interna


 
Das sicherste Passwort ist eines, das erst nur im Kopf des Erzeugers existiert und dann auch von dort verschwindet. Ich habe die Passphrase vergessen und daher neue Schlüssel erzeugt. Der öffentliche ist über den Link im Impressum zu finden.

 
Frohes Neues, ihr Knödel!
Das unbestreitbar Gute ist: Es ist ein neues.

 
bp

Am Ende eines weiteren Jahres, das zu kommentieren ich mir erspare, ist mal wieder eine Zeit zwischen den Jahren®.
Wer kann, möge es feiern und sich gemütlich machen. Danke fürs Lesen, Unterstützen und die Geduld mit dem Säzzer auf dem Hochseil. Die Tage werden wieder länger, was die Redaktion ausdrücklich begrüßt. Habt Spaß!

 
ya

So, jetzt ist er Teenager, der Feynsinn. Experten für schlechten Geschmack, Trotz und Kleinkrieg wissen dieses Alter zu schätzen als eines, in dem man keinen Grund braucht, für gar nichts. Der Tag hat Struktur, wenn man nach ein paar Besserwisserduellen und einem halben Dutzend hormonbedingten Hassanfällen eine Brüllmucke auflegt, die die Alten schon bei Zimmerlautstärke auf die Palme brächte. Im Zweifelsfall auch Schlager. Man wundert sich immer, dass häufig beide Generationen diese Phase überleben und sich nachher sogar noch die Tageszeit sagen.

Für das Blog darf man sich wundern, dass es trotz "trostloser" Zustände und der schwelenden Ahnung, dass doch eigentlich alles gesagt ist, doch noch regelmäßig Dinge aufs Tapet kommen, über die sich philosophastern lässt. Alles nicht mehr so wie in der wilden Zeit, bevor sich die Meute auf dem vollüberwachten Facebook-Plüschsofa eingerichtet hat oder zum Wettrotzen bei Twitter einen Account aufgesetzt, den man auch im Drogenvollrausch noch bedienen kann. Rückenmark first!

Fuck you, Schnitter!

Meinem jüngsten Hylferuf folgten wie so oft einige Leserlein und haben mir Kost und Logis für einen weiteren Monat spendiert. Feynen Dank dafür. Das könnte mich über die Schwelle bringen, an der ich entscheiden müsste, wen ich beklauen gehe oder mit eingezogenem Alles gewisse Anträge stelle. Soll nicht passieren das; der Stolz, wissens' scho. Mag sein, dass er falsch ist, aber was willst du machen?

Jahr zwei nach Uena ließ mich aufatmen. Wie hart das erste Trauerjahr war, bemerkst du erst nach dem zweiten. Es geht voran, was schön ist. Scheiße ist allerdings, wenn ein paar Tage vorher dein engster Freund die Grätsche macht. Ich habe heute Morgen Mathes beerdigt, den ihr vom einen oder anderen leicht prolligen und ironischen Kommentar hier kennt. Es reicht langsam mit der Sterberei. Ich wünsche mir ein paar Jahre Ruhe davor.

Danke auch fürs Lesen, fürs Kommentieren, den Fisch und den ganzen Rest. Es muss ja weitergehen.

 
Das Jahr fing recht verheißungsvoll an, es sah gar so aus, als hätte ich in der ersten Jahreshälfte die Ernte einfahren können, die für den Rest gereicht hätte. Fahrradkette. Was mir dieses Jahr an Aufträgen um die Ohren geflogen ist, ist preiswürdig, und nicht nur das. Eine Reihe von Aufträgen im fünfstelligen Bereich wird nicht erteilt, weil im letzten Moment der Vorstand des Auftraggebers wechselt. Ein dummer teurer Fehler folgt, dann zahlt ein Kunde einfach mal nicht, schon fragst du dich, wie du über den Winter kommen sollst.

Ich suche derzeit mit Hochdruck einen Lohnjob, aber alte weiße Männer, die weder Paschtu noch Arabisch sprechen, sind nicht gerade privilegiert am Markt. Kann sich ziehen, das Ganze.
Wer mir also schon immer ein bisschen Brennholz spendieren wollte [oops, das kann missverstanden werden. säzzer] oder ein paar Kupfermünzen und sich bislang nicht getraut hat - es wäre eine gute Gelegenheit. Dank auch bei dieser Gelegenheit denen, die mich schon unterstützt haben.

 
xx

Angesichts der bei 35° für mich überraschend lebhaften Dikussion zum Thema "Rassismus" (ich werde darauf auch in einem weiteren Artikel Bezug nehmen) möchte ich die Sommerpause nutzen, um einmal mehr auf die hiesigen Regularien hinzuweisen, und zwar in Form von Deppenbashing. Vermutlich ist das 'Ableismus', aber einige da draußen sind einfach zu und zu dämlich. Ab und an muss das raus.

