Oktober 2015


 
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Original: Bundesarchiv_Bild_183-11076-0006

Wenn Verschwörungstheoretiker Verschwörungstheoretikern Verschwörungstheorien vorwerfen, ist für Unterhaltung gesorgt. Martin Reeh schreibt für die TAZ. Den Berichten seiner eigenen Zeitung kann man entnehmen, dass er Mitglied bei den Grünen war, jener Partei, die sich kürzlich wieder einmal Pädophilievorwürfen stellen musste. Er war auch Mitglied der SED-Nachfolgepartei PDS. Der Ultralinke wurde in der WASG sogar von Stalinisten als Stalinist bezeichnet.

Zu dieser Zeit wurde wiederum Udo Ulfkotte, den er selbst einen Verschwörungstheoretiker nennt, als "Terrorexperte" hofiert, und zwar von der "Zeit", für die Reeh auch schon geschrieben hat. Aus diesem sauberen Umfeld kommt also einer, der die "linke Tageszeitung" offenbar innenpolitisch auf Kurs trimmen soll. Das hat er ja gelernt, nur dass er inzwischen von ganz links nach ganz rechts gerutscht ist.

Na, macht's Spaß? Solchen Vernichtungsjournalismus kann man sogar mit Quellenangaben aus der Hand schütteln, wenn man handwerklich nicht völlig unfähig ist. Herr Reeh verzichtet darauf, wo er sich mit Albrecht Müller befasst in einem unterirdischen Machwerk, das den Schmutz fleißig in den Ventilator schaufelt ohne jedwede Fakten zu benennen oder sich mit welchen zu befassen. Da sind eben alle finstere Gesellen, die mal einen anderen getroffen haben, alle "Verschwörungstheoretiker", die in irgendeiner Weise anzweifeln, was Herr Reeh für Common Sense hält. Da ist es dann auch egal, wie und wo einer abweicht, sie sind allesamt "wahnsinniger Rand".

Wer kennt wen

Zum Objekt seiner inquisitorischen Betrachtung lässt sich vieles sagen, ich fasse das einmal aus meiner Sicht zusammen: Dass Lieb die Nachdenkseiten verlassen hat, kann eine Chance sein. Ich persönlich bin mit vielem, was Müller zum Besten gegeben hat, auch nicht einverstanden; seine Wortwahl ist da durchaus hervorzuheben, und auch ich hätte hier und da mehr Abgrenzungsbedürfnis. Ausgerechnet aber die Netzwerke von Atlantikern, die die NDS benannt haben, eine schlichte Tatsache also, zur Verschwörungstheorie zu erklären, stinkt. Dieser Unverschämtheit kommt man nur mehr mit Verschwörungstheorie bei; ich halte es da aber mit Überprüfbarem und prognostiziere schlicht, dass wir von Herrn Reeh noch mehr in dieser Richtung hören werden.

Ich habe die NDS vor einiger Zeit aus meiner dynamischen Blogroll entfernt, weil ich dort immer dieselben Quellen angezeigt bekomme und stets eine bestimmte politische Richtung. Das machen andere auch, aber wo ist dann der besondere Wert der NDS? Vor allem, dass sie sich nicht (mehr) streiten, finde ich bedauerlich (schönen Gruß an Herrn Berger). Was die Substanz anbetrifft, nicht zuletzt die Arbeit mit Quellen, sind aber selbst die NDS jenen Journallikern turmhoch überlegen, die nur noch aus der Arroganz ihrer vermeintlich höheren Warte die Wahrheit® verkünden.

Am Ende habe ich keinen Grund, die NDS zu verteidigen, es sei denn gegen eine schon stilistisch entlarvende Verleumdung. Dies auch nicht, weil sie es nötig hätten oder nicht selbst könnten, sondern weil ich einen derart konzentrierten Dreck wie den aus Reehs Giftspritze unerträglich finde. Es bleibt also die Frage, die wir Verschwörungstheoretiker alle irgendwann stellen: Cui bono? Die besseren von uns lassen sie offen.

 
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Die lieben Kollegen schreiben wieder einmal nur für mich. Alle. Nicht bloß, dass die Regierung Berichte über Millionen Flüchtlinge schreiben lässt, um meine politische Standhaftigkeit zu testen! Die "Kollegen" sind auch von denen gekauft und schreiben Artikel, um mich neidisch zu machen. Ich greife mir einmal zwei heraus:

Da ist jener, der sich "Pantoufle" nennt und postet so etwas. Durchschaue ich sofort. Das kann er gar nicht selbst gemacht haben. Aber so tun als ob, weil er weiß, dass ich auch gern so etwas könnte. Überhaupt: Schöne Dinge, mit Phantasie gewerkelt, Kunsthandwerk oder gar Kunst, was soll das? Das tun sie, um uns zu zeigen: "Seht her, so etwas gibt es. Das könnt ihr euch aber nicht leisten!". Falle ich nicht drauf rein.

