kunstlyriklamauk


 


Ich streite mich schon den ganzen Tag. Etwas von damals® muss es wohl sein, das hinter mir her ist und meinen Tinnitus überlagert: "Los, schreib' was, ich will was anderes lesen als das Bullshitbingo." Ich2 so: "Leck mich, ich bin krank!" Ich1, von dem Ich2 sich fragt, wie es eigentlich dazu kommt, dass es sich diesen Vorrang anmaßt, näselt dazu nur: "Ach kraank, wie süüß! Haben wir Männerschnupfen?!" Tatsächlich war ich drei Jahre nicht krank. So lange meine Liebste noch lebte und meiner bedurfte, habe ich das aufgeschoben.

Na jedenfalls hat Ich2 sich dann zwischen die Hunde auf die Couch gelegt, wie demonstrativ, und schlief ein Ründchen. Kaum erwacht, wurde es wieder bedrängt, und weil es den 1000-seitigen Schmöker, in den es eigentlich allmählich einmal eintauchen will, als zu schwer befand (davon kriegt es Rücken, Herrgott!), wurde es ins Archiv geschickt. Feyne Texte fand es dort aus den Anfangsjahren, richtige politische. Es kommen gar Parteien und Personen des Talkshowbiz darin vor, das kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Inspiration ist dennoch etwas anderes.

Ichkannichmehr

Die Blockade war nicht zuletzt ausgelöst worden durch ein anfangs heiseres, dann schallendes Lachen, das in jenen Husten überging, der von außen nach Natodraht an betontrockenen Bronchien klingt und einen reflexhaft rückwärts hüpfen lässt, um dem zu erwartenden blutigen Auswurf zu entgehen, der sicherlich bald wie eine Strombolianische Eruption über die Umstehenden niedergehen würde. Doch ist es nur der Klang, der quasi postfaktisch einen deutlich hoffnungsvolleren Krankheitsverlauf begleitet und ihm diesen Schrecken verleiht.

Das Lachen wiederum wurde ausgelöst durch den Ausweis. Ich1 und -2 verlangten unverzüglich eine Statistik über Kriminalfälle außerterroristischer Art, die durch das galante Hinterlassen des Bundespersonalausweises oder vergleichbarer Papiere geklärt werden konnten oder die Fahndung wenigstens erheblich vereinfachten. Ach was, wir kennen das Resultat! Terrorist, so schlossen sie, muss ein Lehrberuf sein, zu dessen unverzichtbaren Grundqualifikationen das Hinterlassen eines Papiers gehört, und zwar unübersehbar, aber doch so, dass es einwzo Tage dauert, bis es gefunden wird. Ganz große Magie, davon verstehen Sie nichts, folgen Sie einfach den Anweisungen der Sicherheitskräfte!

Jetzt habe ich es doch wieder erwähnt, wenn auch implizit. Ich wollte das nicht, ehrlich, aber mein Zustand! Halt, lasst mich erklären, ihr macht einen Fehler!

 
rn

Es ist wahr. Sie sind hier. Überall. Sie sind alle. Hier wird kein Wort Deutsch mehr gesprochen. Spanisch, Französisch, Englisch, Russisch, und das nur auf dem Weg zum Bäcker, der wegen der Unsicherheit, die diese Horden verbreiten, 42 Cent für ein Brötchen nehmen muss, das nur mehr aus politischer Korrektheit „Schrippe“ heißt.

Sie fotographieren alles. Ein kurzfristig leerstehendes Ding, das bald mit einer neuen tollen Geschäftsidee aufwarten wird, wie das mit den bunten Tellern und Tassen nebenan. Türen. Rinnsteine. Cafés. Fahrräder. Warum tun sie das? Was hecken sie aus? Wollen sie hier einbrechen?

Der einzige deutsche Satz, den ich höre – nein, das ist kein müder Witz – kommt direkt aus dem gammeligen Schlund der Hölle, Heise-Forum, Mülleimer, Spamfilter: „Armes Deutschland!“. Einer der letzten Einheimischen, dessen Verzweiflung über die Verlotterung der Sitten nach der Umvolkung seiner Stadt sich Bahn bricht.

