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tbDas dem unabhängigen Verleger dienende "Blatt" interviewte heute den Terrorexperten Teewissen. Wir drucken das zuvor genehmigte Gespräch im folgenden ab:

Blatt: Wir sprechen heute mit dem Terrorexperten Teewissen über Terror. Herr Teewissen, was sagen Sie?

Teewissen: Naagh.

Blatt: Wie bitte?

Teewissen: Naagh.

Blatt: Hm. Versuchen wir es anders: Wie gefährlich sind die muslimischen Terroristen?

Teewissen: Drei gefährlich. Vier noch mehr, ab hundert oh-ooh! Naagh.

Blatt: Ähm, aha. Müssen wir künftig auch mit mehr Anschlägen in Deutschland rechnen?

Teewissen: Doppelt. Dreifach. Hundertfach.

Blatt: Ist die Lage wirklich so bedrohlich? Woran machen Sie das fest?

Teewissen: Das wissen wir von Heinrich Welsch, Kaygasse. Kannte sich wie kein anderer aus mit Terroristengesocks. Und natürlich mit der Mathematik des Horrors.

Blatt: Mathematik des Horrors?

Teewissen: Mathematik des Horrors. Da bleibt nichts übrig am Ende, egal wie weit sie vervielfältigen.

Blatt: Das heißt, wir haben keine Chance?

Teewissen: Nein, das Ergebnis bleibt immer dasselbe.

Blatt: Wir müssen uns also wirklich fürchten?

Teewissen: Ja Selbstverständlich, das ist erste Bürgerpflicht.

Blatt: Was kann der Einzelne jetzt tun?

Teewissen: Bonker. Gehen Sie in den Bonker! Rufen Sie unterwegs die Polizei und melden Sie alles, was Sie sehen. Vor allem Verdächtige. Vor allem Ausländer. Vor allem mit Bart. Und Turban. Und so komischen Klamotten. Und Kalaschinkows, ganz wichtig. Melden Sie jeden mit Kalaschnikow! Und natürlich die mit Bombengürtel.

Blatt: Wie unterscheidet man denn den friedlichen Islam von den anderen?

Teewissen: Friedliche Terroristen lassen ihre Ausweise nicht liegen. Wenn sie irgendwo einen Ausweis sehen, wo er nicht hingehört, gehen Sie geordnet nach Hause. Gehen Sie in den Keller! Sehen Sie zu, dass immer Vorräte da sind und ihre Fenster weiß getüncht. Lagern Sie nicht nur Nahrungsmittel, auch Kleidung, Elektronik, Handtaschen etcetera. Der Terrorist will nur, dass wir die deutsche Wirtschaft jetzt im Stich lassen.

Blatt: Von wem geht derzeit die größte Gefahr aus?

Teewissen: Putin.

Blatt: Nein!

Teewissen: Doch!

Blatt: Oh! Was können wir tun, um ihm nicht in die Hände zu fallen?

Teewissen: Ich sehe da keine großen Möglichkeiten. Jodtabletten sollten auch im Keller sein. Wer hat, Gasmasken, Geigerzähler, Wassertank. Putin kann in zwei Tagen mit Panzern vor unserer Tür stehen, russische Soldaten nicht viel später.

Blatt: Sind Sie beunruhigt?

Teewissen: Ja sicher. Alles extrem aufregend. Und alle machen mit. Wir sind ja auch alle bedroht. Haha. Hahaha. Naagh. Unser Leben ... ist ... in Gefahr. Gniihiihii.

Blatt: Aber Sie machen gar keinen besorgten Eindruck.

Teewissen: Das ist muuhahaa ... Verzweiflung. Übersprungshandlung. Naagh. Und schließen Sie besser noch heute eine ... huahuahua ... Lebensversicherung ab! Am besten bei der ... ichkannichtmehr ... Extremus ... gniihi

Blatt: Herr Teewissen, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Teewissen: Naagh.

