kunstlyriklamauk


 
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Bildquelle: Pixabay

Aus Gotham City ist ein gewisser Batman um die Jahreswende nach Wuhan gereist. Der maskierte Rächer, der aus niederen Motiven (Rache) hinterhältig (Maske) eine biologische Waffe ausgesetzt hat, konnte bis heute nicht geschnappt werden.

Was wir wissen:

- Er sieht aus wie eine Fledermaus.
- Er ist nicht zum Verzehr geeignet, verleitet aber dennoch exotische Mitmenschen, mit Genuss in ihn hineinzubeißen.
- Er verfügt über außerordentlich hoch entwickelte Technik, die im eigenen Haus hergestellt und fortentwickelt wird.
- Er ist Milliardär und brüstet sich damit, seine Superkraft sei sein Reichtum.

Was wir nicht wissen:

- Wer ist der Mann?
- Wie sieht er unter seiner Maske aus?
- Warum bedeckt diese genau jene Partien, die bei allen anderen zu sehen sind und umgekehrt?
- Ist er ein Mensch?
- Ist er real?
- Kann etwas real sein, das man noch nie gesehen hat?

Infolge der Ereignisse, die weltweit Wettbewerb, Wohlstand und Arbeitsplätze gefährden, wurde mit sofortiger Wirkung ein Auftrittsverbot für maskierte Superhelden erlassen.

Was wir wissen:

- Unter Superhelden geht eine Art Epidemie um, die falschen Gesichtspartien zu maskieren.
- Da sich Superhelden grundsätzlich über Gesetze, insbesondere Grundgesetze stellen und die aktuellen Vorschriften nachgerade verhöhnen, sieht sich die Regierung gezwungen.
- Auftritte sind ohnehin verboten. Das gilt auch für Typen mit Umhang, damit das mal klar ist!

Was wir nicht wissen:

- Bei der Ursache könnte es sich um einen zerebral wirkenden Schädling handeln, der genetisch veränderte Superhonks erschafft.
- Möglicherweise haben sich aber auch Zombies auf einem Kostümball verlaufen.
- Sind die jetzt eigentlich für, gegen oder über dem Grundgesetz? Mit Grundgesetz oder an Grundgesetz? Haben die das überhaupt gelesen? Ganz? Ohne Hilfe? Glaub' ich nicht.
- Wie spät ist es?

Am Wochenende steht ein sogenanntes "Pfingsten" an. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung glaubt, dass ein unsichtbarer Hyperheld vor langer Zeit durch die drahtlose Versendung von Feuerzungen einen 'Geist' in die Hirne ausgewählter Auserwählter implantiert hat. Der Anlass wird häufig dazu genutzt, sich in hohl klingenden Gebäuden bis zur Schmerzgrenze anzusingen und diese (wofür der Besuch solcher Veranstaltungen nicht zwingend notwendig ist) durch den Konsum alkoholhaltiger Getränke deutlich zu überschreiten. Dabei wurden ursprünglich gern auch Menschen rituell verbrannt. Heute nur noch Tierkörper.

Was wir wissen:

- Das, was da steht.
- Die Zahl der Anhänger der an diesem Sport beteiligten Vereine ist stark rückläufig.
- Nicht stark genug, nicht schnell genug. Das sind verdammt viele. Rennt!
- Die Meisten sind extrem humorlos.
- Die Humorlosesten und Eifrigsten von ihnen werden Bundespräsident. Oder Schlimmeres.

Was wir nicht wissen:

- Wo kommen die alle her?
- Hilft Suizid wirklich, um ihnen nie wieder zu begegnen?
- War wirklich Geist im Implantat oder etwas, dass diesen unwiederbringlich ersetzt (Mikroschippse)?
- Was außer Folienkartoffeln und -fisch kann man grillen, wenn man sicher sein will vor HAARP, Chemtrails und Gill Bates?
- Kann ich mir die zweite Welle auch selber föhnen oder brauche ich einen Experten?
- Sind wir bald daaa?