Umvolkung abgeschlossen

Buschkowsky, wo bist du? Auf dem Weg hierher hörte ich auf einem der zwanzig Radiosender, deren Gedudel man keine drei Minuten aushält, dass du dort eine eigene Sendung hast. Wie nutzlos, sie verstehen dich hier doch gar nicht. Man braucht dich vor Ort, wo du das Schlimmste verhinderst. Oder hätte hätte Fahrradkette nicht verhindert hast.

Sogar eine Synagoge haben sie hier, aber die ist eingesperrt. Panzersperren, Ketten, Bullerei, und zwar nicht, weil der Terrormann sich angemeldet hat, nein, das ist hier offenbar Alltag. Man weiß ja nie, was diese ganzen Ausländer so im Schilde führen. Ich sage euch, es ist schlimmer als in der Bronx. Berlin hat wirklich furchtbare Seiten. Das hier ist "Mitte". Tiefer kannst du nicht sinken.

Ich werde gleich durch die mit skurrilen Geschäftsangeboten gespickten Häuserschluchten mein Heil im nächsten Stadtteil suchen, aber mir wurde wenig Hoffnung gemacht. Dort sei es deutscher, heißt es, aber was dort noch übrig ist, sei kulturell schon völlig verwahrlost. Man verstehe sie nicht mehr; sie kennten gar den Unterschied von Mann und Weib nicht mehr.

In diesem Sumpf hält man es obendrein für Kultur, die Devotionalien einer der schlimmsten Banden der jüngeren Geschichte auszustellen, einer Rotte sogenannter Panker, die Haschgift spritzend ihre blutige Spur durch die einstige Kunst der Musik zogen und auf ihren Stromguitarren alles dafür taten, das Abendland total kaputt zu machen. Ich muss hier weg!

 
xx

Brutale Kommunisten

Was haben wir es doch gut! Man muss ja nur einen Blick zurück werfen in den Unrechtsstaat DDR - was da immer wieder zum Vorschein kommt an Grausamkeiten der kommunistischen Terrorherrschaft, ist erschütternd. So haben sie zum Beispiel Experimente an Kindern gemacht. In staatlichen Heimen wurden Kindern Medikamente verabreicht, noch ohne dass die Eltern darüber informiert wurden. Impfstoffe, Psychopharmaka, alles, was das Versuchslabor bietet. Ach oops, das war ja gar nicht die DDR; das war ja die BRD. Darüber kann man jetzt für teuer Geld bei "Spiegel plus" lesen, oder man liest einfach nen alten Artikel woanders.

Stasi

Und diese Stasi, furchtbar! Ach nee, das ist ja ... zum Beispiel der Nazisumpf, in dem der 'NSU' gewachsen ist. Furzkomisch: Der Atlantiker schreibt, der Waffenlieferant einer Truppe erklärter Nationalsozialisten und Mörder sei gar kein "wohlmeinender Patriot". Ja leck' mich fett, wie haben die das denn jetzt wieder rausgekriegt? Das muss etwas mit dieser magischen Sorgfaltspflicht zu tun haben.

Legal, illegal, Ikearegal

An der anderen Flanke sind sie übrigens flexibler, und hier zeigt sich, was ein Rechtsstaat so alles kann. Vor allem verzeihen und vergessen. War die Stasi die Gestapo der Linksfaschisten, so haben wir hier klar definierte Zuständigkeiten und Gewaltentrennung. Zum Beispiel geheimpolizeiliche Maßnahmen, die völlig illegal sind. Wir lernen: Unrechtsstaat - legal; Rechtsstaat - illegal! Der Clou: Wenn eifrige Bulletten sich ohne Genehmigung und Rechtsgrundlage tief in das Privatleben ihrer Opfer eingraben, müssen sie das nur nachher zugeben. Dann hat das nicht nur für die Täter keine Konsequenzen, es führt auch dazu, dass die Opfer kein Recht auf Aufklärung haben, denn mit dem Eingeständnis der Schuld ist ja alles wieder gut. Zauberhaft.

