kunstlyriklamauk


 
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Feynsinn war cool. Feynsinn war sexy. Feynsinn war hip. Feynsinn war top of the list. Das ist vorbei. Ab sofort gilt: Feynsinn ist Zukunft - Feynsinn ist Shway! Das Beste daran: Auch du kannst Shway sein. Sei einer der Ersten, die Shway sind! Sei Zukunft! Sei dabei! Sei über allen! Shway - noch heute!

Du fragst:
Wie kann ich Shway sein? Ganz einfach - ein klein wenig Feynsinn genügt.
Wo du Shway kriegst? Hier, und nur hier. Du fragst:
Ist Shway teuer? Die Antwort ist: So teuer wie du es machst. Shway kann sich jeder leisten, aber nicht alle können sich Shway leisten. Wer heute nicht dabei ist, ist morgen halt draußen. So ist das Gesetz der Innovation. Investiere noch heute in Shway. Die Kurse steigen.
 

Shway® ist Über-Cyber


Was ist mit Shway und Blockchain
? Machst du Scherze? Natürlich is Shway auch Blockchain. Shway ist das erste Produkt, das auf Blockchain aufsetzt und sie vollständig ersetzt. Full Spectrum Cyber war gestern. Shway ist Über-Cyber. Shway ist nie offline und jenseits von Online. Shway ist die Line selbst.

Aber was genau ist Shway? Wer so fragt, hat den Bus verpasst. "Was ist Wasser?", fragte der Fisch. "Was ist Fashion?", fragte der Mann mit dem karierten Hemd und "Was ist Shway?", fragte der Neuland-Noob. Niemand zwingt dich, dabei zu sein. Shway ist, was du daraus machst.

Ich will Shway. Jetzt! Kluge Entscheidung. Gibt es schon ab 9.999,- Euro oder für zwei Jahre ab 199,- Euro/Monat. Wer's hat, der hat's. Der Download deines Shway-Zertifikats dauert nur wenige Sekunden. Tu's! Ja! Geil! Shway!

 
Noch einmal kurz zurück zu den "Morddrohungen", von denen gern die Rede ist, wenn irgendein Troll anonym seine kleingeistigen Phantasien auslebt: Als sei es dasselbe, sich virtuell aufzublasen und einen realen Mord zu begehen. Es gibt noch einen Schritt dazwischen, dargelegt in diesem Pfundstück:

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„Sie hätten das der Kostenstelle mitteilen müssen“, quäkte die Sachbearbeiterin.

Julia war nicht amüsiert, wahrte aber die Contenance. „Und das sagen Sie mir jetzt? Es geht mir nicht einmal um ihr blödes Geld, sondern um die Krankenversicherung. Die sind der Meinung, ich müsste das jetzt nachzahlen. Für drei Monate. Wo soll ich das herholen?

„Das hätten Sie sich vorher überlegen müssen. Wir können Sie nicht rundum pampern, das liegt in Ihrer Eigenverantwortung“.

Haben Sie schön auswendig gelernt. Was ist das für eine 'Eigenverantwortung', mit der man errät, wie Ihr Laden hier funktioniert? Gibt es da einen Trick, den ich noch nicht kenne?

„Das steht alles in den Broschüren, die Sie bekommen haben.“

Julia griff in ihre Handtasche, zog einen Stapel Papier hervor und warf ihn auf den Schreibtisch. „Nicht ein Wort steht davon hier drin. Habe ich alles gelesen. Im Gesetz steht allerdings etwas von Informationspflicht. Sie werden hier nicht dafür bezahlt, die Leute zu schikanieren. Sie müssen uns schon gesetzestreu schikanieren.

