kunstlyriklamauk


 
Wir haben nichts gegen Arbeitslose, aber wenn sie so faul sind …
Wir haben nichts gegen Ausländer, aber wenn sie unser Geld wollen …
Wir haben nichts gegen Moslems, aber wenn sie uns bedrohen …
Wir haben nichts gegen Schwule, aber wenn sie sich nicht zu Ehe und Familie bekennen …
Wir haben nichts gegen Menschenrechte, aber wenn die anderen sich auch nicht daran halten …

Wir haben nichts gegen Frieden, aber wir müssen uns der Verantwortung stellen …
Wir haben nichts gegen Freiheit, aber wer nicht freiwillig arbeitet …
Wir haben nichts gegen Parlamente, aber wenn die Regierung handlungsfähig sein soll …
Wir haben nichts gegen Demokratie, aber wenn der globale Wettbewerb uns zwingt …
Wir haben nichts gegen die Verfassung, aber besondere Zeiten …

Wir haben nichts gegen andere Ideen, aber wenn sie zu Extremismus führen …
Wir haben nichts gegen Linke, aber es gibt Zeiten, da muss man sich entscheiden …
Wir haben nichts gegen Sozialdemokraten, aber wenn wir sie nicht mehr brauchen …
Wir haben nichts gegen Arbeiter, aber wenn sie sich zusammenrotten …
Wir haben nichts gegen Rechte, aber wenn sie missbraucht werden …

Wir haben etwas für jeden.
Wir haben die Mittel.
Wir haben den Willen.
Wir haben die Gelegenheit.

Was habt ihr?

2014

 
Wir alle haben Verantwortung auf dem Platz übernommen. Deutschland muss mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Das Wichtigste ist der Zusammenhalt. Wir wollen Deutschland stärken und dabei den Zusammenhalt unseres Landes festigen. Deutschland muss dominieren. Wir haben den Anspruch, dies für Freiheit in Verantwortung zu tun. Zeige der ganzen Welt, dass du besser bist! Wir müssen das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit weiter festigen. Ich will, dass wir Deutschland zu neuer Stärke führen. Du bist Deutschland.

Glück: Bundestrainer, Bundespräsident und Bundeskanzlerin

Freiheit heißt Verantwortung. Mit Schmerzen, Mühe und Glück. Aus dem Glück der Befreiung muss die Pflicht, aber auch das Glück der Verantwortung erwachsen. Ein tiefes Glücksgefühl für alle Ewigkeit. Wir haben wirklich hart dafür gearbeitet. Deutschland lag am Boden, da haben wir gesagt: Wir müssen investieren. Die neue Generation: Der Retter. Der Erlöser. Der Dominator. Der Stratege. Der Willensstarke. Die Mannschaft schlechthin.

Wo warst du, als wir gewonnen haben? Mythische Kraft, die alle üblichen Erklärungsmuster außer Kraft setzt. Die Schmerzen der Vergangenheit sind nach diesem Triumph der beste Ratgeber. Deutschland wird bei einer Gefahr für den Euro Verantwortung übernehmen. Die “kollektive Stärke” triumphiert über die Künste eines einzelnen Mannes. Die Magie entscheidet.

Was Deutschland ausgezeichnet hat: Kampf und Können

Alle Weltklasse, ja klar. Aber der wahre Vater des deutschen Triumphs ist die unangefochtene Führungsperson. Erfolg verändert das Gesicht und das Ansehen eines Menschen. Selten wurde ein Weg mit einer solchen Konsequenz beschritten wie der perfekte Mix aus Hurra und Hauruck. Roh, wild, ungeschliffen, fehlten die Erfahrung und der Glaube gegen übermächtige Gegner. Doch dominant, kraftvoll, direkt, und wenn es sein muss auch geduldig, bis aufs Blut, wurde dieser Sieg erkämpft.

Der Sport wurde politisch instrumentalisiert und entwickelte sich zum am stärksten ausgeprägten Subsystem der DDR. Er wurde als Identitätsträger des Staates, ja sogar des gesamten politischen Systems genutzt.

p.s.: Ich bin stolz und dankbar einer Nation angehören zu dürfen, die einen so glorreichen, in aller Welt Neid und Bewunderung erzwingenden Journalismus hervorgebracht hat.

 
Der Pazifismus der Nazis hat uns doch erst die Niederlage eingebrockt. Hätten die Nationalsozialisten auf ihren Patriotismus gesetzt statt sie zu verbieten, wäre die SPD ein regierungsfähiger Partner gewesen. Das muss man doch einmal sagen dürfen.

