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Er hat doch schon so faire Löhne® gezahlt, der Herr. Er war so gut zu seinen Untergebenen - und nicht nur zu denen. Eine Mission hatten sie alle miteinander: die Welt besser zu machen, indem sie sie schöner machten. Schöne Welt durch gute Laune, Fernsehen ohne Trash und schlechte Nachrichten. Einfach alles gut® sein lassen. Aber dann kam alles anders. Waren es am Ende sogenannte "Arbeitnehmerrechte", die einer großen Vision das Genick brachen [jadoch, das ist eine gebrochene Metapher]?

Nicht nur, dass es derart überkommene bürokratische Hürden noch gibt, es gibt auch tatsächlich Störenfriede, Sozialneider und Besitzstandswahrer, die davon Gebrauch machen. Ein Betriebsrat in einem Unternehmen von Red Bull, wie absurd! Die Belegschaft und ihr Eigentümer Dietrich Mateschit sind erzürnt. Der Mann, der durch seiner Hände Arbeit ein Imperium geschaffen hat, soll sich hineinreden lassen, wie er seinen Plebs seine Leute behandelt?

Self Made Billionaire

Ihm gehören Rennställe, Fußballvereine, Fußballschulen, Flugshows, Eishockeyvereine, Basejumper und sonst noch was, auf vier Kontinenten, sowie die Stratosphäre. Für all das gibt er sein hart erarbeitetes Geld® aus. Ein Wohltäter des Sports, der Kultur und der guten Laune - braucht so einer Vorschriften und Aufpasser, die deren Einhaltung überwachen? Man sollte ihn eher heilig sprechen (oder wenigstens Voraussetzungen dafür schaffen). Ohne Männer wie Mateschitz gäbe es keinen einzigen Arbeitsplatz® auf der Welt.

Anonyme Gewerkschaftsterroristen "von Außerhalb" wollten den Gutsherrn also zum Betriebsrat zwingen. Das war das Ende vom Ende, er muss jetzt das ambitionierte Unternehmen ServusTV aufgeben, abwickeln, Arbeitskräfte freisetzen. Vernichtet sind hunderte Arbeitsplätze®, und alles nur wegen brutaler Heckenschützen unsichtbarer kommunistischer Kräfte. Im Kreml wird man darüber feixen. Solche Störfeuer nützen nur Putin.

Die Partei "die Linke", die sich ausdrücklich zum Ziel gesetzt hat, faire Löhne® in Deutschland zu erreichen, hat sich bislang nicht zu diesen Vorgängen geäußert. Jetzt heißt es Farbe bekennen. Geht es ihnen um die Pfründe einer überkommenen Nomenklatura von Seilschaften, Trittbrettfahrern und Bürokraten, die mithilfe von Gesetzen die Arbeit der Besten zerstören oder wollen sie wirklich Arbeitsplätze® und faire Behandlung? Es besteht die Gefahr, dass das Volk doppelt Schaden erleidet: indem es arbeitslos wird und obendrein nichts Lustiges im Fernsehen® kommt. Das kann doch niemand wollen!