kunstlyriklamauk


 
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Es ist November 2017. Grau, nasskalt und ungemütlich - nicht nur ich, auch das Wetter. Was sagt der Terrorismusexperte dazu? Jetzt sagen Sie nicht "Naagh"! Die Sache ist zu ernst, sagen Sie vielmehr? Ja, das ist das Problem. Es geht immer um Mord und Krieg, um Verbrechen, die in Qualität und Ausmaß das Wort "Terror" rechtfertigen, was ja "Schrecken" bedeutet. Alle Jahre wieder erfahren wir Dinge, die damit zu tun haben. Nicht nur aus sogenannten "Leaks", sondern auch und vor allem aus den Archiven der CIA. Einer der wenigen Horte der Transparenz ist bislang das amerikanische Recht, das immerhin nach wenigen Jahrzehnten die Akten offenlegt.

Aus den Kennedy-Akten, um deren heikelste Passagen - da deutet sich ein Rückschritt an - noch gefeilscht wird, erfahren wir heute, dass ein CIA-Mann für einen weiteren klassischen Terroranschlag verantwortlich ist. Das ist längst kein Grund zur Empörung mehr, sondern schlicht Routine. Man erwartet nichts anderes, wenn man die Geschichte der CIA kennt. Die Agency fördert schon immer Terror, bewaffnet Terroristen und begeht selbst Anschläge, bis hin zur Exekution von Staatschefs. Kriege Anzetteln ist eine klassische Disziplin dieser unserer Amerikanischen Freunde®. So sind sie, die Guten, und man ehrt sie dafür. Schon mal den Namen "Henry Kissinger" gehört? Aha. Keine weiteren Fragen.

Staatsgefährdend

Man mag jetzt darüber streiten, ob die Akteneinsicht eine Art Feigenblatt ist, eine politische Beruhigungspille gar. Ganz wunderbar passt diese Kultur schließlich in die erweiterte Orwellsche Propaganda, die hie darauf verweisen kann, wie transparent und daher demokratisch® doch der amerikanische Rechtsstaat ist, während er da alles, was Konsequenzen hätte, als "geheim" klassifiziert und somit recht effektiv verhindert, dass Betroffene noch zu Lebzeiten zu ihrem Recht kommen. "Lebzeit" wird häufig überbewertet.

Während die Amerikaner so tun, um erfolgreich schmutzige imperiale Politik zu machen, versucht das kleine Brüderchen, dieses widerwärtige Treiben auf ganz eigene Weise in den Schatten zu stellen. Liebe Landsleute, auf die Akten über den Staatsbesuch des Zars Nikolaus II. müsst ihr noch ein Jährchen warten. Alles andere würde die Integrität des Deutschen Reiches der Weimarer Republik des III. Reiches der Bundesrepublik Deutschland gefährden. Klingt albern? Ist aber so.

Das ist Deutschland hier

Die NSU-Akten sollen bekanntermaßen 120 Jahre geheim bleiben. Nationalsozialisten, die im 21. Jahrhundert unter der Aufsicht, mit Wissen und Unterstützung der deutschen Geheimdienste unbehelligt mordend durchs Land marodieren, müssen auch posthum geschützt werden. Für 120 Jahre. Man fragt sich jetzt, wie die Nazis sich damit gegen den ganzen Tand und Tüll der von ihnen geschützten Verfassung und deren Organe haben durchsetzen können. Mehr noch, wie sie auf ausgerechnet 120 Jahre kommen. Nun, immerhin da kann ich abhelfen:

Der Beamte, der diesen Beschluss zu Papier brachte, war aufgefordert worden, eine angemessene Frist von 10.000 Jahren festzusetzen. Der Mann hatte Jahrzehnte im Finanzamt gedient, flugs ausgerechnet, dass ein 1000-Jähriges Reich 12 Jahre dauert und das Ganze korrekt umgerechnet. Wie aus gut informierten Quellen verlautet, wurden die Budgets der betroffenen Dienste adäquat erhöht, um für den avisierten Zeitraum mögliche Whistleblower ausfindig und unschädlich zu machen. Bei Fluchtversuchen ist der Gebrauch der Dienstwaffe ausdrücklich erwünscht.

 
kf

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Bloggerismus kostet nicht nur Koks und Whisky, sondern auch Geld. Das ist bekanntlich schwer zu beschaffen und mit diesen unangenehmen Risiken verbunden. Die Opfer, mit denen man es aufnimmt, werden ja auch nicht jünger. Unsere Qualitätstexterei an den #feynsinn dran ist zwar der zwanghafte Auswurf eines Überzeugungstäters. Aber ich kann natürlich länger und öfter, gewissenhafter [Das ist so geil, das muss ich einfach aus dem Original so stehen lassen. Wenn ihr nicht zahlt, kann ich auch anders. Geiler Scheiß! säzzer] und effektiver an euch rummachen, wenn ich dafür Angebote bekomme, die ich nicht ablehnen kann.