Zwangsarbeiterpartei

Der Präsident ist der Richtige, denn wir müssen endlich diese Kommunisten besiegen, die zum Beispiel für Zwangsarbeit in Gefängnissen verantwortlich sind. Zwangsarbeit in Gefängnissen! Für Ikea!! Oh, ich höre gerade, das ist in der BRD seit deren Gründung auch üblich. Böses Foul. Links geht einer steil und skandiert “Abu Ghraib, Guantanamo und Fuhlsbüttel ebenso!“, au weh. Oppermann, übernehmen Sie!

Mascolo und das nächste Dementi

Geheimdienst-Mascolo weiß wieder was. Das nämlich keiner was gewusst hat. Dass der BND hierzulande die Totalüberwachung für den großen Bruder besorgt hat. Ganz neu weiß Geheimdienst-Mascolo jetzt, dass niemand weiß, dass “seit 2007″ fröhlich weiter abgeschnorchelt wird. Das glaubt er nämlich, der Mascolo, dass die Affäre da beendet war. Wir glauben das jetzt auch alle, ja sicher!

Da kann ja jeder kommen

A propos Unsicherheit: Deutsche durchrassen Wien und zwingen Östärraich zu weiteren orrdnungssichernden Maßnahmen. Die Hautfarbe des deutschen Staatsbürgers soll dabei keine Rolle spielen. Der Junge gilt aber als besonders gefährlich, weil man ihn nicht als Piefke erkennt. Daher wurde das “Staatsangehörigkeitsfeststellungsverfahren” eingeleitet, ein Bürokratismus von Weltformat.

Wir schützen dich, du Opfer!

Für eine gewisse Klientel, die das Internet mit ihrem desolaten kognitiven Gesamtpaket verseucht, hätte ich nach deren religiöser Kommunikationsweise eben wohl “Triggerwarnung, Triggerwarnung!” rufen müssen, um die bösen Geister der Unmoral zu vertreiben. Meine ungewaschene Fresse, was hat sich da eine Rotte von Vollidioten zusammengetan; die Ableger intellektuell ruinierter Postchristizisten werden immer bizarrer. Ein „Trigger“, ihr Schwachmaten, ist kein Wort aus einer Liste böser Schimpfe, die man verbieten muss. Ein Trigger kann alles sein: Ein Geruch, eine Geste, eine Verhaltensweise, ein Stein, ein Geräusch, ein harmloses Wort. Wer wirklich Probleme hat mit Trauma und Angst, den könnt ihr nicht schützen, das will auch gar niemand, hört ihr? Kein. Mensch. Braucht. Euch! Was zum Beispiel kein Trigger ist, ihr Semantiknazis: “Woman Is the Nigger of the World.” Traumatisch hingegen der Gesang der Dame. Jetzt bloß nicht drüber nachdenken, Kopfschmerzwarnung!

 
waha

Von der FIFA lernen heißt siegen lernen. Es gibt milliarden Anhänger dieses komischen Ballsports auf der Welt, und ein paar gut vernetzte Mafiosi, altes runzliges Pack, das im Leben noch nichts anderes getan hat als die Arbeit und das Talent anderer Menschen auszusaugen, modelt einen wunderbaren Sport und die Begeisterung darum in ein ödes Business um, stopft sich die Taschen bis zum Platzen voll und bildet zur Erklärung eine Ethikkommission. Für den ungestörten Ablauf der damit verbundenen fortgesetzten Schutzgelderpressung gehen zwar ein paar Sklaven drauf – im globalen Wettbewerb ist die Quote nicht einmal zu hoch, aber es müssen nicht einmal Kriege darum geführt werden. Das ist Management auf Weltniveau.

Ehe wir ans andere Ende der Nahrungskette springen, wo deutsche Geheimdienste die gottverlassen dämlichste Figur abgeben und es dabei an keiner Geschmackssorte des Abschaums missen lassen, wollen wir uns kurz mit den aktuellen Kapriolen des eumerikanischen Oligarchismus befassen: Die neoliberale Doktrin wird weiter zementiert und durch ein nur mehr mit den Verabredungen von sizilianischen Mobstern vergleichbares Vorgehen umgesetzt. Die abstoßendste Erniedrigung der Rechtsstaatlichkeit wird da als Vorbereitung eines “internationalen Vertrages” verkauft, als seien Verträge ohne rechtliche Grundlage nicht der schlichte Irrsinn. Aber nein, sie glauben, sie müssten das so nennen, meinen, sie müssten den Völkern vormachen, das sei alles verbindlich und verpflichtend.