Ich sehe nichts, was du nicht siehst

Aus der Serie "Der Dienst ist nicht mehr geheim, wenn ihn wer kontrolliert", lesen Sie heute die Folge 1337: "Zu wenig Kontrolle ist noch zu viel und der da hat schon mal Fragen gestellt". Wie man - Achtung Rechtsstaat! - mit der Verfahrensordnung jetzt noch effizienter aus dem Fenster schaut, während einem die Akten aus der Tasche fallen, weiß die Sueddeutsche.

Allahu Akte

Es wäre auch sonst nicht auszuhalten, das ganze Elend. Haben sie doch aktuell einen Islamisten gefunden zwischen all den Nazis und Dorftrotteln. Er hat sich "unbemerkt radikalisiert®"! Die Sorgfaltspflichtigen haben mir bis heute nicht erklärt, was das ist oder je danach gefragt, was das sein soll, dieses Radikal, das sich immer anhört wie eine Infektion.

Plötzlich hast du radikal, da kannste nichts machen. Ganz fette Sahne ist aber, dass sie das nicht einmal merken, wenn der Islamistiker jeden Tag neben ihnen am Schreibtisch sitzt. Fucking kidding me? Klingt ein wenig wie die übliche Amerikanisierung. Bei denen schießen ja auch Terroristen, also ehemals gemäßigte Rebellen, auf gemäßigte Rebellen, also künftige Terroristen, und das FBI nimmt regelmäßig die eigenen V-Leute fest. Soll man aber jetzt nicht meckern, das schafft immerhin Arbeitsplätze®.

Siggi Populus

Kommen wir abschließend zu etwas völlig anderem. Der Blob Siechmar Gabriel lernt von den Besten und schleust sich selbst ein. "Was hilft gegen diesen schlimmen Populisums®?", hat er sich gefragt. Wer jetzt schon lacht, ist schlecht im Bett. Gabriel ein Populist? Hört doch auf, nein! Aber er hat entdeckt, dass man auch die "RTL-Gucker" liebhaben muss. Zitat:
"Wenn der Mann auch noch „Ausländer“ und nicht „Menschen mit Migrationshintergrund“ sage, sei gleich was los, weil das nicht dem Gender-Sprachgebrauch entspreche".

"Migrationshintergrund“ ist demnach ein Gender oder bestenfalls Gender eine Sprachregel. Hört ihr das, FeministI*-erxe? Das sind die Früchte eures epischen Versagens. Zehntausend Tweets, Tonnen von Aufmerksamkeit und nicht einmal die Rudimente eines Inhalts vermittelt. Da geh' ich doch lieber zum Zahnarzt. Künftig brauchen wir uns also von den Negern nicht mehr vorschreiben lassen, ob wir eine Tucke "Schwuchtel" nennen dürfen. Das verringert die Kluft zwischen Bürgern und Politikern, und endlich regiert wieder die SPD. Schluss mit Populismus!

 
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Bundeskanzlerin Merkel wird die neue Bundespräsidentin. Sie wird derweil ihr bisheriges Amt weiterführen und weiterhin strikt politische Neutralität walten lassen. Wie schon immer wird sie heute dies und morgen jenes für richtig halten und warten, bis jemand anderes entscheidet, dem sie in Falle des Falles dafür ihr Vertrauen aussprechen wird. Um dem für Krisenzeiten alternativlosen Anspruch an eine Good Governance gerecht zu werden, übernimmt sie auch die Ämter des Bundestags- und Bundesratspräsidenten. Zum Ausgleich soll Vizekanzler Gabriel sämtliche Bundesministerien sowie die Ämter der 16 Ministerpräsidenten übernehmen.