Eine kleine Spende tut helfen, große Spenden tuten natürlich mehr; einmalige Ablasszahlungen sind ebenso hilfreich wie lebenslang Freibier.
Wir freuen uns über jede Spende!1!!
Schreibt uns einfach an, dann teilt euch der Säzzer mit, wo die Kontoverbindung steht und sagt euch auch gleich (einschließlich Tiernamen), woran es liegt, dass ihr sie nicht von selbst findet. Selbstverständlich könnt ihr mir nicht mit PayPal in den Schritt greifen. Sonst natürlich schon. Ich mache haptisch alles, wisst ihr ja: Französisch, von hinten und ins Knie.

[Gruß an die gemäßigten #rebellen; säzzer]

tl;dr: Ihr habt mir letztes Jahr entscheidend über die Straße geholfen. Heißen Dank an alle, die "da Button" gefolgt sind. Das nächste Jahr wird auch wieder recht eng, ich empfehle mich daher auch den Anderen.

Immer für Sie daa ...

 
xx

Die Sachsen sind mal wieder Avantgarde. Seitdem die Dödel aus dem Tal der Ahnungslosen Westfernsehen haben, kann man sie nicht mehr als treudoofe Grenzer und Spitzel gebrauchen, aber die Elite dieser deutschesten aller Deutschen (sieht man einmal von der Simulation einer Sprache ab, die dort gepflegt wird), marschieren noch immer voran, wenn es darum geht, die Grenzen zu schützen.

Ihr Landesobergockel Michael Kretschmer hat jetzt angesagt, wie einfach man kriminelles Pack erkennt:
Wenn ich da sehe, dass ein Gepiercter ein großes Auto fährt, dann ist das verdächtig und kann ihn kontrollieren.

So einfach ist das. Linkszecken und Kanaken können sich kein großes Auto leisten; sie können höchstens welche klauen oder mit Drogen finanzieren. Weiß doch jeder. Endlich sagt es mal einer!

Alles Scheise

Von Sachsen lernen, heißt völkisch lernen. Der aktuelle Exportschlager heißt daher "Heimat" und wird von allen getrommelt und gepfiffen, die glauben, das wolle der kleine Mann auf der Straße gern von ihnen hören. Von Seehofers bis Eckardts Göring stehen sie neuerdings auf "Heimat" wie sonst nur auf der Leitung. Du bist Heimat. Ich bin Heimat. Sexy Mini Pop-op Heimat. Alles ist in deutscher Heimat. Ausgerechnet die ganze neoliberale Mischpoke stimmt den braunen Schlager an, was witzig ist:

Den Sachsen wurde übel mitgespielt, wie dem ganzen Osten, wurden ihnen doch nicht nur sämtliche Straßen bis zur Unkenntlichkeit saniert. Schlimmer noch, sind sie seit 89 Fremde im eigenen Land. Ihre Lebensleistung ein untergegangener Staat, der nur mehr in Gruselgeschichten für Kinder vorkommt. Die Arbeit weg oder mies bezahlt, die Rente ein feuchter Traum. Alles, wofür sie aufdietraßegegangen® sind, ist weg, schon seit 2002. Kaum hatten sie sich die D-Mark erkämpft, war sie schon wieder futsch. Stattdessen kam Hartz vier.

Die Aussichten waren noch nie so miserabel wie heute. Ganze Dörfer verlassen, die Frauen weg, die Akademiker weg, kurzum: alles, was die Mauer einmal aufgefangen hatte. Jobwunder nicht in Sicht und kein ‚Drüben‘ mehr, das man sich erträumen kann. Heimat kaputt. Alles kaputt. Und jetzt sollen noch diese Flüchtlinge kommen. Die alles kriegen. Umsonst. Platz im Heim, warme Decken, Deutschkurse. Später sogar unser Hartz vier!

Auch die noch?!