 
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So langsam weiß ich nicht mehr, wohin mit den ganzen Gitarren. Seit die Regierung meine Miete zahlt und ein fettes Salär obendrauf, muss ich zusehen, dass mir der Reichtum nicht zwischen den Fingern zerrinnt, wenn sie die zweite Stufe zünden. Aktien sind mir zu riskant, die Blase ist schon mehr als voll, und was soll ich mit ebenfalls längst überteuerten Immobilien, wenn ich eh keine Miete zahle?

Zinsen aufs Spargeld gibt es schon lange nicht mehr und Gold ist was für Pussies. Daher habe ich jetzt an die hundert Klampfen hier rumstehen; eine teurer als die andere. Inzwischen muss ich dafür fast gar nichts mehr tun. Wenn ich Pech habe, kriege ich demnächst das Bundesverdienstkreuz. Wäre mir echt peinlich, wenn der ganze Schwindel aufflöge.

Entspannt euch

Obendrein gibt es auch noch Kurzarbeitergeld. Ich hänge also zuhause rum wie in vergangenen Jahren (nur, dass ich keine Sterbende dabei pflegen muss) und muss mir trotzdem keine Sorgen um das nächste Brötchen machen. No Shit, Freunde: Der Weg zu meiner Hütte ist mit Rosenblättern bedeckt. Man wäre ja völlig bescheuert, das gegen ein bisschen 'Meinung' zu tauschen. Die füllt einem nämlich nur den Kühlschrank, wenn sie die richtige ist.

Muss ich jetzt unbedingt den Schweden gratulieren, die alles richtig gemacht haben? Oder den Amis, die ihre Freiheit mit umgeschnallter Pumpgun verteidigen? Das kann ich per Brief machen oder am Telefon, aber hier im Internet, da läuft das anders. Wenn du 15 Jahre gesät hast, dann kannst du auch mal ernten.
 
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Erinnert ihr euch an Horst Köhler? Das war richtig Arbeit damals, jeden Tag sämtliche Auswürfe der Systemmedien zu rezipieren, immer in der Hoffnung auf die eine Chance, die ich dann genutzt habe, fast auf den Tag genau vor zehn Jahren. Den brisanten Teil der Meldung, der verschwunden war, ausgegraben, veröffentlicht und nicht locker gelassen, bis der Versager zurückgetreten ist.

Ein paar Wochen später kam dann folgerichtig der Anruf aus dem Kanzleramt. Wir haben nach kurzen Verhandlungen vereinbart, dass wir eng kooperieren würden, wenn es einmal darauf ankäme und dass ich ihnen nicht wieder dazwischen grätsche. Et voilà! Ich kann sogar weiter den Teilzeitmarxisten geben, das interessiert sie gar nicht. Ein paar Monate Drosten abfeiern, das war's dann schon. Einfacher kommst du nie wieder an ein gutes Auskommen.

 
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Die Lage wird ruhiger. Mit jedem Tag, an dem sich nichts ändert, ändert sich weniger. Auch diese raffinierte Erkenntnis aus dem Bunker des Mathematiklabors Mörkel 2 ist nicht jedermann eingängig. Gerade das nutzen 'sie' aus und verwirren eine ganze Nation, um ihr teuflisches Spiel zu spielen.

59% der AfD-Wähler, so eine von Churchill selbst gefälschte Statistik, sind Freiheitskämpfer. Sie lehnen Masken ab (es sei denn zum Geld Abholen) und rücken anderen rücksichtslos auf die Pelle. Der Anteil vor allem älterer männlicher Singles ist in dieser Strömung besonders groß. Merkels Coup: Durch das Abstandgebot (Depression, Selbstmord) will sie diesen Gegner ausrotten.

The Endif Is Nigh

Derweil hat der Impfdiktator aus seiner Gates Community verlauten lassen, Covid 19 werde nicht länger unterstützt und stattdessen das Upgrade auf Covid 20 vorgestellt. Weitere feste Bestandteile des Systems "MS 666" werden künftig Antigene aus Chipsfrisch, Trinitrotoluol, Lachverbot, Alkoholverbot und Internet Explorer 4 sein. Danke, Märkte!!1

Eine Task Force aus McKinsey, Heckler und Koch, die sich bei Uschi kennengelernt hat, wurde vom Merkel-Regime beauftragt, Programme für den Wiederaufbau zu entwickeln. Diskutiert werden aktuell der Einsatzderbundeswerhiminnern® sowie Drastischeeinsparungenimsozialetat®. Der Sprecher der Gruppe, Jobab Bau, forderte mehr Kompetenzen. Er könne sich vorstellen, als allein Verfügungsberechtigter der Bundesregierung kurzfristig die Bürde der Entscheidung abzunehmen. Er lasse sich dafür bereitwillig hassen, gern auch im Internet.