Nichts ist da verbindlich, im Gegenteil, es ist absurd. Macht aber nix: Da es nämlich niemanden interessiert, können sie das machen. Ich bin allerdings dafür, dass sie aufhören, sich noch Rechtfertigungen dafür auszudenken und diese durch ihre Presse propagieren zu lassen. So viele Schmerzmittel kann nämlich kein Mensch fressen, um diesen Stuss noch auszuhalten.

Völlig uninteressant

Genau so sieht das aus mit dem bizarren hirnschmelzenden Ritual ‘Terrorwarnung-kein Terror-mehr Überwachung-Terrorwarnung …’. Heute tamtamt die FAZ, die böse Isis plane Anschläge in Europa. Ja nee is klar, die haben ja reichlich Kapazitäten frei. Satte dreizehn Jahre nach der Zündung der höchsten Stufe des Daueralarms und der gleichzeitigen totalen Destabilisierung der islamischen Welt diesseits von Indonesien hat sich immer noch keine Terrortruppe aufgemacht und den Krieg hierher getragen. Ja was muss man denn noch anstellen, um endlich echte Panik zu schüren? Wieso helfen die uns nicht?

Auch hier aber ist es doch längst so: Interessiert niemanden, alle machen alles mit, und der virtuelle Terrormann ist mindestens so gut wie der echte. Die größte Ausländerfeindlichkeit herrscht ja eh bekanntlich dort, wo sie gar keinen kennen. Und natürlich bei den deutschen Diensten, wo der Burschenschaftler Chef ist. Die uns vor Nazis und Kinderfickern schützen, indem sie Nazis und Kinderficker einstellen.

Was soll’s, es ist FIFA-WM, und nicht mal die wäre mehr nötig, um alles zu tun, was möglichst vielen Menschen schadet, so gut wie niemandem nützt, echt widerlich daherkommt und jeden Tag ein bisschen mehr Faschismus auf dem Globus etabliert. Interessiert niemanden. Man kann ja doch nichts machen, und die Kanzlerin ist so beliebt wie nie ein Mensch zuvor.

 
Es ist ein Systemproblem. Ein Spielansatz, der lange erfolgreich ist, scheint irgendwann zwangsläufig verkrusten zu müssen. Der Fehler liegt schon darin, an ihm festzuhalten, so lange er Erfolg hat. Man weiß, dass er kopiert werden wird. Man weiß, dass sich andere darauf einstellen, und sofern es sich um Konkurrenz handelt, zumal die der international stärksten Konkurrenz, kann das irgendwann nicht mehr gutgehen. Eine ursprünglich revolutionäre Strategie wird auf die Dauer zur Last. Eine Weile erntet man die Früchte und genießt den Erfolg, dann kommt das Bewahren, dann das Festhalten an schon untauglichen Mitteln und schließlich der Untergang.

Was hätte der Welt- und Europameister anders machen können? Vielleicht nicht warten bis es zu spät war. Kenner der Materie haben schon lange davor gewarnt, dass Übersättigung einhergeht mit der Gefahr des Zusammenbruchs. So weit, so richtig, aber hätte man ernsthaft ein erfolgreiches System auf der Höhe seiner Effizienz ändern sollen? Umbauen, gar abbauen, etwas völlig anderes ausprobieren? Nehmen wir an, das wäre richtig gewesen, wer hätte es wie durchsetzen sollen? Schon der Versuch wäre bei den geringsten Anzeichen von Nebenwirkungen von wütenden Protesten begleitet worden. Die Anhänger hassen Veränderungen, für die ihnen die Einsicht fehlt. Sicher, bleiben die Veränderungen aus und führen ins Unvermeidliche, ist das Geschrei ebenso groß. Wo aber waren die Mutigen, die es dennoch angepackt haben – bevor es zu spät war?

Rücksichtsloses Beharren

Unter den Europäern ist die Konkurrenz besonders groß, auch wenn sowohl traditionell die amerikanischen Mitbewerber als auch die Gegner aus Asien – Japan, aber auch Südkorea waren hier Vorreiter – nicht außer acht zu lassen sind. Die innereuropäische Konkurrenz ist aber schon allein aufgrund der höheren Leistungsdichte viel größer als die globale. Dass nun aber die europäische Konkurrenz den Titelverteidiger derart rüde vom Thron stoßen würde, ist doch überraschend. Dessen rücksichtsloses Beharren auf überkommene Erfolgsrezepte musste sich aber über kurz oder lang rächen.