Lustig? Nicht lustig. Aber das hier vielleicht? Steinmeier. Steinmeier! Ich will jetzt überhaupt nicht auf die Verdienste des großen Architekten der Hartz-Hölle eingehen, seine gloriose Rolle, als er seinen Landsmann Murat Kurnaz und alle anderen Unschuldigen in Guantanamo hat lieber weiter foltern lassen als ihm die Heimkehr zu gestatten. Nicht einmal sein je nach Ansicht unfassbares Versagen oder seine eiskalte Protektion für faschistische Geheimdienste will ich jetzt thematisieren, denn das wäre Inhalt, und der ist sowas von 2007. Schlimmer noch könnte man das schon als Hintergrundinformation betrachten, und Kinder, die Achtziger sind ja nun wirklich vorbei!

Reinstes Blut

Nein, ich will lediglich auf zwei Dinge hinweisen, die mit der Auswahl dieser bestens vernetzten Person zu tun haben. Erstens dass er nämlich wie gesagt, was schlicht bedeutet, dass der Mann aus dem inneren Zirkel des inneren Zirkels kommt, man also in dieser Kloake eines Treppenwitzes des de facto bereits abgewickelten sogenannten "Rechtsstaats" nicht einmal mehr einen beschissenen Grüßaugust findet, der kein Produkt einer widerlichen Inzucht ist. Diese Dimension von Selbstkontraktion und Vetternwirtschaft ist schon keine Clanherrschaft mehr, das ist der Terror einer genetisch unrettbar zerfickten Kleinfamilie über den Rest der Republik.

Und was, zweitens, schreibt einer der verschwägerten Neffen seines Bruders aus demselben Betrieb als Höhepunkt seines intellektuellen Schaffens und Zeugnis einer zerebralen Fehlbildung, für die weniger blutreine Idiotenkinder ein amtliches Schädel-Hirn-Trauma bemühen müssten? Dies sei "Anti-Trumpismus", mithin die genau richtige Reaktion auf den Tritt in die Eier, den die amerikanischen Ableger für ihr öffentliches Kopulieren bekommen haben, bei dem nur Verwandte allerersten Grades zugelassen waren, die also mindestens in zwei Generationen mit sich selbst verwandt sind. "Wir wollen Inzest mit Inzucht bekämpfen!", ja geil, Mann!

Falls es jemandem entgangen sein sollte und er vielleicht jetzt nicht weiß, ob er meinen Gleichmut bewundern oder mich für völlig abgehoben halten soll:
Ich bin angepisst!

 
rg

Ich schreibe hier selten über Privates, aber der aktuelle Trend beim Schutz vor Minderheiten zwingt mich dazu. Durch meine Erziehung gehöre ich zu einer Minderheit, die sowohl sozial als auch in sexueller Hinsicht u.a. durch vielfache Traumatisierung beeinträchtigt ist. Für fast jede Spielart der Sexualität und Partnerschaft gibt es inzwischen ein 'Gender', nur Meinesgleichen wurde dabei völlig vernachlässigt.

Ich stehe unter dem Zwang, nur Sexualpartner zu akzeptieren, die sich auf jede erdenkliche Weise erniedrigen lassen. Das hat nichts mit meinem grundsätzlichen Respekt vor denen zu tun; ich kann halt nicht anders. Man kann sich ja kaum vorstellen, wie schwierig es für einen ohnehin unattraktiven alten Mann ist, ein Stück Fleisch zu finden, das auf mein irreversibel eingebranntes Programm positiv reagiert. Die meiste Zeit meines Lebens bin ich deshalb allein.

Akzeptiert mich!

Schlimmer aber noch: Permanent verlangt man von mir, Frauen in einer bestimmten Weise zu begegnen, zu behandeln und anzusprechen. Auf gar keinen Fall dürfe ich sie wie einen Putzlappen benutzen; ja, ich soll sie sogar siezen! Wie soll jemand mit meiner Behinderung so jemals eine Schlampe finden, die sich willig im Staub windet? Mir ist die Ausübung jeglicher Sexualität faktisch verboten, obwohl ich damit nicht einmal gegen Gesetze verstoße. Diskriminierung kann nicht gnadenloser sein.

