kunstlyriklamauk


 
crab
 

"Sie strahlt dunkel wie ein Neutronenstern die ganze Niedergeschlagenheit eines deprimierten Volkes aus. Wer will das sehen? Vier Jahre lang?"

Zwölf, mindestens.

 
div
 

"Soziale Marktwirtschaft ist staatlich kontrollierte Marktwirtschaft. Schade, daß die regierende Generation das nicht kapiert."

Schade, dass der Depp sich mit diesem Quatsch so weit aus dem Fenster lehnt.

 
div
 

"Als Kopper dereinst von den “Peanuts” sprach, meinte er übrigens nicht das Geld, ihr dummen Nüsse!"

Nope. Die Loser; die den Unterschied zwischen Gläubigern und Gläubigen nicht kennen.

 
div
 

"Was mich aber nachgerade traurig stimmt, ist, daß es Menschen gibt, die niemals eine Meinung haben werden. Die nie sagen können “Das habe ich gemacht”, ohne daß ihr Lenorgewissen ihnen diese Lüge weichspülen muß."

Arrogant. Wahr.

 
div
 

"Wenn einem das Gebaren hiesiger Anwälte oder sonstiger Zeitgenossen nicht gefällt – einfach mal einen chinesischen Richter bestechen und ein Todesurteil bestellen!"

Von wegen: "Man kann doch nichts machen"!

 
div
 

"Daniel Radcliffe wird inzwischen zurechtgebürstet wie ein Schleimer von der Schülerunion, und man wartet nur darauf, daß er du-weißt-schon-wem mit dem Anwalt droht."

Oh, Kulturkritik! Kann sich nicht jeder leisten.

 
div
 

"In jedem anderen Bundesland wären diese Pfeifen die Lichthupe auf der Überholspur der Verliererstraße. Nicht so in Bayern. Da holen sie die absolute Mehrheit. "

Hass braucht einen Ort.

 
div
 

"Die Gesundheitskarte is so denkwürdig krank, das verzeiht man hierzulande nur einer Frau aus der SPD."

In jedem Dorf gibt's einen, dem man nix übelnimmt.

 
div
 

"Daß etwa im Irak erst nach Beendigung der militärischen Operation die meisten Opfer auf beiden Seiten starben, ist wohl der beste Beweis dafür, daß es sich bei Kampfhandlungen und Zwischenfällen nicht um einen “Krieg” handelt."

Putinversteher und Verschwörungstheoretiker wollen das nur nicht begreifen.

 
div
 

"Wer also an die Freiheit der Rede glaubt, hat noch nicht verstanden, in welchen Zeiten wir leben. Es ist Krieg. Jedes Wort ist eine Waffe. Der eine hat einen Waffenschein und verteidigt die Freiheit, der andere hat keinen und ist ein Terrorist."

Jetzt sind Sie mal bitte still!

 
temp

Gott lebt in den Kirchen. Der Herr über Zeit und Raum (und was sonst noch so für ein höheres Wesen reserviert ist) verzückt die Christenheit jüngst mit einem neuen Wunder, der heiligen Sofaritze. Schon im vergangenen Dezember war das Halleluja groß, als "einige hundert Millionen" im Vatikan gefunden worden waren, die nicht in den Bilanzen auftauchten. Diese haben sich - vermutlich zwischen Brot und Fisch - mittlerweile auf 1,4 Milliarden Dollar vermehrt.

Ein Taschengeld für ein höheres Wesen, aber ein durchaus erkleckliches Sümmchen für die Menschen. Nun, in diesem Wissen hortet das Bistum Köln sein Geld akkurat unter der Matratze, so um die dreieinhalb Milliarden, Kunstschätze nicht eingepreist. Das hilft, ordentlich angelegt, übrigens dem Markt und damit dem Menschen und damit Gott. No, Sherlock: Das können die nicht so einfach abziehen, die sind ein Global Player, das wäre eine ökonomische Katastrophe.

