Mai 2021


 
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Hin- und hergerissen zwischen Belustigung und Verärgerung schrieb ich heute in einem Kommentar:
"Hahaha, wie lustig, unsere angehende Kriegskanzlerin:
"Grünen-Wahlkampfsprecher Kappler veröffentlichte aber auch ein Bild vom Abschluss Baerbocks in Hamburg, wo sie Politische Wissenschaft auf Diplom mit Nebenfach Öffentliches Recht/Europarecht studiert hatte. Ihre Diplom-Vorprüfung legte Baerbock dort mit der Note 1,3 ab.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Baerbock im Netz Falschmeldungen, Hass und auch Sexismus ausgesetzt sieht.
"

Genau. Die konstruieren da aus "Diplom-Vorprüfung" und einem Eimerstudium für höhere Kinder einen ordentlichen Abschluss, und wenn einer diese akademische Gurke schält, wird das mit "Sexismus" assoziiert. Das ist ein klarer Vorteil der Oliven, dass sie jetzt dieses Klavier spielen können. Keine Partei hat das Mittelschichts-Kreiswichsen der Identitären in den Medien so im Griff wie die Oliven. Wenn das Erfolg hat, liegt die Messlatte für Regierungskunst endgültig im Erdkern. Da ist ja Laschet noch besser."

Kritik ist Mord

Hier zeigt und rächt sich, dass die inzwischen Bildungsinhalte und -strukturen dominierende Minderheit der Minderheit in der Mittelschicht über Pseudowissenschaft und Tugendwächtertum das Niveau des öffentlichen Diskurses so gründlich ruiniert hat. Hatten Konservative und Rechte wenigstens noch den Anspruch von Bildung und Leistung, überrollen die Schneeflocken mit ihrem Moralismus die letzten Refugien der Vernunft. Kritik als solche ist ein Verbrechen.

Kritiker sind immer Täter, die Kritisierten Opfer – wenn es sich halt irgendwie so konstruieren lässt. Eine Partei, die ihre Posten entsprechend mit Angehörigen von Opfergruppen besetzt (im Zweifel reicht es aus, Frau zu sein), hat in der Folge immer recht. Das ist der neue linke Dogmatismus, an dem nichts Linkes mehr ist. Die Rechten machen da gern mit und und freuen sich über den moralischen Clusterfuck, als dessen Alternative sie sich anbieten.

Marx und der Toaster

Hier und da gibt es aber auch andere, die Entdeckung heute ist Sabine Pfeiffer, der es gelingt, trotz kreuzdämlicher Fragen ein paar Dinge deutlich zu machen. Sehr gefallen hat mir folgender Passus:

"Irgendwann werde ich mir keinen Toaster mehr kaufen. Sondern ein Gerät leihweise in der Küche stehen haben und immer wieder für "Toasting-as-a-service" bezahlen. Oder mit meinen Frühstücksdaten. Oder mit dem Einverständnis, mir auf dem Display des Toasters zu meinem Toastverhalten passende Werbungen für Brotaufstriche ansehen zu müssen.

Nichts ist unmöglich

Und weil dieser Toaster mir nicht gehört, werde ich ihn nicht verschenken können, nicht auf dem Flohmarkt oder bei Ebay verkaufen können, ihn nicht selbst oder beim Handwerker um die Ecke reparieren dürfen. Das ist nur ein Beispiel. Die Digitalisierung ist mehr als nur Werbung mit anderen Mitteln."

Den Toaster gibt es ja längst, das Abo auch, nur der Anwendungsbereich ist noch ein anderer. An dem Beispiel ist nichts übertrieben, es deutet vielmehr darauf hin, was wir uns längst bieten lassen. Man kann sich auch schön ausmalen, wie das verwirklicht würde. Man muss nur auf das Sicherheitsrisiko herkömmlicher Toaster mit ihrer primitiven Stromzufuhr und der unkontrollierten Hitze hinweisen. Wer denkt denn an die Kinder?! Da muss eine neue Vorschrift her!

