kunstlyriklamauk


 
muell

Ich war heute in einem Laden und habe mir auf einer Kaffepackung anschauen wollen, was das wohl für ein Zeug sei. Es sprach zu mir: “Dingsbums ist ein Kaffee für Kenner und Genießer…“. Das war’s dann mit uns beiden. Was ist dann wohl anderer Kaffee? Plörre für Ignoranten und Gourmands, die sich alternativ auch gern Erdöl hinter die Binde kippen? Ich habe keinen Bock mich dauernd für doof verkaufen zu lassen. Erzählt mir, wo das Zeug herkommt, wie es geröstet ist, wieviel von welchen Säuren noch drin ist, meinetwegen einen holprigen Versuch, den Geschmack zu beschreiben, aber nicht diesen ewigen Bingo-Bullshit.

“Bitte bringt euch um!” war die hier neulich verlinkte Aufforderung von Bill Hicks an Werbefuzzis und PR-Schranzen, die inzwischen die ‘Kommunikation’ derart mit luftleerem Gebrabbel ausgehöhlt haben, dass sie gar nicht mehr wissen, wozu sie eigentlich lügen, Hauptsache es klingt fresh hip dumsy glimpsy chillywilly bop. Wahlweise auch, wenn es ‘seriös’ sein soll, edelnobelspitzenelitärgoldprunkseidenexklusiv.

Glaubensfragen

Zum Kaffee fiel mir noch ein, dass die deutschsprachigen Opfer der Semantikzombies seit Jahren mit einem dusseligen Halbsatz lobotomiert werden, der da heißt: “vollendet veredelter Spitzenkaffee“. Diese Wörter haben immerhin einen gewissen Groove – Leckerli an den Texter, aber das geilste daran ist, dass ich sie vermutlich wirklich seit Jahrzehnten kenne und trotzdem nicht weiß, welcher blutige Bohnensud damit feilgeboten wird. Das kann doch nicht gewollt sein?

Das Gelalle ist beliebig, und beliebig sind auch die Mittel, mit denen Dreck zu Gold verklärt wird, mitunter auch umgekehrt, das bringt der Wahn so mit sich. Wer hat sich jemals eine Karre gekauft, weil er im TV gesehen hat, wie die Karikatur einer Familie sich psychotische Texte in die getünchten Gesichter spricht, während sie über leergefegte Straßen schaukelt? Niemand, aber irgendwelche abgebrochenen Psychologen, denen der reale Kontakt zu Menschen Angst macht, haben den Betrieb mit diesem Glauben geimpft, und die Pandemie hält an.

Letzte Tür geradeaus, bitte

Ähnlich ist es mit Technikern, Zahlenschubsern und BWL-VWL-Klippschülern, die herausgefunden haben, dass es irre erfolgreich ist, wenn man Leuten, die sich gerade ein Fahrrad gekauft haben, fortan jeden Tag mit Ätz vollspammen, in denen ihnen Fahrräder angeboten werden. Ja fein habt ihr das gemacht. Bitte! Tötet! Euch!

Ich schreibe das nicht, weil es neu ist, jedwede Erkenntnis enthält oder daraus etwas zu lernen wäre. Ich schreibe es erstens, weil es raus muss. Zweitens schreibe ich es, weil – wie ich neulich bereits andeutete – das Pulverisieren der im Säurebad gekochten Wahrheit nicht bloß zum Zwang geworden ist, sondern weil es so komplett sinn- und zwecklos ist. Es folgt gewissen Regeln, die einzuhalten aber nachweislich nie den erhofften Nutzen hat, während rechts uns links der Fahrbahn verbrannte Erde zurückbleibt. Für so etwas muss man sich ab und an bedanken.
Hängt euch auf, ihr Arschlöcher, alle!

 
Ich habe mich heute wieder einmal gequält mit einer Radiosendung, die ich während einer Autofahrt durchlitt; etwas, das ich sonst rechtzeitig so leise stelle, dass ich nur noch Silbenhack höre, aber heute war ich zu langsam. Es war eine Hetzjagd auf abwesende Mitglieder der Gewerkschaft der Lokführer, mediales Freiwild auf allen Kanälen, einschließlich der illegalen Datenmüllhalden “öffentlich-rechtlicher” Sender bei Facebook und Co. Eine ‘Hörerin’, die es dabei hätte belassen und das Maul halten sollen, äußerste die Ansicht, “faire Löhne” seien ja in Ordnung, aber sie habe den Eindruck, der GdL gehe es “um die Machtfrage“.

Schon den Stuss von fairen Löhnen muss ich nicht ungerührt akzeptieren, darum bei dieser passenden Gelegenheit noch einmal deutlich: Faire Löhne kann es per Definitionem nicht geben. Fair wäre es, den Leuten, die etwas erarbeiten, die Früchte ihrer Arbeit nicht abzunehmen. Das macht aber zwangsläufig jeder sogenannte “Arbeitgeber”, der tatsächlich ein Geldnehmer ist, denn er steckt alles ein, bis auf den Lohn, den er dir lässt. Das ist bekanntlich immer weniger. Immer weniger Lohn für alle, immer mehr Gewinn für wenige, und das aus schierer Logik – wo soll da etwas fair sein? Wer das glaubt, ist schon auf dem halben Weg zum vollen Idioten.

