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Sitzt ein Pferd auf dem Baum und strickt sich ein Fahrrad, kommt der Wärter vorbei und sagt: "Hier ist Grillen verboten!"; sagt das Pferd: "Wieso, ist doch erst sieben Uhr?"

Ein quasi beliebiger Artikel zu Syrien: Die NATO ist der Anti-IS-Koalition beigetreten, dem Bündnis gegen die Terrormiliz IS. Inhaltlich von dem da oben kaum zu unterscheiden, nur weniger lustig. Ach ja, und die Leser fühlen sich informiert, was wirklich hohe Kunst ist. Erklären Sie eine beliebige Aussage aus dem Artikel, einschließlich aller Begriffe. Aua!

Fangen wir mal mit "Terrormiliz" an. Mir fällt dazu absolut nichts ein. Ein nicht stehendes Bürgerheer mit Terror? Was soll das sein? Ein Haufen, der sich aus Resten alter Armeen, Verbrecherbanden und bewaffneter Fanatiker aller Länder zusammensetzt ist eine "Miliz", aha. Spätestens angesichts der Finanzierung und der Bewaffnung (beides durch NATO-Partner und Ölscheichs) ist das wohl eher eine Söldnertruppe. Ihre Ziele sind diffus; angefangen mit regionalen Kämpfen über die Landesverteidigung (Libyen; Irak) bis hin zur Guerilla (Afghanistan, Syrien), endend bei dem Versuch, einen (ey, was ein Zufall, so heißen die ja!) islamischen Staat zu begründen. Alle waren Sie Hurensöhne der USA, jetzt sind sie Feinde.

Die bösen guten Bösen

Kurzer Einschub: Was ist eigentlich aus Al Kaida geworden? Weg. Nichts mehr von da. Die Älteren erinnern sich: Das war doch dieses Terrornetzwerk. Immer, wenn einer seinen Ausweis am Tatort deponiert und sich in die Luft gesprengt hatte, war er al Kaida. Die haben wir wohl besiegt. Jetzt ist da der IS. Aber! Da sind doch auch unsere gemäßigten Rebellen®, also diejenigen, die Jugendlichen vor laufender Kamera die Köpfe abschneiden, aber Assad nicht leiden können. Die waren übrigens früher mal al Kaida (also die Bösen).

Davor waren sie Nordallianz (also die Guten). Wer sich jetzt fragt, was an denen "gemäßigt" ist, hat die erste Frage verschnarcht: Gegen was "rebellieren" Afghanen eigentlich in Syrien? Oder Iraker? Libyer? Oder die Unterstützer aus Saudi-Arbien und den USA? Ach ja: Die rebellieren gegen die Politik, die sie bewaffnet hat und die ihre Heimat in Schutt und Asche gelegt hat. Sie rebellieren im Auftrag derer, die das angezettelt haben und kämpfen gegen ihre Landsleute, die von denselben Leuten bewaffnet wurden. Rebellion! Hat da wer "Rohstoffe" und "Handelswege" gesagt? Du bist raus!

So, und jetzt tritt also die NATO ihrer eigenen Koalition bei. Das geht nämlich so: Bislang waren nicht alle NATO-Staaten dabei. Diese Koalition besteht aus den Willigen von Saudi-Arabien (aka Gründer und Unterstützer von Al Kaida bis IS), einigen Ölbohrinseln und NATO-Staaten. Ihr wisst schon; Die NATO, in der der eine (Türkei) dem anderen (Deutschland) Einreiseverbot erteilt hat.

Präventive letale Notwehr

Die Koaltiion ist (schon völkerrechtlich) ein Nichts. Kein UNO-Mandat, keine bindenden Verträge, keine gemeinsame Rechtsgrundlage, keine gemeinsamen Interessen. Türkei bombt Kurden, USA bombt, wen sie treffen. Hie will einer Assad stürzen, dort mit ihm verhandeln, und die meisten wollen Gasfelder und Pipelinewege unter ihre Kontrolle bringen. Alle eint eigentlich nur eines, dass nämlich die bösen Russen nicht auch noch das Gas von dort unten kriegen, weswegen auch die meisten deren Kumpel Assad umpumpen wollen. Wir sehen also: Rebellion, Friedensmission, Menschenrechte gegen die Bösen®.

Nun, was haben wir bis hierher vergessen? Vor allem das Wichtigste: Was ist die NATO? Richtig, das sind Guten aka "Verteidigungsbündnis". Ihr Territorium verteidigen, heißt das. Was aber genau verteidigt die NATO jetzt in Syrien? Na, aufgepasst? Richtig: Ihre Freiheit und die USA. Seit 2001. Man stelle sich nur einmal vor, es hätte diese saudi-arabische Verbrecherbande nicht gegeben, die vor 16 Jahren den ewigen Verteidigungsfall am Ground Zero ausgelöst hat. Die Saudis, unsere letzten echten Freunde in der arabischen Welt!

Womöglich würde man Meldungen misstrauen, in denen es heißt, Deutschland verteidige seine Bürger, indem es hilft, einen ganzen Subkontinent in die Steinzeit zu bomben. Man fände es seltsam, in einem Dutzend Kriege zu kämpfen, und zwar stets auf beiden Seiten, und zwar um Menschenleben zu retten. Schon die gewerblichen Reisen von Rüstungsgütern in ihre Anwendungsgebiete würden womöglich kritisiert. Da ist man doch froh, dass sich die Deutsche Industrie und ihre Politiker so tapfer der internationalen Verantwortung® stellen dürfen. Danke, Osama!