 
Da gibt es diesen Oettinger. Der kann gar nix und lässt es einfach raus. Ihr wisst schon: Der spricht Englisch akzentfrei. Also auch komplett ohne Englisch. Macht nix, denn er weiß ja, wessen Interessen er durchzunicken hat. So wie die ganzen anderen Korruptis. Der ist jetzt Internetirgendwas der EU-Spackokratie. Karnevalspräsident und Chefeselsmütze für das Großkapital. Lächerlich? Ja sicher. So wie alles andere in Westrom.

Genau so drollig ist Chefbosseselsmütze Juncker, der überführt und bewiesen devote Hanswurst illegal tätiger Geheimdienste und anderer Pleonasmen. Herrenreiter weißer Amtsschimmel. Generalmajorinette der berittenen Steckenpferdkavallerie. Was mit dem ist? Nichts ist mit dem, der hat also kund und zu wissen gegeben, dass er fortan "für Wachstum und Beschäftigung" sorgen wird. So wie alle halt. Laberrhabarberer, die dafür gewählt werden. Nicht abgewählt, nicht aufgehängt, nicht einmal ausgelacht.

Homo Homini Canis

Geht mal einer hin und sagt: "Schluss mit Wachstum, das ist eh vorbei, war eh pures Gift."? Oder vielleicht: "Arbeit die könnt ihr vergessen, die macht euch arm und kaputt."? Würde wer dafür gewählt? Nee, das ist ja pfui. Sagen nicht mal die Kommunisten, so pfui ist das. Iih bah! Pfuipfuipfui. Pipikacka. Das ist das Niveau. Mach Sitz, mach Platz, mach Arbeitsplatz! Dann kriegst du auch ein Leckerli. Der Napf muss leider leer bleiben, mach mehr Sitz, mach mehr Platz, kriegst du mehr Leckerlis. Braver blöder Köter.

Eigentlich wirst du nicht mehr gebraucht, aber dir einfach einen Tritt zu geben, wäre nicht sozial®. Sozial ist das Leckerli. Dafür rennst du gegen andere Fifis, darauf kann man wetten. Haben doch alles was davon. Du bleibst fit und machst keinen Blödsinn, die Leckerliindustrie backt feine Schlachtabfälle für Duweißtschon und Duweißtschon, und der Rubel rollt.

Wetten kann man auch darauf, wie viele Leckerlis es gibt und wie viele Tritte (na klar, so ein Tritt muss auch schon mal sein, wenn du es nicht sozial® magst). Wetten kann man auf alles. Nur nicht darauf, dass du mit Deinesgleichen ein unkontrollierbares Rudel bildest. Dass du nach der Beute schnappst. Dafür haben wir nämlich ein Rudelbildungssystem aus kontrolliertem Rudelanbau, das euch Kläffer nur von der Leine lässt, um aufeinander loszugehen. Darauf kann man dann wieder wetten.

 
Ich war schwimmen mit Kindern. Ich. Schwimmen. Mit Kindern! Wenn man in meinem Alter noch so bescheuert ist, quasi freiwillig dergleichen beizuwohnen, obwohl niemand einem seine geladene Knarre ans Ohr hält, lässt das ja schon tief blicken. Ich meine: Wir können zum verfickten Mars fliegen oder von interstellaren Handelsabkommen träumen, die uns traumhafte Wachstumsraten bescheren. Wir können nicht nur Minicomputer bauen, die man streicheln kann und die immer mehr immer bessere Features bieten, wir können sogar immer schlechtere Minicomputer mit immer mehr Bugs in immer kürzerer Zeit für immer mehr Kohle verhökern. Aber eine Lautstärkeregelung für Staubsauger oder die Scheißblagen kriegen wir nicht hin.

Wie auch, wenn sich Mulithonks wie ich mit solchen Schallterroristen auch noch in die geflieste Hölle eines bekackten echooptimierten Schwimmbades begeben, ohne dass man bis zur Unkenntlichkeit in Kabelbinder gewickelt dorthin gezerrt oder wenigstens vorher erschossen wird, was ja noch in Ordnung wäre. Das heißt doch schon „Hallenbad“, weil es eben hallt wie St. Paul's. Man muss wohl auf eine nachgerade magische Weise, hinter der sich wie bei aller Magie eine bizarre Psychose verbirgt, betäubt sein. In meinem Fall leider nicht ausreichend, weswegen ich auch immer, wenn ich am Rande solch chlorierter Kleintiertümpel vor mich hin deliriere, an Saufen, Kiffen und weniger gesundheitsfördernde Genüsse denken muss.