Spanien bleibt dabei das Maß der Dinge, auch wenn zwischenzeitlich Griechenland die Messlatte zu sein schien. Deren System war freilich noch antiquierter und der direkte Einfluss des deutschen Chefs am Spielfeldrand allzu deutlich. Dennoch taugt Griechenland eher zum Symbol als zum Maßstab. Spanien bringt ein ganz anderes Gewicht in die Waagschale, und das Rumoren in einem Volk, das zumindest in einigen Regionen mindestens so temperamentvoll ist wie es ihm nachgesagt wird, ist nicht mehr zu überhören. Hier entscheidet sich, ob das alte System noch eine Zukunft hat, ob die Millionenschweren Spieler sich weiter ohne Sinn und Ziel die Bälle zuschieben können oder ob endlich andere Ideen zum Zuge kommen. Es ist zu fürchten, dass niemand eine hat, die sich durchsetzen lässt. Dennoch werden sich das alle bis zum bitteren Ende anschauen – und noch dafür zahlen.

Hier stand eben ein Artikel, den ich vorläufig auf privat stelle. Ich habe eben gehört, es habe Tote gegeben auf dem Pfingst Open Air. Hoffentlich eine Fehlinformation.

(Update:) Da sich die Nachricht zum Glück als Ente erwies, stelle ich das Ding wieder online. Ist zwar nicht mehr lustig, aber der Chronismus will das so.

 
Wir waren härter. Zum Beispiel Schuhe – keiner wäre auf die Idee gekommen, auf Chucks zu einem Konzert zu schluffen. Springerstiefel, ja, oder irgendwas mit Stahlkappen halt. Chucks sind geil – super zum Fusseln aus dem Teppich Bürsten, da gibt es nichts Besseres. Aber für ein Festival? Never!

chuck

Tanzschule fand ich scheiße, schon weil ich kichernde Ischen scheiße fand. Die Dreißigjährigen haben sich nicht für mich interessiert, als ich im Tanzschulalter war, also war erst mal nix mit Mädels. Wäre aber eh fürn Eimer gewesen, gab es doch weit und breit keine einzige Tanzschule, in der sie Pogo angeboten haben.

Pogo. Mit allem. Mühle, Kick und Ellbogen. Wer kein Blut sehen kann, ist hier falsch. Das hat übrigens nichts mit Gewalt zu tun, schon gar nicht mit Feindseligkeit, ihr Pussies. Das ist Völkerfreundschaft. Man nimmt es sich nicht übel. Passiert halt. Wenn einer fällt, ist er vorher geflogen. Alles gleicht sich aus. Niemand tritt drauf. Wer drauftritt, ist raus. Ist? War. Kennen die Schnösel nicht mehr. Kein Blut sehen, aber drauftreten. So sind die heute drauf. Jugend von heute – war schon immer nichts wert.

Wovon redet der alte Mann? Na von früher, wovon sonst? Der Jungspund hier hält sich ja auch schon für alt und lallbackt einen von “damals”. Hält sich für patiniert, weil er “HWS” hat. HWS hatte ich schon vor meiner Geburt. Und Hüfte. Brustwirbel, Füße. Alles. Na und? Ich mische heute noch 50/50. Ein Gramm Ibu, ein Gramm Diclo, und der Tag ist mein Freund. Also geh’ ich jetzt mal gucken, was die Schnöselei beim Open Air nebenan macht.

tuut

Aha, umsonst, draußen und voll, also zu. Nein, nicht besoffen, das auch. Geschlossen! Keiner kommt mehr lebend rein, sagt der Sicherheitsmann. Jugend schnöselt nicht lange und findet Gefahr. Guut! Gebt euch ganz eurem Hasenhirn hin!
Auf der Tanzveranstaltung, deren Finanzierung nebulös bleibt, gibt es gar einen Hauptakt mit Schlager aus dem Radio. Braucht kein Mensch. Independent ist angesagt. Und radikal. Extremistisch. Böse. Verboten. A.C.A.B.!

fifi

Immerhin gibt es hier die Blaskapelle einer Fischfabrik, der man zugute halten muss, vom VerfaSSungSSchutz für antifaschistisch gehalten zu werden. Ich will sowas auch! Sie spielen gefällige Trompetenmusik mit Guitarren und deutschem Gesang. Die Texte der sogenannten “Punkband” werden deutlich vorgetragen. Deutlich. Die Texte. Kein Gebrüll, niemand rotzt. Oppa wird pampig und spinnt stellvertretend einen Spuckefaden. Das sitzt, die Jugend gerät in Bewegung.

