschädigt hinterlassen wird. Sollte sie sich jemals mit der Geschichte des Holocaust befassen, liegt vielleicht ein Trost darin, dass es ihr ganz und gar nicht geht 'wie Sophie Scholl' und ihre Peinlichkeit mit nachträglicher Scham vielleicht korrigiert werden kann.

Sie selbst wird meinen, was sie sagt. Sie nämlich meint nicht die historische Person, ihre Hinrichtung oder ein mögliches Ende im KZ (wie Anne Frank, die ebenfalls von der Rechtsaußen-Spralleria in Beschlag genommen wird), wo sie vergewaltigt, in Experimenten verstümmelt, gequält, ausgehungert und vergast worden wäre. Nein, sie meint die Marke Sophie Scholl.

Sie glaubt, das stünde ihr. Sie träumt davon, eine kleine rechte Influenzerin zu werden, die Applaus und vielleicht sogar ein bisschen Geld einheimsen kann, wenn sie sich so darstellt. Der Unterschied zwischen Schein und Sein ist ihr völlig unbekannt. Furchtbares Leiden kennt sie als abgebrochenen Fingernagel und ausverkauftes Haarspray. Das riskiert sie für ihre Überzeugung. Wie Sophie Scholl.

update: Es gab einige Bauarbeiten zu diesem Artikel, da ich aus ursprünglich einem zwei gemacht habe. Sollten jetzt weitgehend abgeschlossen sein.

 
xx

Nein, du darfst nicht überall mitreden, Thorben-Marie. Dass deine Eltern meinen, du dürftest zu allem eine Meinung haben, ist ein trauriger Umstand. Es gibt aber Dinge, die besprechen Erwachsene unter sich - und "erwachsen" sind sie auch erst dann, wenn sie sich über ein Thema umfassend orientiert haben. Was das wiederum heißt, ist noch ein ganz anderes Thema.

Doch, es gibt Dinge, die sollten ausschließlich unter Experten diskutiert werden. Es ist nicht zielführend, zu Grundproblemen der Physik jemanden zu fragen, der die allgemeine Relativitätstheorie, Quantentheorie oder Unschärferelation nicht kennt. Mit solchem Unwissen hat man den Vorteil, Ufologe werden zu können, aber aus Diskussionen über Dunkle Materie hat man sich dann rauszuhalten.

Mitreden dürfen

Eine zielführende Diskussion ist auf die Kompetenz der Teilnehmer angewiesen. Bei einem Thema wie Fußball etwa fällt schnell auf, ob jemand die Abseitsregel verstanden hat, während in so läppischen Bereichen wie Virologie oder Epidemiologie schon der Mofa-Führerschein ausreicht und zwei Youtube-Videos. Dieses Phänomen hat Geschichte und Methode.

Das Ritual 'Diskussion' wird schon im Elternhaus zum bizarren Kult, wo Kinder ständig mit Entscheidungsbefugnissen überfordert werden. Kinder bis zum Grundschulalter sollten im Grunde gar nichts entscheiden dürfen oder müssen (was aus Sicht der damit gestressten Lütten auf dasselbe hinausläuft), danach kann man sie schrittweise in Erwägungen einbeziehen, die sie auch verstehen.

Stattdessen gehen schon im Kindergarten epische Erklärungen los, wenn die Kleinen mal wieder keinen Bock haben zu tun, was gerade angesagt ist. Das bringt gar nichts, es ist sogar Heuchelei, denn am Ende passiert ohnehin das, was zuvor bereits entschieden wurde. Diesen Prozess einfach und kurz zu halten, das nennt sich "Orientierung". Die Kids werden es euch danken.

Jeder nur ein Kreuz

Auf weiterführenden Schulen, lange bevor irgendein Schüler kapiert hat, was Überprüfbarkeit, Wiederholbarkeit oder Gültigkeit bedeutet, werden sie bereits in das Ritual des Austauschs sinnloser Wortschwalle eingeführt. Sie lernen, was ein Pro und ein Contra ist, dass man das irgendwie formulieren muss und sich gegenseitig ausreden lässt (immerhin!), um am Ende etwas gesagt zu haben, von dem man selber kein Stück überzeugt ist. Wenn man Pech hat, kommt später noch Rhetorik dazu und von der bleibt wirklich etwas hängen.