Woher kommt das Geld? Sicher nicht aus dem Klingelbeutel, obwohl man sich als Außenstehender schon dreckig auf die Füße lacht bei der Vorstellung, das Omma Paschulke ihren vom Brot abgesparten Zwickel abdrückt, um den armen Kindlein zu helfen, während der bischöfliche Broker den Lachsschaum vom Vortag in die goldene Schüssel sprenkelt. Nein, die Kirchen sind Großunternehmen, Konzerne der ganz besonderen Art. Für sie gelten keine Tarifverträge und ein abgespecktes Arbeitsrecht. Sie pressen Steuern ab von denen, die sie mies bezahlen, und das geht so:

Für Markt, Gott und Vaterland

Als Unternehmen im 'sozialen Bereich', Betreiber von Kindergärten, Altenheimen, Krankenhäusern, mobilen Diensten usf. dürfen die Kirchen ihre Haustarife auslegen und mit "Mitarbeitervertretungen" parlieren, die nicht unters Betriebsverfassungsgesetz fallen. Ihre Steuermittel und Reichtümer (Insbesondere Immobilien) setzen sie überdies in den Stand, vergleichbar niedrige Kosten zu haben - im Gegensatz zu Anbietern etwa, die Immobilien mieten müssen. Im sozialen Bereich berechnen sich die Kosten nach Bedarf, es werden also Tagessätze oder Stundensätze ermittelt, die von den Kostenträgern (z.B. Jugendämter, Landschaftsverbände) gezahlt werden. Die idealen Bedingungen für die Kirchen drücken also ohnehin die Preise.

Das Beste ist aber, wie die Kirchen die Löhne in allen Branchen drücken, in denen sie tätig sind und ihr Schutzgeld sogar von denen eintreiben, die gar nicht für sie arbeiten. "Kirchensteuer" nennt sich das. Die meisten Kolleg/innen aus der Kinder- und Jugendhilfe, die ich kenne, sind Mitglied einer Kirche, und davon die meisten aus einem einzigen Grund: dass sie sonst nicht für kirchliche Träger arbeiten dürfen. Die evangelische Kirche ist da nicht ganz so radikal wie die Caritas, die nur Katholik/innen akzeptiert, aber spätestens in Führungspositionen ist auch bei der Diakonie die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche verbindlich. Beim Fußvolk sind sie nicht so, das darf sich ggf. auch artfremd ausbeuten lassen.

Doch, das dürfen die Kirchen. Sie dürfen Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit diskriminieren. Nicht nur als Kirche, sondern auch als Konzern. Übrigens auch wegen ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Familienstandes. Kein Problem. Sie dürfen auch wie gesagt Druck auf die Beschäftigten ganzer Branchen ausüben, lieber vorsorglich zu zahlen als nachher arbeitslos zu sein. Ach ja, und sie dürfen im Gegensatz zu jedem anderen gemeinnützigen Verein, der nämlich keine Gewinne machen darf, Milliarden horten. Dafür müssen andere ihrer Klientel regelmäßig die Knarre an den Kopf halten oder ihnen den Laden zertrümmern.

Eine Frage hätte ich da noch: Wenn ich in eine Filiale dieser Organisation einfalle und die Chefs mit der Peitsche dort hinaus treibe, gibt es dafür dann auch eine übergesetzliche Regelung? Wäre doch nur fair.

 
cross

Mein Vater sagte einmal zu mir: "Entweder du wirst schwul oder so aussehen und dich nicht trauen.“ und dann sagte er noch: „Denk immer daran: Frauen wollen mit Respekt geschändet werden!“ Ich war kaum elf, da sah ich schon aus wie heute. Dabei wusste ich nicht einmal, was „schwul“ bedeutet und ob das in irgendeinem Zusammenhang steht. War mir aber auch egal, denn ich wusste, was ich wollte. Jemand hatte mir gesagt: „Wenn du Weiber haben willst, musst du so Zettel machen.“. Ich sage: „Was der Fick für Zettel?“ „Formulare“, sagte der Typ, er hieß Fritz oder Hans oder so, „da müssen sie alles eintragen, was wichtig ist, dann lässt du sie unterschreiben und kannst machen, was du willst“.

War mir zu kompliziert, aber Zettel fand ich okay. Das Problem war nur das mit dem Schreiben, aber ich kannte einen, bei dem hatte ich noch was gut, also ließ ich ihn drei Sachen zum Ankreuzen schreiben auf die Frage: „Äh, tun wir's?“. Darunter konnten die ankreuzen: „Fuck me!“ „Fuck You!“ und „WTF?!“. Na ja, ich hab viel einstecken müssen deswegen, aber am Ende konnte ich dann ja auch einen wegstecken. Da war dieser Peter, ein Sänger aus Rumänien, kaum älter als ich, und der hatte was mit einer Bitch, die war schon über dreißig. Scheiße, die sah aus wie ein Flugzeugabsturz, aber Jungs wie wir konnten halt billig drüber. Also habe ich meinem Vater eine halbe Schachtel Kippen geklaut und lutschte ihr an etwas rum, das nach vergammelten Katzenfutter roch und aussah wie eine fiese Wunde, mit zwei Hieben einer stumpfen Hacke geschlagen.