Die Sachbearbeiterin ballte ihr ohnehin verkniffenes Gesicht zur Faust. „Sie werden unverschämt. Verlassen Sie mein Büro!“

Julia atmete tief ein. „Wissen Sie, dass ich Sie töten könnte?“ Ohne auf eine Antwort zu warten und während die Sachbearbeiterin nach Luft japste, fuhr sie fort. „Ich meine nicht irgend eine Drohung. Ich meine auch nicht rein technisch. Im Prinzip kann ja jeder jeden töten. Die meisten bringen es aber nicht fertig, Leute wie Sie zum Beispiel. Sie können andere mit Füßen treten. Haben jederzeit genug Verachtung für die Menschen, auf die Sie herabschauen, weil Sie nichts wissen von ihnen. Sie haben diesen Apparat hinter sich - glauben Sie - und machen die Welt herzlich schlechter, jeden Tag ein bisschen. Nein, ich meine töten. Ich kann Sie töten und vielleicht werde ich es tun. Übrigens nicht hier. Vielleicht vor dem Gebäude oder an Ihrem Auto oder in Ihrem Haus. Irgendwann stehe ich vielleicht vor Ihnen und werde das Letzte sein, was Sie sehen in ihrem schäbigen kleinen Leben.

„Ich werde den Sicherheitsdienst rufen“, stammelte die Angesprochene.

Tun Sie das; obwohl es nicht nötig sein wird. Sie haben bereits verstanden, worum es geht. Sie glauben, Sie hätten Macht über mich. Das stimmt nur bedingt. Sehen Sie, es ist mir egal, was Sie hier entscheiden. Sie haben es verkackt. Ich weiß jetzt, was Sie hier tun und dass es mir nichts nützt. Ich sehe, welche Art von Mensch Sie sind, und das gibt mir Macht. Über Sie. Die Welt wäre schöner ohne Sie. Das wissen wir beide jetzt. Liegt es nicht in unser Verantwortung, die Welt schöner zu machen? Denken Sie darüber nach - und denken Sie dabei getrost an mich!

 
Du kennst sie, die es nicht verdient haben. Denen es zu gut geht.
Dir ist sonnenklar, wer sein Recht ein für allemal verwirkt hat.
Du sorgst für Gerechtigkeit.
Du wehrst dich gegen die, die schon immer auf unsere Kosten gelebt haben.

Du weißt, woran man sie erkennt.
Du nennst ihren Namen.
Du lässt ihnen keine Ruhe.
Du rückst ihnen auf die Pelle.

Du greifst sie an.
Du kennst keine Gnade – weil sie auch keine kennen.
Du gehst bis zum Äußersten.
Du opferst dich auf (zumindest in deinen Reden).

Es heißt sie oder wir.
Es heißt so oder gar nicht.
Es heißt Kampf bis zum Ende.
Es heißt Sieg oder Tod.

Ich frage mich,
wofür ein Hirn wie deines
so viel Sauerstoff verbraucht.

 
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Quelle: Pixabay

Mario Götze: Schnauze voll

"Meine Zeit war sportlich nicht immer einfach, nicht immer erfolgreich und doch wunderschön! Nun ist es aber an der Zeit, Platz zu machen und den vielen jungen und hochtalentierten Jungs die Möglichkeit zu geben, ihren Traum zu erfüllen, sich zu beweisen, Erfahrungen zu sammeln und das Beste zu erreichen", sagte Götze. "Außerdem sind Trainer doof. Der Jogi macht immer #metoo, der Favre nuschelt komisches Zeugs und die Bayern haben mich Krafttraining machen lassen, bis ich nicht mehr laufen konnte. Arschlecken. Ich bin dann mal weg!"
Alles Gute von hier aus, Mario!

Meghan Markle: Die Tür war unglücklich

"Ich wollte sie nur ein bisschen trösten", sagte Windsor-Star Meghan zu "Doorgate". Das Problem: Nicht nur ist die Prinzessin zu dumm eine Tür offen zu lassen, der Skandal hat die freie Presse auch dazu veranlasst, sich eingehend mit dieser zwielichtigen Person zu befassen. So gilt es als möglich, dass sie im Auftrag Putins das britische Königshaus destabilisieren soll. Niemals würden die Briten einen Schwarzen auf dem Thron akzeptieren. Das genau aber könnte ihr Plan sein. Nach Recherchen des Recherchenetzwerks "Recherche" besitzt Markle die Gesamtausgabe des subversiven Schriftstellers Boris Vian.

Überdies ist sie offenbar mit einem amerikanischen Anwalt verheiratet, der seinerseits in Drogengeschäfte verwickelt war und bereits im Gefängnis saß. Über eine Scheidung der beiden liegen der Redaktion keine Dokumente vor. Ist hier Bigamie im Spiel? Wir bleiben dran!