Da weiß der Sachse: Genug ist genug. Alles, was wir hier noch haben an Heimat, sind unsere Gesichter. Solides verkniffenes Grau, aus dem der Klang der guten alten Zeit® erschallt wie das Mittagessen nach durchzechter Nacht. Wo sich „Frühaufsteher“ auch dann noch auf „Aktentasche“ reimt, wenn der letzte Angestellte vom Sachbearbeiter zum Minijob bei Amazon sanktioniert wurde. Da passt er nicht hinein, der Nafri, der Musel, der Wirtschaftsflüchtling aus Aleppo. Wenn du den antanzen lässt, begrapscht er dich noch anstatt strammzustehen.

Unsere Heimat ist kaputt genug, unsere Hoffnungen schon am Boden zerstört. Alles ist besser als das, was die Etablierten und ihre Lügenpresse aus unseren blühenden Landschaften gemacht haben. Selbst Zerstörung und Krieg sind besser, weiß der Kämpe auf der Barrikade in Leipzig-Grünau, und jetzt schicken sie uns auch noch die auf den Hals, die schon wissen, wie man so was überlebt. Aber nicht bei uns. Hier sind wir® nämlich das Volk! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!

p.s.: In Sachen Lesekompetenz suchen Sie die Kommentare auf. Hier gibt es nichts zu sehen.

 
cl

(Zu Teil 1)

(Zu Teil 2)

Auf vielen Ebenen und mit vielen Techniken wird an den Schulen sozial selektiert und die Klassenzugehörigkeit festgelegt. Teils subtil, teils brachial werden Verhaltensmuster antrainiert, die dafür sorgen, dass die vorgezeichneten Bahnen nicht verlassen werden. Am unteren Rand stehen Dynastien, aus denen noch nie ein Kind die gymnasiale Oberstufe erreicht hat. Solche Familien sind ein Integrationsproblem, und zwar exakt dasselbe wie ghettoisierte Ausländer. Wenn man "soziale Brennpunkte" etwa "Stadtteil mit Entwicklungsbedarf" nennt, ändert das nichts an der Lage im Asiviertel. Dem entrinnt kaum jemand.

Dabei ist auch das wie bei den Migranten: Die Unterschicht bildet ihre eigene Kultur. Für viele Kinder wäre es ein Horror, das Gymnasium zu besuchen, weil sie dort niemanden kennen und von Fremden umgeben wären. Umgekehrt ist es für das Kind der Mittelschicht unmöglich, sich mit solchem Pöbel abzugeben. Ich selbst enstamme der Unterschicht, freilich einem Aufsteigerhaushalt (die gab es damals noch). "Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist", hieß es selbst bei uns. Selbst der obere Bodensatz hielt sich für etwas Besseres.

Kommunistische Demagogie

Dementsprechend 'solidarisch' ist die hiesige Arbeiterklasse. Dass auch der Filialleiter der Sparkasse dazugehört, kann er nicht wissen. Die große Suggestion, dass du bist, was du leistest, sitzt in der Mittelschicht am tiefsten. Wenn aus der jemand abstürzt (was derzeit massenhaft geschieht), sieht er das als furchtbaren Schicksalsschlag und als Ungerechtigkeit an, weil er nicht begreifen kann, dass der Boden schon immer unter ihm war. Es wird uns gelehrt, dass wir Konkurrenten sind, wir werden zu gehorsamen Strebern erzogen, die noch glauben, unerhört individuell zu sein. Alles, was die Identifikation mit der Arbeiterklasse ausmacht, wird systematisch ausgemerzt. Divide-et-impera wird in den Schulen angelegt.

Auf keiner politischen Ebene herrscht dafür ein Bewusstsein; im Gegenteil wird schon semantisch ausgeschlossen, dass darüber gesprochen werden könnte. "Klasse", "Arbeiterklasse" gar, sind verbotene Vokabeln aus dem Arsenal kommunistischer Kampfrhetorik. Sie zu verwenden ist schlimmer als Rülpsen und Furzen. Wo ein Hauch von Ahnung aufkommt, dass Schule selektiert, wird das klammheimlich begrüßt. Selbstverständlich geht Thorben-Malte zum Gymi und Schackeline-Schantall zur Hauptschule. Schließlich geht das hier streng nach Leistung.