Zu erkennen, was ist und was nicht ist, spielt in dieser Show keine Rolle. Man muss halt mitreden für das tolle Gefühl, gehört worden zu sein. Dann noch "ja" oder "nein" ankreuzen, fertig ist die Demokratie®. Diese Methode hat den doppelten Vorteil: Politische Prozesse werden mit endgültiger Wirkung von Kompetenz befreit und das Ganze harmoniert bestens mit einem System, in dem vorn gelabert und hinten entschieden wird.

 
xx

Dass Vernunft und die 'Kraft des Arguments' nicht allzuweit tragen, haben wir hier schon ausgiebig diskutiert. Ich gehe aber noch einen Schritt weiter, um dann den hilflosen Versuch zu machen, vielleicht wieder zwei Schritte zurück zu machen.

Die Erfahrung - beinahe alle Erfahrung - mit Diskussionen zeigt, dass es nicht darum geht, einen Sachverhalt gemeinsam möglichst genau zu beschreiben und zu richtigen Schlüssen zu kommen. Vielmehr ist zu beobachten, dass Diskutanten stets mit allen Mitteln - wider die Vernunft - ihren eingangs erklärten Standpunkt verteidigen. Selbst, wenn dieser auf vielen Ebenen widerlegt wird, ändern sie ihn nicht. Im Gegenteil: Je besser das Argument der Gegenseite, desto eher fühlt man sich davon beleidigt.

Daher wehrt man sich umso heftiger, je näher man der Erkenntnis kommt, dass man falsch liegt. Die Gründe dafür sind vielschichtig und unterschiedlich, darauf will ich im Einzelnen hier nicht eingehen. Festhalten lässt sich aber, dass gemeinhin das Ideal einer Vernunft, die sich auf die Sache bezieht und nach Wahrheit strebt, von Diskutanten weit verfehlt wird. Das liegt m.E. nicht (nur) daran, dass sie es nicht anders wollen, sondern daran, dass sie es nicht besser können.

Anpassen, überleben

Um als Mensch, dessen Fokus stets die bestmögliche Anpassung an eine Umwelt ist, nach den Regeln der Vernunft zu denken (und ggf. zu handeln, sei es auch nur kurzfristig), muss man die Instanz 'Verstand' nämlich psychisch abspalten. Es ist eine Art Störung - vermutlich wird auch deshalb 'Nerdism' mit Autismus assoziiert. Im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich erscheint das schlimmstenfalls exotisch, denn es kann einem egal sein, welche Zahl oder Formel am Ende herauskommt.

Es ist aber ein ganz anderer Sport, sich als Person mit ihren Erfahrungen völlig zurück zu nehmen und quasi neutral zu erörtern, was richtig und falsch ist, wenn vom Ergebnis das eigene Wohlergehen abhängt. Mit diesem Ansatz fällt man aus der Natur und spaltet jedes Eigeninteresse von der Erkenntnisproduktion ab. Das ist unter Evolutionsgesichtspunkten dumm, andererseits aber die einzige Möglichkeit, sich in komplexen Systemen zu orientieren.

Vereinfacht: Du hast die Wahl, klüger zu werden oder zu überleben. In günstigen Situationen kann beides funktionieren, aber die Anpassungsleistung war stets wichtiger als die Möglichkeit von Erkenntnis. Wo diese nicht unmittelbar nützlich war, war sie Zufallsprodukt. Daher ist es ganz natürlich, sich der Vernunft zu verweigern.

Vernunft, zumal praktizierte, ist etwas für Freaks. Es dürften allerdings solche Freaks sein, denen die Zukunft gehört, denn die neue Regel der Evolution, die für komplexe Systeme eben, lautet: "Du wirst überleben, wenn deine Anpassungsleistungen sich auf das System beziehen, an das du dich anpasst." Was über Jahrmillionen funktioniert hat, versagt in einer Umwelt, die nach anderen Regeln funktioniert - vor allem denen beschleunigter Abläufe.

Wie dumm muss man sein!

Die bislang erfolgreichen Strategien funktionierten vor allem durch den Mechanismus sterben/aussterben vs. überleben. Alle evolutionär erworbenen Strategien sind ein Teil davon, und sie alle sind auch menschliche. Aus dieser Regel fällt zuerst der Verstand, die Fähigkeit, auf Umwegen zum Ziel zu kommen, wobei auch das noch eine Überlebensstrategie ist. Die Vernunft schließlich bezieht sich auf die Regeln des Spiels selbst, entzieht sich der Anpassung an die Situation und verzichtet auf Überlebensstrategien.

Um erkennen zu können, was ist, sind der Vernunft der eigene Tod und das Überleben sprichwörtlich gleichgültig. Wie dumm muss ein Wesen sein, dass der Vernunft folgt! Es ist also kein Wunder, dass es so gar nicht gelingen will, jemandem Vernunft aufzuzwingen. Argumentieren ist deshalb (jenseits des Nerdism) ein Ritual.