 
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Wie ich neulich bereits schrieb, muss ein Idiot sein, wer Geheimdiensten glaubt. Inzwischen maßen sich diese Nützlichen Idioten, deren Ausbildung auf einem Konglomerat von McCarthy - Faschisten und Gestapo fußt, selbst an, aktiv in die Politik einzugreifen. In den USA nehmen sie Bewertungen von Ereignissen vor, ohne dafür jegliche Belege zu liefern, und politische Profiteure spritzen dieses Gift über ihre Medien aus. Wer sich mit Netzwerken und Hacken auch nur rudimentär auskennt, weiß, dass man Hacker nur leibhaftig bei der Tat erwischen kann oder keine verwertbaren Spuren mehr findet.

Okay, man kann von einem Heimanschluss Passwörter der CIA ausprobieren, dass könnte man dann nachweisen, aber das dürfte nicht die Technik der genialen russischen Hacker sein, die im Auftrag Putins die Welt beherrschen. Entsprechend gibt es auch nicht mehr als Gerüchte über deren angebliche Tätigkeiten. Auf Basis dieser Gerüchte und einer Verblödung, die jedem mit ein wenig Fachkenntnis den Puls hochtreibt, wird aber inzwischen Weltpolitik gemacht. Zitat:

Dem Iwan in den Arsch

"Auf die Beteiligung der russischen Regierung an der Attacke im Dezember wiesen mehrere Indizien hin, sagte er [Maaßen]."
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Es gibt "mehrere Indizien". In jeder Anwaltsserie weiß die neue Sekretärin, dass man mit so einem Scheißdreck nicht vor Gericht aufläuft, aber für Kriegsvorbereitungen gegen Overkill-Russland muss uns das reichen. Nächstes Zitat:
"Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen möchte aktiv gegen Hacker vorgehen können – derzeit läge der Fokus lediglich auf Abwehrmaßnahmen. Der Verfassungsschutz sollte etwa Angriffs-Infrastrukturen "ausschalten" können."

Ich habe hier ein halbes Dutzend Anlagen einer Angriffs-Infrastruktur, aka "Computer". Ich kann verschlüsseln, anonym surfen und Programme bedienen. Ich bin eine ungeheure Gefahr für freie demokratischen Wahlen® im freien Westen® und muss sofort ausgeschaltet werden. Ihr übrigens auch, Nacht zusammen! Doch doch, ihr benutzt da einen Browser und einen Rechner, das ist diese Terrorinfrastruktur, von der die Rede ist. Die muss man 24/7 unter Kontrolle haben, weltweit!

Es verhält sich also so, dass Maaßen und andere Suizidgefährdete aus dem Gedärm der NATO-Dienste gern das tun wollen, was Putinputinputin nur unterstellt wird. Sie wollen staatliche Einrichtungen, die nach Gusto fremde Netze attackieren dürfen. Das gilt dabei nur für die niedrigste Schwelle eines "Gegenschlages". Die USA sind da schon weiter, und wenn es so eskaliert wie die hormonverseuchten Hirne der politischen Pitbulls es gern hätten, werden vielleicht Bits mit Haubitzen vergolten. Wer an allem schuld ist, steht ja längst wieder fest und NATO-Panzer stehen bereits an deren Grenze.

 
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In einem Vortrag auf dem 33C3 (hier eine Zusammenfassung) werden die Kollateralschäden des Drohnenkrieges dargelegt, und zwar nicht nur die, dass ständig mehr Unbeteiligte getroffen werden, sondern die Auswirkungen auf Kriegsführung generell. Das betrifft ebenso die politische Ebene, sprich: Propaganda, wie die militärische.

Politisch, das bringt der Vortrag auf den Punkt, müssen Meuchelmord und Serienmord sprachlich verschleiert werden. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher auf Framing und Zwiesprech eingehen, aber mir selbst fiel eben beim Verfassen des Artikels auf, dass ich beinahe von "unschuldigen" Opfern gesprochen hätte, den ermordeten "Kollateralschäden" - als seien die "Ziele" der Morde schuldig. Im Sinne eines Rechtsstaats ist nicht nur niemand schuldig, der kein ordentliches Gerichtsverfahren hatte, in dem er sich hätte verteidigen können. Es wird hier auch noch eine Todesstrafe in Abwesenheit verhängt über alle, die sich in dessen Nähe aufhalten. Diese Barbarei heißt so, weil sie in vorzivilisatorische Zustände zurückfällt.

Ein bisschen Krieg

Militärisch sind solche Programme desaströs, weil sie die Schwelle des Krieges so weit herabsetzen, dass der zu einer Frage der Laune des 'Commander in Chief' wird - oder wer auch immer den Daumen senken darf. Entsprechend wird hier auch entweder gar nicht von Krieg gesprochen oder dieser abstrahiert ("Krieg gegen den Terror"). Es gibt demnach gar keinen Gegner, sondern nur mehr 'etwas', das bekämpft wird. Dieses Etwas entspricht auf jeder Ebene dem 'Bösen' selbst wie die mittelalterliche Vorstellung vom Teufel. Der Unterschied, auch hier ein Rückfall in die Barbarei, ist dass selbst die Besessenen, Ketzer und Hexen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit ein Gerichtsverfahren durchliefen. Die Gegenaufklärung verzichtet darauf.