Aber auch im ganz alltäglichen Umgang mit Menschen werden mir meine Rechte aberkannt. Mir werden die Rechte auf Meinungsäußerung und Freizügigkeit verweigert, ich werde gar zu absolutem Schweigen verurteilt. Meine Störung, eine Personalisierte-Tourette-Manie, tritt in Form abweichender Kommunikation zutage.

Inklusion sofort!

Ich nähere mich Menschen mit gefährlichen Gegenständen und stoße unwillkürlich zu, dabei treffe ich sie gemeinhin gar nicht. Außerdem muss ich sie zwanghaft beleidigen und Naziparolen brüllen. Habe ich deshalb kein Recht mehr auf soziale Teilhabe? Nicht einmal in lustigen Kostümen darf ich mich ausleben, dann schreit sofort wer nach schärferen Gesetzen.

Die Menschen da draußen haben ein Wort für uns, das wir nicht länger zurückweisen, sondern fortan mit Stolz zu unserem Label machen wollen. Wir kämpfen wie andere Minderheiten auch für unseren Platz in der Gesellschaft. Wie einen zweiten Namen tragen wir den Titel „Arschloch“ und nehmen ihn an. Wir, der freie Zusammenschluss „Union Stolzer Arschlöcher“, haben getagt und stellen für den Anfang drei Forderungen:

- Anerkennung als Gender
- Uneingeschränkten Zugang zu Clubs und Gesellschaften
- Befreiung von der permanenten Retraumatisierung durch den Zwang zur Höflichkeit

01.11.2016
U.S.A.

 
da

Furchtbar: Horrorclown realisiert Diele des Schreckens und droht: "Dies ist erst der Anfang!"

Man muss das einfach einmal gemacht haben: einen Rucksack am Bahnhof in eine Menschentraube geworfen und „Allahu akbar“ gerufen. Als Horrorclown verkleidet mit einem Baseballschläger nachts Kontakt zu jungen Frauen gesucht. Wer nicht weiß wie sich das anfühlt, hat es offenbar nicht nötig.

Womöglich ist er erwachsen, es geht ihm zu gut oder hat nicht die Eier, seine sichere Existenz gegen das kribbelnde Risiko einzutauschen. Pech für dich, denn du bewirkst nichts. Niemand hat Angst vor dir, du hast nichts zu erzählen und kein Schwein interessiert sich für dich. Du bist nicht nur ein Loser, du willst es auch gar nicht anders. Du hast Angst und duckst dich auch noch.

It's Better to Burn Out

Besser ist das, denn auf der anderen Seite wartet Null Toleranz® auf dich. Man bestraft nämlich die Bösen® mit aller Härte®. Das ist der Deal: Duck dich und sei brav, dann darfst du einstimmen in den großen Chor der Gerechten, der die Bestrafung der Abtrünnigen fordert. Erhebe dich und ernte ein kleines bisschen Ruhm, dann wirst du in der Hölle schmoren.

Politik ist nur mehr Religion. Es werden Rituale vollzogen, die immer gleichen Formeln gemurmelt, und das Spannendste, das passieren kann, ist die öffentliche Anklage der finsteren Mächte unter Ankündigung von Höllenqualen. Noch nie haben die Pfaffen, ihre Ministranten und die Kniefälligen kapiert, welches Spiel sie selbst da spielen und dass es immer welche geben wird, die lieber Aufmerksamkeit erregen als auf eine Ewigkeit der Langeweile im Himmel hinzuarbeiten.