Dass sich durch Vernunft gewonnene Erkenntnisse dennoch durchsetzen können, liegt vor allem an ihrer Vermittlung durch Autoritäten. Nicht der Inhalt wird dabei vermittelt, sondern die Gültigkeit der Erkenntnis. Eine nachgerade unverwüstliche Überlebensstrategie liegt nach wie vor darin, Autoritäten zu folgen.

 
xx

Es ist nichts Neues daran, dass nichts zu hören ist von Intellektuellen oder vielmehr einer Intellektualität, die helfen könnte, in unsicheren Zeiten die Gedanken zu ordnen, Wege zu weisen, auf denen Lernprozesse stattfinden könnten und womöglich eine Basis schaffen, darüber zu kommunizieren. Es war selten nötiger als heute, aber woher soll es auch kommen?

In diesen Zeiten ist es nachgerade chic, die Basis des Wissens, Wissenschaftlichkeit, zu verleumden und Kommunikation als Duell zu betrachten, in dem der Eifer die Waffe der Wahl ist. Der vermeintliche Inhalt muss laut vorgetragen, täglich mehrfach wiederholt und Abweichler konsequent diskriminiert werden. Der Modus ist nicht die Aussage, sondern die Wertung.

Herren und Diener

Werfen wir einen Blick zurück, wir hatten das auch schon hier, auf so ein 'Damals' und einen Kommentar dazu:

"Das Jahr 1933 ist die große Zeit des deutschen Opportunismus, noch bevor die entsprechenden Gesetze erlassen oder gar bekannt wurden, beeilen sich viele Intellektuelle, dem autoritären Regime zu gefallen."

Nun, "Intellektuelle", das ist auch eine Kategorie, ein Begriff, den jeder in der Gemütlichkeit seiner Vorstellungskraft mit Inhalt füllen kann. Für den Einen sind das Geistesgrößen, denen man folgen kann, die man zumindest aber zitieren kann, um selbst wie eine zu wirken; für den Anderen vielleicht feindliche Spinner unwürdiger Herkunft, die den Menschen die Köpfe verdrehen, um so ihre finsteren Pläne umzusetzen.

In den Frühzeiten der Republik hatten wir gelegentlich immerhin solche mit Substanz, etwa Adorno oder Marcuse, womit wir auch gleich bei der fälligen Reaktion sind, die heute im Internet u.a. von einem kommt, der es chic findet, unter dem Label des Zyklon-B-Herstellers zu firmieren. Da heißt "jüdisch-bolschewistisch" jetzt "kulturmarxistisch" (welch ein schwachsinniger Begriff), sonst ändert sich nix. Aber was hatten die eigentlich zu sagen? Vielleicht mal selber lesen.

Kein Widerstand

Am anderen Ende der Nahrungskette ist der Intellektuelle nur mehr Funktion. Er forscht und reflektiert nicht, er verkündet. Er dient. Er folgt Glaubenssätzen. August von Hayek ist eine Standardreferenz der Neoliberalen. Seine im Kern faschistische Religion wird von Adepten dieses letzten Aufgebots kapitalistischer Wortverwurstung als "Wissenschaft" bezeichnet. Das ist absolut kein Grund, sich von dieser abzuwenden, sondern vielmehr, daran zu erinnern, was Wissenschaft bedeutet.

"Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass wenn erst einmal der aktive Teil der Intellektuellen zu einem bestimmten Set an Glaubenssätzen bekehrt ist, der Prozess der allgemeinen Akzeptanz dieser Sätze nahezu automatisch und unwiderstehlich verläuft."

Was noch nicht einleitend bereits eingeordnet wurde an diesem Satz, ist vor allem die Formulierung "der aktive Teil der Intellektuellen". Wer von dieser quasi definitorischen Religionsausübung abweicht, ist im - hier zulässigen - Umkehrschluss nämlich nicht aktiv. Wie kommt das? Weil eben alle "bekehrt" sind, und wer nicht bekehrt ist, nicht mehr ist. Exakt so wurde das ja auch jeweils gehandhabt.

Was bleibt

Es ist auch infolge dieser unfassbaren Dekadenz einer sogenannten "Ökonomie" erklärbar, warum es so leicht fällt, "Wissenschaft" zu diffamieren. Was die Ökonomie anbetrifft, so hat das, was noch Niveau hat (und nein, Freunde, ich meine nicht die Flassbecks), keine politische oder mediale Repräsentanz. Diese Arbeit ist nicht nur schwierig und frustrierend, sie ist auch pfui, eben wegens Mauerstacheldraht®.