Den finalen Kopfschuss verpassen dann die Bologna-Hochschulen der Idee von einem durchlässigen Bildungssystem. Um die Unis endlich von linken Revoluzzern zu befreien und ihnen die Bildung auszutreiben, mit dem schönen Nebeneffekt, dass Milliarden für langjährige Studienverläufe eingespart werden, gibt es noch drei Jahre akademische Grundausbildung. Man nimmt gar den Effekt hin, dass junge Akademiker/innen völlig planlos in ihre Anschlussverwendung rutschen und viele komplett untauglich sind für das, wozu sie angeblich ausgebildet wurden. Die Priorität in diesem System ist offensichtlich. Mit Bildung hat sie nichts zu tun.

 
nt

In einer Verkaufsstelle für Elektronikwaren hielt ich heute Ausschau nach einem Fernsehgerät und fragte gezielt nach Produkten aus der Region. Es sollte umweltbewusst hergestellt worden sein, kurze Transportwege zum Einzelhändler aufweisen, von deutschen Arbeitern mit Fleiß und Schweiß erbaut nach den Plänen deutscher Ingenieurskunst, wie es seit Jahrhunderten zuverlässig und einzigartig der Fall war. Es ist nicht einfach. Da muss der Kunde beharrlich sein und sich nicht abspeisen lassen mit irgend einem herkömmlichen Schund, den halbgescheite Fließbandsklaven im Dienste des internationalen Finanzkapitals billig zusammenschustern.

Das taugt nichts, und man muss ja angesichts der Haltbarkeit solcher Erzeugnisse mutmaßen, dass der etwa asiatische Produzent es geradezu darauf anlegt, dass seine Massenware so schnell als möglich funktionsuntüchtig wird, damit er noch mehr davon seinem eigens dazu dumm gehaltenen Käufer andrehen kann. Das entspricht nicht der Mentalität des Deutschen, sei es als Kunde, als Arbeiter oder als Techniker. Deutsche Technik hatte einmal Weltruf. Was Thyssen, Krupp und Siemens seinerzeit an Qualität ablieferten, war für tausend Jahre gebaut. Ich ging unverrichteter Dinge heim.

Ist es heute besser?

Ich habe dann, meine Neigungen eisern beherrschend und der Pflicht gehorchend, einen deutschen Rasen gemäht, wie er noch nie auf deutschem Boden gemäht wurde. Halm um Halm, Kraut um Kraut erbarmungslos niedergemäht. Jeden Auswuchs einer unverschämten Länge zurechtgestutzt und die Reste auf dem Komposthaufen der Geschichte verklappt. Wir dürfen jetzt wieder stolz sein auf unseren Boden. Das Schicksal hat mich zum Werkzeug einer höheren Verheißung gemacht und ich nahm diesen Auftrag, diesen Ruf der abendländischen Kultur nach einem entschlossenen willensstarken Meister der Gartenpflege wahr.

Dem Tüchtigen sei dann auch das kleine Glück nach deutschem Reinheitsgebot gegönnt. Ein rustikales Brot auf der Terrasse, dazu eine Flasche Bier und eine Zeitung. Ich lese, dass die Kinder immer dicker werden. Bewegungsmangel, schlechtes Essen, keine Erziehung. War man früher stolz auf ranke und schlanke Racker, die wie die Wiesel herumtollten und den Älteren Respekt zollten, sitzen sie heute mit ihrer Lustelektronik auf dem fetten Hintern und lassen sich verwöhnen. Dabei haben sie für jene, die ihnen das ermöglichen, nur mehr Verachtung übrig.

Wo bleibt der starke Arm des Vaters, der das in Ordnung bringt? Oder ist das vielleicht erstrebenswert, dass die Zukunft des deutschen Volkes von fetten Faulpelzen abhängt, die kaum lesen und schreiben können, nicht mehr aus den Sessel hochkommen und mit 40 ihren zweiten Schlaganfall haben? Muss man sich schämen für Disziplin, Fleiß und Sauberkeit, während diese Brut gehätschelt und getätschelt wird? Darf man das noch sagen? Muss man sich dafür als "Nazi" beschimpfen lassen?

 
fh

Ein Fisch setzt sich auf meinen Schreibtisch und grüßt freundlich. Ich grüße zurück und versuche mich an einem Lächeln. "Grinst du denn so?", fragt der Fisch. Für einen Augenblick flirtet der Bully in mir mit der Gegenfrage, ob der Fisch mit mir rede - um nach der zu erwartenden Antwort zu präzisieren, dass ich nicht meinte, ob er mit mir rede, sondern wieso ein (obendrein offenbar toter) Fisch mit mir rede. Weiß er, dass ich kein Vegetarier bin?

Aber ich lasse das und entscheide mich für das Thema, das ihn unter den Flossen juckt: "Trotzdem. Ich grinse trotzdem. Trotz Redefisch und SPD."
"Aha", sagt er, "du weißt einem Fisch zu gefallen."
"Ich will dir nicht zu nahe treten, aber SPD? Da möchte ich kein totes Pferd sein. Ich meine: Ich werde doch lieber Lasagne als mich von den Sozen reiten zu lassen. Das riecht doch schon ... also im Vergleich zu denen duftest du wie eine frisch gemähte Frühlingswiese."