Zur Gegenfinanzierung schlug er vor, ein weltweites Patent auf die Planck-Zeit auszustellen und Anteile daran zu verbriefen. Kurz darauf musste er von der GSG9 aus einem Berg von Unterhöschen geborgen werden. Am Rand der Veranstaltung wurde bekannt, dass erste Vakzine, die durch willfährige Helfer der Junta verabreicht werden, merkwürdige Nebenwirkungen zeitigen: Seitdem ziehen hunderte Chirurgen mit gezückten Skalpellen grunzend durch die Straßen und ziehen ein Bein nach. Wir bleiben dran!

 
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Neulich erhielt ich folgende Mail:

Ko-Autoren gesucht

Sie sind zuverlässig, flexibel und gespannt darauf, sich einem Angebot der systemprägenden Qualitätsmedien anzuschließen?
Sie sind bereit, die Wahrheit auf Basis von Fakten zu publizieren, die das Kanzleramt Ihnen tagesaktuell zur Verfügung stellt?
Sie moderieren in Echtzeit in Meinungen, die auf Fake News beruhen oder die öffentliche Ordnung gefährden könnten?
Sie lassen Experten aus dem Stab der Regierung zu Wort kommen und erläutern sensibel die schmerzhaften, aber notwendigen Maßnahmen, die daraus folgen?
Sie setzen vernünftige Prioritäten?
Sie legen die Motive der kompetenten Entscheider verständlich dar?

Dann schließen Sie sich uns an! Wir, die Geläuterte Linke der kritischen Autoren, heißen Sie willkommen. Es gibt Häppchen.

Honey Trap

Häppchen! Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, bin ich doch ohnehin schon genetisch bedingt stets der am schlechtesten Angezogene und als Erster am Buffet; mehr aber noch lockte mich die Aussicht auf Party, Cocktails und Canapés, während man dem Plebs draußen verbietet, eine Kneipe zu betreten. Ich fuhr also zu der Adresse, die in der Mail genannt war.

Von außen unscheinbar, war das Gebäude innen umso beeindruckender. Viel Marmor, aber auch dunkles Holz, von einem beliebten Innenarchitekten zu einer geschmackvollen Komposition vollendet. Es begrüßte mich ein salopp, aber stilvoll gekleideter 40er, der sich als "Steffen Sesse" vorstellte. Er führte mich ohne Umschweife zur Bar, das Buffet war gleich daneben aufgebaut. Eine Handvoll weiterer Gäste standen umher und unterhielten sich.

"Vorab unser erstes Geschenk an Sie - wenn sie bitte kurz den Ärmel hochkrempeln wollen", sagte Sesse, und eine atemberaubende Schönheit trat an mich heran, die auf einem kleinen Silbertablett eine gläserne Spritze, einen Tupfer und ein Pflaster brachte. Sie übergab das Tablett dem Kollegen, zog den Schutz von der Spritze, verabreichte mir eine völlig schmerzlose Injektion, reichte mir den Tupfer, wartete ein paar Sekunden und klebte dann das Pflaster auf die Einstichstelle. Dann verließ sie uns, während meine Blicke ihr folgten.