Apropos geschlagen: Die Alte hat mir dauernd auf den Kopf gehauen, wenn wir es taten. Alter, das fand ich fickend nervig. Irgendwann hab ich ihr dann auch eine gezimmert, da stöhnte sie, als würde sie gleich in Ohnmacht fallen, dabei hab ich gar nicht richtig hingelangt. Sie hat ja auch kaum geblutet. Ein Kumpel von mir meinte, ich wäre eine blöde Sau, weil das hieße, dass sie drauf steht. Beim nächsten Besuch habe ich also nicht lange gefackelt und ihr voll eins in die Fresse gehauen, da hat sie aber nur ganz kurz gestöhnt und ist dann wirklich in Ohnmacht gefallen, fickende Scheiße.

Na jedenfalls konnte ich dann gar nicht mehr ohne diese Bitches und hatte eine, die wollte es unbedingt in Handschellen besorgt haben. Das war vielleicht eine verfickte Kacke, ich hab fünfzehn Pfund abgenommen, weil ich vergessen hatte, dass wir nicht mehr an den Drecksschlüssel rankommen, wenn wir beide die Dinger an Händen und Füßen haben. Ein Glück hat der verfettete Idiot von ihrem Kater die Schlüssel gefressen und direkt hinter mir auf den Teppich gekotzt, so kam ich nach einigen Tagen frei.
Mist, ich hab glaub ich vergessen, sie auch loszumachen. Hatte mich schon gewundert, dass ich sie nie wiedergesehen hab. Aber Mann, war ich verknallt in die!

Ich hatte also da eine echte Sucht entwickelt, das war voll die Seuche, und was soll ich sagen, eines Tages musste ich mich mal wieder extrem brutal mit einem Vorwerk-Kobold rannehmen und guckte dabei diesen Porno, wo sie auf der Müllhalde den Esel ...

 
Trollwut

Ein ekliger Troll schreibt: "Für die neue Regierung in Athen ist die deutsche Sparpolitik eine Fortsetzung des Nationalsozialismus mit anderen Mitteln. Das ist nicht nur töricht, sondern unanständig: Es trivialisiert die Verbrechen des NS-Staate". Sagt einer, der Karl Binding zitiert hat als Vorbild für die Moral des Strafrechts. Das Schlimme daran ist nicht einmal, dass er einen brutalen Nazi und Propagandisten der "Euthanasie" zum Gewährsmann macht, sondern dass er dessen Denken vertritt. Und so einer markiert jetzt - politisch korrekt - den Empörten wegen eines Nazivergleichs. So geht Trollen Zweihundert, da ist die Empörung der anderen sicher. Ich las übrigens nur den Teaser und nenne auch nicht noch einmal seinen Namen; Hanswurst soll reichen.

Gehört zu Deutschland

Pegida gehört zu Deutschland, sagt Gabriel - Der Islam gehört zu Deutschland, sagt Wulff. Der Islam gehört nicht zu Deutschland, sat Tillich. ich gehöre nicht dazu, das Haus auch nicht, sagt auch Tillich. Al Qaeda gehört zum Terror, sagt der eine, Saudi-Arabien gehört zu den Verbündeten, derselbe. Alles gehört mir, sagt der letzte Monopole. Alles hat seine Ordnung. Wir gratulieren bei der Gelegenheit dem SpOn und Kollegen für die knallharte Recherche; wieso weiß ich das bloß schon seit Jahren?!

Wurstfabrik Deutschland

Eindeutig die Meldung der Woche:

Clemens Tönnies entzieht sich der Zahlung, indem er einfach umetikettiert. Dass sich da einer dem toten Gaul "Kartellamt" entzieht, ist nicht die Sensation daran. 120 Millionen an Bußgeld enthält er dem Staat vor, (obwohl er das leicht hätte die Verbraucher zahlen lassen können, das machen andere Branchen ja auch). Sagt ehrlich: Ihr wisst nicht, wer Clemens Tönnies ist! Das ist der Aufsichtsratsvorsitzende von Schalke 04. Na, klingelt's? Tönnies auf Schalke, Hoeneß in München, überall in den Spitzenclubs des Deutschen Fußballs sitzen Wurstfabrikanten und unterhöhlen den Wettbewerb. Bringen den Staat um sein Geld. Die Wiege des fairen Wettbewerbs® in der Hand brutaler Verwurster. Während Europa sich von Linksgriechen ablenken lässt, verschwindet unser Wohlstand im Fleischwolf. Das Ende ist nah!