Gemähte Wiese

Eine Kellnerin kommt vorbei, stellt ihm einen grünen Cocktail hin und mir ein Pils. Dankbar haue ich ihr auf den Hintern. Sie mir dafür in die Fresse. Ich seufze. Weinstein müsste man heißen!
"Die AfD ist drin", sagt der Fisch.
"Was schert's einen Fisch?", frage ich; er retourniert: "Ich sprach ja auch zu einem Menschen.".
"Unentschieden", sage ich und bestelle noch eine Runde "für mich und meinen Freund".
Wir schweigen eine Weile, dann stellt er fest: "Wo ist der Unterschied." Wir zitieren abwechselnd:

Es muss erstaunen, dass eine so hoch entwickelte Stadt wie Bremen ihre Liebe zu Roma und Sinti entdeckt, die, sozial und intellektuell, noch im Mittelalter leben, in einer uralten patriarchalischen Gesellschaft. (…) Es ist ein Patriarchat, dessen Männer keine Hemmungen haben, die Kinder zum Anschaffen statt zur Schule zu schicken, ihren Frauen die Zähne auszuschlagen und sich selber Stahlzähne zu gönnen. Viele der jungen Männer schmelzen sich mit Klebstoffdünsten das Gehirn weg.

Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.”

Noch ein bisschen mehr Sauce?

Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.

Der Rabbi hatte hohe Fortpflanzungschancen, weil er die reiche jüdische Kaufmannstochter heiraten konnte.”

"Biologen verwenden für ‘Organismen, die zeitweise oder dauerhaft zur Befriedigung ihrer Nahrungsbedingungen auf Kosten anderer Lebewesen – ihren Wirten – leben’, übereinstimmend die Bezeichnung ‘Parasiten’. Natürlich ist es völlig unstatthaft, Begriffe aus dem Tierreich auf Menschen zu übertragen. Schließlich ist Sozialbetrug nicht durch die Natur bestimmt, sondern vom Willen des einzelnen gesteuert."

So spielen bei Migranten aus dem Nahen Osten auch genetische Belastungen, bedingt durch die dort übliche Heirat zwischen Verwandten, eine erhebliche Rolle und sorgen für den überdurchschnittlich hohen Anteil an angeborenem Schwachsinn und anderen Erbkrankheiten.

"Wer braucht da die AfD", sagt der Fisch, "die würden sich das doch gar nicht trauen. Ich bin sicher, die SPD wird diese verlorenen Schäfchen bald wieder einsammeln."

p.s.: Die Geschichte mit dem Fisch ist selbstverständlich frei erfunden. Ich spreche schon aus religiösen Gründen mit Fischen nur über meinen Tierrechtsanwalt. Tatsächlich hat sich dieses Gespräch zwischen einem Wikinger („dicke Kerls mit Hörner“) und einem Kobold zugetragen.

 
wy

Ich habe Reichweite. Ich bin einflussreich. Ich bin korrupt. Ich habe einen Präsidenten erledigt. Meine Leser sind meine willenlose Gefolgschaft, meine Kommentatoren gelten als solche, "die seinen Schleim auflecken". Führende Trolle haben mich gestalkt. Es gab Blogs, die sich nur mit mir befasst haben. Ich werde gehasst, gefürchtet, verflucht und verfolgt. Mit jedem Artikel, den ich veröffentliche, habe ich "ein Leser weniger!!!!11!", dennoch kommen täglich neue hinzu.

Trotz alledem gähnende Leere in der Mailbox. Kein Schwein ruft mich an. Keine Sau interessiert sich für mich. Ich meine: Wieviel Geld wirft zum Beispiel diese "SPD" aus dem Fenster, um aus einer kahlen Aktentasche einen Messias zu batiken? Für einen Bruchteil davon würde ich spontan zum Chulz- und Cholz-Jünger. Für einen mittleren sechsstelligen Betrag würde ich eine Entseuchungsstation bestellen und Andrea Nahles lobpreisen, für die Hälfte eine Kampagne für Mutti fahren und für eine Freifahrt auf dem Panzer durch Dnjepropetrowsk eine für die Grünen.