Angekommen

"Es gibt also tatsächlich einen Erreger", stellte ich fest.
Sesse lächelte und antwortete: "Es gibt immer einen Erreger. Mindestens. Was wir Ihnen da gerade injiziert haben, wird Sie über die nächsten Jahre bringen, auch wenn sich weitere – Überraschungen – ereignen sollten. Aber kommen wir zum eigentlichen Geschäft, ehe ich Sie den Annehmlichkeiten dieses Etablissements überlasse: Wir bieten Ihnen regelmäßige Einkünfte in der Höhe, die ein Spitzenautor wie Sie verdient hat. Sie schreiben weiter wie bisher und stellen sicher, dass Ihre Leser dann und wann auf bestimmte Informationen aufmerksam gemacht werden. Sie werden einfach weiterhin eine Stimme der Vernunft sein. Sollten wir bestimmte Irrtümer oder Fehler bemerken, werden wir das kritisch anmerken und Ihnen Material liefern, anhand dessen Sie sich korrigieren können. Manchmal haben wir als große Institution Informationen früher als Sie, das liegt ja in der Natur der Sache. So weit einverstanden?"

"Im Prinzip ja, aber was ist, wenn ich es mir anders überlege?"

Sesse lächelte wieder, diesmal auffallend asymmetrisch.
"Das werden Sie nicht. Wir haben Sie nicht zufällig ausgewählt. Machen Sie sich keine Gedanken. Sollten Sie sich je umentscheiden, werden wir sicher eine Lösung finden. Aber genießen Sie zuerst einmal den Abend und lernen Sie neue Freunde kennen. Es wird Ihnen gefallen."

 
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Wir möchten uns heute einmal ganz freundschaftlich an Sie wenden. Unser tiefer Dank für Ihre Treue zu unserer Marke verdient mehr als nur Freude und Respekt. Sie verdient unsere volle Solidarität. Wir wissen es zu schätzen, wie sie uns zugeneigt sind und wollen diese Fürsorge erwidern, indem wir stets für Sie da sind, unsere besten Produkte für Sie bereithalten und die Qualität für Ihr Wohlbefinden immer weiter steigern. Tag und Nacht sind wir für Ihre Zufriedenheit, Sicherheit und Geborgenheit da. Wie ein guter Freund, der Sie niemals verlassen wird.

Gerade in schwierigen Zeiten erweist sich eine solche Beziehung als Fels in der Brandung, wenn sie durch dick und dünn fortbesteht. Sie müssen niemals Angst haben, uns zu verlieren. Auch wenn es in diesen Tagen schwierig ist, den Kontakt zu halten - über unsere Onlineshops und Logistikpartner sind wir rund um die Uhr für Sie da. Sie können oder wollen gerade nicht zahlen? Kein Problem. Unsere Produkte stehen Ihnen trotzdem uneingeschränkt zur Verfügung. Zahlen Sie einfach später, zinslos und unkompliziert. Weil wir für Sie da sind. Immer.

And now for something completely different

Ihr findet das jetzt - viel zu normal? Ja nun, aber Chronistenpflicht halt. Vielleicht wird es einmal anders sein und jemand, der das liest wird sich spontan übergeben. Außerdem finde ich bei allem schon eingestielten Neusprech den Begriff in der Überschrift so scheiße, dass ich mich schon darauf freue, wenn er einmal wirklich Verwendung findet, um wie der sabbernde alte Fettwanst, der der jungen Frau in den Schritt greift, die Köpfe seiner Opfer zu penetrieren. Denkt ihr auch gerade an Sex mit Donald Trump? Bunga!

Wo der wiederum recht hat, hat er recht: Bei manchen Infektionen, nicht zuletzt kognitiven, hilft nur noch reiner Alkohol, intravenös. Free Amorica now! Und wenn wir schon dabei sind, wie alte ekelhafte Demagogen unterschiedlichen Talents die Welt in ihrem fauligen Atem halten, darf die Würdigung eines der ganz großen FaschRechtskonservativen in der Geschichte der BRD nicht fehlen. Zitat:

"Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen".

Die skalpellscharfe Niedertracht, mit der hier einmal mehr Grundrechte gegeneinander ausgespielt werden, um zu begründen, man müsse den Tod vieler Menschen eventuell billigend in Kauf nehmen, ist eine weitere Meisterleistung aus Deutschland. Das kannst du so wie es da steht über die Rampe nageln, dann wissen alle Bescheid. Würde ohne Leben, Profit ohne Planet, Vernunft ohne Verstand - dafür steht sie wie die Standarte im Wind: Ihre CDU. Der vertrauen sie jetzt wieder wie selten zuvor. Auch eine Art siehe oben.