Domina Vobsicum

Ist es sexistisch, sich von einer Frau gegen Bezahlung durchklatschen zu lassen? Die Welt ist unübersichtlich geworden. Wir Fragen eine Arbeiterin der Pumps und der Peitsche, wie sie dazu steht. Sie nennt sich "Vobiscum" (Name von der Redaktion gegendert) und ist im Zweitberuf Fachanwältin für Zivilrecht:

"Also ich kam auf die Idee, als mein Alter bei einer Autopanne sowas von abgenervt hat. Ich bin dann ausgestiegen und hab vor Wut die Pumps auf die Motorhaube geknallt. Da springt die Kiste doch plötzlich wieder an! Hab' ich dann zu dem Ollen gesagt: Das werd‘ ich zuhause gleich mal testen, ob du auch kommst, wenn ich sie dir in die Luke haue. So hatte das angefangen. Mir ist egal, ob wer das feministisch findet. Hauptsache der Kunde zahlt, sonst haue ich ihm das BGB in die Eier, und das kostet extra. Aber reichlich!"

Eigenverantwurstung

Das Telemediengesetz sieht in Verbindung mit der DSGVO, Ibu 400 und der Reiserücktrittsversicherung bei schlauchsaufenbedingten Zerebralschäden auf den Balearen vor, dass Kommentare, die Aufforderungen an adressierte Autoren beinhalten, Kollateralerscheinungen zeitigen können, für die kein Regressanspruch besteht. Meine Anwältin habt ihr ja eben kennengelernt.

 
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Ich erinnerte mich just heute an die Zeit, es mögen wohl die 80er Jahre gewesen sein, als es noch Kolumnen gab. Menschen ließen ihre wohl gewogenen Worte für teures Geld auf Papier drucken, in dem Wissen, dass da getuscht und gefaltet werden würde, zum Kiosk oder wenigstens zur Haustür gegangen, bezahlt, abonniert, aufgefaltet und gelesen, nur um des Kolumnisten Werke erwartungsvoll einer eifrig gebildeten kognitiven Struktur hinzuzufügen.

Kannte man ein Wörtchen aus der Kolumne nicht, zauberte das ein Lächeln der Freude aufs Gesicht, man nahm den Brockhaus zur Hand oder wenigstens das Knauers Lexikon A-Z, und wenn das nicht half, griff man zum Wählscheibentelefon und ließ die Scheibe surren, auf dass ein noch Klügerer Kolumnenleser aushalf.

Authentisch, seriös

Heute gibt es wieder Texte, die sich so nennen, das sind dann solche, die man kürzlich noch "Blogs" nannte, aber, weil die Wörterindustrie längst nur mehr eine schlechtere Schuhmode ist und sich in der PR-Abteilung wer an Zeiten erinnerte, in denen "Kolumne" Seriosität® ausstrahlte, muss es derzeit wieder "Kolumne" heißen. Hinter dem Seriositätsstrahler steht derweil eine ehemalige Bedeutung, kommt das doch von "Säule", meinte eine Spalte bedruckten Papiers und eben nicht die graphische Darstelling von "Klickzahlen".

Bedeutung ihrerseits gilt inzwischen als verzichtbar, und wo dereinst Bildung sich entfalten sollte, bevorzugt das Medium heute den kurzen Prozess: Rein ins Auge, ein Ründchen durchs Kleinhirn und beim Yoga gleich wieder ausschwitzen. War da was? Endlich verständlich®: Wir nennen die Schuldigen, Sie müssen nur noch das Urteil anklicken. Like!

In der Gutenaltenzeit der Kolumnen gab es kein Cyber für jedermann, kein ständiges Summen, Vibrieren und Pingen und die meiste Zeit sogar nur drei Fernsehprogramme. Im Fernsehen mussten alle zur gleichen Zeit Filme und Serien gucken und hatten sich nachher was zu erzählen. In den Serien suchten meist charismatische Cops böse Jungs und aßen Fast Food. Verrückt: Die in Kalkar und Wackersdorf waren ähnlich genährt, aber kein bisschen charismatisch

Immer was los

Das Schnellgericht bestand damals noch aus Currywurstpommes, wo heute Junkfood aus der Industriehölle® in der Mikrowelle desinfiziert und vollständig von Geschmack befreit wird. Die Cops im Fernsehen haben ihre Schnellgerichte meist im Stehen verzehrt und, derart vom Standgericht inspiriert, auch gleich den Job aller drei Gewalten in einem Aufwasch erledigt. Das mag der Deutsche.