Wie gern hätte ich gelernt, Gitarren zu bauen. Ich schraube seit ein paar Jahren an welchen herum, auf der Suche nach einem Ton, der nicht drin ist. Oder schlimmer noch: Er ist drin, und dann merke ich, dass ich ihn gar nicht haben will. Neulich habe ich einen Hit komponiert. Echt geiles Stück. Da ich aber nicht notieren kann und es zu spät war, das aufzunehmen, ist er jetzt weg. Das weiß Herr Pantoufle natürlich, weil sein Verfassungsschutz mich beobachten lässt, und darum schreibt er Artikel, die mich daran erinnern. Macht mir gar nichts.

Mein kämpferischer Weg

Na klar, es ist am besten, wenn man sich abspricht und eine konzertierte Aktion daraus macht. Zweifrontenkrieg. Also kommt der andere daher und täuscht einen Jahrestag vor. Ich müsste ihm also gratulieren, ihn loben, weil er so fette Schnitzel schreibt. Als wüsste ich nicht, dass er mich nur anhängig machen will, und eines Tages kommt er mir dann mit: "X Jahre sind genug, ich mache jetzt was anderes." Durchschaut, mein Lieber, ich weiß, was deine Redaktion vorhat!!

Überhaupt solltest du mal endlich eine eigene Domain beziehen und darüber nachdenken, was du eigentlich treibst. "Ich will immer noch keine Verlagsangebote. Ättätättätää bätsch bätsch!" Ich bin ja nicht der Einzige, den du mit dieser Beleidigung triffst. Weißt genau, wie gern ich ein Buch veröffentlichen würde, dabei kriege ich es nicht mal geschrieben. Aber da draußen sind noch andere, die sich nach einem solchen Angebot die Finger lecken würden. Denen mal satt in die Visage gegrätscht, nur um mich zu provozieren. Toll gemacht!

So sind sie, diese Trolle. Nehmen keinen Rat an, verfolgen erbarmungslos Kollegen, auf die sie neidisch sind und bilden Fronten. Wenn ich dann bei ihnen kommentiere, fliege ich meistens raus, weil ihnen eines gar nicht passt: Kritik. Daher habe ich die Taktik geändert und schreibe inzwischen meine Kritiken unter dutzenden Pseudonymen. Anfangs ganz höflich und positiv, Lob lesen sie ja alle gern. Dann gut vorbereitet die Wahrheit. Als Kommentar, per Mail und auch schon mal in den Briefkasten, das wirkt am besten. Wir müssen dafür sorgen, dass der Hass aus dem Internet nicht ausufert. In mir habt ihr dabei immer einen Kämpfer für die gute Sache. Nichts zu danken!

 
VIDEO MERKEL

Zum Thema "was ihr wählt, ist uns egal", gibt es ein neues Highlight aus Portugal, wo ein einziger auf Linie getrimmter Hanswurst ausreicht, um eine NATO- und EU-treue Regierung zu erzwingen. Die Argumentation ist dann auch diese: Da drohe ja eine Regierungsbeteiligung gewählter "Kommunisten", das sei eben schlecht für den Euro und das Ansehen in der EU. Denn das ist es, was zählt: Bündnistreue, Treue zu den Mächtigen, Treue zum Kapital. Sogar die Währung wird erwähnt, damit daran auch kein Zweifel bleibt.

Es geht eben um Macht, und da sind Argumente das Klappern der Pistole, die demonstrativ auf den Tisch gelegt wird. Regierungen regieren nicht mehr, sie üben die Macht derer aus, von denen sie beeinflusst werden. Zur Not muss eben ein 'Präsident' dafür sorgen, dass die Mehrheit nichts zählt. So verhält es sich dann folgerichtig auch mit Gesetzen und ihrer Auslegung. Am besten man überlässt das gleich geheimen Zirkeln von Lobbyisten und gedungenen politischen Funktionären wie bei ACTA, CETA, TTIP oder dem ESM. Wenn nicht, kommt allemal so etwas dabei heraus:

Geliefert wie bestellt

Wenn ein Großverlag beim berüchtigten Amts-und Landgericht eine Entscheidung bestellt, wird die geliefert, gleich wie unsäglich dumm die 'Begründung' ausfällt. Es sei eine Urheberrechtsverletzung, wenn durch Werbeblocker Werbung nicht angezeigt wird, die technische Möglichkeit dazu also bereits ein Rechtsbruch. Dahinter steht das absolute Recht des Kapitals auf Verwertung, dem sich alles unterzuordnen hat. Dem Gericht erscheint dies so unzweifelhaft, dass es für eine einstweilige Verfügung reicht.

Aus den USA wird aktuell gemeldet, dass eine Klage gegen die NSA abgewiesen wurde mit dem 'Argument', Snowden habe ja nur belegt, dass die NSA die Möglichkeit zur Totalüberwachung hätte, nicht aber, dass sie genutzt werde. Das kennen wir schon von der originellen deutschen Rechtslage, nach der ein Angriffskrieg nicht rechtswidrig ist, sondern nur die Vorbereitung dazu. Ein anständiger Angriffskrieg hat daher überfallartig stattzufinden, dann klappt's auch mit dem Rechtsgutachten.