Das beginnt und wird in einer sehr fernen Zukunft enden, in der mein Name längst verschwunden sein wird wie am Strand ein Gesicht im Sand, mit den Nutzungsbedingungen. Ja, du bist gemeint! Du selbstverliebter Dummschwätzer ohne An- und Verstand, der du unterschrieben hast, jene zu beachten. Read the Fuckin Manual! Da stehen ganz selbstverständliche Dinge drin, für die du schon zu doof bist, und dann bist du noch zu doof, sie zu lesen.

RTFM

Guck‘ einfach mal nach: Der Zensor hier schränkt nämlich deine Grundrechte ein, weil er als Erzfaschist darauf besteht, dass jemand hier nicht reinstürmt wie Graf Rotz, dem Autor oder den Kommentatoren vorhält, wie doof die alle sind und überhaupt Gülle über teilnehmende Personen auskippt. Du bist dumm, mein Junge, und obendrein ein Arschloch. Und weil ich nicht möchte, dass du das von allen hier einzeln gesagt kriegst und weinen musst, zeige ich dir einfach den Weg nach Hause aka "Spamfilter".

Überhaupt ist das ja so: Hier kommt nur jemand in den Klub, der gewisse Intelligenzleistungen erbringt. Einige schaffen es auch, solche vorzutäuschen, aber das trägt nicht weit. Also: Stell' dir vor, du kommst in eine Kneipe. Da sitzen Leute, die vermutlich häufig da sitzen und unterhalten sich. Wie begegne ich denen, wenn ich zum ersten Mal dort erscheine?

Nix zu machen

- Ich erkläre dem Chef, dass er keine Ahnung von gar nix hat und ein Fascho/Stalinist/Wichser ist.
- Ich nehme den erstbesten Gesprächsfaden auf, knüpfe an ein beliebiges Stichwort an und halte lautstark einen Vortrag.
- Ich gröle in die Kneipe, dass ja nur Leute, die aus guten Gründen keine Freunde haben, dauernd in Kneipen hocken, dass ich aber großzügig ein Getränk zu kaufen bereit bin.
- Ich rufe einen Blondinenwitz in den Schankraum und beschwere mich kurz darauf, dass niemand antwortet.
- Ich pöble ein paar Gäste an und drohe dem Wirt, der mir den Asphalt vor der Tür zeigt, mit dem Anwalt.

Okay, das sind jetzt komische Beispiele, richtig? Du ahnst nicht einmal, dass die etwas mit dir zu tun haben. Du weißt nur, dass der Sektenchef hier deinen Kommentar nicht freigeschaltet hat, weil er Kritik mit Gewalt unterdrückt. Macht nix. Ich hatte bis hierhin meinen Spaß und du kommst halt nicht rein. Genau wie in alle anderen halbwegs kultivierten Kneipen. Und warum? Weil diese Kleingeister deinen überlegenen Intellekt nicht ertragen. Die Welt ist scheiße.

 
Die dynamische Blogrolle ist scheiße. Ich kapiere den Code zwar nicht wirklich, kann aber eingrenzen, dass die oft langen Ladezeiten damit zusammenhängen. Die Suche nach Lösungen (denn ich will eine dynamische Blogrolle) werden wahrscheinlich zu einem Desaster führen, das die Datenbank, den Server, den Serverraum, das Gebäude und die umliegenden Ortschaften in Schutt und Asche legen werden. Sorry for that. We're workin' on it.

Update: Ich finde keine brauchbare dynamische Blogroll. Kennt vielleicht wer eine? Die es gibt, können nicht nach Datum sortieren und ein kompletter Eigenbau wäre eine Aufreihung einzelner RSS-feeds, was aber beides heißt, dass auch Karteileichen dauerhaft dargestellt würden. Hylfö!

Update2: Jetzt habe ich da was ggf. Funktionierendes, aber ohne CSS. Nen Tip anyone?
Update3: Okay, ich habe da etwas zusammengepfuscht, das wollt ihr nicht wissen, wie. Mal gucken, wie es läuft. sollten da draußen Spezialisten sein, die wissen, wie man CSS direkt in WP-Widgets reinkriegt bzw. eine Quelle für solches Wissen haben, bitte her damit!