Da der Drohnenkrieg sich also der aufklärerischen Errungenschaft eines modernen Rechtssystems entledigt, kann hier sprichwörtlich jeder machen, was er will. Es sind ja nur 'Maßnahmen', die daheim als militärisch verbrämt werden, damit sie nicht dem Strafrecht unterliegen, das Verdächtige als Unschuldige bis zum Beweis des Gegenteils behandelt, und auf fremdem Territorium als eine Art Strafvollstreckung gelten. Es ist absehbar, dass dieses Vorgehen in Konflikte führt, die als kriegerisch betrachtet werden. Wo die Interessen von Atommächten davon betroffen sind, ist dieses Spiel geeignet, der Schöpfung die Krone vom Kopf zu blasen.

Besuchen Sie Europa ...

Ein politisches Korrektiv ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Ergänzt wird dieses Szenario durch eine schlicht infantile Haltung der Verantwortlichen in Europa, vor allem in Deutschland. Der Staat, dessen Exekutive in den vergangen Jahrzehnten für Dutzende Angriffsriege, willkürliche Morde, Folterung und den sehr gründlichen Abschied von einer aufgeklärten Rechtsauflassung verantwortlich ist, wird durchgängig als "Freund" apostrophiert. Dumm genug, dass ein Staat kein Freund sein kann und auch "Freundschaft" zwischen den Vertretern von Staaten bestenfalls irrelevant, wo nicht unmöglich ist, besteht in diesem kindlichen Konstrukt eines Verhältnisses die Unterwerfung des Grundschülers unter den Schulbully.

Wenn er befiehlt, marschieren wir. Seine Feinde sind unsere Feinde. Sein Urteil wird niemals in Zweifel gezogen. Was gestern noch galt, ist morgen hinfällig, wenn es ihm einfällt. Sein Kampf ist unser Kampf, sein Wohl ist unseres. Das ist kein Denken mehr, das ist blinder Gehorsam. Nun wird unser 'Freund' aktuell aber von innen angegriffen. Das Establishment, das bislang die Hierarchie angeführt hat, wurde ausgetrickst, und ein Unbefugter hat den Platz des 'Freundes' eingenommen. Da es bislang eben kein Denken gibt, kein Mittel der Kritik, mit dem sich die Beziehung zu den USA im Narrativ beschreiben ließe, herrscht Hilflosigkeit. Selbst das Feindbild Russland/Putin kommt damit ins Wanken.

Letzteres ist der einzige Lichtblick des Ganzen, denn die verbale Aufrüstung gegen die tödliche Atommacht hat bereits die Dimension einer konkreten Kriegsvorbereitung angenommen. Wenn man weiß, dass die transatlantischen Pläne im Kalten Krieg teils vorsahen, ganz Europa zu opfern, um den Sieg des Freien Westens® zu erringen, sollte man Angst haben. Fürwahr, wir leben in interessanten Zeiten.

 

Doch es gibt Menschen, die den offiziellen Angaben nicht trauen. Sie wittern eine Verschwörung. Eine ihrer Theorien hat es nun in ein Fachmagazin geschafft.

Die Verschwörungstheoretiker wollen uns weismachen, die drei Gebäude, die von den beiden Flugzeugen pulverisiert wurden, hätten gesprengt worden sein können. Dabei weiß jeder, dass solche Sprengungen monatelang hätten vorbereitet werden müssen. Sprengung an den dafür vorgesehen Stellen: Braucht Monate Vorbereitung, die sich nicht verbergen lässt. Eine Tankfüllung Kerosin: Braucht ein paar Stündchen. Hätte man nur das Geheimwissen dieser Terroristen!

Wem das noch nicht reicht, der möge gefälligst zur Kenntnis nehmen, dass einer der Attentäter seinen Ausweis dabei hatte, der am Rande der Trümmer der Wolkenkratzer gefunden wurde. Beweis! Terroristen tun so etwas. Sie hinterlassen Ausweise und Abschiedsbriefe, die sogar das Inferno überstehen. Kenntnisse haben die, unglaublich! Eines der Gebäude fällt in sich zusammen, weil die Sprinkleranlage versagt. Es wurde zwar gar nicht von einem Flugzeug getroffen, aber es geriet dennoch in Brand. Das reicht für so ein sensibles Gebäude. Alternativ hätte man monatelang tonnenweise Sprengstoff hinfahren müssen.

15 Years After

Ich erlaube mir 15 Jahre 'danach' nur diesen Hinweis auf ein paar der dümmsten Ungereimtheiten aus der offiziellen Version. Sie ist schlicht indiskutabel. Ich zitiere mich:

" Wir werden in einigen Jahrzehnten eine gefestigte Ahnung davon haben, wer was wie getan hat. Bis heute weiß das niemand. Es gibt keine Zeugen. Es gibt keine ernsthaften und glaubwürdigen Untersuchungen. Niemand sagt: “Ich habe das geplant”. Niemand sagt: “Ich habe die Sprengladungen angebracht”. Und niemand sagt: “Ich habe Piloten ausgebildet, virtuose Manöver zu fliegen, um damit Gebäude zu rammen”. Niemand erklärt, wie drei Hochhäuser sich mustergültig aus dem Stadtplan verabschieden können, bloß weil sie gebrannt haben. Niemand macht einen Aufstand, weil so ein Schrott gebaut wurde und man täglich Tausende von Menschen einer tödlichen Gefahr ausgesetzt hat. Es gibt keinen vernehmbaren Schrei nach Aufklärung, es gibt keine Zeugen, die Fragen bleiben offen."

