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Dass der Staat in seinem Amoklauf beginnt, auf Basis reiner Symbolpolitik Menschen zu drangsalieren, ist nicht überraschend. Maas in seiner totalitären Gesinnung hält sch jetzt als Bundesminister auch für kommunale Einrichtungen für zuständig. Die "Rote Flora" hat zwar absolut nichts mit den Krawallen in Hamburg zu tun, aber er will sie schließen. Grund: Krawall ist böse, der Krawall muss als "linker" Krawall gelten und die Flora ist "links", also böse. Sollte das wirklich versucht werden, trifft das ja nicht nur deren Besucher und Betreiber. Es betrifft vor allem die Anwohner, denn dann wird die Schanze erst recht brennen.

Ein bisschen Kleinkrieg, ein bisschen Revolution spielen. Im Osten kennen wir das schon, da ist die Polizei aber eher auf Seiten der Wütenden, denn die sind dort rechts. Revolution wird von Frustrierten gemacht, nicht von Rechten oder Linken. Wer sich politisch an die Spitze setzt, das entscheiden die Optionen. Der Stand der Technik, das Narrativ, die Organisation vor Ort. Weder "Pegida" noch G20 Gegner wollen politische Konzepte umsetzen, schon gar nicht die Dumpfbacken, die ohne jede Idee etwas kaputtmachen wollen.

Zielloser Stunk

Es trifft sich hier ein allgemeiner Frust ohne Ziel (das unterstelle ich auch den 'Linken', denn auch die haben kein erreichbares Ziel) mit einem halbgaren Kalkül staatlicher Aufrüstung. Staat will alles dürfen, wenn Staat etwas als 'gefährlich' einstuft. Maas ist die Speerspitze dieser Variante des Faschismus; da kann sich sogar der glühende Antidemokrat de Maizière zurücklehnen und nur ab und an zustimmen. Die Konstellation ist die eines aufblühenden Polizeistaates im Schützengraben gegen etwas, das in Stuttgart (21) zu früh und fälschlich ausgerufen wurde: den Wutbürger.

Es ist tatsächlich egal, aus welchem Grund Menschen auf die Straße gehen. Der Staat will das nicht. Haben auch die an der Front, die rechtsextremen vor allem in den Hundertschaften, großenteils Sympathien für die Rechten; im Grunde ist jeder, der aufbegehrt, ein Staatsfeind. Die Roten sind natürlich die Schlimmsten, denn die sind obendrein gegen das Kapital und sowieso aus Tradition falsch und undeutsch. Schließlich ist das Deutschland hier. Gesetze werden am liebsten gegen Links gemacht, aber wenn sie einmal gelten, können sie jeden holen.

Das ist das Ende

Die vollkommene Bewusstlosigkeit der Medien ist derweil zum Haare raufen. Sie kapieren es tatsächlich nicht: Selbst wenn die von ihnen verteidigte Herrschaft über jeden Verdacht eines Missbrauchs erhaben wäre, warten diese Gesetze auf die starke Hand, die nach Lust und Laune damit verfährt. Selbst ein Erdogan ist nicht Beispiel genug für sie. Der ist ja böse und ein Türke. Sie merken nicht, dass alles bestens vorbereitet ist. Man muss derzeit froh darüber sein, dass die Arroganz dieser Macht sich auch gegen rechte Verschwörungstheoretiker® wendet. Tatsächlich verläuft die Front derzeit horizontal.

Wir liegen damit absolut im Trend. Ungarn, Polen, Türkei, Frankreich - wohin man schaut, Ausnahmezustand, Entrechtung, Verfassungsbruch und totalitäre Tendenzen. Die Weltpolzei wird gleichzeitig von einem Irren angeführt. Bei den Eliten und ihren Lautsprechern ist das kein echtes Thema. Bestenfalls werden Phrasen abgesondert. Die Diskussion der Ursachen? Fehlanzeige. Die da unten wissen es auch nicht besser und zünden ab und zu wen an. Fürwahr ist die Zombieapokalypse die zeitgemäße Allegorie. Wir sollten mehr fernsehen.

p.s.: Ich habe die neue bayrische Schutzhaft gar nicht erwähnt. Es passiert halt so viel ...