Die Zeit der Narzissten, heißen sie Trump, Baerbock oder Merz, ist nicht zufällig über die Welt hereingebrochen. Es ist das endgültige Umkippen in den Untergang des Imperiums, der Supermacht und ihrer Vasallenstaaten. Jene zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich nicht anders verhalten kann als ein unangefochtener Hegemon. Das Fatale daran: Sie ist keiner mehr.
Ignoranz, in der Folge Inkompetenz und Größenwahn, machen Narzissten zu den natürlichen Repräsentanten. Trump als Zentrum des Desasters führt sich auf wie der Allmächtige und ruiniert im Bunde mit kondebilen Partnern – daheim vor allem Lindsey Graham, draußen Gestalten wie Macron, Starmer und Kallas, die eigene Wirtschaft in dem Ansinnen, die Welt nach Belieben zu beherrschen.
Blühende Phantasien
Machen wir einen Sprung nach Deutschland, dem treuesten Vasallen, der ob der aktuellen Besetzung des Papststuhls in D.C. zwar verwirrt, aber gewohnt devot und gleichzeitig größenwahnsinnig handelt. Das Memo, nach dem Russland sich nicht ruinieren lässt und China noch weniger, haben sie nicht gekriegt. Sie wollen jetzt auch Weltmacht spielen, Geld spielt keine Rolle.
Hätten sie diesen Satz nur verstanden! Es ist nämlich erstens nicht möglich, militärische Macht einfach zu kaufen, das hatten wir hier bereits hinreichend. Zudem ist es äußerst ungeschickt, mit der Kohle zu wedeln, weil das die Preise noch mehr erhöht als in Zeiten hoher Nachfrage ohnehin schon. Und dann geht noch die Beschaffungschefin hin und sagt: Macht schnell, wir zahlen alles.
Kaum an den Start gegangen, geht es auch schon los, q.e.d.. Der neue Faschismus ist mithin nicht nur bunt, er ist eine Karnevalsveranstaltung, die gleichwohl mit dem Abbrennen des Festsaals enden kann, denn allein schon Russland wird sich das nicht Jahrzehnte lang angucken, bis ggf. eine echte Bedrohung daraus wächst.
Konsequenzen
Es hat bereits gezeigt, dass es binnen Kürzestem seine Militärmacht anpassen, vergrößern und optimieren kann, in einer Weise, von der ein System, das sich eine Rüstungsindustrie nur für Profite hält, nicht einmal träumen kann. Aber da gibt es noch ein Problemchen, das in den hiesigen unkritisch ahnungslosen Medien gar nicht vorkommt.
Nehmen wir für einen Wimpernschlag an, Deutschland käme je in die Nähe einer militärischen Präsenz, die jemand – zumal ein Gigant wie Russland – ernst nehmen müsste. Wie werden wohl andere Staaten, die heute noch als 'Partner' betrachtet werden, darauf reagieren? Und wie wiederum wird ein großmächtiges Deutschland auf die Vorsichtsmaßnahmen seiner Nachbarn reagieren, die sich wieder wappnen müssen? Wo soll das enden?
Juli 12th, 2025 at 08:48
Bei "Jeder Schuss ein Russ'" sind wir ja immerhin schon wieder angekommen, auch wenn wir derzeit noch die andern schießen lassen. Auf jeden Fall sollten wir wg. Zweifrontenkrieg (klappt bei uns eher selten) das Franzosen-Stoßen und das Briten-Treten wenigstens so lange vermeiden, bis wir mit dem Russen durch sind. Allerdings befürchte ich, dass das noch ganz schön lange dauern wird.
Juli 12th, 2025 at 12:07
Kollege Schölzel zitiert heute Kohler von der FAZ: "Wehrpflicht komme zu spät, wenn »Putin an der Grenze der baltischen Republiken" stehe".
Ich habe neulich noch festgestellt, dass ich vor allem über die völlige Verblödung und die depperte Propaganda in der FAZ verärgert bin, weil die es lange nötig hatten, wenigstens gebildet zu tun.