Faire Ausbeutung

Aber zur Sache: Ich kann dieses widerliche Volk nicht leiden, diesen Pöbel, der von der schon reichlich abgeschöpften Arbeit jener Generation zehrt, die wollte, dass es ihnen “einmal besser geht”. Dieser Menschenschlag aber, diese Radfahrer, Kriecher und Knechte, die nur etwas unter ihnen brauchen, das sie noch bespucken können, gönnen niemandem etwas. Die Sache mit dem “fairen Lohn” ist schon doppelt gelogen. Sie wollen nicht, dass irgendwer auch nur ein Scheibchen mehr vom Brot bekommt als sie selbst, und je weniger sie noch haben, weil jemand es ihnen nimmt, desto weniger sollen die anderen noch haben dürfen. Das sind sie, die Wählerinnen und Wähler der Sozialdemokratie, die Hüter der Sklavenwirtschaft, die immer wen suchen und finden, der “nicht essen” soll.

Ja, wo kommen wir denn hin, wenn es noch Lohnabhängige gibt, die nicht in ihre möglichst effektive Enteignung einwilligen? Die stattdessen andeuten, dass ohne sie nichts läuft, die ihr kleines bisschen Macht ausspielen, um sich nicht abhängen zu lassen wie das Gewürm, das “nichts für die anderen!” auf seine Fahnen geschrieben hat und sich dafür lieber selbst ausbeuten lässt. Das geht so lange, bis sie trotzdem weggeworfen werden, weil sie unnütz werden. Ihnen ist alles recht, was die Majestät nicht beleidigt, und wer die herrschende Macht hinterfragt, wer sie anzweifelt, ist ihnen ein Hochverräter.

Denn der kleine Mann, mit dem sie sich von ihren verlogenen korrupten Führern identifizieren lassen, hat keine Macht zu haben. Die ist für die Großen, und dass das so bleibt, dafür sorgt ihre Partei – Ordnung muss sein. Niemand hat ein Recht, es sei denn die Herrschaft gewährt es. Diese urdeutsche und wie zufällig urfaschistische Haltung ist nicht totzukriegen, und leider haben die rechten Hetzer eben keine Ahnung, wenn sie befürchten, diese widerlichen Braunhirne könnten aussterben, weil sie zu dumm sind zum Ficken.

Der Weg der Herrenrasse

Die sogenannte Integration sogenannter Migranten findet nicht statt, weil sich kein Mensch integrieren will in eine Gesellschaft kleingeistiger Denunzianten und eifriger Politessen. Aber der Michel, dieser Kapo aus Leidenschaft, hat es auch formidabel geschafft, sich nicht verändern zu lassen von anderen, die es lieber gemütlicher haben. Es wäre ja nur zu wünschen, dass eine Flut von Fremdem – fremde Mentalitäten, fremde Gepflogenheiten, meinetwegen auch fremdes Blut, dieses arische Arschlochvolk in Grund und Boden durchrasste. Aber dagegen sind sie immun. Sie werden immer so sein.

Ich denke manchmal, ich lasse mich lieber ins islamische Kalifat integrieren als diesen Abschaum länger ertragen zu müssen. Aber dann sehe ich, dass sich einige doch integriert haben – und woanders mit anderen Mitteln das voranbringen, wozu sie hierzulande zu gehemmt sind. Wenigstens haben die eine sehr gute Chance, das nicht zu überleben. Immerhin ein Anfang.

 
Was sind diese IS, Isis oder Isildur-Terroristen eigentlich für Pfeifen? Ich meine: dass unsere Schlapphirne und -Hüte zu doof sind aus dem Bus zu gucken und daher verhindern wollen, dass sogenannte “Dschihadisten” von hier ausreisen anstatt sich zu freuen, wenn sie ein paar schießwütige Vollhonks loswerden, das erwarte ich ja nicht anders. Aber wenn Letztere, die sich von amerikanischen Schießfilmen mit wehenden Fahnen und heroischen Gemetzeln so haben verblöden lassen, dass sie das jetzt alles live und in Echtzeit haben müssen, den Terror von hier nach dort tragen, meine Fresse, wie völlig brandgerodet muss deren Großhirn sein, von der Wurzel bis zur Rinde eingeäschert, komplett durchoxidiert?!

Das ist schon doof, weil es blöd ist, wer aber davon nicht genug hat und sich die Dimensionen des hier zu untersuchenden zerebralen Desasters in Gänze geben will, muss das nur einmal mit den Möglichkeiten abgleichen, die ein zur Förderung von Angst und Schrecken entschlossener Kämpfer für jedwedes destruktive Ziel hätte, könnte er sich nur auf weniger klischeehafte Formen des ‘Kampfes’ einlassen. Es scheint mir durchaus eine Frage der Ästhetik, nein des Styles (hier bitte näseln; eigentlich nennt der jugendliche Bildungsflüchtling dergleichen “Lifestyle”, wir handeln hier aber ja eher mit dem Gegenteil, daher also unentschieden …) zu sein. Chice Kampfklamotten, Kampfpanzer, wenigstens geile Wumme und natürlich diese wahnhaft stylishe schwarzweiße Flatterfahne wie dunnemals der Piratenkapitänseeräuber.