Umrahmt von klaren Feindbildern (Sowjetrussen, die mit zertifizierten Massenvernichtungswaffen tatsächlich auf unsere Städte zielten, Punker, Schalke), war das Leben so reich an Themen wie ein orientalischer Basar an Gewürzen. Selbst politisch war so viel los, dass man Kolumnen einfach über Alltägliches schreiben konnte. Abschreiben ging gar nicht, dann hätte man ja die Ereignisse von vorgestern durchgekaut. Wer mehrfach etwas Kluges schrieb als Kolumnist, galt gar als "Kommunist". Es war nicht alles schlecht.

 
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Wann wurde Oprah eigentlich zum letzten Mal rassistisch diskriminiert? Ich stöbere so in den Annalen herum und freue mich über Quatsch, bei dem mir auch die liebe Uena mal wieder über den Weg läuft. Lange nicht mehr nicht an sie gedacht. Sie antwortet nur so selten. Was ist das aber bloß für ein seltsamer Webauftritt, in dem Menschen im Angesicht schlimmer rassistischer Handtaschenskandale über Gummistiefel und Burks seine ekligen Füße 'diskutieren'? Das ist sicher so ein brutal bizarrer Machokult.

Bemerkenswert: Von den gefühlt vier Frauen von der dunklen Seite des Kellers aka "Kommentare" ist eine gestorben und drei sind verstummt. Verdammt, soll keiner sagen, mein Charme kenne Grenzen! Vor fümpf Jahren war der noch in der Entwicklung und Feynsinn generell auch weiblicher, Es ging öfter um Schuhe, auch mal um Mode oder eben um Handtaschen. Und um niedliche Tiere. Okay, niedlich ist relativ, aber ausgestorben sind sie irgendwie alle süß, oder?

Was sie jetzt wissen müssen

Man muss sich immer wieder mal neu erfinden, das gilt ganz selbstverständlich auch für Feynsinn. Du kannst nicht zwanzig Jahre die große Welle reiten ohne ab und an das Brett zu wechseln. Die nächste Stufe muss allmählich zünden, und da habe ich etwas für euch vorbereitet: Mein Alter Ego "flatter" wird Influenzer. Der erste Versuch ist in den späten Winterwochen durch eine dramatische Fehlfunktion von Alexa in eine Grippewelle gemündet, aber wir bleiben dran! Seht ihr, an dieser Stelle würde ich jetzt wohl eine spezielle Zahncräme empfehlen, die auch bei kalauerindizierten Schmerzen pronto Linderung verschafft. Kann also durchaus nützlich sein, so ein Influencer-thingy.

Wo, werdet ihr jetzt skandieren, bleibt aber der übliche Fraß? Jener, für den ihr seit soundsovielen (man mag es gar nicht in Zahlen sagen) Jährchen hier abhängt und auf Erlösung hofft? Wirklich? Wollt ihr es hören? Okay, nehmt das: Schemmnitz! Ha! Nahles (hat irgendwas gesagt, wen interessiert schon was? Die Sonntagsfrage kommt erst am Sonntag)! Ach, kommt, wir tanzen eine tl;dr:

Seehofer, AfD,
Maaßen, Maas und SPD,
NS- CS- CDU,
Keinen Pass und raus bist du!

Amri, Tzschäpe, Gössner,
Pinochet und Stroessner.
Hayek, Sinn und Lucke
ist doof und stinkt nach Spucke.

Sachsen, Sumpf und de Maizière
Wettbewerb ist immer fair.
Sarrazin, Islamabad
Nowitschok, Putin, Assad.

Runde eins im Goldfischglas,
Trockenschwimmen, Ananas.
Brüderchen und Schwestern,
auf Heute folgt vergestern.