Juli 12th, 2025 at 12:14
Lawrow über Merz und sein Großdeutschland.
Juli 12th, 2025 at 14:31
"Ich hoffe, dass jeder Politiker mit einem gesunden Menschenverstand das begreift.“
Es soll ja irgendwo solche geben, und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Aber ich glaub ohnehin nicht, dass der Sergej aus Moskau grad an das gernegroßdeutsche Fritzchen aus Brilon dachte, als er das sagte.
Juli 12th, 2025 at 14:43
Welche Hoffnung?
11.07.2025 • 20:16 Uhr
Bericht: Deutschland unterstützt Ukraine mit weitreichenden Waffen
Deutschland wird einem Medienbericht zufolge die Ukraine mit einer hohen dreistelligen Zahl weitreichender Raketen unterstützen. Die ersten Systeme sollten Ende Juli geliefert werden, sagte Generalmajor Christian Freuding dem ZDF laut redaktioneller Fassung.
Die Bundesrepublik finanziere eine entsprechende Vereinbarung zwischen der ukrainischen Industrie und dem Verteidigungsministerium in Kiew. "Wir haben heute hier vor Ort einer Unterzeichnung beiwohnen können", sagte der General. Die Ukraine benötige Waffensysteme, "die weit auch in die Tiefe des russischen Raumes reichen".
Juli 12th, 2025 at 14:48
"Weitreichende Systeme" means what? Und "Finanzierung" ist putzig. Wir geben der Schauspieltruppe und ihren Nazis noch mehr Kohle für die Caymans und die gewinnen dafür weiter. Aber immerhin: Die geäußerte Absicht ist so nahe an einer Kriegserklärung, wie ein deutsches Arschloch sich das traut. Darauf drei Haselnüsse.
Juli 12th, 2025 at 15:21
Für Montag hat ja der vom "Friedensengel" zum Kriegstreiber gewandelte MAGA-Hohepriester ein kräftiges Statement zum Thema Russland angekündigt. Der Marschflugkörper Taurus gilt zwar als deutsche Entwicklung, ist aber ohne Genehmigung aus Washington wegen fehlender Zielkoordinaten nichts wert.
Mr Big-Beautiful-Bill wird wohl wieder versuchen Russland zu erpressen, Ceasefire now oder der grüne Goblin bekommt die Startfreigabe. Läuft es schief, treffen die Liebesgrüße aus Moskau nicht die Falschen.
Juli 12th, 2025 at 16:27
Die machen tatsächlich aus der selbst verzapften Scheiße eine Werbeveranstaltung: Dobrindt besitzt Kurbelradio, Kurbeltaschenlampe und Kurbel-Powerbank
Juli 12th, 2025 at 17:35
Kurbeln kann man nie genug haben in diesen gefährlichen Zeiten. Ich hätte da übrigens so eine Idee, wo sich der lustige CSU-Leierkastenmann noch eine weitere Kurbel reinstecken könnte …
PS.
"Hilfe beim Kurbeln hat Dobrindt auch: Ich habe nur zwei Hände, aber ich habe weitere Familienmitglieder." O Gott, diese Bilder in meinem Kopf. Und: die armen Kinder!
Juli 12th, 2025 at 18:13
Kurbelradio, wie romantisch. Endlich wieder Weihnachtsringsendung. Da wird den alten und neuen Kameraden aber richtig warm ums Herz. Abschiedsgrüße aus Stalingrad
Juli 12th, 2025 at 18:18
@9
Für die Kurbel, die er sich sonstwohin stecken kann, hab ich klare Vorstellungen.
Davon völlig losgelöst eine kleine Werbeeinblendung. Ich bitte den Chef hier um Verzeihung für den Konsumlink aus dem Bereich Heimwerken für Poweruser.