Jegliches Grauen wartet hier auf das Auge des Betrachters, um den kurzen Weg durch den Sehnerv ausnutzend dem geplagten Hirn seine toxischen Eindrücke in die graue Masse zu fräsen. Während an einem solchen Ort das Jungvolk von Breifresser bis Hormonopfer seine Adipositas beim Wettwälzen auf dem Luftkissen durchknetet, geben in der abgetrennten Spalte nebenan quietschvergnügte freundliche Wassersportler dem noch nicht ganz bewegungsunfähigen Restgespross Schwimmunterricht. Nett, freundlich, hilfsbereit.

"Ein neuer Tiefpunkt", wie ich auch ohne die drei Weizen erkenne, die ich mir notgedrungen virtuell, dafür aber intravenös verabreiche. Was soll das?! Zu meiner Zeit, als noch alles seine Richtigkeit hatte, gab es noch echte Trainer. Wenn da ein „Merkel" „eine „Raute“ machte, hieß der nicht Angie und glotzte hohl aus dem Hosenanzug, sondern Max und peitschte seine Opfer buchstäblich über den Rasen. Ein Schwimmtrainer hat dich seinerzeit gescheucht, bis du blau anliefst und zum Abschluss deinen Kopf ins Wasser gedrückt mit der Ansage: "Trink' aus, wir wollen gehen!". Danach warst du Kampfschwimmer oder hast nie wieder einen Zehnagel in so eine gekachelte Pissfütze getaucht. Ich habe die weise Entscheidung getroffen, mich fortan davon fernzuhalten.

Das Zeug darin ist sowieso immer zu kalt, wenn es nicht gerade eklig warm ist, definitiv zu nass, schmeckt scheiße und dröhnt kein Stück. Wozu wird dann eigentlich das ganze Gift da reingekippt? Clusterbullshit! Und dann kommen also diese Dealer von halogenisierter Plörre und Puls Hundertfuffzich daher und fixen unsere Kinder mit ihrem Spocht an, bloß weil sie sich keine anständige Murderline leisten können, die zivilisierte Menschen an dieser Stelle vorziehen. Wenn ich diesen brutalen Extremisten eines wirklich gönne, sind es Kinder!

 
adiEs ist öde. Nach Broder und Fleischhauer springen weitere Printproleten aus der Deckung, aktuell Mohr und Weimer, die einen 'linken' Hoppeditz verbrennen, sich an einer Witzfigur abarbeiten, die man kaum als menschliche Karikatur erkennt, geschweige denn mit irgendwelchen lebenden Menschen in Verbindung bringen kann. Die 'Linken', von denen diese rechten Heulsusen schwadronieren, sind einfach böse und hassen alles Gute, Punkt. Solche 'Linke' haben nie Gründe zu tun, was sie tun und zu denken, was sie denken, sondern sie sind einfach so, weil sie's sind. Diese 'Linken' erfinden daher einfach Rassismus, Ungerechtigkeit, Not und Elend, um nachher den Kapitalismus, Amerika und die Juden (!) dafür verantwortlich zu machen. Genau wie Hitler, diese linke Bazille!

Es ist völlig sinn- und zwecklos auf derlei Gekeife einzugehen. Ich versuche im folgenden stattdessen einmal, mich in ein solches Dumpfhirn einzufühlen und beschreibe auf dieser Droge, was ein Rechter ist:

Sexbesessen

Die Rechten sind vor allem schwul. Natürlich können sie sich das nicht eingestehen, weshalb sie erst recht aggressiv homophob daherkommen, was ihr Kreiseln aber noch einmal beschleunigt, weil sie ja gegen die Russen sind. Die Russen wiederum sind aber Putin, so ein Mist! Der schwule rechte Uniformliebhaber, in dessen geistiger Umkleidekabine es nach glänzender Männerhaut riecht, kommt von der Palme gar nicht mehr herunter, wenn er, seine Männlichkeit zwischen die Schenkel zwingend, den starken Führer des Ostens betrachten muss. Nicht nur, dass der 'Gute' im Westen der falschen Rasse angehört; er wird auch noch durch diesen Traum von einem Mann konterkariert, den man einfach hassen muss, weil man ihn nie als Führer wird lieben dürfen.