p.s.: +++ EILMELDUNG +++ SCHALKE 04 IN BVB 09 UMBENANNT +++ JETZT SCHULDENFREI +++

Geheim kann auch offen

Wer noch an der Macht der Geheimdienste gezweifelt hat, nehme dies hier zur Kenntnis: Der Mossad macht Politik lieber gleich selbst und korrigiert mal eben Netanjahus inkompetentes Geschwätz. Dazu ist der Mossad schließlich da, äh ...
ansonsten tun sie, was sie halt am besten können: Kriminelle vor dem Staat schützen und Material sammeln, falls man mal wen anrufen und um etwas bitten muss.

Synergie im Staatsdienst

Nein, dieses lästige Bundesverfassungsgericht! Das sitzen viel zu wenige alte Parteifunktionäre rum. Kein Wunder, wenn die dann so blöde Urteile fällen, das muss sich ändern! Eine Arbeitsgruppe arbeitsgruppt daran, dass man den Geheimdienstausschuss, das BKA und die obersten Bundesgerichte zusammenlegt. Das ist auch viel billiger und gut fürs Wachstum®.

 
pestIch habe einmal einen Artikel über Jan Duweißtschonwer geschrieben. Ein Mal. Da steht eigentlich alles drin. Wie er funktioniert, dass er ein Troll ist und dass er auch schamlos die brutalsten Nazis heranzieht, um das zu untermauern, was er als Moral ausgibt. Auch die ist eher so etwas wie eine Tagesmoral, denn wie alle anderen Moralen ist sie wandelbar wie das Wetter, und ihr Urheber schert sich nicht um sein Gehetz von gestern.

Ich habe auch dem Wagner einmal geantwortet. Ein Mal. Der ist so etwas wie die Sparausgabe, der Typ Stammtischkasper, der nicht mit Messer und Gabel essen kann, aber am Ende in dasselbe Horn stößt. Es fällt dabei übrigens auf, dass der Pöbelpapst im dreckigen Bademantel noch eher Hemmungen zeigt als der im Zwirn. Was soll er auch machen? Göbbels zitieren? Das fiele dann ja doch auf. Wie dem auch sei, sie sind halt Trolle, die ihrer Rolle treu bleiben müssen. So ist das im Showbiz.

Immer wieder lese ich dennoch Repliken auf die gammeligsten Auswürfe ihrer klaffenden Rachen, regelrechte Shitstorms, als sei es hilfreich, dem Pesthauch auch noch die Fäkalfahne zu reichen. Verzichtbar.

Die Quinte des Trolls

Ich habe darüber nachgedacht, was die Quintessenz des gut dotierten Medientrollens ist und landete nach der üblichen Zeit, die meine CPU zum Kalkulieren solcher Gedanken braucht, wieder beim ersten Gedanken, mit dem ich bei „Hartz IV“ losgelaufen war. Hatz IV, das kann man auch austauschen gegen Griechen, Moslems, 'Wirtschaftsflüchtlinge', Kinderficker oder Handtaschendiebe.

Die rassistische Grundkonstellation, die Menschen ausweglos Minderwertigkeit bescheinigt, sich selbst darüber erhebt und in der Folge härteste Urteile fällt (gern begleitet durch eine blasse Vision, sie auch ohne weiteren Prozess vollstrecken zu können) ist der Fluchtpunkt solcher Hetze. Da es aber verpönt ist, Menschen ihrer bloßen Existenz wegen dem Hass auszusetzen, muss der rechte Troll ihnen Verfehlungen andichten; eine Schuld, die sie zu sühnen hätten.

So wird der Hilfebedürftige flugs zum „Schmarotzer“ und der Profiteur derselben Veranstaltung zum „Leistungsträger“ qua Kontostand. Hat jemals wer eine Kampagne gegen Milliardärserben gelesen, die täglich Millionen verprassen und sich benehmen wie Ernst August auf Koks? Nein. Die Moral der Geschichte ist schnell erzählt: Jeder kriegt, was er verdient, und wer nichts verdient, hat es verdient zu leiden. Je schlimmer, desto besser. Das ist Gerechtigkeit unterm Kapital, schon immer gewesen.