Alles im Griff

Das fröhliche Flip-flop der ausführenden Politclowns wie Merkel und Gabriel ist da nur logisch - wie gesagt: heute pro, morgen contra, mit derselben Begründung, das folgt dem, was von Logik übrigbleibt, wo die Willkür herrscht. Wir wollen das heute so, also muss es heute so entschieden werden. Morgen wollen wir etwas anderes, vielleicht kommt auch wer daher, der noch mehr Einfluss hat, dann wird das halt anders entschieden. Wichtig ist nur, dass die ehemaligen Rechtsstaaten den angemeldeten Interessen folgen. Dafür sorgen das richtige Personal und steile Hierarchien. Entschieden wird oben, und wer dort ankommt, ist bereits bestens betreut.

Dort braucht es keine Intelligenz; Moral ist erwünscht, aber nur solche, die für alle anderen gilt. Brutal soll es sein, aber auf keinen Fall so aussehen. Es darf gern menscheln, auch wo das Blut in Strömen fließt. Sympathisch muss es wirken und verkaufsfördernd, die Macht preisen, beschönigen und verharmlosen. Gern strunzdumm, denn das ist der Lackmustest der Macht. Wer damit (siehe Video) durchkommt, hat den Laden im Griff.

 
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Eine höchst geheime Konferenz, an der Vertreter der europäischen Staaten, Wissenschaftler, Experten und Sozialverbände teilnehmen, berät seit einigen Jahren Möglichkeiten, die Toleranz zwischen verschiedenen Konfliktgruppen zu fördern und friedliches Miteinander zu organisieren. Am Vorbild solcher Staaten und Gruppen, die in der Vergangenheit sowohl auf Kriegseinsätze als auch auf Waffenverkäufe verzichtet haben, soll die Welt friedlicher und sicherer gemacht werden.

Im Vordergrund stehen dabei Ideen, die unabhängig von wirtschaftlichen Erwägungen wie Profiten und Rohstoffquellen das weltpolitische Interesse an friedlicher Koexistenz voranbringen. Ideologische Probleme wie Vorurteile und Ressentiments sollen gelöst werden, indem man vor allem miteinander spricht ohne sich gegenseitig zu bedrohen. Es zeichnet sich ab, dass eine große Mehrheit der teilnehmenden Staaten künftig jede Macht ächten wird, die Gewalt ausübt oder Kriege vorbereitet. Dazu gehören insbesondere die Produktion von Waffen und deren Verkauf außerhalb des eigenen Territoriums. Langfristig soll auch der Waffenverkauf im Inland auf die Tagesordnung kommen.

Es herrscht reges Interesse an der Teilnahme. Organisationen, die aus unterschiedlichen Gründen zunächst nicht eingeladen wurden, drängen massenhaft zur Aufnahme in den Kreis der Verhandlungspartner. Die Konferenzen wurden daher bislang geheim gehalten, um den Ansturm bewältigen zu können. Wie es heißt, seien auch Mitglieder sogenannter "Verteidigungsbündnisse" willkommen, wenn sie sich an die Statuten halten. Dies hat bereits zu weitreichenden Reformplänen geführt, die bald weltweit bekannt gegeben werden sollen.

Noch leugnen sie

Versuche einzelner Lobbyorganisationen, vor allem der Waffenindustrie, den Prozess zu beeinflussen, haben bereits zu Festnahmen und Verurteilungen wegen Nötigung, Erpressung und Landesverrat geführt. Aggressiver Lobbyismus soll bald global geächtet werden. Verurteilte Täter dürfen danach kein Staatsamt mehr innehaben und auch keinem Wirtschaftsunternehmen vorstehen. Ein umfassendes Paket gegen Korruption wird noch in diesem Jahr verabschiedet.

Die deutsche Seite wird vertreten durch den Verein Atlantikbogen, die Gesamtdeutsche Bank, die Initiative Ältere Soziale Marktwirtschaft, Roland Bilfinger, McBerger, die Ökonomische Kirche, den Gewerkschaftsbund Deutschland, den Rat der Wissenschaft und einige Nobelpreisträger.

Die Verschwörung wurde aufgedeckt, als interne Papiere der CDU/CSU zum NATO-Austritt öffentlich wurden und Verteidigungsministerin Albrecht erklärte, sie könne sich sonst "auf der Konferenz nicht blicken lassen". Selbstverständlich wird offiziell noch geleugnet, dass solche Konferenzen stattfinden. Der Autor selbst wurde als "offenbar psychisch krank" bezeichnet, als er das Ministerium mit den Vorwürfen konfrontierte. "Wir sind dem Wachstum verpflichtet, sonst nichts. Wer etwas anderes glaubt, sollte zum Arzt gehen", so ein Sprecher des Ministeriums wörtlich.

 
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Bundesarchiv B 145 Bild-F049327-0028 Wegmann, Ludwig

Neulich postetete mal wieder wer Ausschnitte aus Reden von Herbert Wehner. Der Mann war zu seiner Zeit durchaus weit unterhaltsamer als der Durchschnitt seiner Berufsgenossen - und auch der anderen Kollegen, es war aber auch die Zeit selbst, die das ermöglichte. Es gab eine ganze Horde brauchbarer Redner und sogar die eine oder andere Argumentation, der man sachlich etwas abgewinnen konnte.