Es wäre so einfach

Hätten würden, wenn sie also stattdessen einfach zum Telefon griffen, irgendeine Behörde anriefen, um “Fieber”, “Blut” und “Afrika” zum Beispiel scheinbar ersterbend auszuhauchen – inzwischen reicht sicher auch ein fröhlich geträllertes: “Ich habe Ee-bo-laa und bin gleich beii euch!” Das gäbe hundert mal mehr Alarm als zehn abgeschlachtete Ungläubige, ganz zu schweigen von zehn abgeschlachteten Dschihadisten, die schließlich auch irgendwo in der Bilanz auftauchen sollten. Es ist noch einfacher und sicherer als die Nummer mit dem in die Menge geworfenen Rucksack zum begleitend skandierten “Allahu Akbar“, eine Möglichkeit, deren mangelnder Gebrauch eindeutig auf eine zum Erbarmen nachlässige Arbeitshaltung der Zerstörer des Abendlandes hinweist.

Was aber ist schon das Lahmlegen einer Buslinie, einer Behörde, womöglich einer ganzen kommunalen Infrastruktur, gegen die triumphale Geste, auf den Kadaver eines geköpften Feindes zu rotzen? So ein Selfie ist schließlich was fürs Leben, was interessiert da profaner Schnickschnack wie Strategie und Effizienz? Damit komm’ ich doch nie im Fernsehen!

Auf der anderen Seite wird derweil immer noch spioniert, gesammelt und entrechtet, obwohl dabei seit 15 Jahren nicht ein einziger der nämlichen Komplettschwachmaten aufgeflogen ist, die doch geradezu darum betteln, von jemandem mit einem IQ knapp über Raumtemperatur übertölpelt zu werden. Was höre ich da aus den angeschlossenen Funkzellen? Aha, weißes Rauschen. Schon wieder unentschieden!

 
wieher

Vor genau vier Jahren habe ich noch spaßeshalber die Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages live kommentiert. Damals war das schon eine Art Nachruf, Reminiszenz an den alten Untertitel dieses Blogs: “Satire womöglich” – wobei sich zeigte, dass Satire da nicht mehr mithalten konnte. Solche Rückblicke sind nicht unwichtig, weil sie zeigen, dass die ‘politische’ Hard-und Software inzwischen Verfallszeiten hat wie die in der IT. Damals musste ich noch nachschauen, wer denn dieser Schwätzer sei, der mir schon vorher durch unerträgliches Blabla aufgefallen war und von dem ich nur wusste, dass er der CSU angehörte. Inzwischen sind wir zwei Ministerposten und einen finalen Tritt weiter. Die Rede ist von Hans-Peter Friedrich.

Dazwischen liegt nebenbei die totale Desillusionierung über die realen Machtverhältnisse Urbi et Orbi und was die Macht damit macht. “Stasi 2.0 – wen interessiert’s?” ist der Film, den sich keiner mehr anschauen mag. Dem entsprechend geht noch jede(r) Zweite zur Wahl, davon wiederum die Hälfte Rentner und die andere Hälfte Psychopathen. Die Art, die genau weiß, wem wir all das Elend zu verdanken haben: Die Arbeitslosen leben in Saus und Braus und führen einen gnadenlosen Klassenkampf, indem sie die Fleißigen ausbeuten. Die Juden haben uns die D-Mark genommen. Die Ausländer wollen auch noch unser Geld. Arbeit und Fleiß werden uns wieder nach vorn bringen, sobald wir das angepackt haben.

Es ist dein Geld!

Wir hätten uns eine ganze Handvoll neuer Körperöffnungen gefreut, wäre zu Zeiten, da Politik noch relevant erschien, die FDP in dem Sumpfloch verschwunden, das sich inzwischen über ihr geschlossen hat. Aber so? Nicht bloß zu spät, sondern auch noch um den Preis, dass die Neoliberalen abgestraft werden, indem ihre Follower Lucke und Olaf Henkel anhimmeln?! Das Hirn in ihrer Cervelatwurst rät Ihnen dringend zu einem Upgrade.

Man müsste sich glatt Gedanken machen, ob die gedungenen Analysten dieses Kopfschmerzkinos, die in den Sendern und Redaktionen noch so tun müssen, als sei das alles wirklich Wirklichkeit, nicht Anspruch auf Schadenersatz hätten, aber sie werden ja gemeinhin mit einem ordentlichen Schmerzensgeld geschmiert und haben dem Affenzirkus so oft zugestimmt, dass wohl die andere Befürchtung zutrifft: Sie nehmen das immer noch ernst. Allerdings sollte der Bundesrechnungshof schnellstens dafür Sorge tragen, dass an Maniacs wie Claus Kleber nicht noch Millionen verpulvert werden für einen Wirrwahn, den der Mann auch ganz von allein auswirft, weil er eben so tickt.