Juli 12th, 2025 at 18:50
Nach den Kommentaren, passt meiner nun gar nicht. Ich Naivling habe ganz schön in meinen Gedanken gekurbelt und den Opener wahrscheinlich doch falsch verstanden …
Wenn der Westen das ganze Verteidigungstheater aufführt, "nur" um die Profite der Rüstungskonzerne zu mehren und kriminelle Naziverbünde zu füttern, dann dürfte er doch nie eine tatsächliche Kapazität erreichen, die derzeit eine wirkliche Bedrohung für Russland darstellt. Und DE würde unter dieser Prämisse auch seine Großmachtbestrebungen im Bereich der Aufrüstung nicht erreichen. Somit wäre DE weder für die Russen, noch für "Partner" eine wirkliche Bedrohung, die ja eigentlich auch "nur" und zum Teil mittels NATO, in die Profitgenerierung für die Rüstungskonzerne investieren.
Btw., nach meinem Verständnis, sind durch den "Partnerbund" NATO die Möglichkeiten von Alleingängen einzelner "Partner" doch eigentlich eingeschränkt. Darüber hinaus kann man die NATO als eine Institution verstehen, die vorrangig enorm viel Geld in den Eigenbedarf pumpt, um den Apparat, mit den lukrativen Versorgungspöstchen, am Laufen zu halten und das auch nicht aufgeben will. Daher ist jedes Feindbild, das den weiteren Bestand der NATO rechtfertigt willkommen bzw. wird forciert und da küsst der Chef vom Bündnis, gerne mal den Arsch vom POTUS.
Wenn ich aber das vorher geschriebene mal weglasse, wäre meine Antwort auf die Frage "Wo soll das enden?": Es wird sich weiterhin eine irre Aufrüstungsspirale entwickeln, die mit einem vernichtenden "Knall" enden kann. Dabei wird das verbrannte Geld für die "Verteidigung" und das Füttern von kriminellen Vereinigungen, in jedem Fall zu einer weiteren Verelendung großer Menschenmassen führen.
PS: Aktuell bin ich dem bösen Russen jedenfalls dankbar, dass er – bisher – so ein dickes Fell hatte und kriegsgeilen Großmäulern, das Maul noch nicht mit Haselnüssen gestopft hat, weil nicht nur die Großmäuler betroffen wären. Das sich das ganz schnell ändern kann, ist mir allerdings klar.
Juli 12th, 2025 at 19:02
Ich war heute auchh mal wieder 50 km kurbeln.
Da kann man entspannt die Landschaft angucken….
Das wär für manche auch mal was…
…aber die kommen da nur auf dumme Gedanken (?)
Juli 12th, 2025 at 19:19
@Nanny: Im Grunde alles richtig. Aber ich versuche auch, das Geschwafel (virtuell) im Kern ernst zu nehmen und darauf hinzuweisen, dass es Konsequenzen hätte, wäre es eben nicht nur dicke Backen.
Dass NATO und EU in 20 Jahren noch existieren, darauf würde ich nicht viel Geld setzen.
Juli 12th, 2025 at 21:53
Danke flatter, jetzt habe ich das verstanden und bin froh, dass meine Murmel – im Grunde – doch noch richtig "kurbelt".
Viel Geld, für weitere 20 Jahre auf EU und NATO zu setzten, sehe ich ebenfalls als ein Verlustgeschäft an.
Juli 12th, 2025 at 22:02
Was von der EU dann noch übrig ist (leerstehende Bürogebäude?), das kauft vielleicht der Chinese für einen symbolischen Yuan. Dass er auch die NATO haben will kann ich mir eher nicht vorstellen.
Juli 13th, 2025 at 08:28
Endlich mal eine gute Nachricht – wenigstens für all jene, die es traurig macht, wenn architektonische Kleinodien aus einer Zeit, in der Deutschland wahrlich am größten war, verfallen oder gar verschwinden: "Bund will Goebbels-Villa retten" (Spiegel-Online, gestern).
Die vorbereitende Studie, die "neue Perspektiven für eine Nutzung für das Areal" erarbeiten soll, wird finanziert aus dem Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus". Klingt gut und passt soweit.