 
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Alter, ist das geiles Wetter da draußen. Ich habe das schon mehrfach genutzt, um mir weh zu tun. Der April sieht zwar bisher aus wie ein Sommer, hat aber einen entscheidenden Fehler: Davor war Winter. Winter ist diese Zeit, in der die Klimakatastrophe bislang versagt, weil es trotzdem zu kalt ist für Spocht an der Sonne, zumal stark beschleunigt und daher im Windchill. In dieser Zeit also begibt es sich, dass ich fett und träge werde, was wiederum die Schmerzen im Frühling nach sich zieht. Als guter Deutscher bin ich Sadomasochist.

Dies allerdings mit Konsequenz, will heißen: Wenn schon Maso, dann somatisch. Meinetwegen auch Mouthfisting und Asskicking. Was aber gar nicht geht, da unterscheiden wir uns, die Deutschen der anderen Spezies und ich, sind Kopfschmerzen wegen doof. Besser noch: Kopfschmerzen wegen doof und dafür noch buckeln, bezahlen und sich nachher für was Besseres halten. Katastrophe!

Höllehöllehölle

Fangen wir mal langsam an, heute mit dem Ex-Magazin, seinem Onlineauftritt und in besonderer Berücksichtigung des Spon für Grundschulkinder. Da reicht ein Wimpernschlag, und schon haben sich Headlines in die Retina gebrannt, um von dort als Lauffeuer über dem kürzesten Weg aka Sehnerv ins Hirn zu lodern. Wer liest so etwas, möchte man fragen, aber dahinter lauert das noch nacktere Grauen namens "Wer zur Hölle schreibt sowas?".

Eine Mutter wird von ihrer Tochter "nach Gruppensex gefragt", was schon thematisch ja genau das ist, was der kluge Leser von einem Nachrichtendingsbums erwartet, obendrein aber - ich fürchte unbewusst - so formuliert, als wolle das Gör die Mutter und gleich noch ein paar andere Opfer ficken. Das muss dieser Feminismus sein. Ein paar Zentimeter weiter große Investigation: "großartigen Sex ohne Liebe" und "Anabelles Sexpartner hat heimlich das Kondom abgezogen". So eine Umweltsau aber auch!

Was ihr irrelevanten Dreck nennt, erkläre ich hiermit zur Chronistenpflicht. Und auch wenn ich immer wieder versuche, das Thema hier zu unterdrücken, so hauen sie es einem ja trotzdem dauernd in die Maske. Heute einmal mehr ein fucking Grippevergleich. Etwas in mir meint ja, diese Superschlauen sollen einfach nur die Konsequenz aus ihrem Gefasel ziehen und sich, wenn es dann soweit ist, als Triageleiter an die Rampe stellen. Etwas anderes warnt, gerade das könnte ihre schönste Phantasie sein. Man weiß so wenig - und schwätzt so viel.

 
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Zahlen. Ein Thema für sich. Erstaunlicherweise halten sich Menschen, die sich seit ihrer unglücklichen Schulzeit, welche glücklich und beinahe unerklärlich in einen Abschluss mündete, für mathematisch gehandicapt erklären ("Kann kein Mathe"-Syndrom) und denen die sehr zweifelhafte Ehre eines Logikscheines in diesem Leben nicht mehr zuteil werden wird, dennoch für absolut kompetent, Diskussionen zu führen, ja, nachgerade anzuführen, in denen es um nichts anderes geht als logische Verknüpfungen mathematischer Relationen.

In diesen Zeiten virulent, bleibt dem Inhaber nämlicher Qualifikation (Logikschein) und trotz unglücklicher Schulkarriere mathematisch Begabten nichts anderes, als das zähneknirschend zu tolerieren, wenngleich nicht - niemals! - zu akzeptieren. Vorbei die Zeiten, da ein Pfiff genügte, gleichbedeutend mit der Aufforderung, hybridem Kommentariat zu zeigen, wie viel Verständnis das Herrchen gegenüber Zugestiegenen hat, die seine Autorität in Zweifel zu ziehen auch nur andeuteten, um die Meute der Getreuen loszulassen, auf dass kaum mehr die Knochen der Delinquenten übrig blieben.

