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Es gibt so einiges unter der Rubrik "Kollateralschaden", das sich in den letzten Jahren hier angesammelt hat; ich greife einmal etwas auf aus dem Artikel, der vor exakt fünf Jahren hier erschien und marschiere von da aus los in die Gegenwart. Es ging damals um faktische Lebensmittelknappheit auf dem Land. Deutschland.

Wir erinnern uns an die schlimmen Zustände in der DDR. Also eigentlich erinnern wir uns daran, was Guido Knopp und Peter Hintze uns dazu erzählt haben. Es gab ja nichts. Außer in Ost-Berlin vielleicht, weil da die ganzen Bonzen hausten. So ist das halt im Kommunismus, wo die Marktwirtschaft keine BMWs und I-Phones alloziert. Schlange stehen mussten sie und warten, bis sie dran waren. Grausam!

Diese Kommunisten ...

Das gibt es hier selbstverständlich nicht. Hier gibt es erst gar keinen Laden, in dem man sich anstellen kann. Gut für die Landbevölkerung, die sich so auch nicht zu nahe kommt. Wer jung ist und etwas taugt, zieht in die Stadt. Da kriegt er dann die schönen Produkte vom Land. Logisch. Man erwartet von ihm auch ganz konsequent, dass er ein Auto hat. Die gab es bei den Kommunisten gar nicht. Also höchstens alle zehn Jahre mal eins, das dann stank. Hier hast du eins, dann kannst du auch 50 km zur Arbeit fahren. Das ist deine Eigenverantwortung. Wenn du die nicht hast, gibt es kein Auto und kein Geld, also nix zu futtern. Kannst du ja eh nicht kaufen.

In der Stadt solltest du also wohnen. Oh, das ist natürlich auch nicht nur von Vorteil. Dort sind die Immobilien entsprechend wertvoll und du musst den Investoren dabei helfen, ihren Einsatz wieder einzuspielen. Das kostet ein bisschen mehr. Da kann man nichts machen. Wir stehen ja im internationalen Wettbewerb. Tzia, wenn du da nicht mitziehst, musst du zurück aufs Land. Zeig halt ein bisschen Einsatz und lass dich nicht so pampern!

Man könnte übrigens auch mit Bus und Bahn in die Stadt. Okay, ist auch nicht ganz billig, dafür fahren sie nicht so oft. Aber komfortabel sind sie, nicht so wie bei den Kommunisten. Bei den Kommunisten haben sie nichts zu tun und hängen den ganzen Tag beim Arzt rum. Deshalb haben sie auch so viele davon. So viele, dass sie jetzt ausschwärmen und uns mit ihrer Ideologie überziehen wollen, aber da sind wir gewappnet. Nachher bleiben die als Wirtschaftsflüchtlinge hier.

Freiheit!

In der nächsten Stunde lernen wir an dieser Stelle etwas über die plumpe Propaganda des Ostens, wo sie ihr Volk Jahrzehnte lang belogen und betrogen haben. Wir lernen über Staatsmedien drüben und über die Kritischen Medien der Fünften Gewalt hüben. Wie demokratisch es hier zugeht und die Meinungsfreiheit auf höchstem Niveau gepflegt wird. Doch, wirklich, es ist ein Fest. Ich freue mich schon darauf.

p.s.: Alle verlinkten Medienunternehmer findet ihr unter den "500 reichsten Deutschen". Siehe auch: "Tendenzschutz", ein Wort, das man sich nicht merken soll und das daher nicht sagt, was es bedeutet. Es könnte die Bevölkerung verunsichern.