Blöd nur, dass dieser Oldtimer jetzt schon wieder ein Upgrade hat. Oder auch nicht.

p.s.: Und ist schon wieder langsamer ... wenn auch nicht dramatisch ... *seufz*

 
kf

Sehr verehrte Kunden,

in der Abteilung Sport und Vergnügen finden Sie jetzt ganz aktuell Hinweise auf die Must-Haves im Bereich Sneaker und Outdoor. Unsere Partner vom Autohaus Schniekenschnuller präsentieren Ihnen passend zur kalten Jahreszeit heiße Schnäppchen und kleine Häppchen zur Probefahrt. Kaufen Sie jetzt zum Aktionspreis den Feynsinn-Kaffeebecher "Mehr Koffein wagen", noch günstiger im rabattierten Bundle mit der Teamkäppi und unserem Kult-T-Shirt mit der coolen Aufschrift "Keine Fashion, keine Freunde!". Das Weltretter-Jahresabo beschert Ihnen wie immer Zugang zu allen Artikeln des "Plus"-Bereiches sowie zur Community. Mit dem Erwerb der Feynsinn Gold Card wird Ihnen sogar die freundliche Behandlung durch den Betreiber und seinen Säzzer zuteil. Eigentlich unbezahlbar. Seien Sie es sich wert!

Bloggerismus kostet nicht nur Koks und Whisky, sondern auch Geld. Das ist bekanntlich schwer zu beschaffen und mit diesen unangenehmen Risiken verbunden. Die Opfer, mit denen man es aufnimmt, werden ja auch nicht jünger. Unsere Qualitätstexterei an den #feynsinn dran ist zwar der zwanghafte Auswurf eines Überzeugungstäters. Aber ich kann natürlich länger und öfter, gewissenhafter [Das ist so geil, das muss ich einfach aus dem Original so stehen lassen. Wenn ihr nicht zahlt, kann ich auch anders. Geiler Scheiß! säzzer] und effektiver an euch rummachen, wenn ich dafür Angebote bekomme, die ich nicht ablehnen kann.

Eine kleine Spende tut helfen, große Spenden tuten natürlich mehr; einmalige Ablasszahlungen sind ebenso hilfreich wie lebenslang Freibier.
Wir freuen uns über jede Spende!1!!
Schreibt uns einfach an, dann teilt euch der Säzzer mit, wo die Kontoverbindung steht und sagt euch auch gleich (einschließlich Tiernamen), woran es liegt, dass ihr sie nicht von selbst findet. Selbstverständlich könnt ihr mir nicht mit PayPal in den Schritt greifen. Sonst natürlich schon. Ich mache haptisch alles, wisst ihr ja: Französisch, von hinten und ins Knie.

[Gruß an die gemäßigten #rebellen; säzzer]

tl;dr: Ihr habt mir letztes Jahr entscheidend über die Straße geholfen. Heißen Dank an alle, die "da Button" gefolgt sind. Das nächste Jahr wird auch wieder recht eng, ich empfehle mich daher auch den Anderen.

Immer für Sie daa ...

 
bc

Ich wurde ausgetrickst und bin zum Anfang Oktober nach Barcelona geflogen. Der Anrufer meinte, ich hätte 15 Minuten Zeit zu entscheiden, ob ich mitfliege. Dass am 01.10. das Referendum war, hatte ich dabei nicht auf dem Schirm. Aus unterschiedlichen Gründen sagte ich also zu.

Vorab: Ich finde fliegen scheiße. Der alte Mann hat sich zum ersten Mal in solche Kisten gesetzt, die dröhnen wie Hulle, den Schädelinnendruck ständig ändern und einen so schnell von A nach B bringen, dass man gar nicht mitkriegt, eben gereist zu sein. Das einzig Geile ist aus dem Fenster Gucken. Dafür muss ich das aber nicht öfter machen. Wir bleiben in der Provinz!

Was tue ich hier?

Barcelona also. I've been tricked, reingelegt! Unter anderem, weil ich es gar nicht mag, wo herum zu touren, wo ich nada von der Landessprache verstehe. Schon Spanisch nicht vorhanden; Katalan negativ. Dabei wäre es so spannend gewesen. Man kann sich mit Englisch so weit behelfen, dass es fürs Gröbste reicht. Gespräche kommen so eher nicht zustande. Dabei hätte ich doch gern gewusst ...