Ambiguität macht aggressiv. Ausgerechnet das Ziel geheimer Triebe leistet sich einen unverschämten offenen Schwulenhass, was wiederum darauf hindeutet, dass er vermutlich selbst nicht abgeneigt wäre. In der politischen 'Debatte' ist es derweil wichtig, ihm genau das vorzuhalten, sich also zum homophilen Gutmenschen kastrieren zu lassen, um den Russen zu attackieren. Wer soll da noch wissen, wo oben und unten ist? Und wenn er eines noch weniger abkann als Unzucht und Kommunismus (der den Russen einfach genetisch anhaftet), dann ist es Komplexität. Gott, ist das unübersichtlich!

Für gegen für!

Allein schon, dass der Russe ein Kapitalist ist, stört ihn. Ja selbst wenn alle Russen eben Putin sind (der Übersicht wegen), ist der Russe Kapitalist, und nicht nur der. Selbst der ausdrücklich kommunistische Chinese ist einer. Die Rechten putinverstehen Russland nicht, weil sie eben keinen Kommunismus wollen. So sind sie. Alle. Weil der Russe der Feind des Amis ist, lieben sie lieber den Ami, auch wenn deren Chef ein - und das darf man noch nicht einmal sagen! Denn der Ami ist Kapitalist und der Russe ist der Konkurrent. Also eigentlich Kommunist, daher die Sympathie der Linken, so weiß er.

Die Rechten kommen mit der linken Wertewelt nicht zurecht, weil sie gegen die Schwulenehe sind und gegen Putin. Gegen Kommunismus und gegen Putin. Gegen Ausländer und Durchrassung, aber für Amerika und Obama. Für Demokratie, für die Nation und für Überwachung durch Fremdrassische. Der Rechte an sich ist ein revolutionärer Chaot und zerbricht an der heilen Welt linker Moral, wo man sich mit ein bisschen Logik noch zurecht findet. Das findet er spießig. Vor allem aber ist er heimlich links, weil er eigentlich weiß, dass die Linken die Guten sind. Das wiederum kann er sich nicht verzeihen und muss es durch Sadomasochismus kompensieren. Also verlangt er härtere Strafen. Vor allem für Kinderschänder, denn Kinder sind unschuldig. Süß. Zum Knuddeln. So zart und rein ...

p.s.: Ja doch, der Rechte ist ein Mann. Seit wann haben Weiber bei der Rechten etwas zu melden? Die dürfen eine Raute machen und das Maul halten. Den Rest erledigen die wirklich wichtigen Leute.

 
rumms

Vorab, lieber Kollege: Ich setze mich unter gar keinen Druck. Schon gar nicht, wenn ich Briefe beantworte, die mir ja so viel Futter liefern, dass ich weder recherchieren muss noch dem Versuch erliege, witzig sein zu wollen. Ich bin einfach ein bisschen schneller, das ist ja auch kein Problem, aus meiner Sicht.

Ein wenig enttäuscht bin ich, dass du eher so gar nicht auf meine Kernargumente eingehst, was mich aber auch nicht wundert. Als ich schrub: "Widerlegt mir wenigstens den Bontrup", war das doch ein faires Angebot, finde ich. Bei dem kann man mal ein Stündchen reinhören, und es können diverse Lämpchen zu leuchten beginnen, die bei vielen Linken gern eher dunkel bleiben. Wenn er zum Beispiel deutlich macht, dass Kapital, welches im Verhältnis von ca. 3:1 das Weltsozialprodukt überwiegt, nach Rendite strebt, ist es doch an euch zu erklären, wie das noch gehen soll. Als ich von "Marx" sprach und im Rahmen dessen, was ich "Analyse" nannte, wollte ich nicht über die Person sprechen, sondern über "Das Kapital".