Zum Schluss wie immer die Wetterkarte mit den Klimahinweisen für Katastrophentouristen.

 
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Den diesjährigen Nobelpreis für Ökonomie erhält Salma Hayek für die Entdeckung der Damenuhr. Knapp dahinter auf dem zweiten Platz landete Michael Meyers, der mit revolutionären mikroskopischen Neuerungen eine Krise des Kapitalismus aufdecken konnte. Leider sind seine Aufzeichnungen vollständig verbrannt.

Nachdem Konrad Adenauer 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1954, 1955,1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962 und 1963 zum Rekordbundeskanzler avanciert war, stellte Helmut Kohl in den Jahren 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997 und 1998 einen neuen Rekord auf. Angela Merkel kann erwartungsgemäß mit 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 den Grundstein für eine Kanzlerschaft auf Lebenszeit legen. Deutschland ist eine demokratische Republik. Alle lieben die CDU/CSU.

Donald Trump wird die Verbrecher mit aller Härte bestrafen begnadigen, deren Missetaten zu Ereignissen führten, die Ereignisse beeinflussten, von denen er geschäftlich wie politisch profitierte. Die extrem Demokratische Oppositionspartei sieht darin keinen Grund zu hektischem Handeln. Das schade nur den Märkten.

Die Redaktion ist stets dem kritischen Journalismus® verpflichtet und hat knallhart nachgefragt. Der von uns interviewte Markt gab sich uneinheitlich, wie seine unsichtbare Hand unserem Experten für neoklassische Gebärdensprache zu verstehen gab. Er war jedoch leicht durch einige Steuersenkungen und Einsparungen® bei den Lohnnebenkosten® zu beruhigen. Der Dax knusperte einen Birkenstock.

Die Assoziationen zum Wochenende (bitte mehrfach lesen): Flugzeugabschuss – Putin. Giftangriff – Russland. Tödlichstes überhaupt – Russland. Angriff auf Atomkraftwerke – russische Hacker. Wagenknecht, links, Lafontaine – Putin. Hinterhältig erschossen – russische Freischärler. Darstellung: Weißhelm trägt Kind umher. Vermutlich. Plausibel. Nach Erkenntnissen. Experten. Deutschland ging es noch nie so gut.

 
cn

Ich muss zugeben, dass ich mich ein wenig habe blenden lassen von der vermeintlichen westlichen Propaganda. Insbesondere im Hinblick auf Putins Machenschaften war ich völlig verblendet und habe bislang gedacht, es sei übertrieben, wie der Machthaber dargestellt wird. So boshaft könne er nicht sein, dachte ich, und die Russen sind auch nur Menschen.

Vor allem die von Putin befehligten Hacker hatte ich nicht so eingeschätzt, dass sie einen Weltkrieg auslösen oder ernsthaft jemanden angreifen wollten. Schließlich ist es nicht nur so, dass die Möglichkeiten für Computerkriminelle bislang begrenzt waren; es gebe, so dachte ich, ja auch noch die Hackerehre. Was habe ich mich da hinter die Fichte führen lassen! Putins Horden kennen keine Gnade und schrecken vor nichts zurück.

Es reicht, Putin!!

Was ich jetzt aus sicherer Quelle erfahren habe, ist so grausam, dass ich es kaum zu publizieren wage. Nichts für schwache Nerven, ich habe großes Verständnis für alle, die ab hier nicht weiterlesen, aber ich muss es tun:
Diese Invasoren haben offenbar den gefährlichsten Angriff in der Geschichte des Cyberkrieges erfolgreich durchgeführt. Russische Hacker haben mutmaßlich eine virale Blockchain aus dem Darknet in die Cloud hochgeladen!!

Es ist noch nicht endgültig geklärt, was alles damit in Gefahr gerät, aber man muss nach Erkenntnissen von Experten davon ausgehen, dass wir alle betroffen sind. So könnte Ransomware Atomkraftwerke oder Krankenhäuser mit Code destabilisieren. Ebenso wird gemutmaßt, ganze Produktionsanlagen seien von Zeroday-Exploits bedroht. Sogar Privatautos könnten bei voller Fahrt durch Blockchainwürmer und -trojaner übernommen werden.