 
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Als alter weißer Mann Blogonkel habe ich immer die Möglichkeit, das Privileg quasi, mich zitieren zu können. Das ist ungemein praktisch, denn es hilft erstens und vor allem, sich zu erinnern. Da war doch mal was? Wie praktisch, wenn man's aufgeschrieben hat. Zudem muss ich keine Aktualität heucheln wie die Kollegen vom 'Q', um Leser hintern Busch zu führen, die schon dreimal vorher für denselben Schmäh bezahlt haben – und regelmäßig Aufgüsse geringerer Qualität gegen Aufpreis noch einmal serviert bekommen.

Von daher ein Gruß aus dem Archiv an die Kollegen:

"Israel-Palästina also. Ein sehr vielschichtiger Konflikt. Wie ich nicht müde werde zu betonen, brauchen weder Israelis noch Palästinenser hier die Solidarität von zertifizierten Nazienkeln. Es gibt 192 Staaten und ein paar Regionen mehr, in denen Menschen leben, die da prima solidarisch sein können oder sonstwie eine laute Meinung haben. Nicht aber Deutsche. Du Deutscher? Du Fresse halten! Es gibt 7 Milliarden Leute, die sich dazu verhalten können, ohne die schon komplizierte Sache mit einer solchen Vergangenheit zu verseuchen. Egal, ob dir Palästinenserkinder mit gebrochenen Armen leidtun oder Menschen, deren Vorfahren vor dem Unfassbaren fliehen mussten und die jetzt von Bombenanschlägen bedroht werden."

Immer noch nicht

Ja, für viele ist es einfach keine Option, ihren Serm für sich zu behalten. Da draußen gibt es noch viel zu wenig Meinung, hier kommt meine, stets überlegen überlegte. Dabei könnte einem im sogenannten "Nahost-Konflikt" (auch so eine Kategorie, die nicht annähernd die Komplexität der Sache abbildet, weder historisch noch geostrategisch noch innen- oder außenpolitisch) schon die Physik der Macht nahelegen, die drölfte Variante der Gewalt in derselben Gestalt nicht schon wieder zu kommentieren. Man könnte stattdessen darauf hoffen, die Parameter würden sich irgendwann so ändern, dass sie eine andere Entwicklung ermöglichen.

Am besten ist es aber, wie immer und überall, Bekenntnisse abzulegen, Schuldige zu benennen, mit großer dramatischer Geste Symbole zu beschwören und – weil es sich doch allein aus dem Theaterdonner schon unweigerlich ergibt – mehr Gewalt zu fordern; am besten den Sieg gegen den Endgegner, zumal in Deutschland, wo man sich mit Endsiegen auskennt wie nirgends sonst. So, dann zünden wir noch ein Fähnchen an und alles wird besser. Noch Fragen? Das ist nicht der Fall. Sitzung geschlossen.

 
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Sie indoktrinieren schon die Allerkleinsten. Dieses Kind ist für immer verloren.

Sie lügen, betrügen und haben keinerlei Respekt vor fremdem Eigentum: Linke. Alles, was sie wollen, ist über Reiche und Fleißige herrschen, um sich einen lauen Lenz zu machen. Natürlich können sie das nicht offen sagen, sondern lügen uns frech ins Gesicht.

Dabei steht alles schon in ihrer Bibel ("Kapital"): Kein Privateigentum mehr und Diktatur – des niedrigen Proletariats. Niemand, der sich etwas verdient hat, soll mehr in den Genuss der Früchte seiner Arbeit kommen. Dazu haben sie sich ihren eigenen Terrorstaat erschaffen: Kommunismus! Alles gehört allen, aber einem gehören alle: dem Parteichef!

Sie sind überall

Genau wie die National-Sozialisten sind die Roten darauf aus, dass ihre Partei eine Willkürherrschaft erringt. Die Fähigsten und Erfolgreichsten sollen versklavt werden, um ihnen zu dienen. Niemand soll mehr etwas für sich selbst haben, es gehört alles dem Staat. Der hat auch das Recht, einfach in die Wohnungen zu kommen und sich zu holen, was sie haben wollen. Wer sich wehrt, wird lebenslänglich eingekerkert oder hingerichtet.

Sie leben mitten unter uns, und jetzt sprechen sie auch noch unsere Kinder an, um sie auf ihre Seite zu ziehen. Rückendeckung erhalten sie dabei vor allem aus Moskau und Peking, den Brutstätten des Weltkommunismus. Bald beherrschen sie überall die öffentliche Meinung, und wir können nichts dagegen tun.