Irre geworden

Aua. Habe ich da eben gefordert, kein Geld zu verschwenden? Was bin ich doch für eine Bürgerliche Fotze©. Nein, besser wäre es wohl, ihm Milliarden in den geschulten Mundgeruch zu werfen. Vielleicht – eine klitzekleine Hoffnung hätte ich da – merkte dann jemand etwas. Aber ich bin schon wieder viel zu weit abgeschwiffen. Oder nicht? Bleiben wir noch ein gemütliches Momentchen beim Geld, seinem Fetisch und der flüssigen Macht. “I’ve Had Enough” heißt ein Stück Populärmusike, in dem ein irrer junger Mann seine fortgeschrittene Schizophrenie feiert und zu dem wahrlich verrückten Schluss kommt – nur um die Winzigkeit eines Buchstabens hier abgewandelt: “There’s a Billionaire above you – and you’re under his Suspicion“*. Das kann uns in der besten aller freiheitlich gewählten Demokratien ja nicht passieren.

p.s.:
*Die Übersetzung des Originals “There’s a Millionaire above you – and you’re under his Suspicion“: Es gibt einen Millionär über dir, und du stehst unter seinem Verdacht. Die Variante spielt mit dem Umstand, dass “you” auch Plural sein kann: Es gibt einen Milliardär über uns, und wir stehen unter seinem Verdacht. Finden Sie die Verschwörungstheorie und lesen Sie das Parteiprogramm von 1989 Ihrem Wahlkampfleiter vorsichtig vor!

 
Es bleibt schwierig für den Chronisten; ganz unmöglich wird es, will er Relevantes berichten. Aus dem Dschungel der Beliebigkeit täglich frische Blumen zu schneiden, ist schon eine bescheuerte Metapher. Wer wollte daraus auch noch einen Job machen? Von daher heute eine Momentaufnahme dessen, worüber ich vor Jahren noch zu schreiben gewusst hätte:

Regierungsbefähigungsbescheinigung

Irgendein SPD-Vorderbänkler bescheinigt der Partei “Die Linke” aktuell “Regierungsfähigkeit”. Dergleichen Mitspielgenehmigungen eines Bullys vom Schulhof können das Leben erleichtern oder sind der endgültige Beleg für die totale Kapitulation. Wer das entscheiden mag, darf es sagen. Einen Hinweis gibt es zur Wahrheitsfindung aka Urteil: Mit Stefan Liebig ist der erste linke Bückling auf der Atlantikbrücke angekommen. Gewerkschafter ist er übrigens auch.

Arbeiterbewegung: Bück’ dich, wir verhandeln!

Die wiederum geben endlich Vollgas und stimmen für die Niederschlagung von Gewerkschaften, deren Macht den Standort bedroht. Alles dazu gesagt hat der Jochen mit dem Breitschwert. Kein Skalpell mehr nötig.

Von Bagdad nach Stanbul

Die Atlantiker, NATOdeserfahrene Krieger für Kapital und Chaos, brauchen aber auch dringend neue Unterstützer. Der nächste Irakkrieg wurde just ausgerufen von einem, der das kann: Dick Cheney. Hurrahurrahurra!

Das Geld ist weg

Was ist sonst noch wichtig? Ach ja, das Geld: PayPal integriert Bitcoin, Apple will, dass wir mit Uhren bezahlen – nein, nicht mit der geklauten Rolex vom Porsche Manni, mit dem Handydingsbums mit Funk und eben Internetz und unterwegs. Am besten gleich abbuchen, sobald man einem Produkt bzw. dessen Darstellung begegnet und die Appleuhr dem zentralen Prüfer erhöhten Puls meldet. Alles andere ist nämlich sowas von Nullerjahre!!1!

Analfixierung mit der Goldkante

Dagegen hilft nur Hartgeld, welches psychologisch, was mir der Haken auf meiner linken Schulter einzupflegen befiehlt, mit hartem Stuhl einhergeht. Gar nicht Unrecht hat der Kollege Puentes, wenngleich ich nicht weiß, was eigentlich gegen Bohnerwachs einzuwenden ist. Die AfD, ein Haufen ausgemachter Spießer. Angesichts von Whatsapp, Bitcoin und Google Surveillance Fashion möchte ich mich beinahe einreihe(r)n. [Fünf Mark ins Stilbruchschwein entrichtet. Säzzer]

Sie wollen die Welt anhalten, und ich kann es verstehen; leider nur sind es immer dieselben Volldödel, die vierfünftel gehirngewaschen sind und dann ein besseres Waschmittel fordern. Also gehen sie auf alles los, was ihnen nicht passt, ganz nach dem Geschmack eben derjenigen Herren, gegen die aufzubegehren sie glauben. Menü des Tages: Die Moschee muss weg! Dazu gibt es Eierlikör, Plätzchen und deutsches Liedgut.