Höchste abstrakte Bedrohungsstufe

Wohlgemerkt. Es handelt sich hier nicht um die üblichen Viren und Schadsoftware, sondern um Blockchain, die modernste und unangreifbare kryptographische Macht aus dem Internet – und zwar aus dem Darknet, jenem unerforschten Gebiet des weltweiten Netzes, das durch Kinderpornographie, Drogen-, Waffenhandel und die schrecklichsten Verbrechen bekannt ist. Westliche Geheimdienste gehen inzwischen davon aus, dass daher auch das Nowitschok stammt, das ganz Europa auslöschen könnte.

Wer jetzt noch meint, Russland, Putin und seine Scharen von Hackern und Trollen seien irgendwie harmlos oder sie sonstwie unterschätzt, dem ist nicht mehr zu helfen. Gegen diese Gefahr helfen keine Virenscanner oder Vorsichtsmaßnahmen. Wann immer ihr eine Blockchain bemerkt, bringt euch sofort in Sicherheit. Nehmt eure Rechner so oft wie möglich vom Netz, vor allem in der Dunkelheit. Sollte euch etwas ungewöhnlich vorkommen, informiert unverzüglich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik oder die nächste Cyberabteilung der Polizei!

 
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Oh knupsriges Eis, oh schattiges! Fernab des hiesigen Bodens wohnst du, unerreicht, in einer Diele.
Verließe ich die meinen, mir schmölze der Schuh, noch ehe der Hahn aufgedreht. Vortürig löst es sich. Nicht mein Problem - das Pech aus dem Asphalt. Pech. Es klebt sich an Hacke wie an Sohle. Geh' nicht da raus! Und wenn doch, dann nicht allein, und dreh' dich öfter mal um, das Böse kommt doch immer von hinten. Kennt man doch. Außerdem kommt vorher immer diese schrille Musik. Also spätestens dann kann man sich doch mal umdrehen, Herrgottnochmal!

Von hinten kommt das Böse also, von oben der Missionar, das Gute und und der Befehl. Wieso eigentlich? Das ist doch kein Zusammenhang. Schlimmer noch: Drei Viertel der Twitter-User glauben, alles, was von oben komme, sei gut, weil alles Gute von oben kommt. Ich hasse sie. Ich bin ja tolerant, aber wer Schindluder mit der Logik treibt, gehört an die Wand gestellt und ABGEKNALLT!!11! Egal übrigens, ob das Schindluder von oben oder hinten. Dazu ist es ohnehin zu heiß. Es ist sogar zu heiß für Sexismus. Musst du dir begreifen!

Ein Plan

Es heißt aber: "Kommt der Prophet nicht zum Berge, so kommet der Berg zum Propheten". Woher kriege ich jetzt bloß einen verdammten Propheten? Gelbe Seiten? Lieferando? Emmesen? Und wenn, frisst der mein Eis doch sicher selbst auf. Scheißpropheten! Fressen uns alles weg, das Pack! Und dann sind sie noch zu faul, den Scheißberg selbst aufzusuchen. Kriegen die auch noch hinterhergetragen, während unsereiner frühaufstehtundhachtarbeitet. Mit Helm im Buchladen. Ja, da wär' ich dann auch lieber Prophet und ließe mir das Eis zum Berg bringen. Muss man sich nicht wundern, wenn dann alle Affen-D wählen oder wie die heißen.

Sicher lungern vor meiner Eisdiele die ganzen Flüchtlinge rum. Jaa, diee haben das Problem nicht. Kommen aus der Hitze hierher und schon dreht unser Sommer durch. Zufall? Zufall??? Wie können die sich das überhaupt leisten? Sicher vonmeinemgeld®. Kann man nix machen. Merkel wird schon wissen, was sie damit bezweckt. Mal sehen, ob sie die Gullys schon verschweißt haben. Wenn nicht, ist das mein Weg. Ha! Unerkannt durch die Kanalisation. Da unten ist es vielleicht noch unter vierzig Grad. Am Markt hinter dem Brunnen raus, rein in die Eisdiele und Zack!! Nimm das, Prophet, Nimm DAS! Haaahahahaa!

 
pn

Vier Jahre ist es jetzt her, da der 'Spiegel' seinen erfolgreichsten Titel designt hat: "Stoppt Putin jetzt!". Tja; bis heute ist der Hintergrund ungeklärt, aber germanischer Spitzenjournalismus mit heißestem Draht zu den Diensten® ist schneller als jeder andere. Wir sind Weltspitze (im vor-die-Wand-Rasen und gleich die nächste Ansteuern)!