Die Redlichkeit, der organisierte Zweifel, die Mühe und Akribie, die uns etwa in den Stand setzt, 13,8 Milliarden Jahre in die Vergangenheit zu schauen, diese Kunst, den Irrtum als ständigen Begleiter zu akzeptieren und stets seine Überwindung anzustreben in dem Bewusstsein, zuverlässig auf den nächsten zu stoßen, gilt nichts in der Welt der Lautsprecher und Rechthaber. Ganz Gallien? Nein. Es soll da noch Nischen geben.

 
xx

Einer meiner Lieblingsaufreger ist die holde Projektion, die Kunst also, stets das in anderen zu finden, was man an sich selbst nicht leiden kann, oder auch die, eigene Empfindungen anderen unterzuschieben, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Hierbei besonders beliebt: "Aber wer denkt denn an die Kinder??!!11!"

Die armen Kleinen mit den großen Kulleraugen, sie leiden. Worunter denn so? Na unter allem, was mir auf den Sack geht: Geschwindigkeitsbegrenzung, Maskenzwang, Rauchverbot, Erbschaftssteuer. Die Armen! Es ist soo traurig! Wer da nicht zur Waffel greift, hat kein Herz. Und vermutlich auch kein Vanilleeis.

Bei Kindern darf auch das ganz große Besteck raus: Weinen, Kratzen, Beißen, Angst und Schrecken, Geigen und Posaunen. Nichts ist verboten, alles muss raus. Das Leiden der Lütten muss ein Ende haben. Dafür werden wir kämpfen bis zum Tod oder Endsieg.

Der Kampf

Die Erwachsenen hingegen haben sich gefälligst … ja, was eigentlich? Zu disziplinieren? Doch eher nicht, das wäre nämlich unrebellisch. Auf jeden Fall irgendwie zu beweisen, ihren Mut zur … ja, was eigentlich? Dummheit?

Von Angst ist die Rede, von Panik gar. Menschen, die sich diszipliniert verhalten und gewisse Maßnahmen befolgen, würden aus Angst so handeln. Uuhuhuu! Es ist zwar ein schwaches Argument, aber nach sieben Monaten durchaus ein valides, dass mir noch niemand begegnet ist, keine Menschenseele, die aus Angst Partys meidet oder den MNS befürwortet. Die machen das ganz unverkrampft. Übrigens auch und gerade Kinder. Mit einer vierstelligen Zahl von denen habe ich aktuell zu tun.

Nun haben wir hier schon mehrfach die Feststellung getroffen, dass Opferrolle und Heldenpose zu den wichtigsten Instrumenten derjenigen gehören, die anderen ständig Angst unterstellen. Ob es sich da wohl um eine weitere Projektion handelt? Was ist nämlich Angst:

Freiheit
® in Angst

Angst ist der vergebliche Fluchtversuch, die erfolglose Beschwichtigung der Übermacht, die Reaktion auf Ohnmacht. Innerhalb der angstbesetzten Reaktion empfindet sich der Ohnmächtige als Opfer, in der vermeintlichen Verarbeitung überhöht es eine vermeintliche Opferrolle oder erhöht sich in eine Projektion der Macht hinein, vom Helden bis hin zur Identifikation mit dem Aggressor.

Na, klingelt da was? Ihr seid Opfer, ohnmächtig gegenüber dem Ungreifbaren, Spielball unsichtbarer Mächte? Ihr versteht die Gesetze nicht, nach denen mit euch verfahren wird, empfindet euch als der Willkür Anderer ausgeliefert: euren Chefs, Behörden, Eigentümern und ihrem Inkasso, Gerichten …

Aber jetzt ist endlich Schluss damit! Rettet die Kinder, verhindert die Diktatur, eint das Volk, kämpft für die Freiheit! Nieder mit der Maske! Wer da nicht mitmacht, hat halt die Hosen voll. Feiglinge. Opfer. Systemlinge. Erkennen die Gefahr für die Freiheit nicht. Ähm … welche Freiheit war das noch gerade? Die, auf notwendige Hygiene zu verzichten?

 
xx

Beginnen wir mit der Erklärung des Begriffs "Clusterfuck": Es ist wie eine Matroschka-Puppe. Egal, in welche Tiefen der Begriffsverstümmelung du vordringst, du stößt immer auf die nächste. So ist das, wenn Trolle texten, und eine der Bestleistungen dieser Fraktion ist das vermeintliche Hannah-Arendt-Zitat: "Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen".

Das fängt augenscheinlich damit an, dass Gehorsam kein Recht ist, sondern unmittelbar eine Pflicht, und zwar eine unbedingte, die Unterwerfung unter eine Autorität ohne Recht auf Widerspruch oder Zuwiderhandlung. Das Komplementär zum Gehorsam ist der Befehl, dessen Nichtbefolgung traditionell ein schweres Verbrechen darstellt, das adäquat die Todesstrafe nach sich zieht. Wie absurd, ein "Recht" darauf zu konstruieren.