Ich habe bis heute die Diskussion über das Ereignis hier blockiert. Es war mir wichtig, nicht in den Strudel der Verschwörungstheorien beider Seiten zu geraten, die eine Diskussion gar nicht zuließen. Noch wichtiger war es mir, dass die Folgen des Anschlags in keiner Relation zum Ereignis stehen und dass der Tod tausender missbraucht wurde, um weiteren Millionen den Tod zu bringen. Es war das Ende des Rechtsstaats und der Menschenrechte im 'Westen'. Guantanamo, Abu Ghreib, weitere Foltergefängnisse, Drohnenmorde, Totalüberwachung, Kriege. Glaubt heute irgendwer, diese Herren hätten Skrupel?

Ich glaube, dass es lange genug her ist. Allmählich kann man sagen, dass man das nicht glaubt, nicht glauben kann, und zwar ohne sich dafür zum Psychopathen erklären zu lassen. Hier ein kollabierendes Gebäude, dort eine falsche Anschuldigung, da ein willkommener Putsch. Sie wollen Krieg und sie führen ihn. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht.

 
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Die Sueddeutsche hat ein dolles Feature: Wenn man die Scripte blockiert, sieht man keine Grafiken. Keine Bilder, nichts, das beim Lesen stört. Das Einzige, das stört, sind die halbhirnigen Texte. Heute drei Beispiele aus unterschiedlichen Ressorts, die aufzeigen, wie Qualitätsjournalismus Meinung ins Hirn trümmert:

Beim Spocht gibt es eine Jubelarie über den deutschen Fußballtrainer Jürgen Klopp, der in Liverpool arbeitet. Man vergleicht ihn mit den Beatles. Popstar, der Typ, ganz groß! Was macht nun ein deutscher Trainer in Engeland? Er siegt nicht einfach, sein Spieler schießt nicht einfach ein Tor, nein, der hat "mit einem fabelhaften Solo die Arsenal-Abwehr zertrümmert".

Wie gesagt, ein Tor geschossen, das heißt für die SZ, dass alles in Scherben fällt. Komisch, dass die Trümmerabwehr danach kein Tor mehr kassiert und ihre Mannschaft noch zwei geschossen hat. Aber so wird das nichts mit dem Identität stiftenden Wochenschaustil. Für den Rest wird die Premier League zu einer Angelegenheit weniger großer Befehlshaber gemacht. Einer ist der unsrige. Möge er gleich bis Moskau durchmarschieren.

Finden Sie das lecker!

Bevor er dort auf den heiligen St.Einmeier trifft, nehmen wir aber eine kurze Auszeit bei Nussnougat-Creme. Wir sollen zur Kenntnis nehmen, welche "die beste" ist, wozu ein raffiniertes Testverfahren eingesetzt wird: Ein "Experte" sagt es uns einfach und probiert "neben dem original Nutella" einige weitere. Damit wäre auch geklärt, wer die Kapelle bestellt hat. Einleitend berichtet die Redaktionsheeresleitung von einem "Schock", da "die Produktion von Nuss-Nougat-Cremes in Gefahr" hätte gewesen sein können.

Nein! Doch! Gähn! Wir erfahren im der Eloge des Testsiegers (keine Sorge, der potent(iell)e Anzeigenkunde liegt knapp dahinter), dass der Experte "berufsbedingt" die dunklen Schoko-Noten lieber mag. Experte halt, sieht man's doch! Um dies lesen zu können, muss man dann aber doch Scripte freigeben, wenn auch nur 3 von 18. Dafür wird man mit der einträglichen Symbiose aus Product Placement und Klickstrecke belohnt.

Endlich in Moskau angekommen, erfahren wir, wie der unfassbar beliebte Außenminister Steinmeier mit sprichwörtlicher Engelszunge (gemeint ist hier nicht der Kommunistenhund, sondern das Flügeltier, Säzzer) vergeblich auf einen garstigen Russen einzuwirken versucht. Mal sehen, mit wem wir es zu tun haben:. "Die Zuhörer fächeln sich Luft zu. Steinmeier hat einen roten Kopf. Nur sein Kollege Sergej Lawrow (unglaublich, Putin hat sogar einen eigenen Außenminister!), der neben ihm sitzt, strahlt etwas Kühle aus."

Eiskaltes Moskau

Menschen schwitzen, nicht so der Russe. Der guckt "mit bewegungsloser Miene" und hat "jenen mürrischen Gesichtsausdruck zu seinem Markenzeichen, in dem niemand mehr lesen kann." Magisch, dunkel, unheimlich! Von einem nicht minder mürrischen Uhu auf der anderen Seite, der im immer gleichen Tonfall Wortblasen absondert, erfahren wir derweil nichts. Das wäre mein Serviervorschlag zum Ausgleich gewesen.