Tüt BusseTuet Buße!

Zum Ende kommend, ist noch folgendes zu vermerken: Auf der Krim herrschen so grausame Zustände, dass “einige” der Krimaner “sogar in der Ost-Ukraine” kämpfen, weiß die konservative Wertstoffpresse. Nein! Doch! Ooh, dieser Putin! Was sagst du, Haken? Aus Deutschland England, den USA und überhaupt dem goldenen Westen laufen ständig junge Männer zu den Islamisten über? Also das ist doch wohl etwas völlig anderes!!elf!

Aber sowieso alles hinfällig, denn wie wir seit Monaten wissen, werden wir alle sterben. Liberia ist schon völlig ausgerottet und menschenleer: Alle 1200 Einwohner wurden von der Seuche dahingerafft. Das Ende ist da.

 
Da gibt es diesen Oettinger. Der kann gar nix und lässt es einfach raus. Ihr wisst schon: Der spricht Englisch akzentfrei. Also auch komplett ohne Englisch. Macht nix, denn er weiß ja, wessen Interessen er durchzunicken hat. So wie die ganzen anderen Korruptis. Der ist jetzt Internetirgendwas der EU-Spackokratie. Karnevalspräsident und Chefeselsmütze für das Großkapital. Lächerlich? Ja sicher. So wie alles andere in Westrom.

Genau so drollig ist Chefbosseselsmütze Juncker, der überführt und bewiesen devote Hanswurst illegal tätiger Geheimdienste und anderer Pleonasmen. Herrenreiter weißer Amtsschimmel. Generalmajorinette der berittenen Steckenpferdkavallerie. Was mit dem ist? Nichts ist mit dem, der hat also kund und zu wissen gegeben, dass er fortan “für Wachstum und Beschäftigung” sorgen wird. So wie alle halt. Laberrhabarberer, die dafür gewählt werden. Nicht abgewählt, nicht aufgehängt, nicht einmal ausgelacht.

Homo Homini Canis

Geht mal einer hin und sagt: “Schluss mit Wachstum, das ist eh vorbei, war eh pures Gift.”? Oder vielleicht: “Arbeit die könnt ihr vergessen, die macht euch arm und kaputt.”? Würde wer dafür gewählt? Nee, das ist ja pfui. Sagen nicht mal die Kommunisten, so pfui ist das. Iih bah! Pfuipfuipfui. Pipikacka. Das ist das Niveau. Mach Sitz, mach Platz, mach Arbeitsplatz! Dann kriegst du auch ein Leckerli. Der Napf muss leider leer bleiben, mach mehr Sitz, mach mehr Platz, kriegst du mehr Leckerlis. Braver blöder Köter.

Eigentlich wirst du nicht mehr gebraucht, aber dir einfach einen Tritt zu geben, wäre nicht sozial®. Sozial ist das Leckerli. Dafür rennst du gegen andere Fifis, darauf kann man wetten. Haben doch alles was davon. Du bleibst fit und machst keinen Blödsinn, die Leckerliindustrie backt feine Schlachtabfälle für Duweißtschon und Duweißtschon, und der Rubel rollt.

Wetten kann man auch darauf, wie viele Leckerlis es gibt und wie viele Tritte (na klar, so ein Tritt muss auch schon mal sein, wenn du es nicht sozial® magst). Wetten kann man auf alles. Nur nicht darauf, dass du mit Deinesgleichen ein unkontrollierbares Rudel bildest. Dass du nach der Beute schnappst. Dafür haben wir nämlich ein Rudelbildungssystem aus kontrolliertem Rudelanbau, das euch Kläffer nur von der Leine lässt, um aufeinander loszugehen. Darauf kann man dann wieder wetten.

 
Ich war schwimmen mit Kindern. Ich. Schwimmen. Mit Kindern! Wenn man in meinem Alter noch so bescheuert ist, quasi freiwillig dergleichen beizuwohnen, obwohl niemand einem seine geladene Knarre ans Ohr hält, lässt das ja schon tief blicken. Ich meine: Wir können zum verfickten Mars fliegen oder von interstellaren Handelsabkommen träumen, die uns traumhafte Wachstumsraten bescheren. Wir können nicht nur Minicomputer bauen, die man streicheln kann und die immer mehr immer bessere Features bieten, wir können sogar immer schlechtere Minicomputer mit immer mehr Bugs in immer kürzerer Zeit für immer mehr Kohle verhökern. Aber eine Lautstärkeregelung für Staubsauger oder die Scheißblagen kriegen wir nicht hin.