Anstatt uns wehrhaft zu machen, überlassen wir ihnen sogar die Meinungsherrschaft über unsere letzte Verteidigungslinie. Vaterlandsverräter bespucken treue Bundeswehrsoldaten wegen einiger weniger, die mal über den Strang schlagen. Die Gazetten sind voll von Übertreibungen einiger Einzelfälle. Helft alle mit dabei, die Angriffe linker Verführer an allen Fronten zurückzuschlagen! Überlasst ihnen nicht unser schönes Deutschland!

p.s.: Es gibt aber auch noch die Guten. 1000 Jahre Datenschutz für den Verfassungsschutz! Das Vaterland dankt euch.

 
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Ich mache das hier seit gut 15 Jahren und komme nicht umhin, mich zu wiederholen. Immerhin weiß ich das, weise darauf hin und stelle fest, dass die Spiralen der Déjà-vus manchmal ziemlich flotte Pirouetten aufs Eis zaubern. So erinnere ich mich, schon einmal gesagt zu haben, dass ich bereits gesagt hatte, wie beharrlich sich die Deutschen weigern, dem Bellizismus ihrer politischen Funktionsmöbel zu folgen.

Wenn man Tiefpunkt, Tiefschläge, Niedertracht sucht im politischen Geschehen, ist man bei Sozialdemokraten stets gut aufgehoben. Konservative und Wirtschaftsliberale tun einfach nur ihren Job, wenn sie nackte Machtpolitik betreiben und sich ganz in den Dienst des Kapitals stellen. Bei Sozen jeglicher Spielart kommt aber immer noch ein Element gemeinen Verrats hinzu, denn sie behaupten ja stets, das Gegenteil zu wollen.

Auf links gedreht

In ganz neue Tiefen (oder Höhen, je nach Sicht) der Niedertracht führen uns einmal mehr die Verräter der "Grünen", einst als Pazifisten, Sozialisten/Kommunisten, Gegner von Hierarchien und radikale Umweltschützer gestartet; heute für "klimagerechten Wohlstand" und vor allem nützliche Bücklinge der NATO. Wer ihre Entwicklung erlebt hat und noch zu somatischen Reaktionen fähig ist, muss angesichts von Leuten wie Baerbock und Habeck schlicht kotzen.

Krieg fürs Kapital muss selbstverständlich sein, wenn man mit den 'Grünen' regieren will. Sie selbst verlangen das von allem, was sich noch irgendwie links verortet, vorauseilend für diejenigen, gegen die sie einst angetreten waren. Die Alternativen, endlich völlig alternativlos. Sie verstellen sich nicht einmal mehr. Sie sind damit das Reaktionärste, das das Establishment zu bieten hat – wie immer seit Ende des Zweiten Weltkriegs einmütig gegen die große Mehrheit der Bevölkerung.

Die Alternativlosen

Die Zirkel der Atlantiker dominieren die Außenpolitik über alle Parteien hinweg total. In ihrer Hauspostille finden sich derweil immer wieder Kriegsaufrufe gegen Russland. Der Iwan muss vernichtet werden, bereitwillig unter den gegebenen Umständen um den Preis der Selbstverdampfung. Heute ergeht der Ruf in folgendem Schnörkel:

"Darüber hinaus muss sich gerade die kulturelle Linke von der Vorstellung lösen, der Frieden mit Russland um beinahe jeden Preis sei wegen des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion 1941 eine moralische Pflicht."

Nein, Frieden um jeden Preis mit Russland, das geht gar nicht. Und schon gar nicht wegen dem bisschen Nazi im Zwoten. Solche Hanswurste, das kann tröstlich sein, verstecken sich im Zweifel gern hinter dem Überspezifischen ihres Fanatismus: Es gehe ja nur um den Zusammenhang zwischen Moral und Krieg. Es gibt auch noch andere Gründe, die Panzer in der Garage zu lassen. Wenn Deutschland zu einem Glasklumpen verschmilzt, schadet das schließlich der Wirtschaft.