Feynsinn exklusiv

"Die Linke" bekäme schmutzige Arien für den Gegenwert eines Kleinwagens und die sehr gute (!) Partei sowie ihren Führür schriebe ich nach ganz ganz oben für ein paar Hundert schlappe Euronen. Was ist nur los in diesem Trümmerhaufen von Wrack eines zerfressenen Landes, in dem der Teufel immer auf denselben Haufen scheißt - und sich jeder unbedeutende Unterdämon für den verdammten Teufel selbst hält? Für ganzseitigen Trash in der FAZ sind die Mittel da, aber für eine klitzekleine Bestechung von Bloglegenden ist nix übrig?!

Fast zwölf Jahre simuliere ich hier nun ehrlichen politischen Extremismus. Was glaubt ihr, wozu ich das mache? Was meint ihr, wovon ich Kippen un Pils® bezahle? Von Nutzerstatistiken und einer Fußnote in der Wikipedia? Von der Missachtung ehemaliger Weggefährten? Von Respekt? Resonanz? Resozialisierung? Rehrücken? Ist da draußen noch irgendwer, der sich nicht im Rektum des Establishments tummelt und bereit ist, einen wirklich unabhängigen Publizisten zu kaufen?

Versteht mich nicht falsch; ich bin bei Weitem nicht so korrupt wie die meisten anderen Schmierfinken. Ich habe meinen Preis. Mir könnt ihr nicht einfach ein Memo schicken, auf dass ich loswackle wie ein Aufziehmänneken. Ich bin exklusiv. Das kostet, aber es lohnt sich. Damit versaut man sich nicht den Ruf und gilt als gewöhnlicher Hanswurst. Transparenz Ehrensache. Wer mich mietet, darf sich damit brüsten. Also: Ihr wisst, wie ihr mich erreicht. Bis dahin schiebe ich hier Wahlboykott. Mehr gibt's nicht für lau.

 
sz

Die Würfel sind gefallen. Das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 wurde in den Prognosen nur sehr vage getroffen. Deutlicher als vermutet wurden die beiden extremen Parteien FDP und AfD ins Parlament gewählt. Die 40% für die CDU hatten die meisten Institute ebenso wenig kommen sehen wie das Abschneiden der SPD. Die sechs Prozent der Grünen lagen derweil ebenso im Schmitt der Vorhersagen wie die acht Prozent für "die Linke". Fast zwei Prozent für die sehr gute Partei "Die Partei" haben die Demoskopen überrascht.

Vor allem aber das wieder einmal historische schlechte Ergebnis der SPD hatte so niemand kommen sehen oder sehen wollen. Martin Schulz, bei seiner Nominierung noch als Lichtgestalt und Hoffnungsträger in Szene gesetzt, entpuppt sich als völliger Versager. Knapp 19 Prozent, das ist selbst für die Sozialdemokratie deprimierend. Wieder einmal ist es Sigmar Gabriel hingegen gelungen, der Verantwortung für die Schlappe zu entgehen. Es scheint, als sei der ehemalige Vorsitzende einer der wenigen, der seine Partei kennt und ungeschminkt betrachtet. Mehr ist nicht drin, dafür muss er ja nicht seinen Ruf ruinieren.

Verlierer gesucht

Anstatt sich irgendwann einmal mit ihrer eigentlichen Existenz als Ganzes zu befassen - ihrer Rolle im Parteienspektrum, ihren Konzepten, denen, die sie nicht hat, ihrer Vergangenheit, den architektonischen Fehlern in ihrem Fundament, geht sie ernsthaft in die nächste Personaldebatte und sucht jemanden, der oder die "Kurs hält in schweren Zeiten" (M. Schulz in seiner Abschiedsrede). Dabei ist gerade das ganz einfach. Auf dem Riff ändert der Kutter ohnehin nicht die Richtung.

Ganz hoch gehandelt werden Thomas Oppermann und Andrea Nahles. Letztere ist die klare Favoritin, denn sie ist weiblich, was ihr doppelt nützt: Eine Frau ist einfach an der Reihe, und in der Niederlage lassen die Herren ihr eher den Vortritt. Ihre politischen Einstellungen und ihre 'Popularität', die Tatsache, dass Nahles so attraktiv für die Wähler ist wie ihre Partei, tun dem keinen Abbruch. Es geht darum, Posten zu besetzen ohne Sinn und Ziel. Arbeitsessen-Münte sagte einmal über sie: "Die kann Partei." Wir gratulieren dann schon einmal.

 

Im Folgenden ein paar Fragen kritischer Journalisten und mögliche Antworten darauf. Testen Sie Ihr Kanzlerkönnen!