Auserwählt

Das kann nicht jeder; neben der Grundqualifikation einer deutschen Seele, die sich allzeit auszeichnet durch disziplinierte Höflichkeit, in deren Gewand einzig die dazugehörige Skrupellosigkeit ihre ganze Tragfähigkeit entfalten kann, bedarf es des Talents, sich in einer stabilen Gruppierung zur Führungsfigur zu entwickeln. Hie ein bisschen über den Klee loben und bauchpinseln (Protektion), da wegbeißen und ausgrenzen (Eliminierung), dort niederbrüllen und zurechtweisen (Unterwerfung), das sind die Prinzipien, mit denen sich Autoritäten etablieren. Nein, das kannst du nicht. Versuche es erst gar nicht!

Wie gesagt: Tempi passati. Heutzutage musst du dich damit begnügen, ab und an einem seine Unzulänglichkeit vor Augen zu halten, wohl ahnend, das der mangels Sehvermögen gar nichts davon mitkriegt. Die scharfen Hunde haben sich längst zu Facebook und Twitter verzogen, wo sie nur mehr geifernd offenbaren, dass sich hinter, im Bild bleibend vielmehr vor ihrem Gekläff nie ein Gebiss verbarg, mit dem sie irgendeinen Schaden hätten anrichten können. Der Herr selbst agiert meist milde, dann wieder launisch, wie ein Mümmelgreis, der einmal die Woche die Verkäuferin des Supermarkts mit seinen Tiraden nervt und sich wundert, dass nicht einmal seine Töchter mehr ans Telefon gehen, wenn er anruft.

Dennoch hält er sich nach wie vor für eine ganz große Nummer und tritt auch so auf. Nicht mehr in der Öffentlichkeit, wo er die letzten Reste an Sozialkontakt, die ihm noch geblieben sind, nicht vergraulen will, aber immerhin daheim vor dem Spiegel, jeden Samstag um halb vier, wenn es auch nichts Besseres mehr zu tu gibt. Da grüßt er zackig, in vollem Wichs und Ornat, Hacken knallend, seine nächste Ausbaustufe, das Ziel, das er noch hätte. Wer sonst könnte es je erreichen?

 
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In diesen Zeiten herrscht große Unsicherheit. Es herrscht eine Gefahr, die man nicht versteht, weil man sie nicht sieht. Solche Zeiten sind – das hat die Geschichte gezeigt – dazu geeignet, jede Ordnung zu verlieren, im Denken, im Verhalten, im menschlichen Miteinander, in der Gesellschaft.

Überall zeigen sich auch heute solche Tendenzen. Weisheit konkurriert mit Scharlatanerie und droht zu gewinnen. Egoismus breitet sich aus, der Eine hortet, für die Anderen bleibt nichts mehr übrig. Man ist sich selbst der Nächste, und wo man in anderen Zeiten gezetert hätte über die Ungerechtigkeit, sorgt man heute selbst für welche.

Unsichbtbare Gefahr

Die Staaten und ihre Lenker sind in Gefahr, die Kontrolle zu verlieren. Despoten nutzen die Gunst der Stunde und statten sich mit unerhörter Macht aus, woanders werden sehenden Auges Halbirre unterstützt, nachdem sie just ihr Volk ins Verderben gestürzt haben. Man hatte schon gedacht, es könnte nicht noch schlimmer kommen.

Hierzulande darf man dankbar sein für die Stabilität, die unsere staatlichen Stellen und ihre ausführenden Organe garantieren. Sie haben unser Vertrauen verdient und brauchen jetzt keine renitenten Kleingeister, die stur auf ihr angebliches Recht beharren. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Wenn etwa eine App dabei helfen kann, sowohl Freiheit als auch Gesundheit zu sichern, dann sollten wir uns nicht so anstellen mit dem Datenschutz(1).

Das müssen vor allem die selbstverliebten Grünen kapieren, die sind ohnehin der Höhepunkt des Ausstiegs aus der Wirklichkeit(2). An dieser Stelle muss man wohl nicht auf die freiwillige Preisgabe von Daten an Facebook&Co, erinnern; Im Grunde geht es darum, die Verbindungsdaten, die bei den Anbietern ohnehin etwa zum Zwecke der Abrechnung anfallen, eine Zeitlang zu speichern(3).