Die Rollen sind klar verteilt, der eine müht sich mit rotem Kopf ab, der andere lässt ihn eiskalt abblitzen: "Eine Abfuhr nach der anderen muss der deutsche Außenminister einstecken. Aber er hat es wenigstens versucht. Hat geredet, zugehört, die russische Seele gestreichelt. Er hat goldene Brücken gebaut und nicht gezuckt, wenn sie vor seinen Augen sogleich zertrümmert wurden."
Ein Abwehrbollwerk zertrümmern, wie es der Landser pflichtgemäß vollstreckt, ist eine Sache, aber goldene Brücken?! Auf all die Güte reagiert der Russe nur mit Ablehnung, Grausamkeit und Vernichtung.

Was wir nicht erfahren: Irgend einen Zusammenhang, nachvollziehbare Gründe und Motive, Belege für die Einschätzung der Situationen an der Krim und in Syrien - zwischen beiden mäandert der Artikel sinnfrei hin und her. Es stellt sich vor allem die Frage, welche strategischen Absichten Russland und die NATO in Aleppo jeweils verfolgen und wo die konkreten Unterschiede in der Analyse der Situation liegen. Nicht einmal eine blasse davon Ahnung erlaubt der Artikel. Dafür haben wir ein detailliertes Bild davon, wie die handelnden Personen zu bewerten sind. Man möchte Steinmeier am liebsten zum Trost knuddeln. Böser, böser Russe!

 
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Bild: Deutsches Sportlerfrühstück - Obst und Nutellakonzentrat

Propaganda kotzt mich an, da kann ich gar nix gegen tun. Ich kann sie auch nicht ignorieren, verdrängen, mir einreden, das wäre in Ordnung, erkennen, dass sie es so tun müssen, weil es sonst ein anderer tut, nein. Geht mir auf den Sack. Inzwischen ist es womöglich so weit, und das findet keineswegs meine Gnade, dass sie schon gar nicht mehr wissen, wie sie die Propaganda bestellen.

Sie merken es nicht, selbst wenn sie zu ihrer eigenen Karikatur schrumpfen. Dass sie die Zusammenhänge nicht erkennen, weil sie in Fachressorts eingesperrt werden und wie der Chirurg nur noch den Teil sehen, an dem sie herumdoktern, macht aber keinen Unterschied. Wer veröffentlicht so etwas, anstatt sich wie ein anständiger Mensch lieber die Hand abzuhacken? Wer, wenn nicht Arschlöcher?

Es ist nicht so, dass mich Sport nicht interessiert. Mein Hirn braucht erstens auch Pausen und zwotens ist Sport und dessen Betrachtung nicht notwendig doof; im Gegenteil kann das sehr kultiviert zugehen. Was mich dermaßen gar nicht interessiert, sind allerdings diese Olympischen Spiele, dieses unappetitliche Gebilde aus Kommerz, Korruption, Kaltem Krieg und Nationalismus. Man kann Fußball mögen, Snooker oder Curling, aber nicht Olympia. Geht nicht. Man kann sich allerdings mit Nationalismus anfixen lassen. Das ist dann ein Ding, das ich nicht mag, aber darüber würde ich mich nicht erregen. Dagegen hilft scheinbar eh nichts.

Die deutsche Siegbanane

Was mich erregt, ist dass ein Fanatiker wie Hajo Seppelt als "Dopingexperte" herumgereicht wird. Ein Hanswurst, der einen derart verlogeneren dummen Scheiß verzapft, dass mir die Ohren bluten. Ich glaube nicht an Experten, aber wenn es um Doping geht, wäre ich selber einer. Das war hier, bezogen auf Radsport, schon häufiger mal Thema. Dieser Depp Seppelt aber propagiert ein böses Russland, das dopt, um die ehrliche Konkurrenz des freien Westens® zu übervorteilen.

Ein verkommener Nützlicher Idiot, der dem Geschäft "Spitzensport" nicht im Weg stehen will, macht es so: Es gibt Einzelfälle, Sünder und den Sauberen Sport; und neuerdings das schmutzige Russland. Dass selbst ein publizistischer Weichspüler wie der 'Spiegel' bereits berichtete, wie in der BRD (als Beispiel) Doping mit Steuergeldern perfektioniert wurde, darf so einer freilich nicht wissen wollen.

Auf die Palme gebracht hat mich heute aber dieses Rührstück, das vom Boulevard verbreitet wird: "Banane und Nutella treibt [...] zur Bestleistung", wenn das stramme deutsche Mädel antritt, beim Gewichtheben. Das ist echt, das ist ehrlich, so machen es traditionell die Guten®, mit Trainingsfleiß und Bananen!
Da kriege ich das Kotzen. Das hat nicht einmal Wochenschau-Format. Bei der wusste wenigstens jeder, dass wieder marschiert wird und der Iwan vernichtet gehört.

 
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Das gängige Bild von der Inquisition ist das der Eisernen Jungfrau, Torturen und grausamen Hinrichtungen, aber Inquisition bediente sich im Regelfall ganz anderer Mittel. Die Anfänge liegen vermutlich im beginnenden Spätmittelalter, die Exzesse der Hexenverfolgung, die oft mit der Inquisition verwechselt werden, in der Neuzeit. Dabei waren übrigens Protestanten besonders eifrig, deren Vorgehen mit der Inquisition wiederum gar nichts zu tun hatte.

