brainpipeSie sind der Kitt zwischen Himmel und Hölle, zwischen superreich und sackarm, verblödet und ungebildet. Sie sind der beste Schutz, den es gegen Fortschritt und Aufklärung gibt, die wahren und einzig Gläubigen, Radfahrer, Leuteschinder, Eichmänner, Pflichttuer, Fahnenträger, kurzum: Die Nützlichen Idioten, ohne die es Oberschicht und Unterschicht, Herren und Sklaven, Ordnung und Ungerechtigkeit nicht lange geben kann.

Die Kriecher der Mittelschicht, die stets mit großem G vor ihrem Eifer die Gebetsmühle drehen, der Freiheit das "Ja aber" ins Gesicht prügeln und jede Maßnahme, jeden Befehl mit sadomasochistischem Genuss exekutieren. Sie sind der Double Buttplug, analfixierte Strafbefürworter, die sich nichts sehnlicher wünschen als Härte im Namen der Obrigkeit, die unten zu sicht- und hörbarem Elend führt. Sie kriegen den Finger nicht aus dem eigenen Rektum, während sie ihren Autoritäten so weit von hinten entgegen kommen, dass es schon wieder hell wird.

Nützlich

Nützlich sind sie, weil ihre Herren sich nicht selbst die Finger schmutzig machen. Selbst ihre Lügen lassen die Großen und Mächtigen von ihren Kriechern verbreiten, von ausgebildeten Lügnern, wobei ihnen natürlich die Idioten am liebsten sind, jene verklärten Prediger, die an alles glauben, wenn man ihnen nur eintrichtert, dass es dem Ganzen dient, weil es den Großen dient. Ein bisschen dürfen sie sich dann selbst groß fühlen, immer ein bisschen größer, je weniger noch vor ihnen stehen, die selbst in etwas Größerem stecken.

Der eine verwechselt da schon mal einen anderen mit den Großen selbst. Nehmen wir mal einen Journalisten und nennen ihn "Denkler", weil er verkündet, was andere denken sollen, ohne dass er selbst auch nur die Regung einer einzigen Synapse verschwendet. Was er zu 'denken' gibt, ist das Konstrukt, hinter dem sich der schiere Machterhalt verbirgt. Thesen, die selbst nicht gedacht, sondern nur gemacht wurden, Widerhall vermeintlich göttlicher Ordnung. Ein Denkler schafft es daher, jemanden regulär anzubeten, der seinerseits selbst nur das Mantra derer betet, die noch über ihm stehen. Ein Vasall zweiter Ordnung, der den Präsidenten nicht von der Macht unterscheiden kann, seine abstrakte Eloge aber notfalls auch über eine Parkuhr halten würde, käme die ihm nur wichtig vor.

Zahnlos

Oder nehmen wir einen anderen, meinetwegen namens "Beise", weil er wie ein Hund daherkommt, der es nicht wagen würde, sein Herrchen je zu beißen und deshalb präventiv den Konsonanten entschärft. Zahnlos, treu und ergeben eben. Dessen Sportlichkeit bleibt unerreicht; wo andere spätestens bei der zweiten Kurve stecken bleiben, kommt er tiefer hinein, kein sperriges Rückgrat stört die Flexibilität. So gelingt es ihm, in tief religiöser Andacht alle die Glaubenssätze zu wiederholen, auch tausendfach, die nur eine Wirklichkeit kennen: Dass alles gut ist.

Was über allem thront, ist unbezweifelt und unfehlbar. Wer es anzweifelt, ist fehlgeleitet, falsch und sündig. Was nicht gut ist, ist eine Prüfung, und wer sie nicht besteht, fehlt im Glauben.
Das tradierte Wort, die heiligen Schriften, sie sind wahr. Die Heiligen, sie sind anzubeten. Frömmigkeit allein verspricht Heil. Ein frommes Volk wird belohnt werden, und wer die Hohen und Heiligen ehrt, wird daran teilhaben. Amen.

Und das noch

Wer das Allerletzte aus der Charge auch noch erträgt, kann sich gern noch mit den kniefälligsten Inquisitoren der Neuzeit befassen, die einem mit seligem Lächeln den Opferdolch in den Leib stoßen und ihn drehen, bis der Deutschlandfunk erklingt. Die aus der Sekte "SPD" und deren Folgeerscheinungen. Religiöser Fanatismus der widerlichsten Sorte.