Laut Veranstalter ist “Crowdsurfing” verboten. Die Jugend fragt das Internet und findet heraus, dass man also nicht Gedrängewellenreiten darf. Man lehnt sich locker an den nächsten Wellenbrecher und gibt sich folgsam. Derweil wird ein Junger Mann vom Publikum auf Händen getragen. Der Arme findet wohl den Ausgang nicht, da ist man hilfsbereit. Die Identifizierung des Verwirrten anhand meiner Fotos führt dazu, dass die mitfühlenden Ordner ihn bis zum Ausgang begleiten. Nichts zu danken!

surf

Nebenbei bemerkt sind das hier zweiundvierzig Grad – im Schatten der Kühltasche. Kein Wetter für nix. Abkühlung verschaffen nur die straffen Leiber, die sich um mich herum winden. Ich, ein reifer Mann im mittleren Alter, die anderen hier gehen gerade auf die Mittlere Reife zu. Ja, lauft ruhig über mich drüber, ich bin eh bald tot. Irgendwo laufe ich an einer Frau um die Vierzig vorbei, die mich anstarrt. Schatz, was soll ich mit einer Vierzigjährigen? Noch atme ich.

Die Jungs in meinem Alter hier sammeln Flaschen. Für Zähne hat es nicht mehr gereicht. Deo war auch aus. Alter, ich bin der Hengst vom Partyplatz! Ich knipse noch reichlich Körperwelten für später. Am Ausgang steht eine metalhörige Headbanggang ohne Scham und Barthaar und schaut mich mitleidig an. HWS hin oder her, einmal Nicken kriege ich noch hin. Einer der langhaarigen Affen blutet aus dem Zinken wie eine Sau.
Respekt. Die Jugend braucht mehr Respekt.

 
Zackzack zahln’se vierhundert Euro, aber pronto
auf Ihr Rundfunkgebührenabwicklungskonto
und nutzen sie endlich, wir fordern das seit Jahren -
unser Lastschriftermächtigungseinzugsverfahren
Vielen Dank, Sie wählten Sie die Buchung per Netz
gemäß Luftverkehrsnachweissicherungsgesetz.

Es ergaben sich die Fragen: Was ha’m Sie hier zu zu sagen?
Wer sind Sie? Was wollen Sie? Woll’n Sie sich beklagen?
Geh’n Sie nach Hause, kommen Sie nicht wieder,
das ist hier der Bereich nur für Clubmitglieder.
Und wenn Ihnen das nicht passt, stell’n Sie wie gesagt
einen Bürgerbeschwerdeerlaubnisantrag!

Einen Anzugaffen anzugaffen ist manchmal gefährlich
Ein Agent der Agentur vielleicht, die mögen das eher nich.
Die fordern und b) fördern nach Bedarf ganz gemein
erst heraus, dann hinaus und dann hintenrum rein.
Einmal Streckbank, einmal Schraubstock, schon bist du bereit
Und unterschreibst die Beendigung der Hilfsbedürftigkeit.

Es ergaben sich die Fragen: Was ha’m Sie hier zu zu sagen?
Wer sind Sie? Was wollen Sie? Woll’n Sie sich beklagen?
Geh’n Sie nach Hause, kommen Sie nicht wieder,
das ist hier der Bereich nur für Clubmitglieder.
Und wenn Ihnen das nicht passt, stell’n Sie wie gesagt
einen Bürgerbeschwerdeerlaubnisantrag!

Wenn dann alle Stricke reißen an den Regelbedarfen,
Sanktionen nicht fruchten, nicht mal die ganz scharfen,
dann kommt der Freiheitsregulierungsbeschleunigungsexperte
als Disziplinentwicklungsförderungsberatungsgefährte.
Der weiß auch nix und kann nix und redet nix als Mist,
weil er zertifizierter Schwippschwager ist.

Es ergaben sich die Fragen: Was ham Sie hier zu zu sagen?
Wer sind Sie? Was wollen Sie? Woll’n Sie sich beklagen?
Geh’n Sie nach Hause, kommen Sie nicht wieder,
das ist hier der Bereich nur für Clubmitglieder.
Und wenn Ihnen das nicht passt, dann stell’n Sie wie gesagt
einen Bürgerbeschwerdeerlaubnisantrag!