Gönnen können

Sieht man das anders und hat etwas über die Elite zu melden, ist das „Sozialneid“. Denn es geht nicht um die Personen, auch da ist der Propagandist ganz nah an der Wahrheit, sondern darum, nicht das Ganze anzuzweifeln, das die Rollen zuweist.
Es ist daher auch schwierig, denen zu zürnen, die es aufs Oberdeck gespült hat und die in ihrer eigenen Unzulänglichkeit auf die unter ihnen spucken in dem Ansinnen, doch wieder die Einzelnen für ihre Situation verantwortlich zu machen. Die Reaktion ist menschlich.

Ich neide es ihnen nicht und gönne ihnen gar nicht das Schlechteste. Ich wünsche ihnen und mir vielmehr das größte Vergnügen. Bewegung an frischer Luft zum Beispiel. Wie wäre es mit einem Ausritt durchs Stadttor? Ich würde nicht sparen und ihnen reichlich geben. Teer vom Fass um Beispiel, da wäre ich extrem großzügig. Und auch an Federn soll es ihnen nicht mangeln, gern auch bunt und groß. Beim Feiern ist man nicht geizig, das haben wir uns schließlich verdient!

 
tbDas dem unabhängigen Verleger dienende "Blatt" interviewte heute den Terrorexperten Teewissen. Wir drucken das zuvor genehmigte Gespräch im folgenden ab:

Blatt: Wir sprechen heute mit dem Terrorexperten Teewissen über Terror. Herr Teewissen, was sagen Sie?

Teewissen: Naagh.

Blatt: Wie bitte?

Teewissen: Naagh.

Blatt: Hm. Versuchen wir es anders: Wie gefährlich sind die muslimischen Terroristen?

Teewissen: Drei gefährlich. Vier noch mehr, ab hundert oh-ooh! Naagh.

Blatt: Ähm, aha. Müssen wir künftig auch mit mehr Anschlägen in Deutschland rechnen?

Teewissen: Doppelt. Dreifach. Hundertfach.

Blatt: Ist die Lage wirklich so bedrohlich? Woran machen Sie das fest?

Teewissen: Das wissen wir von Heinrich Welsch, Kaygasse. Kannte sich wie kein anderer aus mit Terroristengesocks. Und natürlich mit der Mathematik des Horrors.

Blatt: Mathematik des Horrors?

Teewissen: Mathematik des Horrors. Da bleibt nichts übrig am Ende, egal wie weit sie vervielfältigen.

Blatt: Das heißt, wir haben keine Chance?

Teewissen: Nein, das Ergebnis bleibt immer dasselbe.

Blatt: Wir müssen uns also wirklich fürchten?

Teewissen: Ja Selbstverständlich, das ist erste Bürgerpflicht.

Blatt: Was kann der Einzelne jetzt tun?

Teewissen: Bonker. Gehen Sie in den Bonker! Rufen Sie unterwegs die Polizei und melden Sie alles, was Sie sehen. Vor allem Verdächtige. Vor allem Ausländer. Vor allem mit Bart. Und Turban. Und so komischen Klamotten. Und Kalaschinkows, ganz wichtig. Melden Sie jeden mit Kalaschnikow! Und natürlich die mit Bombengürtel.

Blatt: Wie unterscheidet man denn den friedlichen Islam von den anderen?

Teewissen: Friedliche Terroristen lassen ihre Ausweise nicht liegen. Wenn sie irgendwo einen Ausweis sehen, wo er nicht hingehört, gehen Sie geordnet nach Hause. Gehen Sie in den Keller! Sehen Sie zu, dass immer Vorräte da sind und ihre Fenster weiß getüncht. Lagern Sie nicht nur Nahrungsmittel, auch Kleidung, Elektronik, Handtaschen etcetera. Der Terrorist will nur, dass wir die deutsche Wirtschaft jetzt im Stich lassen.

Blatt: Von wem geht derzeit die größte Gefahr aus?

Teewissen: Putin.

Blatt: Nein!

Teewissen: Doch!

Blatt: Oh! Was können wir tun, um ihm nicht in die Hände zu fallen?

Teewissen: Ich sehe da keine großen Möglichkeiten. Jodtabletten sollten auch im Keller sein. Wer hat, Gasmasken, Geigerzähler, Wassertank. Putin kann in zwei Tagen mit Panzern vor unserer Tür stehen, russische Soldaten nicht viel später.

Blatt: Sind Sie beunruhigt?