Teufelszeug

Nein, es darf keine Toleranz geben gegenüber kleinen Spackos, die sich eine Gesichtsmaske überziehen und Omas erschrecken. Wenn du Horrorclown werden willst, stell dich hinten an und lasse dir eine Hackfresse wachsen! Es kann sich nicht jeder einfach nehmen, wofür Rauten-Chucky sich ein Leben lang gebückt hat. Auch der Horrorclown aus dem Spukschloss Bellevue war Jahrzehnte lang ein Nützlicher Idiot, ehe er ganz legal seinen Grusel entfalten durfte.

Andererseits kommen die Gumminasen wie gerufen. Sollte die Welle bald abebben, sollte der Verfassungsschutz seine Sprallos entsprechend ausrüsten. Die Rechung ist einfach: Wenn man mit der Unterstützung eines Viertels des Wahlviehs durchregieren will, muss man dafür sorgen, dass die Hälfte nicht hingeht und die blödere Hälfte vom Rest gut unterhalten wird. BUH! Hilfe!!
Geht doch!

 

Platz für Quatsch.

 
s2

Es ist nicht alles schlecht im deutschen Journalismus. Manches ist so unterirdisch, grottendumm, bergbautief miserabel, dass es nur eines Satzes bedarf, um den Blick in die Hölle eines uninspirierten Geschwafels freizulegen, das die Behauptung, das Hirn sei nicht schmerzempfindlich, aufs Entsetzlichste widerlegt.

Sätze, die für sich allein stehend schon den Schädelschwamm zu panischen Fluchtversuchen zwingen, in den Ruinen des Zusammenhangs aber, in dem sie fallen, noch das harmloseste und hartgesottenste Nervenzentrum zu Presslufthammer und Hilti eilen lassen in hektischen Versuchen, irgendwo durch Schläfen- oder Stirnbein zu brechen, die Wiedereröffnung der Fontanelle zu feiern oder sich in letzter Not pharaonisch durch die Nase zu verpissen.

Wer es mag, sich beim 'Akt' (Ich weiß gar nicht wie das heute heißt: "Best Genderpractice"? "Transinter_xe*ing"? "Du weißt schon was"?) das Scrotum von Pfennigabsätzen massieren zu lassen, mag hier weiterlesen. Der Rest soll sich nachher bitteschön nicht beschweren! Also, erstens:

Hardcore Sadomaso

"Eines der größten Phänomene, die als Nachwirkung dieser Jugend-Bewegung entstanden sind, dürfte das Internet sein."

Hä? Wat? Kurze Garbe: Was ist ein großes Phänomen? Wie vergleicht man Phänomengrößen? Wie entstehen solche durch Jugend-Bewegungen? Aber wait, da fuck?!: Das Internet ist aus einer Jugendbewegung entstanden? Und zwar der, der auch Lesley Hornby (heute Lawson, aka "Twiggy") ihre Modelkarriere verdankt? Really? Säure, gebt mir Säure, da blimpt noch eine Synapse in ihrer grässlichen Agonie. Habt doch Gnade!
Das haut übrigens die FAZ raus, nicht etwa diese Bravo für Schulabbrecher aka "bento". Ist inzwischen alles dasselbe? Das habt ihr gesagt!

Okay, noch einen, für die Dopingopfer, die sich den illegalen Vorteil einer komanahen Betäubung verschafft haben, um hier durchzukommen. So leicht will ich es euch nicht machen. Fertig? Okay:
Ein 16 Jähriger hat sich "rasend schnell im Internet radikalisiert". Es ist auch die Rede von "Turbo-Radikalisierung".
Kalaschnikow go: Was zur Hölle ist "Radikalisierung"? Was hat es mit Wurzeln zu tun? Wie bildet man turboschnell Wurzeln durchs Internet? Wie wird man überhaupt durch ein Medium geprägt und nicht durch die Inhalte? So weit, so schwachsinnig, aber jetzt anschnallen, denn wir fahren nicht 80, wir fahren nicht 100, wir fahren hier Tempotempotempooo!

Sind Sie dabei!