Inquisition war ein mehrstufiges Verfahren, um insbesondere Ketzer in den Schoß der Kirche zurück zu holen. Es ging darum, deren Wirkung einzudämmen, was in der nämlichen Zeit eine wichtige Säule des Machterhalts für den Klerus darstellte. Dessen geschlossenes Weltbild war durch neue Erkenntnisse, Techniken und die sich allmählich formierende Wissenschaft bedroht. Es gab da ein Denken, das die Religiosität und damit die Autorität im Kern erschütterte. Das musste im Zaum gehalten werden.

Die Mittel dazu waren zunächst der Besuch von dafür ausgebildeten Geistlichen, Gespräche und Befragungen (daher auch der Name). Die Verdächtigen wurden zur Ordnung gerufen und ermahnt. Sie wussten in der Regel schon, was ihnen drohte, wenn sie der Mahnung nicht nachkämen. Dabei war die Möglichkeit des Ausschlusses aus der Kirche gemeinhin nicht weniger beängstigend als das letzte Mittel, Folter und Tod (meist durch weltliche Gerichte).

Zurück ins Glied

Herr Steinmeier hat jüngst auf recht zurückhaltende Weise darauf aufmerksam gemacht, dass eine Konfrontation mit Russland nicht ungefährlich ist. Dabei hat er sogar brav den Dicsclaimer aufgesagt, dass er gar nicht die aktuellen Manöver der NATO infrage stellt. Egal, sie springen sofort aus den Büschen, die Bündnistreuen und sind "empört". Er schwäche die NATO, so CDU und Medien, er erfreue die Linke und man dürfe jetzt "Keine Nachgiebigkeit gegenüber Putin" zeigen.

Ich zitiere im Folgenden aus einer unvollendeten Arbeit, an der ich gerade tippe, es geht um die 80er Jahre und das Original des Kalten Krieges:

"
Auf den Punkt illustriert ein Artikel des "Spiegel" aus 1983 das Narrativ, in dem die Reaktionen auf eine Kritik dieses Irrsinns durch den Oberbürgermeister von Saarbrücken aufgezeichnet sind. Der hieß seinerzeit Oskar Lafontaine und hatte gesagt: „Leute, die einen Atomkrieg für führbar und gewinnbar halten, die können niemals unsere Bündnispartner sein. Das sind Verrückte. […] Es gibt Bedingungen, zu denen eine Mitgliedschaft in der Nato nicht mehr tragbar ist, das heißt, wenn diese Nato uns auf ein Pulverfass setzt, bei dem die Lunte gleich mitgezündet wird.

Lafontaine hatte also deutlich gemacht, dass er es für Irrsinn hielt, eine „Partnerschaft“ zu pflegen, bekannt als „Deutsch-Amerikanische Freundschaft“, in der einer den anderen in einem Atomkrieg der Vernichtung preisgibt. Hier nun zeigte sich die geballte Kraft des Narrativs, denn selbst um den Preis der Vernichtung Europas oder der Welt durfte nicht angezweifelt werden, was im Glaubensbekenntnis stets wiederholt wurde. So sprang nicht nur die bürgerliche Presse auf und stellte (durch die Springerpresse) fest, Lafontaine stehe den Sowjets jetzt näher als den „Freunden“, es war auch der Fraktionsführer und Kanzlerkandidat Hans-Jochen Vogel, der sofort öffentlich die „Bündnistreue der SPD“ erklärte und deutlich machte, Lafontaines Kritik sei "nicht mehrheitsfähig".

Im Westen nichtes Neues

Die deutsche Sozialdemokratie stand treu bis in den Tod zu USA und NATO. Der totale nukleare Krieg wurde ebenso wenig infrage gestellt wie die strategischen Interessen, die hinter dem Kalten Krieg standen. Überhaupt ist die SPD zu jeder Zeit die Repräsentanz der deutschen Schizophrenie gewesen. Motto hier: Wir wollen die Vernichtung Europas kritisch begleiten, aber dafür nicht den Kommunisten in die Hände spielen. Obwohl Deutschlands Funktionäre treu bis zum Suizid den neuen Herren dienten und die gewählten Parlamentarier zu 100% mitzogen, obwohl die Medien dem nur äußerst sporadisch etwas entgegensetzten und vielmehr entschieden die NATO-Doktrin propagierten, schloss sich das Volk immer noch nicht der Militärpolitik an. Eines der faszinierendsten Momente in der ungebrochenen Einstellung dieses schrägen Volkes ist der Unwille Krieg zu führen. "

Im Westen nichts Neues. Wer auch nur den leisen Verdacht erweckt, aus der Glaubensgemeinschaft auszuscheren, dem wird sofort die Inquisition geschickt. Zurück in die Reihe, wenn du einer von uns bleiben willst! Die Funktionäre und Eliten, diejenigen, die Zugang zur medialen Öffentlichkeit haben, werden eingeschworen und überwacht, dass sie stets in Treu und Glauben handeln. Draußen wurde dieser Wahn nie angenommen. Seit Jahrzehnten will niemand mehr dem Ruf zu den Waffen folgen, und Feinde haben wir auch keine. Aber so ist das mit dem Klerus, der braucht manchmal ein paar hundert Jahre, um sich mit einfachen Erkenntnissen anzufreunden. Bis dahin müssen sie die Welt halt ein paar Mal anzünden.

 
sl

Heute hat das Türkische Parlament die Immunität eines Viertels seiner Mitglieder aufgehoben. Das ist nicht weniger als eine Machtübernahme durch den designierten Diktator Erdogan und seine islamistische Partei. Damit ist unmittelbar verbunden das totale Scheitern der Kollaboration Deutschlands mit der Machtpolitik der USA.