Teewissen: Ja sicher. Alles extrem aufregend. Und alle machen mit. Wir sind ja auch alle bedroht. Haha. Hahaha. Naagh. Unser Leben ... ist ... in Gefahr. Gniihiihii.

Blatt: Aber Sie machen gar keinen besorgten Eindruck.

Teewissen: Das ist muuhahaa ... Verzweiflung. Übersprungshandlung. Naagh. Und schließen Sie besser noch heute eine ... huahuahua ... Lebensversicherung ab! Am besten bei der ... ichkannichtmehr ... Extremus ... gniihi

Blatt: Herr Teewissen, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Teewissen: Naagh.

 
shopafMister Anderson, aka "Kiezneurotiker", hätte das Zeug zum Erlöser gehabt, war, wie ich just erfuhr, schon vor Jahren ein Underdog und besiegte die vielköpfige Kassenschlange mit einer Dose Bier und einer Büroklammer. Heute jammert er nur noch, Diagnose: too old to fuck. R.I.P., Neo! Dieses Schicksal war freilich zu erwarten von einem, der sich vom "Opa des Grauens" mehr als einmal überholen ließ, anstatt das Quäntchen Ehrgeiz zu zeigen und solcher Konkurrenz den sprichwörtlichen Vortritt zum letzten großen Ziel zu verabreichen.

Meine Antwort auf dieses Elend braucht ein wenig Anlauf und mündet in einen hoffentlich noch mäßig warmen Aufguss. Die Anlaufstelle sei die Frage, was eigentlich aus den furchtbaren "Killerspielern" geworden ist? Pädophile und Terroristen spuken fröhlich um die Achterbahn der intellektuellen Schiffsschaukelbremser und haben nichts von ihrem Schrecken eingebüßt, während der Amokläufer z.A., die egoschießende Kreatur aus dem dunklen Keller, offenbar ausgedient hat. Mag das wohl zu tun haben mit einer geistigen Aufrüstung, die solche Phänomene inzwischen begrüßt? Das ist ungewiss; alles, was man weiß: Putin ist schuld.

"Killerspiele" waren der Aufhänger des folgenden Artikels, in dessen Verlauf ich deutlich zu machen versuchte, dass Nordic Staksing, Jogging und rückenmarkstärkender Kraftspocht einen nicht weiter bringen im Leben. Sicher, Übung muss sein. Aber eben solche:

Killer, Spieler, Killerspieler

Zu den aktuellen Schäublereien rund ums Killerspiel gibt es Argumente bei Kiesows und MMsSenf. Während kiesow den Betrunkenen Schützen an der Kirmesbude den Egoshooter um die Ohren haut, weist MM darauf hin dass “River Raid”, ein rührendes Klötzkesspiel, bis 2002 indiziert war. Echtes, womöglich tödliches Ballern einschließlich Zugang zu scharfen Waffen soll weiterhin erlaubt sein, während die lächerlichsten pseudomedientheoretischen Argumente aufgefahren werden, um den Aktionismus der Verbieter und Bestrafer zu untermauern.

Eines kommt allerdings dabei zu kurz, obwohl das Argument von beiden Bloggern gestreift wird: Der Trainingseffekt. Zwar weisen sie zurecht darauf hin, dass die Gewöhnung ans echte Schießen mehr Bedeutung haben dürfte als die Übungen auf virtuellem Terrain. Aber beide verkennen die Situation. Die Gegenseite argumentiert nämlich aus guter Erfahrung. Wem ist noch es noch nicht aufgefallen: Gerade in Deutschland wird der Bürger durch tägliche Konditionierung auf die gnadenlose Vollstreckung geeicht.

Das große Terrorcamp

Kritiklos und unbewusst lernt er, sich blitzschnell zu bewegen und ohne Rücksicht auf Schäden an Mensch und Material sein Ziel zu verfolgen. Selbst die geschicktesten stoßen dabei stets an ihre Grenzen und versuchen es doch wieder und wieder. Dieses vor allem von der Wirtschaft geförderte Verhalten, das selbst Gemütsmenschen zu hektischen Kämpfern für den Konsum ausbildet, ist äußerst erfolgreich und durchaus erwünscht.