Wie auch, wenn sich Mulithonks wie ich mit solchen Schallterroristen auch noch in die geflieste Hölle eines bekackten echooptimierten Schwimmbades begeben, ohne dass man bis zur Unkenntlichkeit in Kabelbinder gewickelt dorthin gezerrt oder wenigstens vorher erschossen wird, was ja noch in Ordnung wäre. Das heißt doch schon „Hallenbad“, weil es eben hallt wie St. Paul’s. Man muss wohl auf eine nachgerade magische Weise, hinter der sich wie bei aller Magie eine bizarre Psychose verbirgt, betäubt sein. In meinem Fall leider nicht ausreichend, weswegen ich auch immer, wenn ich am Rande solch chlorierter Kleintiertümpel vor mich hin deliriere, an Saufen, Kiffen und weniger gesundheitsfördernde Genüsse denken muss.

Jegliches Grauen wartet hier auf das Auge des Betrachters, um den kurzen Weg durch den Sehnerv ausnutzend dem geplagten Hirn seine toxischen Eindrücke in die graue Masse zu fräsen. Während an einem solchen Ort das Jungvolk von Breifresser bis Hormonopfer seine Adipositas beim Wettwälzen auf dem Luftkissen durchknetet, geben in der abgetrennten Spalte nebenan quietschvergnügte freundliche Wassersportler dem noch nicht ganz bewegungsunfähigen Restgespross Schwimmunterricht. Nett, freundlich, hilfsbereit.

“Ein neuer Tiefpunkt”, wie ich auch ohne die drei Weizen erkenne, die ich mir notgedrungen virtuell, dafür aber intravenös verabreiche. Was soll das?! Zu meiner Zeit, als noch alles seine Richtigkeit hatte, gab es noch echte Trainer. Wenn da ein „Merkel” „eine „Raute“ machte, hieß der nicht Angie und glotzte hohl aus dem Hosenanzug, sondern Max und peitschte seine Opfer buchstäblich über den Rasen. Ein Schwimmtrainer hat dich seinerzeit gescheucht, bis du blau anliefst und zum Abschluss deinen Kopf ins Wasser gedrückt mit der Ansage: “Trink’ aus, wir wollen gehen!”. Danach warst du Kampfschwimmer oder hast nie wieder einen Zehnagel in so eine gekachelte Pissfütze getaucht. Ich habe die weise Entscheidung getroffen, mich fortan davon fernzuhalten.

Das Zeug darin ist sowieso immer zu kalt, wenn es nicht gerade eklig warm ist, definitiv zu nass, schmeckt scheiße und dröhnt kein Stück. Wozu wird dann eigentlich das ganze Gift da reingekippt? Clusterbullshit! Und dann kommen also diese Dealer von halogenisierter Plörre und Puls Hundertfuffzich daher und fixen unsere Kinder mit ihrem Spocht an, bloß weil sie sich keine anständige Murderline leisten können, die zivilisierte Menschen an dieser Stelle vorziehen. Wenn ich diesen brutalen Extremisten eines wirklich gönne, sind es Kinder!

 
Ich bin ein Aufklärer. Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich richtig im Netz bewegen, was wichtig ist was unwichtig und wie man die Dinge hier sehen muss. Ich helfe ihnen gern dabei. Einige Beispiele, wie man auf andere reinfallen kann und worin meine Aufklärungsarbeit besteht:

Jemand glaubt, er könne etwas, das ich nicht kann.

Schreiben zum Beispiel. Jemand kommt lockerer daher als ich. Oder kompetenter. Besser informiert oder besser vernetzt. Kann Dinge schneller auffassen oder in fundiertes Hintergrundwissen einordnen. Und bildet sich natürlich was drauf ein.

Na und? Ich kann auch schreiben. Okay ich weiß nicht so gut wo die Kommas, hinkommen. Ich wahr in der Schule oft krank und kann seiddem nicht gut rechtschreibung. Aber ich kann trotzdem mitreden. Die “Informationen”, die ich brauche, habe ich in Nullkommanix von Wikipedia und aus den Blogs, die ich gut finde. Wer das nicht kennt und sich damit nicht befasst, ist sofort entlarvt! “Hintergrundwissen”, dass ich nicht lache! Nur Sektengründer arbeiten mit sowas. Ich kann doch auch alles ganz einfach erklären. Seht ihr, schon wieder gewonnen! Wer mir zu flapsig kommt,. ist ein Clown, und wer mich nicht witzig findet, ist ein Spießer. Lasse ich sie dann sofort wissen.

Fotografieren zum Beispiel. Die Fotos werden von vielen gelobt.

Pah, sieht ein Blinder, dass die mit Photoshop bearbeitet sind, kann ja jeder. Ich habe damals noch analog fotografiert und sogar einmal selbst entwickelt. Wer das nicht kennt, hat keine Ahnung. Alles Kitsch hier. Lasse ich die anderen sofort wissen.

Unterhalten zum Beispiel, reden, komisch sein.

Wenn das Taug hätte, käme das im Fernsehen, und überhaupt: Ich mache doch nicht die Glotze aus, um mir hier doch wieder Geflimmer anzutun. Lasse ich sie gern wissen, diese Hobbyanimateure.

Jemand ist beliebt und zieht viele Nutzer an

Ja, wie macht der das wohl? Macht die Leute von sich abhängig. So etwas geht nur mit Techniken, die auch Parteien und Kirchen einsetzen. Wer das nötig hat, hat’s nötig. Mache ich denen auch gleich klar und ihren unkritischen dummen Anhängern sowieso.