"Der Mann ist wie die Bibel." ist daher auch ein Satz, den ich vermutlich nur wiederholen muss, um dir Schmerzen zu bereiten. Ist "Das Kapital" demnach wie die Evangelisten? Wo genau finde ich in der Bibel dann die Analyse des Teufelswerks? Schwamm drüber. Was ich oben ansprach, findest du bei Marx und in der Sekundärliteratur als das Problem des tendenziellen Falls der Profitrate. Diese These wurde kritisiert, was wiederum dazu führt, dass Leseschwache sie für widerlegt halten. Ein Blick in die Geschichte belehrt uns eines Besseren; Bontrup stößt uns mit dem Kopf mitten hinein. Die konkrete Ausformulierung (im "Kapital") halte ich übrigens auch für optimierbar, das ändert aber absolut nichts daran, dass jedes kapitalistische System, in dem aus Geld mehr Geld werden muss, an die Grenze stößt, wo die Profitraten systemgefährdend schrumpfen.

Die nächste Runde

An dieser Grenze hört dann der ganze Spaß auf: Sozialleistungen, die Rechte der 'Arbeitnehmer', Löhne, von denen man leben kann, Gemeineigentum - kurzum: alles, was folgerichtig vom Neoliberalismus kassiert wurde. Die Alternative ist der Kollaps dieses Systems (oder theoretisch die entschiedene Abschaffung, was vermutlich auf dasselbe hinausläuft). Stellt euch endlich diesem Problem: Es gibt keinen Kapitalismus, keine "Marktwirtschaft", die nicht an diese Grenze stößt. Es ist immer wieder in furchtbares Elend gemündet. Die technische Produktivität führt obendrein dazu, dass dieser Punkt selbst nach einem Reset immer schneller erreicht würde. Das ist übrigens schon lange der Stand der hiesigen Diskussion. Hier plant keiner eine Revolution, wir versuchen zu verstehen und Alternativen zu erörtern.

Womit dein Revolutionsproblem übrigens auch gelöst ist: Revolution interessiert mich nicht. 'Reformen' sind Hirngespinste. Daraus resultiert, dass das System eben kollabiert, weil es nur einen Weg kennt: vorwärts. Und ja, es kollabiert, wie schon so oft. Der Dritte Weltkrieg ist längst im Gange, siehe dazu auch meinen letzten Artikel. Das reiche Europa verelendet. Das Finanzsystem hetzt von einer Blase in die nächste, siehe dazu den kürzeren Vortrag von Bontrup. Ich kann nicht mehr so denken wie die 'Reformer', weil ich ein totes Pferd nicht reite. Sollte es eine Zeit nach diesem Irrsinn geben, verschwende ich keine Sekunde darauf, denselben Schwachsinn noch einmal zu probieren, nur diesmal gerecht, eine wirklich wahre soziale Marktwirtschaft® mit fairen Löhnen® und so. Ich kenne zwar nicht den Anfang der nächsten Folge aus dieser Serie, aber ich kenne ihr Ende.

 
“Yes, we can”, das heißt so etwas wie “Wir können Ja”. Amen können wir auch. Wir können auch Mathematik, und wenn Duweißtschonwer sagt, das zwei plus zwei fünf ist, dann ist es fünf. Wenn Drohnen aus Deutschland geflogen werden, dann werden sie aus den USA geflogen. Schon allein, weil sie von dort befehligt werden. Geht uns nichts an. Können sie machen, wie sie wollen. Gesteuert werden sie auch aus den USA. Selbst wenn sie aus Deutschland gesteuert werden, denn das ist Internet, und wer ist das Internet? Seht ihr! Wenn also, um das zum Abschluss zu bringen und die Akte dem Staub zu übergeben, nicht der Befehl, die Ausführung und das Objekt aus Deutschland kommen, dann ist das nicht unser Bier. Außerdem ist das eh alles US-Territorium, auch wenn es innerhalb der Grenzen Deutschlands liegt.