Wir erinnern uns: Über einem Bürgerkriegsgebiet, dass hie von der NATO und dort von Russland mit Mordspielzeugs versorgt wird, wird ein Linienjet abgeschossen. Nun könnte man so etwas titeln wie "Obacht bei der Routenplanung" oder "Shortcut to Hell", aber nein: Erst mal einen Schuldigen hängen, dann eine Klickstrecke einrichten und seine eigene Airline in der Nase explodieren lassen. Willkommen in der Ericusspitze!

Überholspur, Lichthupe

Dass sie, um Putin zu bespucken, ungefragt Fotos der Absturzopfer missbraucht haben, trug ihnen dann obendrein hochwillkommene Publicity durch den Presserat ein.
"Hahaha, friss das, 'Bild!' ist noch Koks da? Ich bin so geil, ich könnte mich selbst von hinten ficken. Genial!" soll mutmaßlich offenbar ein Insasse gesagt haben, der als Redakteur gilt. Protokolle der nämlichen Redaktionssitzung konnten auf dem Weg in die Botschaft Ecuadors abgefangen und rechtzeitig neutralisiert werden.

Aber auch in anderen Redaktionen wird feste gefeiert. Schließlich wird journalistisches Spitzenpersonal herumgereicht wie ein Wanderpokal und bringt daher entsprechende Ressourcen an den je neuen Arbeitsort mit. Nie wieder nüchtern! Die Schreibroboter aus der Etappe werden mit billigem Fusel versorgt, der gute Stoff ("Atlantiker-Popcorn") ist nur für die Erwachsenen.

Neuland über alles

Die Kriterien für Qualitätsjournalismus® haben sich kaum geändert: Brauchte es einst eine hervorragende Orthographie und Interpunktion, sind heute die Bedienung einer Office-Software und souveränes Auftreten gegenüber Praktikanten die entscheidenden Skills. Wer trotz hohen Bildungsgrades das Mobbing der Kollegen überlebt, wird Sportredakteur. Nutzer mehrerer unabhängiger Quellen (Gras, Rum, Zigarren) mit guten Beziehungen zum Chef werden befristet als Kolumnisten gehalten.

Am schwersten zu leiden hat die Branche nach wie vor unter den hektischen Anpassungen an das komplexe und weitgehend unbekannte neue Medium "Internet". Vor allem die Millionen Hacker ("User", "Foristen", "Verschwörungstheoretiker") nutzen die riesige Angriffsfläche des sog. "Web 2.0", um durch kriminelle Akte wie Schmähungen, Morddrohungen und Kritik Angst und Schrecken zu verbreiten. Viele Medienhäuser sahen sich daher gezwungen, Sicherheitsdienste damit zu befassen ("Facebook", "Google", ukrainische Mafia).

Dings, äh ...

Um die Deutungshoheit nicht an Kriminelle und Diktatoren zu verlieren, werden mithilfe von Bundeswehr, BND und T-Systems derzeit 'Zentren für Fairness in der Meinungsfreiheit' eingerichtet. Hier sorgen Fachkräfte dafür, dass die öffentlichen Meinungsäußerungen einem repräsentativen Querschnitt entsprechen. Außerdem bereichert dieses Angebot die Kommunikation durch interessante Produktinformationen, die zwanglos in Kommentare eingeflochten werden.

Wie ein Sprecher aus gut unterrichteten Kreisen gegenüber Medienvertretern nach Berichten zuverlässiger Quellen gemäßigter Rebellen verlautbaren ließ, hat der Machthaber ein Regime. Bundeserweißesauchnichtsogenau Seibert wiederholte vor Pressevertretern, er kaufe nichts an der Haustür es lägen ihm keine neuen Erkenntnisse vor als diejenigen, die bereits nur den Schluss zuließen, es gebe keinen.

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