Der vorauseilende Gehorsam Merkels, ihrer Regierung und der ganzen transatlantischen Dienerschaft aus den etablierten Parteien hat nunmehr dazu geführt, dass ihre Außenpolitik niemandem mehr zu vermitteln ist und sie sich in eine Sackgasse manövriert hat. Erdogan ist der Feind aller Prinzipien, für die irgendwer in der politischen Landschaft Deutschlands steht, von ganz links bis ganz rechts, durch die Mitte, von oben und unten. Die Kumpanei mit dem faschistischen Islamisten in Ankara lässt keine Perspektive mehr übrig, aus der man sie gut finden könnte.

Der Übertürke

Dass die Linke, auch die Halblinke, die ja so ausdrücklich demokratisch daherkommen muss und sich in Form der SPD auf den Mythos vom Antifaschismus stützt, den Putsch Erodgans ablehnen muss, versteht sich. Von der Partei "die Linke" ganz zu schweigen. Die Liberalen jedweder Einfärbung müssen entsetzt sein ob der Abschaffung der Parlamentarierrechte und der Errichtung einer islamischen Diktatur in der Türkei. Die Rechte, die weder dem Islam noch der Türkei oder den Türken jegliche Sympathie entgegen bringt, wird es schon immer gewusst haben. Humanisten wissen ohnehin, wie zynisch der Flüchtlings-Deal mit Erdogan war und wie irrsinnig die Beteiligung an den Kriegen von Afghanistan bis Syrien ist.

Der Übertürke schlägt gerade drei Fliegen mit einer Klappe: Wer Kurden als Menschen betrachtet, wird dafür bei ihm bald im Knast landen und er kann sie wieder in der gesamten Region abschlachten, ohne dass daheim wer widerspricht. Die Mehrheit, die er sich durch die Vertreibung der Parlamentarier verschafft hat, gibt ihm die Möglichkeit, sich sowohl als totalitären Machthaber zu installieren als auch den Islam, auf dessen Ticket er fährt, zur Staatsreligion zu machen. Das wiederum, so wird er hoffen, verschafft ihm mehr Einfluss im Nahen Osten, seinem angestrebten Osmanischen Reich.

Scherbenhaufen

Dieser eiskalte Griff nach der Macht, ein Attentat auf Demokratie, Humanität und Rechtsstaat, ist zugleich eine imperialistische Initialzündung. Alles, was man Putin - zum großen Teil unberechtigt - vorwirft, toppt Erdogan um Längen. Der Eine wird nach wie vor als Iwan der Schreckliche dargestellt, der andere ist unser NATO-Partner und neuerdings ein ganz besonderer Freund der EU. Wenn diese Türkei aber nicht die schärfsten Sanktionen erfährt, seit es solche gibt, gibt es absolut keine Berechtigung mehr, überhaupt noch welche zu verhängen.

Dass es im Interesse der USA ist, einen Keil zwischen Russland und Europa, insbesondere Deutschland, zu treiben, wurde hier bereits deutlich gemacht. Die Machtpolitik, die damit betrieben wird, zwingt Deutschland jetzt dazu, einen Offenbarungseid zu leisten. Wir haben alles falsch gemacht, nichts erreicht, uns wichtige Partner verprellt und stattdessen Freundschaft mit den aggressivsten amtierenden Faschisten geschlossen. Vielleicht gelingt Merkel der genialste Flip-Flop ihrer Karriere und sie führt ihre Regierung noch einmal mit dem dümmsten Gesicht aus dem Schlamassel. So oder so aber wird in Berlin niemand mehr wen finden, der ihm noch irgend etwas glaubt - jenseits der ewigen Vollidioten, die fortan die Reste dieser Parlamentarischen Demokratie auffegen.

 
ym

Der Kollege Jochen Hoff hat mich heute auf den oben verlinkten Vortrag aufmerksam gemacht. Dabei fällt mir einiges auf, was unsere großartige Westliche Wertegemeinschaft® so veranstaltet. Die kann man ohnehin inzwischen auch gleich "NATO" nennen, aber dazu unten mehr.

Was mir zuerst auffällt: Es ist ja nicht nur so, dass wir uns nicht integrieren, will heißen: Hier fühlt sich kaum wer bemüßigt, sich mit Menschen und Eigenheiten zu befassen, die er auch nur ansatzweise als fremd auffasst. Das ist nichts Neues. Schon das evangelische Dorf hätte am liebsten einen tiefen Graben um das katholische Nachbarweiler gezogen, und diese Muslime, die sind eh alle so. "Wie?" fragt ihr? Na eben so, wie sie sagen. Wer das wo sagt? Was weiß ich, die sind pervers, kriminell und gefährlich - vor allem aber anders, eben die®, kapiert? Die® sind so.