Jemand wird dauernd nach seiner Meinung gefragt

Wahrscheinlich ist der das alles selber. Kommentiert sich selbst unter verschiedenen Nicks. Stellt sich Fragen und beantwortet die dann. Das kann absolut jeder. Solchen Leuten mache ich ihre Irrelevanz täglich deutlich. Womöglich macht der das auch noch unter seinem Klarnamen. Wer so eitel ist, gibt ganz klar zu erkennen, dass er sich nur größer machen will als er ist. Außerdem haben diese Narzissten keine Ahnung vom Internet, wie kann man nur so blöd sein? Ich schreibe doch auch unter Pseudonym. Kann der Amateur gern von mir lernen.

Jemand stellt unmoralische oder sogar verbotene Inhalte ins Netz

Der muss ja wissen, was er tut, also erzähle ich es ihm. Immer wieder, denn ein bisschen Ordnung muss ja sein. Natürlich – natüürliich macht er das anonym, der Feigling! Wenn er wirklich dahintersteht, warum dann anonym? Ist ja lächerlich!

Das sind nur einige wenige Beispiele, wie mein Widerstand dafür sorgt, dass das Internet nicht ganz zu einem Tummelplatz von Unwissenden und ihren Verführern verkommt. Ich werde hier bald ein anschauliches Beispiel geben, wie ich jemanden widerlegt, entlarvt und bloßgestellt habe. Also Leute, denkt immer dran: Nicht bloß reden!

 
buta

Wir müssen uns deutlich machen, dass ein Finanzierungsvorbehalt nicht einfach vorgebracht wird, weil niemand über Alternativen nachdenkt. Das bedeutet aber auf der anderen Seite nicht, dass es allein deshalb schon Alternativen gibt, weil man gern welche hätte. Im Ringen um Möglichkeiten und Entscheidungen ist die freiheitliche Demokratie darauf angewiesen, dass bei allem Mut und aller Entschlossenheit das Augenmaß nicht verloren geht. Die Märkte sind äußerst sensibel gegenüber politischen Entwicklungen, und wie wir gerade in den vergangenen Jahren gesehen haben, wäre es töricht, sie zu vernachlässigen oder gar Politik gegen die Märkte zu machen. Das führt zu gar nichts. Wer heute versucht, durch bürokratische Hürden die heimische Wirtschaft zu schwächen, hat die Globalisierung nicht verstanden und ist nicht zukunftsfähig.

Nachhaltigkeit kann nicht durch mehr Staat gewährleistet werden, denn gerade in Zeiten der Krise bedeutet mehr Staat weniger Markt, weniger Wachstum und weniger Freiheit. Wer kann das wollen? Es ist auch niemandem damit gedient, wenn ausgerechnet jetzt der Standort Deutschland durch steigende Lohnnebenkosten belastet wird. Die Gewerkschaften, die mit großem Einsatz und großer Disziplin moderate Lohnabschlüsse mitgetragen haben, um das zarte Pflänzchen Wachstum nicht zu gefährden, hätten sicher auch wenig Verständnis dafür, wenn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Ende des Tages weniger in der Lohntüte haben, weil wir sie mit höheren Staatsausgaben bestrafen.

Zukunft schaffen!

Anhand der überbordenden Staatsverschuldung nicht nur hierzulande, sondern gerade in den Nachbarstaaten können wir sehen, dass “Staat” gleichbedeutend ist mir Ausgaben. Sollen noch mehr Schulden gemacht werden oder vielleicht die Konjunktur endgültig durch höhere Steuern abgewürgt werden? Sollen wir auf Kosten künftiger Generationen und zu Lasten der Leistungsträger den Besitzstandwahrern jeden Wunsch erfüllen, den sie äußern? Was sagt wohl die hart arbeitende Krankenschwester dazu, wenn wir ihr dafür hintenrum das Geld aus der Tasche ziehen? Nein, wir müssen der privaten Wirtschaft ein gutes Investitionsklima bieten. Damit sorgen wir für Wachstum und Arbeitsplätze, nur so schaffen wir Zukunft für uns und folgende Generationen.

Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass der Finanzstandort durch falsche Schuldzuweisungen und populistische Maßnahmen gefährdet wird. Die Investoren ziehen weiter, wenn man ihnen nicht ein gesundes Geschäftsklima bietet. Natürlich muss es Regeln geben, aber das darf nicht dazu führen, dass wir diejenigen enteignen, die mit ihrem Einsatz und ihrer Risikobereitschaft bei uns investieren wollen. Wir sollten uns darüber freuen, wenn in diesem Land gute Gewinne gemacht werden, dann davon profitieren alle, insbesondere die Arbeitnehmer. Die wissen das auch ganz genau, denn auch hier reicht wieder ein Blick über den Gartenzaun: Während die anderen mit Minuswachstum und Massenarbeitslosigkeit zu kämpfen haben, kann hier schon in einigen Jahren wieder Vollbeschäftigung herrschen.