Es ist ein 16-Jähriger Kriegsflüchtling aus Syrien. Ein Jugendlicher, der am brutalen Ende seiner grauenhaften Kindheit nach Bomben, Blutbad und den Strapazen der Flucht irgendwo in einer anderen Welt aufwacht, dem geht es bis dahin prima, der ist wohlerzogen, entspannt und geerdet, und wenn er dann einen Computer einschaltet, wird er plötzlich und Turbo radikalisiert?!
Was soll das sein? Ein grausamer Psychotest? Kognitives Waterboarding? Die dunkle Essenz, die beim Genozid an den Vulkaniern entstanden ist? Hallo? Ist da noch wer auf der Brücke?

Da ist es nur folgerichtig, wenn einer der ältesten Großmeister der schwarzen Kunst fordert, das man für einen Link auf eine der Ruinen seines verkommenen Imperiums bezahlen soll. Gabor Steingart, die Singularität im Zentrum des Handelsblatts. Sagt, was ihr wollt, aber dieser Journalismus hat Qualitäten. Wenn wir den gegen Russland einsetzen, gibt es auch für Putin kein entkommen mehr.

 
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Die Redaktion Feynsinn und ihre Redaktionshunde gratulieren der Tierschutzpartei herzlich zu ihrem großartigen Wahlerfolg. Einskommazwo Prozent haben die 15 Mitglieder ihres Landesverbands eingesammelt. Einskommazwo Prozent bei einer völlig irrelevanten sogenannten Wahl zu einem völlig irrelevanten sogenannten Landtag eines völlig irrelevanten sogenannten Bundeslandes, das sind praktisch zwölf Prozent Irrelevanz. Da können sich die 40 Kommunisten der gleichnamigen Partei ein paar Scheiben von abschneiden, wenn sie am ersten Mai wieder zu Lenin und Thälmann im Stadtpark aufspielen.

Der Meckpomm Bürger hat es uns gezeigt. Wer noch einer ist und nicht längst ein besseres Schicksal als Bedienung in einer Pommesbude in der Eifel gesucht hat (wo er freilich vom eifrigeren Sachsen ausgestochen wurde), bleibt gern unter seinesgleichen. Einskommasechs Millionen gibt es noch von ihnen, womit sie es beinahe auf die Einwohnerzahl im 15-Kilometer Umkreis der hiesigen Redaktion bringen. Dort verteilen sie sich auf dreinundzwanzig Tausend Quadratkilometer, was bei ihnen Beklemmungen erzeugt. Der Raum im Norden ist vollständig von Wasser bedeckt, dahinter droht der Däne und jetzt stehen noch mehrere Hundert Mauren oder Mohren vor dem Transit. Da hat er Angst. Die mag er nicht. Da wehrt er sich.

Winter Is Coming

Redaktionsbluthund Lolle glupscht mich, nachdem sie einzwei Runden mit großem Getöse ihr Hinterbein gejagt und es dann fachhündisch abgenagt hat, mit einer hochgezogenen Braue an und fragt, was das mit Politik zu tun habe. Ihre Mentorin liegt derweil wie immer auf etwas Weichem im Weg, hebt ein Lid um einen Milliliter und deutet auf die Kategorie über dem Artikel. Pff, Politik? In einem Land, in dem die Verräterpartei noch regiert und Wahlen 'gewinnt'? In dem Fremde schon traditionell mit Grillanzündern begrüßt werden? Ah geeh! Das ist Folklore, das reicht nicht mal für die Deutsche Wikipedia.

Alles wie gehabt also. Mit dem Anschein aufgeregter Merksamkeit werden Zahlen zu Balken verrührt. Es muss wieder besser vermittelt werden. Die Gemeinschaft der Demokraten rückt zusammen und tumt Wachs. Niedrige Beteiligung stärkt die extreme Mitte oder auch andersherum. Eigentlich gibt es nichts zu sehen. Weiter geht die wilde Fahrt. Schwacher bis flautiger Wind aus Relevanz bis Inhalt. Der Winter kommt. Es werden wieder Stiefel bestellt.