Nur diesem einen Zweck dient das Unverschämtheit überbietende Gebaren deutscher Verkäufer und Verkäuferinnen, die Waren derart über das Band schießen zu lassen, dass es schlicht unmöglich ist, sie heil in den Einkaufswagen zu verbringen. Der Einfall, sie beim Einräumen gleich sortieren zu wollen, kann nur hoffnungslosen Irren in den Sinn kommen. Wäre auch nur einer der Millionen Probanden dieses permanenten Freilichtexperiments in der Lage, sich in dieser Situation bewußt und souverän zu verhalten, man würde davon bald in Funk und Fernsehen erfahren. Vermutlich würde er unverzüglich in einen Schützenverein eintreten, sich eine Knarre besorgen und die Schnalle kaltmachen, die ihm ständig die Saftflaschen zwischen Eier und Joghurt wirft.

Tut aber keiner. Und weil das so tadellos funktioniert, haben sie Angst vor den Killerspielern. Eines Tages könnte einer unter ihnen sein, der schnell genug ist. Der die eine Sekunde Zeit hat, nachzudenken. Der es tut.

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Im Donezkbecken ist was los, und wie immer geht es um Kohle. Leider können wir nicht berichten, weil Putin. Dafür haben wir hier allerdings einen Verschwörungstheoretiker aus den Tiefen der Kommentarspalte. Mit wem er sich wozu verschworen hat, konnte bis Redaktionsschluss nicht ermittelt werden. Leider waren auch die Spalten bereits geschlossen, so dass eine bereitstehende Seilschaft nur noch verhindern konnte, dass weitere Theorien oder Verschwörer zum Vorschein argumentierten.

Derweil warnt die Regierung aus gut unterrichteten Kreisen nach Medienberichten und verabschiedet ein Paket. Auch ein Gabriel warnt, ein Lotharmatthäus und zwei schwarze Nullen. "Das wird man wohl noch sagen dürfen", wird ein Sprecher zitiert. Der Zentralrat jüdischer Muslime teilt die Empörung am rechten Rand, womit ein weiterer Linksrutsch bevorsteht. Die Regierung warnt, die Industrie warnt, der Bundespräsident mahnt: linksrutschende Spalten sind verantwortlich, dafür muss man Verständnis haben, solange nicht die Sorgen und Nöte der Wirtschaftsflüchtlinge ihre Verfolgung genießen. Wer ins volle Boot steige, könne nicht die halbe Miete zahlen, da sei sich das Volk einig.

Wir sind ein Wir

Der Hund mit der Stihl schloss sich dem Henkel an und warf sich weg. Niemand müsse vor einer Wirtschaft fliehen, schon gar nicht global. Der Fall eines weiteren Flugzeugs machte die Runde. Stoppt Putin jetzt! Jetzt aber! Dann eben jetzt! Die Märkte reagierten zögerlich mit Kurswechseln, was ein EU-Außenbeauftragter mit der Lage der Menschenrechte im nahen Osten des kaukasisch chinesischen Hindukusch erklärte. Man sei da, wenn der russische Imperialismus an die Tür der NATO klopfe. Man sei ihm lange und weit genug entgegen gekommen. Der Imperator werde Europa nicht spalten, kein Kommentar. Keine Spalte, keine Verschwörung. Kein anderes Bier!

Die Wahl des Griechen gilt als extrem links und darf austreten, sagte die Kanzlerin am Abend in Baden mit der schwäbischen Hausfrau. Die Börsen notierten schwach, aber lustlos. Griechenland sei ein Reiseland, da dürfe man Unmündige nicht aufhalten. Die Zinsknechtschaft sei eine Eigenverantwortung. Es gebe rechtlich verbindliche Verabredungen mit verfassungsflexibler Laufzeit. Da könne nicht jeder wie er wolle. Da könnte ja jeder. So geht das nicht. Eine Griechisierung des Abendlandes stehe nicht unmittelbar bevor, die abstrakte Bedrohungslage hingegen bedarf der Speicherung eines Vorrats. Gegen Porno, Islam und Schlimmeres. Da ist aber endgültig Schluss.

Lesen Sie die Beiträge!

 
2015

Liebe Volksgenossen!

Der Russe steht vor der Tür. Wir sind ein Volk, und wir sind immer bereit!
Wir sind Weltmeister.
Arbeitsplätze®, Arbeitsplätze®, Wettbewerb®, in Frieden und Freiheit®.

Amen.

Das Gewäsch von Rauten-Chucky könnt ihr euch damit sparen.

Zum endlich finalen Jahresabschluss will ich aber gar nicht die Nachgeburten des Politbüros überbewerten, deren Sermon sich ohnehin niemand freiwillig anhört. Ich suche vielmehr nach ein paar bunteren Worten als denen, die ich bislang zum getrommelt und gepfiffen absolvierten Jahr gefunden habe.