Schlafschafe, Buckeldackel

Zudem hat dieser Kalenderspruch Konjunktur ausgerechnet in Kreisen, die entweder direkt eine Restauration des Kaiserreichs fordern oder mit solchen Gestalten Seit' an Seit' dasselbe kindische Rebellentum zelebrieren. Gar nicht zufällig blüht in dieser Landschaft der Rassismus, denn damit kann man wunderbar beide Seiten des Widerspruchs leben: Der Befehl wird zum Volkswillen, womit die Tat kein Gehorsam mehr ist, sondern Folklore, und alles Falsche tun automatisch die, die nicht dazugehören. Einem Anderen zu dienen - Volk, Ideal oder Überzeugung - ist Verrat. Dazu haben sie kein Recht.

Des Trolls Domäne ist die Projektion. Er verschafft sich Aufmerksamkeit und dem Gegner Empörung, indem er ihm vorwirft, das zu tun, was der Troll in Potenz verbrät. Auf seiner Seite ist jede Unterwerfung unter Autorität oder Ideologie Akt der Rebellion; folgt der Gegner aber seiner Überzeugung, so kann das nur die Tat des Wurms ohne Rückgrat sein, der vor der Elite buckelt und damit seinesgleichen verrät. Diese Haltung bedient das ideologische Grundmuster des Feindrechts, und so betrachtet man denn auch die Anderen: als Feinde.

Dass ausgerechnet diese Trolleria Hannah Arendt zitiert, ist eher unvermeidlich als zufällig, denn die große Geste, Emphase, Tamtam und Trara sind ihr Metier. Symbole werden aufgebläht wie ein sterbender Stern, egal welche. Kein Text ohne bedeutungsschwangere Zitate, keine Rede ohne Heldenpose. Kontext ist der Trick der Feindsender. Wer dazugehört, weiß, wie es gemeint ist. Wen interessiert da die Geschichte, der ein vergewaltigter Satz entstammt?

Sieg oder Tod

Der zitierte ist absurd und wird verständlich paradox, wenn man ihn zwischen Eichmann und Kant plaziert. So hieß es denn auch im Original: "Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen bei Kant." Eichmann, den Arendt damit meinte, hatte seinen Vernichtungseifer als alternativlosen Gehorsam deklariert und sich damit ausgerechnet auf Kant berufen. Genau diese Masche aber, sich der persönlichen Verantwortung durch Verweis auf Gehorsam zu entziehen, ist das Gegenteil dessen, was Kant im Kategorischen Imperativ formuliert.

Das war es, was Arendt damit sagte. Es gibt kein Recht, sich auf Gehorsam zu berufen, um die eigene Tat einem Anderen zuzuschreiben. Das bedeutet nicht, dass man bei Rot über den Damm hüpfen muss, um sich als freier Bürger zu identifizieren. Genauso wenig, wie die "Freiheit der Andersdenkenden" bedeutet, dass du der Andere bist und alle dir zustimmen müssen.

 
xx

Wenn ich mich schon wiederhole, dann substanziell: Ich kann diese Spezies nicht leiden, der anzugehören ich verflucht bin. Mehr noch: Als mit den Gesetzen der Physik Vertrauter habe ich keine Hoffnung auf irgendeine Erlösung durch Aliens. Dieses Billiguniversum ist auf Lichtgeschwindigkeit limitiert, und bei der Lektüre der publizistischen Erzeugnisse dieser Tage ist das extrem deprimierend.

"Tausende" las ich zuletzt quasi täglich. Wer schreibt so etwas? Tausende hier (Berlin), tausende da (Weißrussland). Es gibt nicht viele Ausdrücke, die ganz unabhängig von Inhalt und Hintergrund Propagandamittel sind. "Tausende" ist einer davon. Das muss eigentlich jeder Schmierfink zumindest ahnen, der sich dessen bedient. Zwischen zweitausend und einer Million minus eins liegt die ganze Welt, der Unterschied zwischen Macht- und Ohnmachtsdemonstration.

Der beste Text der Menschheitsgeschichte

Es geht ja nur mehr um Symbolik und großes Tamtam, um die sicher folgende Enttäuschung einzuleiten. Ich nutze selten Youtube, heute weiß ich wieder, warum. Egal, was du suchst und worum es geht, es ist alles "epic", "best ever", "AMAZING" und sowieso "!!!!!". Ich empfinde das als Belästigung. Wer so etwas mitmacht, ist ein Idiot unter Idioten.