 
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Was kann man tun, wenn die Depression nicht tief genug ist? Vielleicht die schlimmsten Szenen der schweren Kindheit® in Lego nachbauen. Schwerekindheit® ist gemeinhin ja eher von Vorteil, wenn man sie hinter sich hat. Du kannst sagen: "Lassen Sie mich durch, ich hatte eine Schwerekindheit®!". Die Klügeren geben dann nach, denn es ist ihnen zurecht unheimlich. Sie vermuten vermutlich Unzurechnungsfähigkeit, die eine böse Waffe ist. Sehr zurecht, denn man könnte ihnen mit Schwerekindheit® auch gleich eine Schneise ins Fressbrett fräsen, schließlich ist man traumatisiert, was bedeutet: Jeder kann ein Trigger sein.

Schwerekindheit® also, die nicht zuletzt dazu führte, dass ich einen bösartigen Sexismus entwickelte. Ich bin Sexist aber nicht nur aus bestens eingeprügelter Prägung, sondern aus Überzeugung. Beispiel? Okay, einfaches Rätsel: Welchen Geschlechts ist ein*_xer/in, wo folgenden Auftrag erteilt: "Nimm zwei gehäufte Messlöffel!"? Wer mich jetzt versteht, ist wahrscheinlich einer von uns. Doch, auch Frauen können einer von uns sein. Die aggressivsten Mascus, die ich kenne, sind Frauen. Frauen sind sowieso immer superlativ.

Ich mach mich fertig!

Ich gerate ins Schwätzen; wollte ich doch gerade zum Besten geben, was man tun kann, um eine schon beachtliche Depression noch unter das finstere Kellerloch abzusenken, in dem sie vor sich hin modert. Szenen der Kindheit sind zu abgenudelt oder sogar verborgen, die taugen also eher für eine Klientel, die mithilfe eines Psychoonkels ihre Suizidneigung vorantreibt. Doch es gibt Abhilfe, zumal technische, und meist sind die lieben Kleinen hilfreich, da können sie auch noch so groß und alt sein. Meine Tochter bat mich um Hilfe beim "Rooten" eines Android Phones. Technische Laien können die folgende kurze Passage überspringen /laien off.

Du hast also ein Händi mit einer SD-Karte, die du aber nicht benutzen kannst, weil dein OS dir kein Schreibrecht einräumt. Das hat nur root, und den gibt es gar nicht. Haha. Hahaha. Du brauchst ne Äpp dafür. Die hahaha kannst du nur installieren, indem du mehrere Gigabyte! Datenscheiß auf ein anderes System lädst (Windows), das du auch gleich mit JAVA beglücken darfst, um aus einer IKEA-Anleitung zu filtrieren, dass du danach einen Treiber runterladen darfst, den du wohin kopieren sollst, wo du es aber gar nicht kannst, wozu du also Software nachlädst, die aber etwas völlig anderes ist als in der Anleitung behauptet, damit du dann dort einen weiteren Treiber aktivieren kannst, um den ursprünglichen Treiber wie beschrieben zu kopieren, ihn dann zu aktivieren, damit du endlich über die Command Shell den Befehl zum Entsperren eines Bootloaders geben darfst.

/laien on Was ich also mit meinem Linux, einem Unix-basierten System*, so regele, dass ich ein geschmiertes Brötchen zweimal über die Tastatur ziehe, dazu muss ich bei diesem mockigen Streichelbrett das Millionenfache an Daten in zwei Stunden Arbeit mithife von Windows und Java durch die Platinen hetzen. Das Schlimmste ist aber, dass ich weiß: Das muss viel einfacher gehen, wenn man nur weiß, wie. Dass die Lütte noch ein paar schmerzhafte Umdrehungen inkompetenter ist als ich, tröstet mich dabei Null.
Ich bin müde. So unendlich müde.

*Wie ich eben belehrt werde, basieren weder Linux noch Android auf Unix. Irgendwie Bastarde. Wusste ich's doch! *flenn*

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