Sie haben die Führerin Deutschlands beleidigt. Wie wollen Sie Kanzler sein, wenn Sie selbst keinen Respekt vor der Majestät haben?

[ ] Ich habe größten Respekt vor der Führerin und distanziere mich von mir selbst, sollte ich Ihre oder sonst eine Autorität in Zweifel gezogen haben.

[ ] Wer ist die Alte? Die sieht voll scheiße aus.

[ ] Respekt muss man sich bei mir verdienen.

[ ] Vor der Majestät ist nach der Majestät.

Wenn Sie eines Tages vor Ihrem Schöpfergott, dem Erschaffer von Himmel und Erde, unserem Herrn, stehen, werden Sie dann genug gebetet und ihn geehrt und lobpreist haben?

[ ] Ich bete jeden Tag. Oft gehe ich in eine Kapelle oder zünde eine an. Eine Kerze. Für meinen verstorbenen äh ... Freund ... äh ... Helmut äh Schmidt.

[ ] Amen. Halleluja! Lobet den Herrn!

[ ] Wen? Sind Sie von "Verstehen Sie Spaß"?

[ ] I am the Alpha and the Omega.

Werden Sie die durch brutale Schlepperbanden entführten und zur Islamisierung unseres schönen Vaterlandes hierher deportierten ausländischen Massen von ungebildeten Illegalen unbarmherzig ausweisen oder weiteren Zuzug aus diesem durch innerfamiliäre Heiraten beeinträchtigten Genpool zulassen?

[ ] Die europäischen Außengrenzen müssen besser geschützt, Schlepperbanden effektiver bekämpft und die Probleme der Menschen in deren Heimat gelöst werden. Lesen Sie auch mein Buch "Bla". Lesen Sie es ganz. Lernen Sie es auswendig!

[ ] Wir müssen auch diese Menschen. Sie können wertvolle Mitglieder. Integration ist keine Sackgasse. Einbahnstraße. Holzweg. Lesen Sie mein Buch "Blub". Zwei Mal!

[ ] Wegen mir kann hierher kommen, wer will. Ich bin eh bald weg.

[ ] Manche von denen sind doch ganz knackig. Vielleicht kann man Ihnen etwas beibringen. Kunststücke zum Beispiel. Oder Zahlen. Also richtige Zahlen, nicht diese arabischen.

Wie würden Sie reagieren, wenn Wladimir Putin gemeinsam mit Kim Jong Un in Japan einmarschierte? Sind Sie für den Schutz Deutschlands auch durch Atomwaffen oder sollen wir weiterhin Spielball ausländischer Mächte bleiben?

[ ] Die Sanktionen gegen die UdSSR müssen verschärft werden. Ich stehe voll und ganz zum transatlantischen Bündnis. Ich liebe Amerika.

[ ] Härte zeigen. Anders lernen die es nicht. Wer nicht hören will, muss fühlen. Hat mir auch nicht geschadet.

[ ] Der Russe ist nicht unser Feind. Das ist das raffende Finanzkapital. Der Wucherer. Aber so etwas darf man ja heute nicht mehr sagen.

[ ] Wir können nicht alle Probleme der Welt lösen. Wenn der Japaner wirklich überfallen wird, wird er auch wissen, warum.

Stellen Sie sich vor, Sie wären auf einem Kreuzzug, Kurz vor Jerusalem fällt Ihnen auf, dass Sie ihre Bibel vergessen haben. Was tun Sie?

[ ] Ich kehre um und hole die Heilige Schrift.

[ ] Ich vergesse niemals meine Bibel.

[ ] Ich marschiere direkt bis nach Moskau durch.

[ ] Ich lese stattdessen aus dem "Focus" vor.

Unter den wichtigsten politischen Zielen sind Bündnistreue, Wirtschaftswachstum, innere Sicherheit und Arbeitsplätzearbeitsplätzearbeitsplätze. Wo liegen Ihre Prioritäten?

[ ] Jawoll!

[ ] Aufstandsbekämpfung. Der Linksterrorismus breitet sich mit rasender Geschwindigkeit aus.

[ ] Außenpolitisch, ganz klar. Kann gar nicht außen genug sein.

[ ] Noch im Bett, Sahneschnittchen. Hat mir mein Chauffeur empfohlen, der kennt sich hier aus.

Sie haben klare Kante gezeigt. Sie sind bereit und regierungsfähig. Wer bei Ihnen arbeitet, darf auch essen, Ein Statement zum Schluss, bitte!

[ ] Ich muss mal.

[ ] Ich hab hunger.

[ ] Sind wir bald da?

[ ] Deine Mudda is ne Hure.