Völkerrechtlich is das alles astrein, denn Menschen aufgrund ihrer Kontakte zu töten, ist Friedensdienst. Ausgezeichneter sogar, denn der Befehl zur Friedenssicherung durch Fernfeuerung kommt vom Nobelpreisträger höchstselbst. Krieg ist Frieden. Angriffskriege sind nicht strafbar. Die Vorbereitung schon, aber nicht der Krieg selbst. Wenn und insofern also der Feind und seine Familien unvorbereitet getroffen werden, dann ist das in Ordnung. Sollten sich dennoch Vorbereitungen nachweisen lassen, muss man das Ganze noch einmal nachjustizieren, denn es kommt immer darauf an, wer handelt. Wir sind die Guten.

Vertrauen, Freundschaft, Liebe

Deshalb sind “Kriegslisten” eben auch gut. Heimtücke, iwo! Die bösen sind heimtückisch, wir sind einfach clever. Niemand macht sich die Hände schmutzig, keiner ist zuständig. Wer sich mit Terroristen abgibt, muss sich seiner Eigenverantwortung stellen. Wer mit Leuten verwandt oder bekannt ist, die sich ihrer Eigenverantwortung stellen müssen, ist bedauerlich. Kollateral. Hobelspan quasi. Von oben sehen die Feinde sowieso immer aus wie Ameisen. Gelten für Ameisen die Genfer Konventionen? Liegt Genf nicht in der Schweiz und ist damit gar kein Teil der NATO?

Das klingt alles ein wenig hölzern oder gestanzt? Nein, das klingt dumm, primitiv und dreist. Das klingt wie das Gefasel des Schulbullys, der seine zwei Synapsen gerade zu der Erklärung abkommandiert hat, warum sein Opfer eigentlich der Täter sei. Das klingt wie das Geschwätz des Idioten mit den brutalen Fäusten, der die aktuell gültige Auslegung der Regeln verkündet. Das klingt nach der unmotivierten verlogenen Rechtfertigung der Gewaltherrschaft. Jener Art von Rechtfertigung, die selbst bloß Folter ist, der Fußtritt nach dem Fußtritt, der den Unterlegenen deutlich macht, dass es kein Entrinnen gibt. Dass Ethik Pause hat. Moral kommt als verbaler Bauschaum daher, der die Lücke dicht macht, wo Recht und Anstand amputiert wurden. Eine Aufgabe, der sich willfährige Juristen schon immer mit Leidenschaft gewidmet haben.

 
whynotSie ist nicht nur eine Geißel, sie ist auch in jeder Hinsicht völlig kontraproduktiv. Niemand braucht sie. Den einen macht sie zum Beißer, zum Schläger, Vorwärtsverteidiger, der vermeintlich präventiv handelt und damit permanent auslöst, was er eigentlich verhindern will: Den Stressfall, Schaden, Verletzung, Kampf und Feindseligkeit. Der andere duckt sich scheinbar unter ihr hinweg, vermeintlich fliehend, um erst recht immer tiefer in ihren Bann gezogen zu werden, bis er bewegungsunfähig ist und doch in dem dringenden Sehnen nach Flucht dem Grauen erliegt, dem er sich entziehen wollte.

Es gibt keinen Grund. Es gibt nie einen Grund. Gerade diejenigen, die es wissen, können daran irre werden, wenn sie nach dem Schlüssel suchen, der Einsicht hinter dem Wissen, dass es gerade herzlich sinnlos ist zu grübeln und den Punkt zu finden, wo sich endlich die Ruhe einfindet, die sie doch haben müssten. Aber das verblödende Adrenalin und seine befreundeten Chemikalien treiben weiter an, als gelte es den letzten halben Kilometer des Marathons noch zu absolvieren. Den entscheidenden Punch zu setzen gegen einen lächerlichen Gegner, der einem nichts anhaben kann als den nächsten Tag zu versauen. Wahre Meisterschaft: Sollte dann endlich einmal Ruhe sein – die Zeitspanne ist irrelevant – eine Minute, ein Tag, eine Woche – kann man sich mit der Frage verdummen, warum denn plötzlich Ruhe ist und man sie sonst nicht findet.

Fick dich, Amöbe!