Schon zu Joschka Fischers Zeit hatten sich alle Redner, die etwas auf sich hielten, von den Plenarsälen ferngehalten. Fischer, seine "Grünen", Fischer und Fischer waren damals noch frisch und sahen eine Zukunft für sich, wo die anderen schon begonnen hatten, ihre Vergangenheit verschnarcht zu verwalten. Danach kam noch ein bisschen Frischfleisch aus dem Osten, darunter einige beachtliche Talente, und es gab Oskar Lafontaine, der dank diverser Frischzellenkuren ebenfalls rhetorisch beweglich blieb.

In der Tasche

Selbst um die beiden von der 'Linken' wird es ruhig, und da scheint weit und breit nichts nachzuwachsen. Wie auch? Um zu streiten, braucht man Ziele. Woher sollen die kommen? Der Kapitalismus hat sie alle in die Tasche gesteckt, ihnen was in die Tasche gesteckt, jedenfalls jeden Ansatz einer Alternative mit eimerweise Zuckerguss verklebt. Wem das nicht reichte, den erwischte ggf. ein 'Skandal'. Für den einen reichten ein paar Bonusmeilen, andere wurden als Pädophile entlarvt. Nicht, dass die gut reden konnten, aber vielleicht hätten sie etwas zu sagen gehabt, was besser niemand hören soll.

Wer hat in den letzten 25 Jahren politisch Karriere gemacht? Im Westen wie inzwischen auch im Osten nur mehr geborene Parteisoldaten, Schlipshälse, Sesselfortsätze. Sie sind die neunundneunzig Prozent – das ist die Quote der faden Hanswurste, die selbst einen Maniker auf Koks binnen Sekunden ins Koma langweilen. Wie auch nicht? Die jüngere Generation hat nicht einmal eine Vergangenheit und teilt mit dem Rest der dekadenten Meute den Platz im Schwarzen Loch, ohne Gegenwart, ohne Zukunft.

Generationen, denen jede Vision von einer Zeit fehlt, die anders wäre. Sie schätzen heute dies und morgen das, weil alles "egal", also gleich ist, geführt von der Bleiernen Kanzlerin, die zur immer gleichen Geste ihre Meinungen nur so zum Spaß mehrfach täglich wendet. Sonst bleibt alles beim Alten: Dieselben Herren, dieselben 'Freunde', dieselben Götter, dieselben Feinde und am Ende das Wetter, dargebracht von professionellen Vorbetern.

Erzähl mir nix

So ist das mit der Macht, wenn sie altert. Sie hat keine Zukunft, schon weil sie keine mehr zulässt. Je erfolgreicher sie die Alternativen unterdrückt, egal ob in Euro, Dollars oder Guantanamo, desto unerträglicher wird der Grauschleier, unter dem alle bewusstlos dem alten Götzen dienen. Deshalb erscheinen selbst Strauß, Schmidt oder Barzel heute wie Helden des politischen Entertainments; von Wehner ganz zu schweigen. Brandt erscheint wie ein Leuchtturm der Vernunft, Weizsäcker wie ein gestandener Antifaschist.

So sieht Vergangenheit aus, wenn der Smog dick genug ist. Märchen statt Geschichte. Was den Unterschied macht, ist dass die Zeiten der Debatten noch unsicher waren. Es gab noch die reale Angst von dem Anderen, die Erinnerung an das andere Andere und den Versuch, den rechten Weg in die Zukunft zu finden. Das heißt nicht, dass der falsche nicht längst eingeschlagen war. Es heißt nicht, dass irgend etwas besser war außer der Inszenierung. Es heißt nur, dass es heute noch schlechter ist.

 
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Eine schulbuchmäßige Übung zur Lesekompetenz, einhergehend mit einem sehr lehrreichen Bericht, hat Katrin McClean in der Telepolis hingelegt. Das ist äußerst bedauerlich, denn ich hätte gern nur geschrieben, dass es sich um einen interessanten Bericht handelt. Gegenstand ist ein Dinner beim "Spiegel", der kritische Leserbriefautoren eingeladen hatte. Was Redakteure und Mitarbeiter dort offenbaren, wirft ein Licht auf deren Arbeit, in der endlich etwas sichtbar wird von den Motiven und Einstellungen, die zu einer teils bizarren journalistischen Haltung führen.

Der Begriff "Verschwörungstheorie", der häufig von Journalisten gegen ihre Kritiker gewendet wird, ist deutlich überstrapaziert; es empfiehlt sich aber, ihn hier einmal als Arbeitsbegriff anzunehmen, denn es werden mehrfach verschrobene Ansichten deutlich, die den Fokus verschiedener Diskutanten bestimmen. Leider eben auch den der Autorin, die mit ihrem Schlussatz den bis dahin hervorragenden Artikel zur leichten Beute ihrer Kritiker macht. Dort brandmarkt sie "den fortlaufenden menschenverachtenden Einsatz nuklearer Waffentechnik durch die USA".