Auswertung:

Sie haben bis hier unten gelesen; Respekt! Womöglich sogar Fragen beantwortet? Meine Fresse! Gar ausgedruckt und angekreuzt? Fuckin' Hell! Sie sind bereit zu wählen. Völlig egal wen, aber das können Sie nicht wissen. Ist aber genau so egal. Tun Sie's! Dann dürfen Sie überall mitreden. Fast überall.

 
Parusie vs. Parodie

oguttwapp"Er war Maximaß Popcorntüte, erstklassiger Fassadenglamour, ein gleißendes Strassjuwel am Wühltisch des politischen Modeschmucks", rief ich ihm einst nach und: "Hätte der Mann ein bisschen mehr drauf als wirre Reden und sein Talent für virtuoses Fettnäpchen-Twister, würde er vielleicht eine Abwrackprämie für Staatssekretäre und sonstige Ministerialbürokraten einrichten". Jetzt droht er ernsthaft mit Rückkehr und startet mit einem mächtigen Salto ins - Fettnäpfchen.

Gutti ist wieder da, hält eine Rede, vor einem Pult, damit man ihn nicht verdächtige, er halte eine "abgeschriebene Rede" und macht als nächstes einen geklauten Sprachwitz. So kennen wir ihn. Voller Demut vor seiner Größe. Während die Einen dazu trommeln: "Diesen prominenten Politikern gelang ein Comeback" (warum nicht "diese Versager sind mehrfach gescheitert"?), findet Sebastian Beck in der SZ deutliche Worte; man kann gar nicht genug davon zitieren. Hier nur so viel:

"Das Problem bei Guttenberg ist nur, dass man bei ihm nicht weiß, ob seine leuchtende Aura nun ein Heiligenschein ist oder radioaktive Fluoreszenz. [...] Es wäre ihm aber zu wünschen, dass er einfach mal ein paar Jahre lang als Normalo in einem Kabinett seinen Job macht und nicht wieder auf die eigene Inszenierung reinfällt. Das wäre eine brutal harte Prüfung für KT." In Bayern stehen sie aber eher auf Drecksäcke. Ihr erinnert euch?

Der gute Boss

In demselben Medium wird - ein Glück - Edzard Reuter (SPD, Ex-Daimler-Chef) hinter der finalen Bezahlschranke versteckt, wo er "mehr Steuergerechtigkeit" fordert "und erklärt, warum moralisches Handeln der oberste Maßstab sein muss.". Ein Soze halt. Die kannst du auch ganz vorn fürs Kapital einspannen und sie erzählen dir immer noch was von Moral und 'Gerechtigkeit'. Es gibt kein System. Nur gute und böse Bosse. Wir müssten nur die guten ans Ruder® bringen [und gelegentlich ein paar Hundert Aufständische erschießen. Säzzer].

Die Russen sind da

Während die Einen noch den zäh an ihnen saugenden Sumpf durchwaten, um nach so etwas wie Wahrheit zu suchen, haben die Anderen sie gepachtet und machen fröhlich Franchise damit. Der Russenhass beim SpOn bleibt auf einem Niveau, das im Kalten Krieg als übertrieben wahrgenommen worden wäre.

Unter "Was plant Moskau?" delirieren sie sich zusammen, wie der Russe unsere Bundestagswahl manipuliert. Ein Lehrstück an Schmierenjournalismus, in dem jede noch so paranoide Wahnidee in Stellung gebracht wird. Der Stil könnte verräterischer nicht sein, findet sich doch kaum ein Satz im Indikativ. Alles hätte, wäre, könnte, womöglich. Oder auch nicht, ihr Bettpfosten. Money Quote:

"Kommt der perfekt terminierter Angriff mit Bundestagsdaten?"
Nein, aber der Praktikant mit dem Grammatik-Duden.
Wer jetzt meint, die SZ sei besser, hahaha! Die lassen sich vom Spiegel verseuchen und Mascolo auftreten, im Bunde mit Recherchelegende [Sauerstoffzelt! Defi! Einen Priester! Säzzer] Leyendecker. "Wo bleiben die Russen?" fragen sie, und Fefe antwortet:

"Es gibt da eine legendäre Episode von Ernie und Bert in der Sesamstraße. Ernie hat eine Banane im Ohr. Bert will wissen, wieso. Ernie meint, das schreckt Krokodile ab. Bert so: Hier gibt es gar keine Krokodile. Ernie so: Siehste? Funktioniert!1!!"
Keine weiteren Fragen, Euer Ehren!

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