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Es ist wahr. Sie sind hier. Überall. Sie sind alle. Hier wird kein Wort Deutsch mehr gesprochen. Spanisch, Französisch, Englisch, Russisch, und das nur auf dem Weg zum Bäcker, der wegen der Unsicherheit, die diese Horden verbreiten, 42 Cent für ein Brötchen nehmen muss, das nur mehr aus politischer Korrektheit „Schrippe“ heißt.

Sie fotographieren alles. Ein kurzfristig leerstehendes Ding, das bald mit einer neuen tollen Geschäftsidee aufwarten wird, wie das mit den bunten Tellern und Tassen nebenan. Türen. Rinnsteine. Cafés. Fahrräder. Warum tun sie das? Was hecken sie aus? Wollen sie hier einbrechen?

Der einzige deutsche Satz, den ich höre – nein, das ist kein müder Witz – kommt direkt aus dem gammeligen Schlund der Hölle, Heise-Forum, Mülleimer, Spamfilter: „Armes Deutschland!“. Einer der letzten Einheimischen, dessen Verzweiflung über die Verlotterung der Sitten nach der Umvolkung seiner Stadt sich Bahn bricht.

Umvolkung abgeschlossen

Buschkowsky, wo bist du? Auf dem Weg hierher hörte ich auf einem der zwanzig Radiosender, deren Gedudel man keine drei Minuten aushält, dass du dort eine eigene Sendung hast. Wie nutzlos, sie verstehen dich hier doch gar nicht. Man braucht dich vor Ort, wo du das Schlimmste verhinderst. Oder hätte hätte Fahrradkette nicht verhindert hast.

Sogar eine Synagoge haben sie hier, aber die ist eingesperrt. Panzersperren, Ketten, Bullerei, und zwar nicht, weil der Terrormann sich angemeldet hat, nein, das ist hier offenbar Alltag. Man weiß ja nie, was diese ganzen Ausländer so im Schilde führen. Ich sage euch, es ist schlimmer als in der Bronx. Berlin hat wirklich furchtbare Seiten. Das hier ist "Mitte". Tiefer kannst du nicht sinken.

Ich werde gleich durch die mit skurrilen Geschäftsangeboten gespickten Häuserschluchten mein Heil im nächsten Stadtteil suchen, aber mir wurde wenig Hoffnung gemacht. Dort sei es deutscher, heißt es, aber was dort noch übrig ist, sei kulturell schon völlig verwahrlost. Man verstehe sie nicht mehr; sie kennten gar den Unterschied von Mann und Weib nicht mehr.

In diesem Sumpf hält man es obendrein für Kultur, die Devotionalien einer der schlimmsten Banden der jüngeren Geschichte auszustellen, einer Rotte sogenannter Panker, die Haschgift spritzend ihre blutige Spur durch die einstige Kunst der Musik zogen und auf ihren Stromguitarren alles dafür taten, das Abendland total kaputt zu machen. Ich muss hier weg!