Und in Zeiten knappster Mittel muss man Prioritäten setzen, versteht sich. Großflächig bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen macht eh wenig Sinn, da der Putin ohnehin alles wieder plattmachen würde, wie jeder Tagesschau- und Maischbergergucker weiß.
PS.
Wenn das geschichtsträchtige Anwesen am Bogensee wieder bezugsfertig ist, könnte ich mir perspektivisch eine Nutzung als Wochenendhaus gut vorstellen, zum Beispiel – Vorsicht, billiger Namenswitz – durch den ZDF-Intendanten Herrn Himmler. Der ARD-Vorsitzende wär weniger geeignet, der Mann heißt Hager, was evtl. unschöne Erinnerungen an die gemeine Lügenpropaganda des SED-Unrechtsregimes wecken könnte.
Juli 13th, 2025 at 17:30
@17: Mir würde eine Nutzung als Gästehaus der Bundesregierung besser gefallen, da ja aktuell fast nur wertewestliche© Luftnummern sich gegenseitig besuchen. Insbesondere wenn der Bibi dann auftaucht, da wächst zusammen was zusammen gehört.
Juli 13th, 2025 at 17:57
Bibi in der Goebbels-Butze, das hätte wirklich was.
Juli 14th, 2025 at 07:40
@17 "der Mann heißt Hager" – wirklich?
Andererseits, als sie um Heiligendamm die Mauer wieder hochzogen, war der Test abzusehen, wie weit sie bei den Zonies gehen können. Heute sind sie mehrere Schritte weiter.
Juli 14th, 2025 at 08:34
Sind wir, allerdings. In meiner mecklenburgischen Heimat liegt die Afd inzwischen lockere zehn Prozent vor der zweitblödesten Partei (SPD). Warum letztere immer noch bei so ca. zwanzig liegt, das verstehe, wer will. Vielleicht liegts einfach daran, dass der Mecklenburger gern langsam denkt. FDP und Grüne mag der gemeine Mecklenburger übrigens gar nicht leiden, die liegen inzwischen bei nullkomma bzw. knapp fünf. Das wiederum ist nicht so schwer zu verstehen.
Juli 14th, 2025 at 09:33
Da haben sie beim Schaum wieder einen dienenden Scharfmacher, der Historiker ist, zur Einführung der Wehrpflicht interviewt und der meint jetzt: "Die Bevölkerung ist so weit":
[..] Man kann jetzt anfangen und hat damit das politische Signal gesetzt: Ja, diese Republik ist bereit, sich anzupassen. Sie hat die Wehrpflicht ausgesetzt in einer bestimmten sicherheitspolitischen Lage. Und sie ist natürlich in der Lage, sie wieder einzusetzen.
Und die Bevölkerung ist so weit. Wir sehen ja die neuesten Umfragen des ARD-DeutschlandTrends, dass jetzt etwa 70+ Prozent für die Einführung der Wehrpflicht sind und sogar bei den jüngeren Jahrgängen ist es eine knappe Mehrheit. Also: Auf was wartet Ihr? [..]
[..] Wir überaltern auch. Da müsste man meines Erachtens ran. Weil wir so viele Ämter und Stäbe haben, wird jede Innovation tot-bürokratisiert. Das wäre ein Kraftakt. Aber jeden Schritt, den wir jetzt nicht gehen, werden wir im Ernstfall mit dem Blut unserer Soldaten bezahlen.
PS: Ekelhafte Sache dieses Interview, aber solche Leute braucht das Land, wenn man Weltmacht spielt. Da wird dann sogar erwähnt, dass im Ernstfall tatsächlich Blut vergossen wird, aber mit der sofortigen Einführung der Wehrpflicht kann man das verhindern. Was für eine Logik, da fällt mir nix mehr zu ein.
Juli 14th, 2025 at 09:46
Die Logik ist doch eher, dass man – um schlagkräftig zu sein – am besten einen Führer hat, dem sich alle unterordnen.
Meines Erachtens unsinnigerweise, weil das ja keine Vollidioten bei der NATO sind, die diese "Force Models" erarbeiten.