Langzeitverblödete schaffen es dann sogar, andere teilhaben zu lassen an vergangenen Episoden, sich aufzuplustern wie das Monster, von dem sie sie sich einst selbst verfolgt fühlten. Der Zwang zur Wiederholung lässt sie zu Tätern werden an unschuldigen Opfern, als könnten sie endlich den Kampf gewinnen. Ein einziger abartiger Hirnfick, Relikt aus der Zeit, als es so etwas wie Hirn gar nicht gab. Es braucht kein Hirn dafür, und ein Hirn braucht das nicht. Nutzlos, schädlich, widerwärtig. Die Klügsten sehnen sich nach Stumpfsinn, die Trotzigen begrüßen den Schmerz.

Kampf, Krieg, Gemetzel erscheinen tröstlicher als alles, was jenseits des Irrsinns zählte. Ein Freigeist des Lebens sah nur diesen Ausweg: Den Krieg als Mittel zum Frieden lieben, um zu überwinden, was ihm mit Recht unerträglich erschien. Nietzsche propagierte den “Übermenschen”, ein Wesen ohne Angst. Ich weiß nicht, wie ich das einschätzen soll – als Suizid aus Angst vor dem Tod oder als Vision, dem Nachtmahr endlich zu entkommen, der jeder Aussicht auf wirkliche Freiheit mit seinen Ketten kommt. Wie dem auch sei, es bleibt nur der Trotz, sich nicht klein machen zu lassen. Sich nicht jeden Tag den Zentner in den Nacken legen zu lassen. Jeder Tag, an dem es sich aufrecht gehen lässt, ist ein guter Tag.

 
fluch

Als ich heute las, der Berliner Fluchhafen werde auch bis 2017 nicht fertig, müsse vielleicht komplett neu gebaut werden, verbuchte ich das als einen weiteren Versuch, die Nachrichtenpsychose fest im Volkshirn zu verankern, die einmal im Jahr wenigstens die Frage zulässt, ob das jetzt bitte ein Scherz sein soll oder nicht. An allen anderen Tagen hegt man nicht einmal solche Hoffnung. Der BER, das ist bekanntlich inzwischen Mehdorns Baustelle, denn wenn etwas wirklich völlig verhunzt werden soll, wenn man nach der Fassungslosigkeit durch die Depression hindurch immer noch überrascht werden will, wie entsetzlich sich Missmanagement noch steigern lässt, nachdem alle undenkbaren Pannen bereits mehrfach verbraucht sind, dann muss man schon den Mehdorn holen.

Wie viele Milliarden das Ding noch kosten soll, hat mich noch nie interessiert. Schon gar nicht die Prognosen dazu. Jeder, der sich noch an irgendein Großprojekt erinnert, die Elbphilharmonie oder Stuttgart21 zum Beispiel, kennt das Spiel. Vom Doppelten zum Zehnfachen, das ist reine Geschmacksfrage. Dabei sind Korruption und Folgekosten noch nicht einmal eingerechnet. Mehdorn ist eh nicht geizig. Kohle ist satt da, zumindest um Posten doppelt zu besetzen, denn wer ihn kritisiert, fliegt raus. Ich meine: Da laufen eh viel zu viele rum, die noch von irgendwas eine Ahnung haben. Wie sieht das aus, wenn der Chef nur hohl aus der Wäsche schwafelt [youtube] und alle anderen mehr wissen? Eben, geht gar nicht!

Das Lustige an der ganzen Nummer ist nicht zuletzt, dass der BER irre wahnsinnig nötig ist, deshalb hatte man ja die zweidreivier achtneunzehn Milliarden übrig. Spätestens 2011 brauchte Berlin den vierten Flughafen, weil die Weltstadt sonst ruckzuck zum Dorf verkümmern würde. Nun, dafür ist jetzt eigentlich bereits gesorgt. Kann man dann nicht doch einen Freizeitpark draus machen? Ich habe übrigens kürzlich gehört, dass ständig Dampfwalzen über die Rollfelder fahren müssen, damit der auf Belastung ausgelegte Asphalt nicht platzt. Fünf Jahre dampfwalzen - dann kommt zwar eh die neue Decke drauf, aber hey, das sind Arbeitsplätze!