Was wie wer wann wo

Der hat nun leider nichts mit dem Rest des Artikels zu tun, weder mit journalistischer Arbeit noch Russenfeindlichkeit oder der Personalisierung auf Putin. Er schwebt da vor sich hin, ohne dass wir auch nur erführen, was damit gemeint ist. Es gibt keinen "fortlaufenden menschenverachtenden Einsatz nuklearer Waffentechnik durch die USA", denn dieser Begriff ist recht eindeutig auf Kernwaffen festgelegt, die seit Nagasaki nicht eingesetzt wurden. Es ist ein Leichtes, hier festzustellen, dass nur ein Spinner so etwas schreiben kann.

Vielleicht - das schlimmste, was man einem Bericht antun kann, ist darüber zu spekulieren, was gemeint ist - meint sie Uranmunition. Die wird nicht nur eingesetzt, sondern hat schon bei 'Übungen' zum Beispiel Sardinien verseucht. Der Vorwurf hätte zwar Substanz, hat aber leider nur sehr am Rande mit dem Thema zu tun. Es bleibt also festzustellen, dass hier noch fix ein verschrobener Vorwurf untergebracht wurde, der zusammenhanglos und unsachlich auftaucht. Dies wiederum ist zumindest ein Element, dessen sich Verschwörungstheoretiker gern bedienen.

Die anderen können das aber auch. Ein Highlight des Artikels ist die Aussage des Spiegel-"Faktenprüfers", er "halte sowohl Obama als auch Putin für gefährlich, nur Putin fände er eben doch etwas schlimmer. Weil der eben nach der Weltmacht greifen wolle". Das glaubt der Faktenchecker des ehemaligen Nachrichtenmagazins, womit er der VT noch einen zünftigen Schritt näher kommt als die Autorin. Da will einer die Weltmacht, und alles, was er tut, folgt diesem Motiv. Daraus lässt sich logisch ableiten, dass der böse Weltherrscher aufgehalten werden muss. Obendrein passt die gesamte Russland-Politik des Spiegel unter diese Prämisse.

Tiefer hängen

Es gibt weitere erhellende Aussagen im Bericht, den ich dringend zur Lektüre empfehle. Hier noch einmal zurück zum Problem 'VT': Tatsächlich sind hier wie gesagt verschrobene Weltbilder am Werk, die einen unheilvollen Einfluss auf die Debatten, Beiträge, Berichte und Meinungen nehmen. Für respektable journalistische Arbeit sind diese völlig inakzeptabel, und so etwas hat in einer vernünftigen Debatte nichts verloren. Es hilft aber gar nichts, jeden solchen Ansatz "Verschwörungstheorie" zu nennen, um den Gegner zu pathologisieren und als Person wie als Teilnehmer an der Debatte zu diskreditieren.

Wer nicht nur den Kriegshammer schwingen kann, sondern auch das Skalpell zu nutzen weiß, kann durchaus auch solchen Beiträgen Erkenntnisse entnehmen, die irgendwo in Paralleluniversen abdriften. Es gibt freilich auch Beiträge, in denen Dogmen, Korruption oder Unwissen derart das Zepter schwingen, dass es keinen Zweck mehr hat. Auch das aber kann man nachweisen. Es gibt journalistische Standards, die recht brauchbar formulieren, was zu tun ist, um nicht zu verschleiern oder zu manipulieren. Die entscheidende Frage ist, ob diese eingehalten werden oder nur noch auf dem Etikett stehen.

 
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Die Geschichte Italiens als eine der antikommunistischen Koalition zwischen Mafia, dem Geheimdienst des Kapitals und den Faschisten ist ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel der Kräfte, die einer schieren Logik folgen. Es geht eben um Macht, und mit dem Kapital, mafiösen Strukturen und dem Faschismus haben wir alle Machtstrategien beisammen, die keine Rücksicht auf etwas anderes nehmen als den Erhalt der eigenen Macht und Position.

Die oft regionalen Mafiagangs und -Clans unterwerfen sich keinem staatlichen Gesetz, erkennen weder das Recht auf Leben an noch sonst eines außer der Treue zum eigenen Verein. Selbst das grenzt freilich dort, wo die Karriere nur durch den Mord an einem Familienmitglied voran geht. Das Kapital kennt kein anderes Gesetz als dass es sich vermehren muss. Wo es an Grenzen stößt, werden diese abgeräumt. Ein Ende der Verwertung ist nicht denkbar. Der Faschismus schließlich ist die Form staatlicher Macht, in der die herrschende Partei nach Gusto Macht gegen alle ausübt, die sie zum Feind erklärt. Dabei ist jedes Mittel recht.

Nutze die Macht

Alle drei Strategien bedienen sich des Staates, um ihre Macht zu festigen. Die Mafia erpresst Amtsträger, ermordet sie oder schmiert sie. Der Faschismus übernimmt ihn zur Gänze, um Gesetze zu erlassen, die keinem Rechtssystem folgen, sondern eben den Interessen der Partei. Das Kapital lässt sich vom Staat die Infrastruktur hinstellen und das Eigentum schützen, korrumpiert und bedroht Amtsinhaber und Parteien mit wirtschaftlichen Mitteln und verwertet Staatseigentum.