Nein, es sind einfach nur paranoide Arschlöcher, die man wegsperren sollte, bis sie erwachsen sind. In der Gummizelle könnten sie sich dann den ganzen Tag Geschichten erzählen, wie man den jeweils imaginierten Feind besiegt.
Juli 14th, 2025 at 09:53
@Nanny
"Beim Heer könnte man sofort heute 5.000 Wehrpflichtige aufnehmen, für die hat man ein Bett, einen Helm, ein Gewehr." Nur Kommissbrot, Seife und Leichensäcke hat er vergessen, der lehrbestuhlte Herr Gewaltkulturhistoriker.
Du hast völlig recht, es ist EKELHAFT.
Juli 14th, 2025 at 10:07
@22
Der „Historiker“ Sönke Neitzel ist derselbe ideologische Militarist und Kriegshetzer, der uns bereits den "letzten Friedenssommer" verkündet hat, weil dann die bolschewistische Sturmflut des Bösen über uns hereinbricht. Solche Kriegs- und Vaterlandsbejubler haben wieder Konjunktur im gegenwärtigen Politambiente und dessen Verlautbarungsorganen.
Nun halt der Rückgriff auf Blut-und-Boden Geschichten. Jetzt Opfer bringen, um das kommende Blutbad an der jungen Generation klein halten. Demnächst dann „Präventiver Verteidigungsangriff“ und „Totaler Krieg ist kürzester Krieg“. Geschichte wiederholt sich doch. Was Deutschlands Rolle im Hervorbringen von Weltkriegen angeht, nun dann zum dritten Mal.
Sorry, ich hab da wenig Hoffnung. Wegsperren einzelner Vorposten der Kriegshetze wird nicht helfen. Die sind nur Ausdruck und Speerspitze dessen, was die Politeska vorantreibt.
Juli 14th, 2025 at 10:09
Zur Kriegstüchtigkeit: Zwischen feierlicher Eröffnung und Frust
Was glaubt ihr? Hätten die Chinesen eine Woche oder einen Monat dazu gebraucht, das Kaff wieder aufzubauen?
Deprimierend zu sehen, wie richtig meine ersten Gedanken damals waren. Jetzt fehlen nur noch ein paar Stories, wie sich Leute aus den Fonds bereichert haben. Abwarten, die kommen sicher noch.
Juli 14th, 2025 at 10:13
@Nanny & OldFart
Ich hab den Mann mal geschätzt, vor vielen Jahren, für seine gut recherchierten Beiträge über das, was Wehrmacht & Co im WK II anrichteten. Und jetzt hat er das Knöterich-Kiesewetter-Syndrom, mit besonders schwerem Verlauf, wie es scheint.
Juli 14th, 2025 at 11:02
@OldFart: Da ich mich auf das Zitat über die Nicht-Vollidioten bezog, meinte ich die nato-Fuzzies. Die Meinung eines Historikers ist mir egal.
Juli 14th, 2025 at 11:40
Wo holen die sich dennn "70+ Prozent für die Einführung der Wehrpflicht" her? Das wird ja immer dreister. Die Zahlen wurden sicher nach der Sarrazin-Methode 'erhoben'.
Juli 14th, 2025 at 11:45
@26
Ich steuere mal einen Lacher bei:
Hier in Hessen gibts angesichts der Tranfunzeligkeit oder anders gelagerten Prioritäten als dem Bürgerinteresse bei der Wiederherstellung von zerfallender Infrastruktur inzwischen Wiederaufbau-Partisanen, die schon ZWEIMAL mit eigener Arbeit und Geld eine Fußgängerbrücke selbst gezimmert haben. Sogar professionell, wie man amtlich eingestehen muß. Was erlauben Strunz!? Beides natürlich prompt abgerissen. Eilbedarf!
Nicht ganz so dringlich: Immerhin hat man jetzt in der Gemeinde beschlossen, zumindest mal Geld für einen zulässigen Neubau vorzusehen. Passiert ist damit natürlich noch lange nix, aber die Politeska findet:
"Das sei ein starkes Signal für die Brücke".