Konsequenzen

Und auch das Eingreifen von Polizis*_tInnen muss derzeit anders bewertet werden. Das muss jeder erkennen, der sich innerhalb der Bürgerlichen Zivilisation bewegt. Wenn der örtliche Polizeieinsatzleiter sagt: Bitte, entfernen Sie sich, und er entfernt sich nicht, dann ist er schon kein normaler Bürger(4) und muss eben mit Konsequenzen rechnen. Der von Überstunden geplagte Beamte kann nicht mit dem Grundgesetz unter dem Arm(5) seinen Dienst tun.

Man kann die Gefahr nicht sehen, die jeder von uns in sich trägt. Wie albern ist es da, ausgerechnet in diesen Tagen ein Demonstration besuchen zu wollen oder sich zum Rudelsaufen im Park zu verabreden? Ist das euer Widerstand? In Corona-Zeiten muss jedem klar sein: Auch gewaltloser Widerstand ist Gewalt(6). Das kann nur jemand abstreiten, der borniert auf seine Rechte beharrt - für die 'Freiheit', andere zu gefährden.

Update: die Liste der Ko-Autoren gibt es hier.

 
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Ich bunkere jetzt. Nicht, was ihr denkt. So ähnlich, aber nicht, was ihr denkt. Bunkern kommt zuallererst mal von "Bunker", was dereinst ein Lagerraum für Kohle war. Nein, kein Tresor, ein Lagerraum. Auf einem Schiff. Für Kohle. Oder aber auch anderes, zumal wenn man das englische "bunk" hinzuzieht, eine ordinäre Kiste. Nicht was ihr denkt - Kohle, 'Bank', bunkern. Nicht das. Das Andere.

Warum tue ich das? Nun, erstens bin ich reich. An Geld. Das muss weg; ich warte doch nicht auf den Bank Run der Anderen. Jetzt mal kurz ganz ohne Scheiß: Ich habe neulich mit einem Gitarrendealer meines Vertrauens gesprochen, schon mal das Mitleid im Ton geübt von wegen, derzeit kauft ja keiner nix. Ja von wegen! Er meint, die Leute holen wie blöd "Kohle" (er meint jetzt das, was ihr meint) von der Bank und kaufen Gitarren. Weil die ja ... man fasst es nicht.

Der Trigger

Ich habe gestern ein wunderschönes Päckchen bekommen, also nicht das Päckchen selbst, das war halt so'n kleiner Pappkarton, mehrfach gebraucht. Aber was drin war: eine Rolle Klopapier (No shit, also ungebraucht!), selbstgeseifte Seife und ein Päckchen Reis. Ich habe mich sehr gefreut, und dabei kam mir die Idee - zum Bunkern. Mein Keller eignet sich hervorragend dafür.

Er kennt das nämlich noch aus der Zeit®; ihr wisst schon: die mit den Autobahnen. Gasdichte Tür und so. Ich habe da also mal sauber gemacht und die Gitarren runter getragen, Reis, Pappkacke, ach was, einfach alles, was man braucht für nen zünftigen Krieg: Knarren, Ammo, Helm, Breitbandanschluss, Fressalien, Whisky, Wodka, Rum, Bier, Kaffee, Kippen ... und schlafe da jetzt auch. Im Lagerraum. Seitdem hab ich total viel Platz in der Wohnung.

Das Startup

Tzia, was tun damit? Erst mal ein Ründchen Fußball gespielt (zweieinhalb Minuten; Bandscheibenvorfall, Zerrung, Schädelprellung). War nix. Nachbarn zur Party eingeladen. Wollte keiner kommen. Dann habe ich die Leere auf mich wirken lassen und meditiert, während mein Sodbrennen ganz im Einklang mit der neuen Akustik sphärische Klänge erzeugte. Und ... ha! Die Idee!