Wo diese Kräfte einig sind, herrscht der blanke Terror, und nur die Macht selbst kann das Spiel beenden, indem die Mächtigen übereinander herfallen oder sie die Ressourcen zerstören, von denen sie leben. Dafür sorgt wiederum schon das Kapital, das in der späten Phase nur mehr Verwertung als Vernichtung der Konkurrenz zulässt und die Zitrone quetscht bis zum letzten Tropfen.

Was widersteht

Was dem widersteht, ist allein die Kraft von Kollektiven, die sich gegen die Sklaverei stellen, die wiederum logisch aus solcher Herrschaft folgt. Daher ist der Kommunismus der natürliche Feind dieser Konglomerate. Berlusconi sah überall Kommunisten, wo ihm wer nicht passte, obwohl es längst keine mehr gab. Wer den Verbrecher einen nannte, war nicht etwa Bürger, sondern "Kommunist", weil er gegen den "Wettbewerb" der Stärksten ist. Die Idee der Selbstbestimmung ist daher nur in starken Kollektiven zu verwirklichen, die nicht aus Egoismus, Machtstreben oder Verwertungszwang zusammen finden, sondern durch soziale Bindungen.

Gruppen, Kommunen, Regionen, die gemeinsam ihr Leben planen, besorgen und die nötige Produktion dazu aufbauen, lassen sich nicht von Geld oder Gangs knechten. Die Idee des Kommunismus - nicht das, was die KP daraus gemacht hat - ist der Erzfeind der Konkurrenz um Macht und Geld, das wissen diejenigen, die davon profitieren. Selbst die kommunistischen Staatsparteien und ihre machtbesessenen Führer sind Gegner, wenn sie sich so gar nicht korrumpieren lassen wollen.

Wer bestimmt wen

Wie sich aber vor allem in China zeigt, sind solche Staatsmonstren durchaus dem Kapital zugewandt, weil sie eben keine Gesellschaft selbstbestimmter Kollektive sind, sondern Staatsmächte unter der Herrschaft einer Parteielite. Hier muss sich der Realsozialismus absolut die Analogie zum Faschismus gefallen lassen. Dadurch ist das noch lange nicht dasselbe, aber die bürgerliche Kritik, dass diese Ideologie den Staat instrumentalisiert, trifft zu. Dumm allerdings, dass der bürgerliche Staat seinerseits dasselbe mit anderen Strategien veranstaltet.

Eine Selbstbestimmung der Menschen ist nicht möglich ohne Kollektive, in denen diese Selbstbestimmung verwirklicht wird. Alles andere ist jene "Freiwilligkeit", die zwischen Pest und Cholera 'wählen' darf oder sich eben so weit selbst bestimmt wie sie die Macht hat, andere zu unterwerfen. Diese 'Selbstbestimmung', wie sie der Kapitalismus anpreist, ist unmittelbar Fremdbestimmung. Sie ist die Chance für jeden, aber nicht für alle. So etwas läuft immer auf Hierarchien, Eliteherrschaft und Brutalität hinaus.

 
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Quelle: NASA

Wenn eine Sonne vergeht, wirft sie ihre Hülle ab. Das gilt nicht für jede Art und Größe von Sonnen, aber sicher für die des Kapitals. Die Symptome mehren sich, die Frequenz der Einschläge steigt. Wir hatten das schon beim ESM, einem ausdrücklich verfassungswidrigen Vehikel, das von der Presse zum alternativlosen Heilmittel verklärt wurde, dann vom BVerfG abgewatscht und schließlich als abgespeckte Version kurzfristig zugelassen. Seitdem ist er in aller Stille in Kraft und wartet auf die nächste Runde, in der sich die demokratischen Vertreter® wieder bereitwillig selbst entmachten.

TTIP ist die nächste Runde, und zwar die vorletzte. Eine der größte Demonstrationen in der Geschichte der BRD mit hunderttausenden Teilnehmern wird daher so präsentiert: Es sind "zehntausende", die mit denen am "rechten Rand" paktieren. Das schreibt der Spiegel, von dem Humoristen noch immer singen, er sei "zu links". Andere blasen in dasselbe Horn und brandmarken knallhart die Gegner von TTIP als Gegner der Freiheit.

Ein neues Volk wählen

Die Großdemonstration veranlasst den großen Führer der linken Volkspartei® zu ganzseitigen Bekenntnissen seiner Treue zum Kapital. Da biegen sich die Balken, denn was es angeblich nicht geben soll, ist längst eingeführt: Geheime Tribunale, in denen an jedem Rechtssystem vorbei Entscheidungen getroffen werden. Diese Entscheidungen führen durchaus zu Schadenersatzansprüchen gegen Kommunen, Länder und Staaten. Allein die Drohung damit ist bereits wirksam, und im Zusammenspiel mit vorauseilendem Gehorsam, den auch Gabriel so gut beherrscht, werden schon bei der Gesetzgebung die Interessen der Großindustrie umgesetzt.

