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In Frankreich sind die Chaoten auf der Straße. Sie schlagen Scheiben ein und plündern Läden. Auf diesen Vandalismus, diesen Anschlag auf Zivilisation, Anstand und Ordnung gibt es nur eine Antwort: die volle Härte der Zivilgesellschaft. Die Rädelsführer ausmachen und alle, derer man habhaft wird, so lange wegsperren, wie die Menschenrechtscharta das gerade eben noch zulässt.

Man könnte aber auch kurz darüber nachdenken, wer da wieso gerade austickt und offenbar keine Hemmungen kennt, auf die Etablissements der Gesellschaft loszugehen. Da muss wohl ein Faden gerissen sein, der die Franzosen einmal mit ihrer 'Demokratie' verbunden haben könnte. Wie kam das nur? Warte ...

Schwerer Ausnahmefehler

Vielleicht durch den Ausnahmezustand? Nach dem Terroranschlag vom 13.11.2015 galt der erst mal schlanke zwei Jahre, bis zum 31.10.2017. Der Staatsapparat hatte sich schnell daran gewöhnt und fand das wohl voll praktisch. Oder vielleicht war es das Zusammenknüppeln der "Gelbwesten" 2018/2019, bei dem das Regime deutlich gezeigt hat, was es davon hält, wenn Massen gegen seine Entscheidungen protestieren?

Oder gar die alte Leier von den nicht Integrierten? Der Trend zum Autoritären von oben 'Mitte' bis unten rechts? Oder, nein, das kann ja nicht, die dumpfe Ahnung, das große Ganze mit dem K. am Anfang könnte eine schlechte Idee sein? Angefacht durch die noch dumpfere, wo nicht blödere Gelegenheit, gegen staatliche Maßnahmen aufzubegehren, die ausnahmsweise gerechtfertigt sein könnten - was man aber gar nicht in Erwägung zieht angesichts des totalen Verlustes jeglichen Vertrauens?

Wo sollte das enden? Wo überhaupt anfangen? Ach was. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass hier Randalettis teils ausgerechnet das Mobiliar derer zerlegen, die ohnehin unter dem aktuellen Zustand leiden. Trifft also irgendwo schon die Richtigen. Also zurück zum Anfang. Verhaften, wegsperren, künftig besser überwachen. Das hat schon immer geholfen.