Signale, so wichtig!
Juli 14th, 2025 at 11:47
Schade, dass ich so alt bin. Ich würde doch gern in einer Armee meinem Führer dienen, die wochenlang darüber diskutiert, ob man ein völlig überteuertes System einsetzen soll, das man ggf. gar nicht bekommt und das obendrein völlig nutzlos ist. #nato
Juli 14th, 2025 at 12:38
Das klingt ja fast so, als hielte da wer die NATO für einen Verein von Vollidioten. Prof. Neitzel wiederum meint, dass "das ja keine Vollidioten bei der NATO sind".
Das hat man ja leider immer noch viel zu oft, sobald man sich außerhalb des öffentlich-rechtlichen Meinungskorridors bewegt: abweichende Meinungen. Dass muss anders werden!
PS.
Ich als Mann der Mitte plädiere für das schlichtere "Idioten".
Juli 14th, 2025 at 13:05
Noch was Idiotisches, diesmal aus der Spiegel-Online-Redaktion: "Noch liegt die Untergrenze bei 12,82 Euro, doch in den kommenden beiden Jahren soll der Mindestlohn in zwei Etappen steigen. Besonders Frauen und Beschäftigte in Ostdeutschland dürfen sich freuen."
Auf sagenhafte 13,90 Euro, um genau zu sein. Ich hör sie schon, die wilden Freudenschreie der Zonenfrauen. Endlich Champagner für alle, wie meine Lieblingshedonistin Bubbles de Vere zu sagen pflegte.
Juli 14th, 2025 at 14:20
@keine ahnung #33.: Dass ist ja das schöne bei Zukunftsversprechen, man kann sie im Bedarfsfall einer Neubewertung unterziehen. Ich meine, bevor es bei Mindestlohnempfängern zu Freudenrufen und knallenden Champagnerkorken kommt, muss eine spielende Großmacht erst einmal sicher stellen, dass ihre Verteidigung gewährleistet ist.
Juli 14th, 2025 at 14:48
Stimmt. Ich hatte natürlich den "Finanzierungsvorbehalt" ganz vergessen, ich Dummerchen. Dabei stehts doch im Demokratie-Duden, gleich nach "Fähigkeitslücke". Oder kommt da doch erst noch ein "Fickt euch!"?
Juli 14th, 2025 at 15:39
@24:
Der braucht nicht an Leichensäcke denken, dass hat die Bundeswehr bereits erledigt. Bundeswehr sichert sich mit 8400 Leichensäcken für Krisenfälle ab
Juli 14th, 2025 at 15:52
Das soll reichen? Wo ist der Spahn, wenn man ihn braucht?
Juli 15th, 2025 at 15:24
Der Verteidigungsminister von DE gibt in den USA eine Bestellung auf und sagt "Hier müssen alle ihre Portemonnaies öffnen". Grund sind wie immer die Signale (Schaum) …
[..] Auch habe US-Präsident Donald Trump Kremlchef Wladimir Putin und die Länder, die ihn unterstützten, klar adressiert. Dies sei "ein wichtiges Signal für die Ukraine, aber auch für Europa insgesamt". Die Androhung von Sanktionen nach einem 50-Tage-Ultimatum nannte der SPD-Politiker einen "bedeutenden Fortschritt". [..]
[..] Klar sei, dass nicht die USA, sondern die Europäer bezahlen würden. "Das ist uns aber schon seit Längerem klar. Aber mir ist es lieber, die Vereinigten Staaten sind drinnen als draußen, weil sie einfach Produktionskapazitäten haben und Systeme liefern können, die wir nicht haben. Deswegen ist das Signal richtig." Arbeitsgruppen würden nun "sehr schnell" zusammenkommen und konkrete Ergebnisse erarbeiten.