Das ist das Ziel von TTIP und CETA, und alle, die das verstehen, sind jetzt also Nazis. Na dann Heil Hitler zusammen! Was dort geschieht, ist wie gesagt die vorletzte Stufe. Die amtierende Elite ist so abgehoben, dass sie nicht nur längst routiniert Fakten und unabhängige Meinungen ignoriert. Sie schafft es inzwischen, den Teufel/ Putin/ Kommunisten/ Moslems /den Klabautermann dafür verantwortlich zu machen, wenn Massen auf die Straße gehen. Das kann im Paradies der Arbeiter und Bauern der Demokraten ja nur von Extremisten gesteuert sein.

Das Kapital will aber seine eigenen Gesetze, seine eigene Gerichtsbarkeit und seine eigenen Politiker. Okay, die hat es schon so weit es eben geht, aber das reicht noch nicht. Da sind noch gewisse Rahmenbedingungen zu sprengen, nämlich diese lästigen Verfassungen, hier auch bekannt als "Grundgesetz". Das ist doof und muss daher durch die geballte internationale Macht faktisch außer Kraft gesetzt werden. Dazu braucht es Politiker, die dabei mitwirken und solcher, die entsprechende Lügen verbreiten. Etwa die, es gebe gar nicht, was längst wie geölt läuft.

Ein letzter Schritt

Die politische Elite ist also so weit, sich von der Realität verabschiedet zu haben und nur mehr auf das zu reagieren, was ihren Fieberträumen vom einzig Wahren entspricht. Was das einzig Wahre ist, haben sie derweil längst vergessen. War da mal was? Demokratie? Soziale Marktwirtschaft? Mutti? D-Mark? Oder doch der "Demokratische Sozialismus" aus dem SPD-Parteiprogramm? Egal. Das einzig Wahre verlangt TTIP. Es verspricht Manna: Arbeitsplätze®, Wachstum®, Zukunft®. Pommes Schranke und Kindercola. Yeay!

Der letzte Schritt ist ebenfalls längst vorbereitet, nur nageln die Stiefel hier noch nicht über den Asphalt. Wir werden alle überwacht. Die NATO fällt in jedes Land ein, deren Führung ihr nicht passt und dessen Militär nicht stark genug ist. Die dortige Ordnung wird zerstört und entweder als rauchende Ruine hinterlassen oder durch Besatzer ersetzt. Das fehlt noch beim Handelsabkommen: Sie haben die Gesetze, sie haben die Gerichte, jetzt brauchen sie nur noch die Polizei. Alle anderen Dienste haben sie ja schon. Wer außer Nazis, Irren und Terroristen könnte schon dagegen sein?

 
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Original: Seedfeeder, CC-Lizenz

Ich war irre. Sie hatte mir fast alles gezeigt und am Ende die kalte Schulter. Alles in mir pochte, der Schlaganfall hätte mich längst ausschalten müssen, das Blut würde jeden Augenblick in Fontänen aus meinen Schläfen spritzen. Dieser Druck! Ich war hart wie Bongossiholz. Ich wollte nur noch in sie hinein, mit der Ramme durch die Tür, sie aufspießen, pfählen auf der Mordwaffe, die sie selbst geschmiedet hatte, aber sie hatte mich hinaus komplimentiert. Tür zu. Adieu, kleiner Mann, du heute nicht!

Es gibt da so einen Trend gegen den Gender-Mainstream, der nicht merkt, dass er ein Nischendasein führt, dass die Mitglieder der Sekte in ihren Twitter-Kirchen und Facebook-Gebetsmühlen so relevant sind wie Jehovas Zeugen im Sperrbezirk. Heute begegneten mir zwei Artikel, die unbedingt hinweg gegendert gehören, dachte ich so bei mir. Der andere alte Sack und seine primitive Weltsicht hier und die unfassbar erniedrigende Darstellung bei der Wikipedia. Pfui, pfui und dreimal pfui!

So gefährdet der alte weiße Mann Tugend und Jugend. Wir werden verderbt und verlassen Gottes Weg. Für die Protestanten bedeutet das Ungnade, die in Armut mündet, für die Katholiken Hölle oder wenigstens rundenweise Fegefeuer, für die Kirche des Heiligen Genderama ist das Armageddon gekommen.

Das letzte Gefecht

Der neue Biedermeier mag es wieder tugendhaft; pünktlich, fleißig, diszipliniert, und weil das nicht genügt, muss die Sittenpolizei noch einen draufsetzen das noch steigern, indem sie alles Sexuelle in einen moralischen Setzkasten sperrt. Dabei werden angebliche oder tatsächliche 'Orientierungen' zu Wertmarken. Was das Bürgertum einst als pervers stigmatisierte, hat automatisch einen hohen Rang. Dieser bemisst sich nach dem potentiellen Opferstatus unter der Täterschaft des weißen Mannes.

Wie das genau geht, wissen die Genderisten auch nicht, weswegen sie sich jeder kommunizierenden Sprache entledigt haben. Derart sind sie imstande, ihre Mantren zu beten ohne jemals Sinn, Bedeutung oder ähnlich Gottloses in die Welt zu setzen. Sexuelle 'Orientierungen' sind schon die Abstraktion von dem, was die Askese eben verbietet: Sex; ficken, schnackseln, vögeln, halt das lustvolle Treiben bei vollem Körpereinsatz. Der heterosexuelle Mann definiert sich durch seine Absicht, eine Frau zu penetrieren. Schuldig! Woher kennen wir das bloß?