Beschränken wir uns also auf visuelle Eindrücke und die drei Brocken, die mein Latein und das Englisch der Anderen zulassen. Es kreisten schon am Freitag ständig Hubschrauber in der Luft, 24 Stunden lang. Der Polizeistaat hat sich sehr präsent gezeigt und bekanntermaßen am Sonntag dümmst möglich zugeschlagen. Das Ereignis selbst habe ich vor allem im Fernsehen verfolgt. In den Teilen der Stadt, in denen ich herumgelatscht bin, war es ruhig.

Am nächsten Tag war die ganze Stadt auf den Beinen, vor allem das scheinbar gesamte Jungvolk. Wenn es die Absicht der Zentralregierung war, die Kluft zwischen ihr und den Katalanen auf unendliche Weiten zu prügeln, kann man nur gratulieren. Montag bin ich in eine Demo geraten. Die Stimmung war gelöst und friedlich, als seien sie froh, dass die Guardia Civil mit ihren Gummigeschossen die Entscheidung endgültig herbeigeführt hat.

"Si" heißt nein

Rajoys Machtdemonstration ist insofern voll nach hinten losgegangen. Ich weiß ja mangels Sprachkenntnissen nicht, was genau die Katalanen eigentlich dazu veranlasst, sich von Spanien zu trennen, aber das dürfte inzwischen egal sein. Vor allem die Jungen haben offenbar das Bedürfnis, Einfluss zu nehmen auf ihre Situation, auch wenn es weder überzeugende Gründe gibt noch irgendwer weiß, wohin das führt. Ein einiges "So nicht!" und "Ihr nicht!" fühlt sich einfach gut an.

Rational ist da wenig. Warum eine Region, die sich abspalten will, einen Generalstreik veranstaltet, will sich mir nicht erschließen. Obwohl: Wenn in Barcelona die Busse und Taxen stillstehen, wird das Herrn Rajoy vielleicht schlimm beeinträchtigen und er von allen Ämtern zurücktreten. Wer will schon einen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden, der sich den ganzen Tag einen Ast lacht?

p.s.: Den einen noch, den hatte ich sogar im TV schon verstanden. Sagt die Zentralregierung: Das Verhalten der Polizei (bzw. der Guardia Civil) war "professionell und angemessen". Aka "Es gab keine Polizeigewalt". Das kann ich auch zu Hause haben.

 
dn

Feynsinn ist zwölf. Das ist das Alter, in dem man Kinder allmählich ins Arbeitslager schickt und sie wieder abholt, wenn sie erwachsen sind - oder sich die ganz harte Kante gibt und die nächsten Jahre in Demut lernt, dass man keine Ahnung hat vom Leben, vom Universum und der Welt, die einem fortan die Lütten erklären werden. Nun, Feynsinn seinerseits hatte schon immer recht und war von Anfang an Weltretter, sodass seine Pubertät auch nicht schlimmer werden wird als die frühen Jahre.

Ich habe vor vier Jahren einmal einen Überblick gegeben über die Vergangenheit des Blogs; nicht erwähnt habe ich damals u.a. den Flügelschlag eines Schmetterlings, der einen Bundespräsidenten umblies, einen Bloggerkongress, meine letzte Wahlempfehlung und einen schlimmen Linksrutsch, hinaus vor die Pforten des parlamentarischen Betriebs, den ich inzwischen mit noch größerem Abstand betrachte.

Alles ist relativ; vielleicht bin gar nicht nach links, sondern die anderen nach rechts unterwegs; bei manchen bin ich mir da sicher. Einer erklärte inzwischen sogar ausdrücklich eine "Liebe zu Amerika". Doch, das meint der ernst. Womit wir für einen Augenblick die Spaßgrenze überschritten haben. Ein Bundespräsident von einem gewissen Format sagte einmal, gefragt, ob er sein Land liebe: "Ich liebe meine Frau". Ja, das war bei mir auch so.

In der Nacht nach dem elften Bloggeburtstag ist Uena gestorben. Das Trauerjahr ist zu Ende, aber die Tränen kullern weiter. Man kann auch gar nicht so viel heulen wie das traurig ist. Immerhin, so viel darf nach der ganzen harten Arbeit des ersten Jahres gesagt werden: Die Sicht wird merklich klarer, meistens. Man lernt, um das schwarze Loch herum zu laufen. Ist das ein Trost? Eher doch wieder nur die Wahrheit. Eigentlich gehört das nicht hierher, aber es ist so präsent, dass ich es nicht verschweigen will.

Was das Blog angeht, so können wir jetzt mal die nächsten dreizehn angehen, um dann ein ordentliches Jubiläum zu begehen. Doch, das geht. Kommt, das sitzt ihr doch auf einer Backe ab!

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