Also: Runter mit den Staatsschulden, runter mit den Steuern, runter mit den Staatsausgaben, mehr Freiheit für alle, rauf mit Wachstum und Beschäftigung! Für eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik, Arbeitnehmern und Arbeitgebern – darauf müssten wir uns doch alle einigen können!

Anhaltender Applaus von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen.

 
adiEs ist öde. Nach Broder und Fleischhauer springen weitere Printproleten aus der Deckung, aktuell Mohr und Weimer, die einen ‘linken’ Hoppeditz verbrennen, sich an einer Witzfigur abarbeiten, die man kaum als menschliche Karikatur erkennt, geschweige denn mit irgendwelchen lebenden Menschen in Verbindung bringen kann. Die ‘Linken’, von denen diese rechten Heulsusen schwadronieren, sind einfach böse und hassen alles Gute, Punkt. Solche ‘Linke’ haben nie Gründe zu tun, was sie tun und zu denken, was sie denken, sondern sie sind einfach so, weil sie’s sind. Diese ‘Linken’ erfinden daher einfach Rassismus, Ungerechtigkeit, Not und Elend, um nachher den Kapitalismus, Amerika und die Juden (!) dafür verantwortlich zu machen. Genau wie Hitler, diese linke Bazille!

Es ist völlig sinn- und zwecklos auf derlei Gekeife einzugehen. Ich versuche im folgenden stattdessen einmal, mich in ein solches Dumpfhirn einzufühlen und beschreibe auf dieser Droge, was ein Rechter ist:

Sexbesessen

Die Rechten sind vor allem schwul. Natürlich können sie sich das nicht eingestehen, weshalb sie erst recht aggressiv homophob daherkommen, was ihr Kreiseln aber noch einmal beschleunigt, weil sie ja gegen die Russen sind. Die Russen wiederum sind aber Putin, so ein Mist! Der schwule rechte Uniformliebhaber, in dessen geistiger Umkleidekabine es nach glänzender Männerhaut riecht, kommt von der Palme gar nicht mehr herunter, wenn er, seine Männlichkeit zwischen die Schenkel zwingend, den starken Führer des Ostens betrachten muss. Nicht nur, dass der ‘Gute’ im Westen der falschen Rasse angehört; er wird auch noch durch diesen Traum von einem Mann konterkariert, den man einfach hassen muss, weil man ihn nie als Führer wird lieben dürfen.

Ambiguität macht aggressiv. Ausgerechnet das Ziel geheimer Triebe leistet sich einen unverschämten offenen Schwulenhass, was wiederum darauf hindeutet, dass er vermutlich selbst nicht abgeneigt wäre. In der politischen ‘Debatte’ ist es derweil wichtig, ihm genau das vorzuhalten, sich also zum homophilen Gutmenschen kastrieren zu lassen, um den Russen zu attackieren. Wer soll da noch wissen, wo oben und unten ist? Und wenn er eines noch weniger abkann als Unzucht und Kommunismus (der den Russen einfach genetisch anhaftet), dann ist es Komplexität. Gott, ist das unübersichtlich!

Für gegen für!

Allein schon, dass der Russe ein Kapitalist ist, stört ihn. Ja selbst wenn alle Russen eben Putin sind (der Übersicht wegen), ist der Russe Kapitalist, und nicht nur der. Selbst der ausdrücklich kommunistische Chinese ist einer. Die Rechten putinverstehen Russland nicht, weil sie eben keinen Kommunismus wollen. So sind sie. Alle. Weil der Russe der Feind des Amis ist, lieben sie lieber den Ami, auch wenn deren Chef ein – und das darf man noch nicht einmal sagen! Denn der Ami ist Kapitalist und der Russe ist der Konkurrent. Also eigentlich Kommunist, daher die Sympathie der Linken, so weiß er.

Die Rechten kommen mit der linken Wertewelt nicht zurecht, weil sie gegen die Schwulenehe sind und gegen Putin. Gegen Kommunismus und gegen Putin. Gegen Ausländer und Durchrassung, aber für Amerika und Obama. Für Demokratie, für die Nation und für Überwachung durch Fremdrassische. Der Rechte an sich ist ein revolutionärer Chaot und zerbricht an der heilen Welt linker Moral, wo man sich mit ein bisschen Logik noch zurecht findet. Das findet er spießig. Vor allem aber ist er heimlich links, weil er eigentlich weiß, dass die Linken die Guten sind. Das wiederum kann er sich nicht verzeihen und muss es durch Sadomasochismus kompensieren. Also verlangt er härtere Strafen. Vor allem für Kinderschänder, denn Kinder sind unschuldig. Süß. Zum Knuddeln. So zart und rein …

p.s.: Ja doch, der Rechte ist ein Mann. Seit wann haben Weiber bei der Rechten etwas zu melden? Die dürfen eine Raute machen und das Maul halten. Den Rest erledigen die wirklich wichtigen Leute.

Nächste Seite »