Die zehn Gebote des Christentums beinhalten drei, die sich auf die Religion selbst beziehen und eines, das dieses Weltverhältnis quasi verlängert, nämlich das, Vater und Mutter zu ehren. Von den übrigen sechs sind zwei auf Eigentum bezogen und zwei auf das Verhältnis Mann-Frau. Es ist verboten zu stehlen oder des Nächsten Haus auch nur zu begehren. Es ist verboten zu ehebrechen oder des Nächsten Weib zu begehren. Letzteres ist die Sünde, auf die kein Bewusstsein einen Einfluss hat, das originäre Gedankenverbrechen.

Du sollst nicht

Es ist das Manifest der Herrschaft des 'Weißen Mannes', das die Frau zunächst zum Objekt macht und dann den Mann auf die Knie zwingt, weil er mit dem spontanen Blick auf den heißen Arsch des 'nächsten' Objektes nicht schnell genug die Phantasie abgeschaltet bekommt. In der Nachbarschaft von Diebstahl und Mord ist dies eine Sünde unter gleichen. Schuldig!

Davon hatte sich eine Generation für einen Wimpernschlag befreit, die einzige Leistung der "68er", die ihre Protagonisten nicht selbst in den Staub ihrer ideologischen Umschulung getreten haben. Es begab sich gar so, dass der alles zersetzende Kapitalismus zwar auch den Sex der Verwertung zuführt, dabei aber das Gedankenverbrechen endgültig befreit hat. Niemand entkommt der Macht des Porno, gepriesen sei der Herr!

Jetzt machen sich also verschrobene kleine Tugendsekten auf den Weg und versuchen erneut, den Menschen ihre Körper und ihre Lust zu nehmen, die Welt einzuteilen in Männlich, Weiblich, Weiß, Schwarz, anders, Homo und Hetero, Sodom und Gomorrha. Es sei keine Lust unschuldig und die der Mehrheit schuldiger als die der Minderheit. Es sei das Opfer gut und der Lüstling böse. Das also ist die Strategie, um die Herrschaft des weißen Mannes zu durchbrechen. Es werde Prüderie mit Prüderie und Rassismus mit Rassismus vergolten!

Ich gestehe. Ich bin ein reaktionärer alter weißer Mann.

 
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Ich hörte neulich von einem Hartzvierer, er möge keine grobe Bratwurst. Grobebratwuchst ist wohl nicht gut genug für den Herrn, dachte ich also. Aber Schokolade, die mag er. Außerdem gern ein "Bierchen", und rauchen mag er auch. Das sagt doch alles.

Lebensmittelgutscheine sind derweil ganz hoch im Kurs. Lebensmittelgutscheine für alle, die nichts leisten, also den Hartzvierer und den Flüchtling. Solche Gutscheine darf es freilich nicht in Mark und Pfennig geben, sie müssen eben Gutscheine für Lebensmittel sein. Der Flüchtling mag da aufbegehren so viel er will in seinem 700-Flüchtlinge-Camp, weil es ihm nicht gefällt an der Essensausgabe. Kaum dauert das etwas länger oder es gibt Grobebratwurst, randalieren sie da, die 2000 Flüchtlinge. Wenn es denen hier nicht passt, was wollen sie dann hier? Schokolade?

Bei uns im Westen

Ich habe immer hartgearbeitet für alles und habe auch nicht mehr. Hätte ich je Grobebratwurst verschmäht, was hätte da aus mir werden sollen? Ein Bier muss außerdem hartverdient sein, sonst ist es nur Bierundkippen-Bier, das schadet den Kindern vom Hartzvierer. Schlimm genug, wenn er nicht mal welche hat. Der Flüchtling hat natürlich welche, die kommen jetzt alle nach. Und die Weiber. Kommen gemütlich nachgeflüchtet. Aus Syrien, wo der Assad und der Putin sie vertreiben.

Geben wir ihnen also Gutscheine für Grobebratwurst und Eier mit Speck. Lecker. Mjam. Erzählt mir nicht, wenn man Hunger hat, wäre das nicht gut genug. Die haben doch Hunger, oder? Okay, viele von denen haben Handys. Iphone fünf oder sogar sechs. Aber einen auf hungrig machen und keine gutbürgerliche Küche mögen, was. Ich kann mir das nicht leisten, so ein Handy. Die schon. Da stimmt doch was nicht. Was hat eigentlich die Merkel damit zu tun? Warum will die die hier haben? Verstehe ich nicht.

Und wieso kommen die überhaupt hier an? Früher sind die doch alle nur bis Italien gekommen, wo es doch auch schön ist. Viel wärmer als hier, und statt Grobebratwuchst kriegen sie Pizza und Ravioli. Das war doch was für den Flüchtling. Oder ist das auch nicht gut genug? Italien ist doch Westen und Freiheit genug, oder nicht? Mehr als genug, wie der Lesebefehl sagt, und hier wird gelesen, was auf den Tisch kommt.