 
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Es folgt eine launische Sammlung von Bemerkungen zu Sachverhalten, zu denen ich auch etwas bloggen könnte. Ähm. Also so richtig, mit Ordnung und Eloquenz. Kreativ, stilsicher und auf den Punkt. Heute eher so auf den Punk. Finde den Unterschied!

Kaputtalismus global und der Altmaier

Bidens Amerikalandbosse setzen Patente aus. Ja, was der Heck! Da ist die Eueueu aber verwirrt, und der Altmaier erst!

Was kann da geschehen und passiert sein? Nun, ein Altmaier steckt stets bis zu den Füßen im Rektum des Kapitals (da möchtest du nicht Kapital sein, wie wahr!) und würde eher auf das dritte Frühstück verzichten, als einem Profit im Wege zu stehen. Die EU unter Vorsitz von Übermutti Uschi kann sich immerhin nicht entscheiden zwischen Kapital und Imperium.

Wie immer wird man erst prokrastinieren und dann ein bürokratisches Monster erschaffen, das die Sache entscheidend verzögert. Bis dahin ist die Pandemie Geschichte, es sei denn … ja, wie kommen die Bidens eigentlich dazu? Irgendwer könnte den Taschenrechner gezückt und ausgerechnet haben, was es kostet, wenn die siebte bis siebzehnte Welle frisch mutiert aus der Peripherie zurückrollt. Wenn Altmaier weiter hineinkriecht, kommt der Kopf vielleicht oben wieder raus. Da ist es heller, und vielleicht sieht er das dann auch.

Gott liebt euer Geld

Eine Gazette hat nach gut 100 Jahren erkannt, dass da was schräg läuft bezüglich Kumpanei mit den Kirchen. Tzia. Fehlt noch die Einsicht, was die Popen für die Machtstruktur im Lande alles leisten. Reaktion und Kapital brauchen sie dringend für den dicken Weihrauchnebel. Steht alles schon in alten Büchern.

Jebsen, du Opfer!

Eine Verschwörungstheorie am Rande: Die Rechten verfolgen zum Schein Rechte, damit sie mit ihrem Opfergehabe nicht noch blöder dastehen. Oder wieso pushen sie jetzt Ken Jebsen, das Überopfer?

Die ganzen Komplettsprallos, die vermeintlich eine Demokratie® verteidigen, indem sie solchen Klappspaten hinterherrennen, haben jetzt endlich recht. Glückwunsch! Damit die Veranstaltung aber auch ausgewogen® bleibt, beobachten die Völkischen vom 'Schutz' weiterhin die Junge Welt. Die nämlich behauptet eine Existenz von Klassen, was einen Verstoß gegen die Menschenwürde darstelle. An der Stelle muss ich wohl auch gepennt haben im Politikunterricht. Man lernt nie aus.

 
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"Das ist genau der Journalismus, der die Menschen interessiert. Sie wollen Nachrichten mit Unterhaltungswert. Da müssen Geschichten erzählt werden, in die man sofort einen Einstieg hat. Sex, Krimi, Hitler, das ist es, was ein Nachrichtenmagazin ausmacht."

Heute habe ich nach längerer Zeit einmal wieder bento aufgerufen, ihr wisst schon: Das ehemalige Nachrichtenmagazin, jetzt Pluscontent minus Content, mithin Headline, Hook, schon genug. Tatsächlich blieb ich an gar nichts hängen, das mich zur Lektüre animiert hätte, immerhin aber reichte es zu einigen Spasmen im gastrointestinalen Raum.

Gähn …

Inzwischen ist die Frontpage refreshed, und es fängt an mit ein bisschen Kabbala. Die Zahl sei sieben, sieben deine Zahl und sie sei sieben. Siebenmal Corona zum Einstieg, das ist ein Niveau, für das Schalke nullvier in der aktuellen Saison die Messlatte aufgelegt hat. 'Der Spiegel' macht den Limbo mühelos und tanzt unterm Parkett weiter. Immerhin bis hierher schon zweimal 'plus' aka mussmanehnichtlesen. Daneben noch dreimal 'plus', angeblich "top", vermutlich aber andersrum: Von denen meistverspeist, die dafür auch noch zahlen. Bah!