Und dann diese Bilder. Aber die Kinder!!! Wenn einem nichts mehr einfällt, um seine irrelevante Meinung auf das Level 'unangreifbar' zu hieven, dann sucht man sich ein paar traurige Kinderaugen, projiziert seinen unmaßgeblichen Dung auf das vermeintlich ohnmächtige Opfer und versteckt seine Interessen dahinter. Das kann ja wohl niemandem egal sein, da muss man sofort etwas tun vieleausrufungszeichen

Ich gucke gern

Wenn du nur in Bildern denken kannst, gibt es Möglichkeiten: Male Bilderbücher. Kommuniziere in Emojis. Werde Fotograf. Aber lass das mit den Texten, das beißt sich nämlich. Die Penetranz des Bildes verwüstet den Text. Jeden Text. Deshalb schreien sie auch alle nur noch Judenstern, Hitler, Kinderschänder, Kampf bis zum Tod. Ach ja, und "Wer denkt denn an die Kinder?!", längst ein Running Gag im Netz.

Es ist kein Unterschied zwischen Propaganda und Gegenpropaganda. Es ist auch keiner zwischen Mainstream- und Alternativmedien. Es gibt keine "Gegenöffentlichkeit". Was es gibt, ist hirnloses Geschrei aus allen Kanälen und die theoretische Option, sich von einem Zweifel zum nächsten vorzutasten, der immer unsicheren Erkenntnis entgegen. Aber das schreibe ich auch schon wieder für diejenigen auf, die das ohnehin wissen.

 
xx

Er ist das Symptom des Verfalls eines Gesellschaftsmodells, das sich eben auflöst. Das ist nichts Neues. Schon in einer der hoffnungsvollsten Epochen der Geistesgeschichte - der Renaissance, in der sich der Erkenntnisstau nach 1000 Jahren katholischer Unterdrückung entlud - explodierte ebenso der moralische Rigorismus, gingen Menschen aufeinander los mit einer Verachtung, die jede Grausamkeit legitimierte. Spanische Inquisition und Hexenverfolgung - bei der sich vor allem Protestanten hervortaten - waren die Begleiterscheinungen. Am Ende der kapitalistischen Rechtfertigungsversuche für die Weltherrschaft eines irrsinnigen Systems zeigen sich ähnliche Tendenzen.

Mit einem kleinen Schritt zurück komme ich noch einmal auf das Thema "Moral versus Ethik": Ethik fragt wie gesagt danach, was in einer Gesellschaft erwünscht(es Verhalten) ist und was sie optimaler Weise tun kann, um dies zu erreichen bzw. das Unerwünschte zu hemmen. Dies ist eine grundsätzlich praktisch-wissenschaftliche Perspektive. Vor allem muss hierbei auf die Gesellschaft Bezug genommen werden, um die es geht. Es muss deutlich werden, was sie ist, wie sie funktioniert, wer dazugehört und wie man diese Menschen erreichen kann.

Ping-Pong

Das Gegenteil besorgt wie so oft Moral, zumal in ihren extremen Formen eines Rigorismus hier und einer autoritären Willkür dort. Sie zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sich 'Erlaubtes' aus dem 'Guten' ableitet, welches wiederum den handelnden Personen innewohnt. Bei den neuen Pietisten wohnt dieses Gute bestimmten Opfergruppen inne (Frauen, LGTBXY, Leute von Farbe etc.) denen ein moralisch hoher Status zugewiesen wird, während potentielle Täter (weiße Männer) per se abgewertet werden, was wiederum Auswirkungen auf deren Rechte haben soll. Klassische Diskriminierung wird hier beibehalten und die Liste der Diskriminierten und Diskriminierenden umgedreht.

Damit einher geht die Moralisierung der Diskurse, vor allem Politik und Wissenschaften. Diese Moralität wird von einer in allen Medien sehr präsenten, in der Bevölkerung aber kleinen Minderheit gepflegt. Sie ist der elendige Rest dessen, was heute noch als 'Links' identifiziert wird - vor allem von Rechten. Auf deren Seite wiederum hat sich die Komplementärmoral dazu durchgesetzt, die sich durch diesen Rigorismus angespornt fühlt. Intuitiv erkennen deren Vertreter, dass diese 'linke' Ideologie nicht nur inkonsistent und irrational ist, sondern dass man so nicht leben kann. Diese, ihnen verfeindete Moral ist eine aggressive Anleitung zur (Gegen-)Unterdrückung - und zwar der Mehrheit.

Daher kann die Rechte ihren Muff der eigenen Klientel ernsthaft als 'Freiheit' verkaufen, obwohl der selbst ebenfalls das Gegenteil bedeutet. Nicht nur dass er, weil er eben reaktionär ist, die Unfreiheit des Kapitalismus zementiert, sondern weil er Hierarchien, übelste patriarchalische Strukturen und alle überwunden geglaubten Übel von Feudalherrschaft bis Faschismus restauriert: Rassismus, Frauenhass und jede Form von Diskriminierung. Dabei darf der Chef jeweils alles und das kleine Arschloch gar nichts - außer es findet eines, das noch unter ihm steht.