… to be randomly continued

 
Die Franzfaschisten gewinnen die Demokratie®. Der Milliardär vom Maidan kauft sich die der Ukraine. Der Nichtelite muss eine Brücke gebaut werden, damit sie nicht an den Beschlüssen der Milliardäre, ihrer Nazis und deren Sicherheitsdiensten herumkritteln. Das ist Europa hier. Ein nordatlantisches Hoch beschert uns strahlende Aussichten.

Und jetzt zum Wehrspocht, präsentiert vom neuen Opel Khedira und Bier, noch mehr Bier: Im Finale der Hansa Exportweltmeisterschaft trennen sich Oben und Unten unentschieden alles zu nix.

Die Ziehung der Zahlen in der nordwestlichen Klassenkampflotterie ergaben 1914, 1939 und 2014. Die Aufsichtsbeamten sind wie immer vom überkorrekten Zustand ihrer braunen Murmeln überzeugt.

Leckt uns am Arsch, die nächste Sendung der Knochenschau folgt wie immer pünktlich zum Einschlafen.

 
gehlen

Eigentlich sind der Vergleiche genug gefallen, und so recht passt keiner. Was werden die USA wohl sagen, wenn Japan dessen Truppen rauswirft und sich lieber China zuwendet? Oder wenn eine ‘demokratische’ Revolution in Mexiko stattfände, finanziert von einem russischen Oligarchen, unterstützt von Russland und China oder meinetwegen Burkina Faso? Oder wenn Russland Kuba paramilitärisch unterstützen würde? Wie dem auch sei – der Krieg um Absatzmärkte wird vom Westen an Russland herangetragen, nicht umgekehrt, dazu reicht ein Blick auf die Landkarte.

Nun wird das dennoch von hiesigen Millionären aus der Journaille und ihren ausgebeuteten Zuträgern als “Putins Imperialismus” verkauft, was sich zunehmend schwieriger gestaltet, denn das Verdrehen von Fakten ist eine Herkulesaufgabe, wenn die derart schwer wiegen. Es ist nicht mehr zu fassen: Der Sohn des amerikanischen Vizepräsidenten wird Director beim größten Gasproduzenten der Ukraine, und uns wird das als Unterstützung der dortigen Demokratie® verbrämt.

Das Ende der Verschwörungstheorien

Hunter Biden ist nicht nur Sohn von Beruf, sondern ein bestens vernetzter Jurist, von dem bislang allerdings nicht bekannt war, dass ukrainisches Handelsrecht sein Fachgebiet ist. Man lernt nie aus. Ein Gutes haben derlei Vorgänge immerhin: Man muss sich nicht mehr groß mit dem Vorwurf der “Verschwörungstheorie” befassen, denn das ist ein offener Raubzug bei hellichtem Tag.

Dem kommt man vermeintlich nur noch mit gesteigerter Verblödung bei. Beispiel? Gregor Gysi hat wieder einmal eine Klage an den Hacken wegen seiner angeblichen Stasivergangenheit vor mehr als 25 Jahren. Während die Gründungsgeschichte der BRD auf dem Boden des Nationalsozialismus immer deutlicher wird, die Dienste bis heute Nazis unterstützen, bezahlen, decken und fördern und der Totalüberwachung durch die Spitzel der NATO zuarbeiten, werden hier Klamotten aufgebauscht, die zehn mal verjährt sind. Na klar: Die Stasi bedroht die Demokratie!

Was sie jetzt noch sagen

Selbst die britische Justiz ist derweil inzwischen so weit, die Methoden ihrer Geheimpolizei als illegal zu betrachten, was Deutschlands oberste Bücklinge aber nicht davon abhält, das alles als unbedenklich einzustufen und stattdessen Phantome zu jagen.

Als es noch einen echten Kalten Krieg gab, ging es um die Sicherung der jeweiligen Territorien; der Westen war nicht geneigt, seine Handelswege und Absatzmärkte an das Sowjet-Imperium abzugeben. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verleibten sich die fast ausschließlich westlichen Großkonzerne den Rest der Welt ein. Angesichts der Gegenwehr eines russischen Konglomerats aus ähnlich entschlossenen Militärs, Milliardären und Funktionären werden nunmehr die Stahlhandschuhe ausgepackt, um die letzten Ressourcen und Märkte zu kontrollieren. Eine völlig offensichtliche Entwicklung, über die deutsche Journailliker offenbar nicht sprechen dürfen. Die Wahrheit ist gestorben. Der Krieg hat begonnen.

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