Dann Lobo, Schäuble, Macron, Lapid, Gates. Personenkult ohne Plus und Content. Außerdem noch viermal plus und wirres Zeugs; bis zum Höhepunkt muss man ganz schön tief scrollen: "Deutsche soll eigenen Tod vorgetäuscht haben – und wird offenbar von ihrem Pudel verraten". Jaa, das ist es, was wir wollen. Jahrhunderte alte 'Bild'-Witze, hemmungslos neu inszeniert. Noch tiefer gibt es nur das "manager magazin"; keine Ahnung, ob die das verdient haben.

Was mich ein wenig verwirrt: Ist das jetzt Zufall oder wieso finde ich da heute weder Titten noch Hitler? Man kennt sich ja nicht mehr aus. Vor zehn Jahren hatte ich noch mehr Spaß mit dem Trümmerhaufen, der inzwischen von der Brandstwiete zur Ericusspitze gefegt wurde. Damals durfte Jan Fleischhauer auch noch so richtig seinen faschistischen Dung dort verbreiten. Dann wurde es selbst dem zu bento. Keine Spur von Kunst mehr. Das kann weg.

 
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Ich habe ungeheures Glück. Ich lebe in einer schönen bezahlbaren Wohnung. Nur das mit dem Ausziehen, was früher normal war und alle paar Jahre fällig, das kann ich knicken. Mein Nachmieter wird sicher auch lose die doppelte Miete zahlen, wenn nicht mehr.

So ist das, wenn Kapital einkaufen geht, und wer auf Apokalypse steht, möge sich vorstellen, wie es aussieht, wenn das mit Lebensmitteln losgeht. Ich sag mal so: Wenn wir dann gegen diese Auswüchse® schimpfen und fordern, sie mithilfe der Sozialen Marktwirtschaft® einzuhegen, wird das bestimmt gehört werden.

Die erste Welle

Die erste Welle sind die Mieten, und das wird nicht die letzte sein. Vielleicht gibt es auch einen Zwischencrash, in dem die Mieten tendenziell kurzfristig fallen, aber nur, um danach wieder Anlauf zu nehmen. Das erklären sie euch nicht, die Ökonomen da draußen – die euch übrigens jahrzehntelang vollgelabert haben, ein Mindestlohn würde zu Massenentlassungen führen.

Aber zurück zum Thema: Besonders perfide ist hier der Umstand, wie Sozialdemokraten euch zur Selbstausbeutung zwingen und noch so tun, als sei das alles zum Besten aller. Als Erstes hat man euch die Renten rüde gekürzt. Dann hat man euch erzählt, ihr sollt das ausgleichen durch Kapitalanlagen. Aktien, Immobilien und so. Die steigen, indem man Leute rauswirft, ausbeutet und durch Mieterhöhung stranguliert. Ja, mit eurem Geld. Da lacht der Investor.

Ihr beutet also euch und euresgleichen aus, indem ihr versucht, das zu kompensieren, was die Sozen euch zuvor genommen haben. Genauer: Was euren Lohn schmälert und erst den Mehrwert für den Profitnehmer erhöht, um dann von euch zusätzlich anderen Profitnehmern zuzufließen, im Falle von Mieten obendrein noch einmal von eurem Lohn. Danke, Arbeiterpartei!

Reformen fordern

Wir wollen allerdings nicht vergessen, dass diese FDP-Politik von den Grünen zu 100% unterstützt wurde und später vor allem unter der CDU-Kanzlerin mit den Sozen verwaltet wurde. Dann wählt mal schön! Einmal mehr will hier auch wiederholt werden (die Propaganda macht das ja auch so), dass Leute, die euch das als "Auswüchse" verkaufen, unmittelbar die Interessen des Kapitals vertreten.

Das kann man nicht 'einhegen', das ergibt sich zwangsläufig, wenn hinter jedem Dollar, der weltweit im Jahr umgesetzt wird, drei Dollar Kapital stehen, die vermehrt werden müssen. Ein paar Reförmchen hier und da helfen kein Stück, zumal sie von den Protagonisten gleich wieder dem Kapital geopfert werden. Die Enteignung der Immobilienhaie wäre gerade mal ein erster vorsichtiger Schritt. Alternativen dürfen aus rechtlichen Gründen nur im privaten Kreis beraten werden.