Kill the Poor

Wie unterschiedlich nicht nur Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern sind, sondern der Islam als solcher, das illustriert lehrreich der Vortrag. Ich kann zwar diesem Hipsterstyle (Bart, Brille, Dutt, Schlabberlook) genau so wenig abgewinnen wie jeder anderen modischen Uniform, aber es geht ja auch um die Worte. Die sind allemal höchst interessant und einmal eine gelehrte Meinung eines Muslims in deutscher Sprache. Wieso wird das eigentlich nicht mit mindestens Millionen gefördert, dass der Christenmensch etwas über den Moslemmenschen erfährt, sowie beide über den Religionsfreien und umgekehrt?

Was Salim Spohr dort ausführt (und was ich hier bereits eingeordnet hatte), zeigt warum: Das christliche NATOland ist am Gegenteil interessiert. Das religiöse wie strategische Wirken Saudi-Arabiens ist auf endlosen Krieg unter besonderer Berücksichtigung einträglicher Geschäfte ausgerichtet. Es sind die Sauds und die al-Wahhabs, ohne die es nicht einmal Spuren von "islamistischem Terror" gäbe. Ausgerechnet dieses düstere Konglomerat hält die NATO aber seit Jahrzehnten im Sattel. Zufall? (An dieser Stelle bitte Lacher vom Band einspielen.)

Ich halte noch immer nichts von Religion, aber ich bin sehr für kultivierte Auseinandersetzung. Anstatt aber dafür zu sorgen - wofür angesichts der Millionen Zuzüge aktuell einige Milliarden Euronen sehr gut investiert wären - zahlen wir die lieber für das Öl, das wir aufs Feuer gießen. Ist ja auch ganz einfach: Würde der im NATOland Ausgebeutete über den anderswo Ausgebeuteten erfahren, das der ein ganz normaler Mensch ist und von denselben Verbrechern gepeinigt wird, es wäre gar nicht auszudenken! Am Ende wollen die alle noch mitbestimmen und unsere schöne parlamentarische VolkskontrolleDemokratie zerstören!

 

... lässt sich in zwei Grafiken zusammenfassen:

st

Russland steht an vierter Stelle bei den Rüstungsausgaben (in Milliarden Dolllar), obwohl es das größte Land der Erde ist, mit einer Grenzlänge von mehr als 20.000 km und eine entsprechend große Armee unterhält. Unsere islamistischen Freunde im Kampf gegen den Terror, das Steinzeitregime Saudi-Arabiens, gibt mehr aus und macht reichlich Gebrauch davon. Da dies in Absprache mit der NATO bzw. den USA geschieht, sind sie aber die Guten®. Schwulenfeindlich sind sie auch nicht, denn dort gibt es keine Homosexualität. Jedenfalls nicht lange, da Hinrichtungstermine sehr kurzfristig anberaumt werden.

China als aufstrebende Großmacht gibt mehr als dreimal so viel aus und unsere Friedensfreunde aus den USA können sich 9 Armeen von der Größe der russischen leisten.

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Der jüngst gestorbene Verhandlungsmeister Genscher hatte Gorbatschow bei den 2+4-Verhandlungen versprochen, die NATO werde sich keinen Meter in Richtung Osten ausdehnen. Die Karte zeigt (rot) die Staaten, die seitdem dazugekommen sind, die bald dazu kommen werden (hellblau) und denen es angeboten wurde (blassblau). Nachdem Poroschenko mithilfe der EU, der USA und der Faschisten an die Macht gekommen war, hat Russland bekanntlich seine Präsenz auf der Krim verstärkt und eine offenbar manipulierte Volksabstimmung durchführen lassen, die in den Anschluss der Krim an Russland mündete. Die Zustimmung wäre freilich auch ohne die Manipulationen sicher gewesen. Das Ganze wird als "Imperialismus" bezeichnet und führt dazu, dass Russland wirtschaftlich sanktioniert wird. Außerdem verlagert die NATO massiv Truppen nach Osteuropa; ein Akt des Anti-Imperialismus, versteht sich.

Ich schreibe das hier einmal auf, damit ich einfach einen Link setzen kann, wenn mir wieder jemand mit dem Thema auf die Eier geht. Bei der Gelegenheit noch ein paar Spitzen: Was ist das russische Wort für "Investor", "Großaktionär" oder "Milliardär"? Richtig: "Oligarch", allerdings nur in westlichen Medien.
Wie heißt das größte Land, das aus der Sowjetunion hervorging? Richtig: "Putin". Was immer in Russland geschieht, was immer ein Russe tut oder lässt, es ist "Putin" (es sei denn, es gilt als gut®, dann ist es die Opposition® gegen Putin. Wenn eine drogensüchtige Asikapelle einen Striptease auf dem Altar hinlegt zum Beispiel, dann muss sie nur "Putin" sagen und ist damit gut®, weil eben Opposition®).

Diese Beispiele sind beliebig. Es gibt hunderte. Wer sie nicht findet, will sie nicht sehen, und wer mir jetzt damit kommt, ich fände irgend etwas gut an Putin oder verteidigte ihn für etwas, ist ein Idiot. Ja, du bist ein Schwachkopf und verstehst die einfachsten Regeln der Logik nicht (siehe "Umkehrschluss"). Halt' einfach die Klappe!

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