Illiberal, kapitalistisch

Der 'linke' Rigorismus, der diese rechte Willkürmoral enorm stabilisiert, fühlt sich dadurch wiederum (weil eben dogmatisch) befeuert: Der Kampf muss noch härter geführt werden! Auf der Strecke bleibt zuerst jede rationale Auseinandersetzung. Zumal im Rahmen einer medialen Aufmerksamkeitsökonomie, kommen moderate Töne oder die Frage, wie man sich mit Anderen einigen könnte, nicht zur Geltung.

Völlig unter die Räder gerät eine grundsätzliche Kritik, die eben jener Rationalität bedürfte und die wirklich relevanten Probleme benennt. Der Kapitalismus als solcher gerät in der Folge völlig aus dem Fokus. Die Rechte wollte das noch nie anders und diese 'Linke' stimmt dem mehr oder minder schweigend zu. In dieser Konstellation kann sich keine (zumal linke) positive Zukunftsvision entwickeln. Was bleibt, ist alternativlose Dekadenz.

 
xx

Ich wollte eigentlich einen Text erstellen, um ihn in dem hiesigen Medium zu veröffentlichen. Dann aber wurde mir bewusst: Teile dieses Textes könnten die Leserschaft verunsichern. Ich war also zufrieden mit mir und errichtete mir wie so oft eine Statue aus Brot und Spucke. Eine Statue mir zu Ehren, ob dieser vorbildlichen bahnbrechenden Rücksichtnahme.

Das ist selten dieser Tage, zumal im 'Netz'. Wer meint, er hätte sich hier schon ausgekannt, gestählt durch Heiseforum, GiMiX und Aldi-Newsgroup, sieht sich eines Besseren belehrt. Du Nazisau hast Grippevergleich gesagt, heißt es nebenan sinngemäß, Pantoufle weist auf einen Thread hin, in dem nicht Nazis, Stalinisten oder Kinderschänder bespuckt werden, sondern Künstler und deren Zuarbeiter. Das Pack soll gefälligst erfolgreich sein, dann kann es sich auch die Pleite leisten.

Unwertes Arbeitsleben

Der Faschist, der alles weniger "Erfolgreiche" für seiner Existenz unwürdig befindet, empfindet sich in keinster Weise als solcher; nein, er sei "liberal", wird er glauben und wiederum nicht ahnen, welch wertvollen Hinweis er damit gibt auf die Nähe vom Einen zum Anderen. Kein Mehrwert, kein Wert, keine Existenz - so einfach ist das. Und genau deshalb ist Faschismus auch nicht von Kapitalismus zu trennen und dieser 'Liberalismus' eben ein Vorläufer. Und wie er läuft!

Da muss man gar nicht erst in den anderen Nachbargarten gucken, wo sie die Existenz leugnen dessen, das nicht genannt werden soll und Tag für Tag dasselbe bejammern, nein, krakeelen und fordern, die Realität solle sich für ihre beharrliche Abweichung von den selbst gesammelten Fakten® entschuldigen. Ich frug schon zuletzt, woher wohl der ganze Hass komme und deutete in eine gewisse Richtung. Ich will einmal dort entlang gehen und wiederum feststellen, dass die Trümmer gar nicht so zahlreich sind wie sie dort verteilt liegen.

Es sind zuerst einmal immer dieselben - nicht die Gleichen, dieselben! - die sich verbreiten mit dem altbekannten Mix aus Inkompetenz, Eifer und verbaler Brutalität. Letzteres halte ich für besonders wichtig: Das Gespucke und Gekeife, die Drohungen und Tiraden, entfleuchen dem Ventil dieser Hanswurste, die an keinem Stammtisch die Zähne auseinander kriegen. Schon, weil sie keiner einlädt und sie nach solchen Auftritten keine mehr hätten. Also Zähne jetzt.

Kapier's doch endlich!!1¹!

Zudem ist es auch ganz logisch, dass 'Hate Speech' völlig überrepräsentiert ist, ebenso wie das Argumentesurrogat aus Argumenteersatzstoff, das die Doofen kübelweise absondern. Erstens musst du von einem Eifer getrieben sein, den du im echten Leben nicht loswirst und zweitens furchtbar viel Zeit haben. Wer überzeugende Argumente hat, erntet regelmäßig ein Nicken und Respekt auch vom Gegner, mithin Befriedigung. Er kann sich darauf verlassen, dass es wirkt, wenn es ausgesprochen oder - umso mehr - geschrieben ist.