Manchmal denke ich so vor mich hin, ich wäre gern Teil einer Community. Dann fällt mir ein, dass ich es fast bin. Als Vorturner fühle ich mich oft ein bisschen außen vor, aber ich sehe, dass im zehnten Jahr Feynsinn doch eine feine kleine Gemeinschaft mit gewisser Fluktuation gewachsen ist, die nicht zuletzt etwas Tröstliches hat in diesen Zeiten. Einige peppen das Forum durch ihre Kommentare auf, andere zeigen sich spendabel, wieder andere lesen still mit. Ich danke euch allen. Es rettet mich vielleicht vor dem finalen Wirrwahn.

Im letzten Jahr schrub ich so wenig wie in keinem zuvor, die Umstände sind ausreichend besungen. Dennoch hat hier kein Exodus stattgefunden, was mich sehr entspannt. Natürlich sind es nicht mehr ganz so viele Leser/innen und weniger Kommentare, aber ich sehe keinen Qualitätsverlust auf dieser Seite. Die beste Nachricht allemal, jedenfalls für mich: auch in schwierigen Zeiten ist Feynsinn nicht verschwunden und ich sehe noch immer eine Perspektive weiterzumachen.

Derweil finden einige Umbrüche statt, nicht zuletzt in meinem Blick auf die Welt. Sie ist sehr viel kleiner geworden, was über Kurz oder Lang auch die Artikel beeinflussen wird, ich schätze, zu ihrem Guten. Das ist mir bislang noch nicht gelungen, aber das wird kommen. In Sachen Zorn bin ich ziemlich gut, aber es gibt da noch andere Ressourcen, die einen vorwärts bringen. Ich werde mich da vielleicht überraschen.

So, genug gelabert. Schö Zwanzichvierzehn, komm nicht wieder!
Ihr anderen kommt gut rüber, und auf ein Neues, das ich nur einmal verabschieden muss.

 
maz

Zurück ins Meer. Der Hering. Er will zurück. Ins Meer. Vielleicht will er das ganze Salz loswerden, das ihn so 'lecker' macht. Auf der Gabel sah das Viech gar nicht so aus, als könnte es noch schwimmen, aber kaum habe ich den Fisch zwischen die Bratkartoffeln gesteckt und Richtung Süden geschaufelt, fängt er an zu paddeln. Passt schon.

Das da oben ist ein Tannenbaum. Sagt man ja so. Es gibt Buche, Fichte, Eiche und Tannenbaum. Ist mir zugelaufen und hat sich die Kugel gefangen. Konnte ich nicht verhindern. Ich habe noch nie etwas gekauft, das am Ende "Baum" heißt, gerade mal einen Meter hoch ist und nicht mal Wurzeln hat. Nein, auch nicht mit und größer. Die kleine da stand am Straßenrand und fuhr einfach mit, heißt es.

Ein Gast zuviel

War trotz allem ganz nett am Ende dieses Scheißjahrs. Hoffnung macht keinen Spaß, sie ist die feige aufgedonnerte Schwester der Angst. Seit April wohnt sie bei uns.
Im November hat es dann auch noch den Underdog erwischt. Er ist mit auf dem Bild, in der kleinen Kiste. Jetzt fällt noch Hamburg aus, da wäre ich heute gern. Na ja, guck ich halt im Stream. Oder auch nicht.

Es gibt Tage, da kannst du vor Kraft nicht laufen, und es gibt die anderen. Für die hat sich die blaue Murmel die coole Nummer mit ihrem eigenen Schatten ausgedacht. Macht die Tage schön kurz. Da kannst du hängen, abhängen und rumhängen. Fressen. Saufen. Wieder fressen. Rumhängen. Musst du nicht mal arbeitslos für sein. Bin ich jetzt trotzdem auch noch, man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich könnte endlich mal meine alte Strat verdrahten, die immer noch nicht nach Gitarre klingt. Ich habe beschlossen, neue Potis einzubauen, einmal Tabula rasa und alles neu verlöten. Ist also nicht so, als hätte ich nichts zu tun. Habe ich auch so genug. Aber alles, was sich in mir bewegt, ist dieser Fisch. Zu viel Fisch gefressen. Werde gleich mal was drauf schütten. Bald ist dieses Drecksjahr vorbei. Kann nur besser werden. Und wenn nicht, bin ich diesmal wenigstens drauf vorbereitet.

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