Was die Finanzierung angeht, sieht er die Verantwortung nicht nur bei Deutschland. "Klar ist, und das ist ein Appell an alle anderen europäischen Mitgliedstaaten der NATO: Hier müssen alle gewissermaßen ihre Portemonnaies öffnen."
Es gehe darum, schnell die Summen zusammenzubekommen, die zunächst vor allem für die Luftverteidigung gebraucht würden. Hier stehe die Ukraine gewaltig unter Druck, "da Putin die Luftangriffe immer dann heftiger werden lässt, sobald auch nur ansatzweise über Frieden gesprochen wird. Also sind alle aufgefordert, hier Farbe zu bekennen", ergänzte Pistorius. [..]
[..] In Deutschland sind noch etwa 38.000 US-Soldaten stationiert. Hier gebe es von den USA noch keine klare Aussage, sagte Pistorius. Es sei aber bekannt, dass die Amerikaner sich mehr auf den Indopazifik konzentrieren wollten. Wichtig sei, wie dieser Prozess ablaufe.
Die Truppenreduzierung solle erst dann umgesetzt werden, wenn die Europäer sie ersetzen könnten. "Also step by step, synchron. Das basiert auf Verlässlichkeit und Vertrauen", sagte Pistorius.
Er habe Hegseth gegenüber deutlich gemacht, "die NATO muss europäischer werden, damit sie transatlantisch bleiben kann". Dies sei eine Formel, die die Verantwortung der Europäer unterstreiche und die Hegseth begrüßt habe.
PS: Bei den Signalen und der Formel, musste ich an Victoria Nuland denken, war sie doch wegweisend mit "Fuck the EU" an der Entwicklung beteiligt. Ich meine, sie hat "ihr" Ziel erreicht. Ihr war wohl bekannt, dass es in DE so viele gibt, die wieder Weltmacht spielen wollen.
Juli 17th, 2025 at 18:33
Zu Großdeutschland und "Partner": Laut Schaum, haben sich DE und Großbritannien jetzt so richtig lieb und daher einen Freundschaftsvertrag geschlossen. Alles wird jetzt besser u.a. auch die gegenseitige Unterstützung für die Sicherheit …
[..] Auffallend ist eine Beistandsklausel, die Artikel 5 des NATO-Vertrages bilateral ergänzen soll. Darin heißt es:
"Im Bewusstsein der engen Übereinstimmung ihrer essenziellen Interessen und in der Überzeugung, dass es keine strategische Bedrohung für die eine Vertragspartei gibt, die nicht auch eine strategische Bedrohung für die andere wäre, bekräftigen die Vertragsparteien als enge Verbündete ihr tiefes Bekenntnis zur gegenseitigen Verteidigung und stehen einander im Fall eines bewaffneten Angriffs auf die andere Vertragspartei bei, auch durch militärische Mittel".
Dies soll auch in neuen Bereichen wie der Cybersicherheit gelten. [..]
Sicher werden auch die festgeschriebenen Träume beüzgl. Export von Rüstungsgütern, einen wirtschaftlichen Aufschwung für beide Länder bedeuten. Zumindest hoffen das die Briten:
Die Briten erhoffen sich von einem Kurswechsel zusätzliche Ausfuhren in Milliardenhöhe.
PS: Neulich habe ich noch gelesen, dass der Pistorius böse mit der Rüstungsindustrie ist, weil die nicht in die Puschen kommt, obwohl alles getan wurde, damit die endlich produzieren. Jetzt bekommt die noch mehr zu tun und das bei den Energiepreisen und den angekündigten Sekundarzöllen gegen China, die auch der Pistorius ja so toll findet. Aber was weiß ich schon, davon ist die Rüstungsproduktion sicher nicht betroffen.
Juli 17th, 2025 at 19:59
@Nanny:
Der Pistorius ist ein Paradebeispiel für die Vollpfosten, die tatsächlich glauben, das Geld arbeitet.
Juli 17th, 2025 at 21:24
@BerndH60: Wir erfahren hauptsächlich aus der Meldung, dass die Gespräche mit den Mordwerkzeugproduzenten wohl schon recht lange gehen.