Wer hingegen ums Verrecken niemanden überzeugt und womöglich verlacht wird, mag, wenn die Stimmen des Eifers es dem Rest des maroden Schädelschwamms befehlen, seine Brandreden vom Hundertsten auf Tausendste wiederholen. Gern auch aus der raffinierten Deckung einer ansehnlichen Sammlung von Pseudonymen. Das wirkt, sicher: Nimm das, Bamm!, Bamm! Da bin ich schon wieder, und Bamm! Es ist nicht klug, sich davon frustrieren zu lassen, auch wenn sich der Unterhaltungswert längst verbraucht hat.

 
xx

Auch und gerade im alltäglichen oder politischen Denken können Standards durchaus hilfreich sein. Einerseits darf das Gehirn ja auch mal Pause machen, im Alltag, in persönlichen Beziehungen und unverbindlichem Blabla. Andererseits entstehen gerade dort Einstellungen, die später auch in ernsthaften Zusammenhängen eifrig verteidigt werden.

In den Naturwissenschaften und der Informatik kommt man in Teufels Küche, wenn man beim Ungefähren bleibt und ernsthaft damit arbeiten will. In den Geisteswissenschaften ist es hingegen ein leider häufig vernachlässigtes Problem, dass es an der Präzision mangelt - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit.

Was ist?

Es geht im Kern zunächst immer um die Frage, ob etwas ist. Das 'ob' ist nicht das große Problem, am Ende bleibt ein Ja oder Nein. Das 'ist' kann schon schwieriger sein. Die größten Probleme lauern aber im 'etwas', der Entität. Diese kommt zustande, indem sie definiert wird, indem sie identifiziert wird, wie in "idem ens", "ebendasselbe Ding". Dieser Prozess folgt Leitfragen:

Was ist das, wer ist das, was gehört (noch) dazu, was nicht (mehr)? Was sind die Kriterien dafür, warum diese Kriterien und keine anderen? Wie exakt muss ich definieren, um welche Qualität von Aussagen zu ermöglichen? Sind alle Elemente der Gruppe gemeint, die meisten, einige oder eine Untergruppe? In der Physik etwa ist das einfacher, schon weil die zugrundeliegende Mathematik durch Größenverhältnisse in beliebiger Präzision abgrenzen kann und die Annahmen meist überprüfbar sind.

Zurück in der Politik, befinden wir uns auf der anderen Seite der Welt. Was ist da z.B. eine 'Gruppe'? Das kann einfach sein, weil man sie schon äußerlich erkennt, etwa weil sie die Embleme eines Vereins tragen, sich in einer bestimmten Stadionkurve aufhalten und bestimmte Lieder singen. Meist ist es ungleich schwieriger.

Die da

Wer oder was ist "links", "rechts", "Neonazi", "konservativ" oder "grün"? Mit solchen Kategorien kann man nur ernsthaft operieren, wenn man weiß, worauf man hinaus will und was man über die zu definierende Gruppe wissen kann. In der politischen Kommunikation ist gemeinhin das Gegenteil der Fall.

Dieses Vorgehen ist dabei äußerst attraktiv. Es spart nicht nur die Kärrnerarbeit des wissenschaftlichen Vorgehens, sondern ist eine großartige Spielwiese für jede spontane Idee, die frei mit jeder anderen verbunden werden kann. Befeuert wird dieser Spaß von allen Höhen und Untiefen der Psyche, die hier alles projizieren kann, was sie gerade loswerden will. Das Ergebnis ist das hinlänglich bekannte 'die' 'sind' 'so'.

Egal.

Die Wahrscheinlichkeit tendiert dabei gegen eins, dass man 'die' nicht definieren kann, was sie 'sein' soll nicht einmal der Mehrheit der Gruppe nachweisbar ist, und das 'so' kann gleich eine Ausgeburt der reinen Phantasie sein, eine Eigenschaft, die in dieser Form gar nicht existiert. Als 'Nachweis' reicht es dann auch, ein oder zwei Merkmale an Individuen zu erkennen - oder sie ihnen auch nur zuzuschreiben, um das fertige Urteil zu sprechen.

Was noch fehlt, ist der Anschluss einer diesseitigen Gruppe (auch hier reicht eine virtuelle aus), mit der die Resultate dieser Prozedur geteilt werden. Auf diese Weise entsteht eine 'Wahrheit' des 'Wir' über das 'Die', bei dem weder Subjekt noch Objekt real sein müssen. Und dann fragt man sich - zumal im Netz - woher bloß der ganze Hass kommt.

Nächste Seite »