Rollläden runter, Sprühdose raus, Annonce: "Privater Lagerraum, billiger geht's nicht". Telefonnummer. Keine zehn Minuten später der erste Anruf, inzwischen ist der Laden gerammelt voll. Vor allem Kackpappe, Erbsensuppe, Ravioli, so'n Zeug, aber auch Bücher, Unterhaltungselektronik und sogar ein paar Gitarren. Ich meine: Billiger geht's wirklich nicht, oder? Alter, was für Idioten!

 
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Todd und Geufel sitzen wie jeden Freitag am Ufer des Flusses und schauen Leichen beim Vorbeitreiben zu.

"Traurig", sagt Todd, "die könnten alle noch ihren sinnlosen Bemühungen nachgehen und wir hätten unseren Spaß mit ihnen."

"Yo", so Geufel, "aber ihresgleichen macht ja unseren Job gleich mit. Bloß ohne jeden Spaß. Und wenn sie dann selbst dran sind, fangen sie an zu quäken. 'Mimimi!' Wir sollten uns vielleicht eine andere Spezies aussuchen. Vielleicht mal was mit Flossen oder so."

"Ja, kann man so sehen, andererseits ... sie haben doch da diesen Chef, der sie nicht alle in der Reihe hat, und hast du gehört, wen die sich da jetzt als Ersatz ausgeguckt haben?"

"Blöde Frage. Ich bin Geufel."

"Jetzt sag' nicht, du hast da die Finger im Spiel?!"

"Bist du bekloppt? Was soll ich denn mit einem dementen Spaten, der sowieso in ein paar Monaten hier vorbei schwimmt? Da ist mein Humor aber definitiv nachhaltiger. Mir war ja dieser Cowboy schon zuwider. Der Schwarze, der hat mir Spaß gemacht. Genau mein Typ. Aber samma, wo wir schon dabei sind: War das deine Idee mit dieser Rentnergrippe?"

"Wie bitte? Meine Idee?! Werte Geufel, ich habe mir einen Namen gemacht mit Feuerregen, Sintfluten und Apokalyptischen Reitern. Mach' nur so weiter, dann kannst du nächsten Freitag hier Däumchen drehen."

"Ach Toddy, jetzt mach' mal keinen Zwergenaufstand, ich frag' doch bloß. Die sind auf dieser Murmel aber auch zu dämlich, sich am Arsch zu kratzen. Kommen mit ein paar Viren nicht zurecht - und warum? Hahaha, weil es 'zu teuer' ist. Zu teuer! Da laufen Milliarden Sprallos rum und die kriegen es nicht gebacken, sich um ein paar Tausend Kranke zu kümmern, weil sie kein buntes Papier dafür kriegen. Geil."

"Was ist denn daran 'geil', wenn weder du noch ich im Spiel sind? Das ist so etwas von fad!"

"Alter, du musst dich wirklich mal locker machen in der Mitte. Verwüste mal wieder einen Kontinent oder sowas, du hast doch jetzt mehr als genug Opfer. Wozu sammelst du die denn?"

"Mach du doch!"

"Kann ich nicht, weißt du. Ich kann nur Einzelschicksale."

"Natürlich. 'Ik kann nur Ainzelschixale', laber Rhabarber. Und was war mit ... Vietnam zum Beispiel?"

"Klara Fall von Einzelschicksal."

"Einzelschicksal. Das waren zig Millionen Tote, wenn ich da die Folgen mitzähle."

"Du mit deinem Zahlenfetisch! Ich hab 'ne Viertelstunde telefoniert, da war das Ding auf der Schiene."

"Ja, mit Kissinger."

"Ja, mit Kissinger. Richtig. Einzelschicksal. Um den Rest hättest du dich kümmern müssen."

"Ich bin doch nicht der Himbeertoni."

"Sicher. Hatte ich mir auch gedacht, dass du so reagierst. Ich find's schade."

"Was?"

"Na dass du so ein Couchpotato geworden bist. Boo-ring!"

"Habe ich so beschlossen. Die sollen das mal alleine hinkriegen. Haben ja alle Mittel."

"Wenn ich dir helfen kann, lass' es mich wissen."

"Hm ..."

"Hm?"

"Wenn ich so recht überlege ... ich wüsste da wen, mit dem du mal eine Viertelstunde telefonieren könntest."

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