Alles durcheinander

Inzwischen frage ich mich allerdings, ob die paar tausend Millionen und das damit angezettelte Skandälchen nicht auch nur ein Ablenkungsmanöver sind. Ihr erinnert euch: Vor kurzem haben wir erfahren, dass wir total überwacht werden, von den NATO-Gestapos von NSA bis CIA, BND bis BKA. Alles Schnee von gestern, denn jetzt schreiten wir Seit' an Seit' gegen den Iwan. Hatte das vielleicht irgendwem gefehlt, das Kriegführen gegen Ostasien und Ozeanien? Et voilà! Unsere Granden mahnen China derweil tapfer zur Einhaltung der Menschenrechte.

Nicht gemahnt wird freilich der Friedensnobeldrohnenpilot, der Guantanamo-Menschenrechtler, der ganz nebenbei jüngst erfahren hat, dass seine CIA noch ganz andere Methoden der Vernichtungsfolter anwendet als die schon bekannten alternativen Befragungsmethoden®.

Okay, China richtet noch mehr Menschen pro Kopf hin als Texas, wenn auch nicht wesentlich. Dafür sind das erheblich weniger Schwarze, das zählt also doppelt. Andererseits sind das alles Menschen, die von einem brutalen Regime in juristischen Verfahren verurteilt wurden. Solche Grausamkeit ist sicher nicht zu vergleichen mit Kollateralschäden bei großflächig angelegten Exekutionen per Drohne, Hubschrauber oder Clusterfuckbombe. Der Chinamann stellt sich gern ein bisschen dämlich an mit den Menschenrechten und wirft das alles durcheinander.

Nein, ich sehe nur eine Chance, die Welt ins Lot zu bringen und zu verhindern, dass wir in genau der abgefuckten Psychodiktatur landen, die Orwell in "1984" beschreibt. Wir müssen einen damit beauftragen das umzusetzen, von dem wir ganz sicher wissen, dass er selbst eine eng verfilzte Mafia von mehr als hundert Geheimdiensten zugrunde richten kann. Obama darf eh nicht mehr antreten, so here is what: Mehdorn for President!

 
kirch

Dass der Neoliberalismus religiöse Züge trägt, war hier häufig Thema. Zuletzt fiel mir aber auf, dass nicht nur diese unwissenschaftliche, ideologisch aufgeladene Wirtschaftsverklärung religiöse Züge trägt, sondern generell alle möglichen 'Theorien' und Weltbilder zur Religion werden, wo sie sich eben für den Selbsterhalt und gegen die Wirklichkeit entscheiden. Entscheidend für einen solchen Werdegang - selbst von einem wissenschaftlichen Bemühen - hin zur religiösen Verklärung ist das, was unter dem sperrigen Begriff "Theodizee" gefasst wird, der aber recht einfach zu verstehen ist.

Dahinter verbirgt sich die Frage danach, wie das Böse in die Welt kommt, wenn es einen allmächtigen guten Gott gibt. Von der Beantwortung dieser Frage hängt die Ausprägung der Religion ab. Dass aber überhaupt dieser Grundwiderspruch gekittet wird anstatt ihn zu benennen oder auszuräumen bzw. die Theorie an die Wirklichkeit anzupassen, charakterisiert Religion. Der einfache Schluss nämlich, dass es einen solchen Gott unter realen Bedingungen nicht geben kann, ist Tabu. Der Erhalt der festgelegten 'Wahrheit', auf der eine Gesellschaft beruht, gilt mehr als eine Wahrheit, die sich der Realität stellt.

Ich zweifle, also bin ich - draußen

Dies stellt sich überall dort ein, wo der Zweifel am Gegebenen unterdrückt wird oder die Zugehörigkeit zu der unter einer bestimmten Weltsicht vereinigten Gesellschaft den Zweifel ausschließt. Das kennen wir von Religionen, aber auch von Fußballvereinen oder eben 'Ökonomien'. Beim Fußball ist das ganz einfach: Wenn unsere Mannschaft foult, ist das gesunde Härte, tut's der Gegner, ist er ein mieser Treter. Unsere stehen nie im abseits, die anderen immer, und egal wie deppert wir kicken, wir sind immer die Größten. Da sich dieser Fan-atismus auf einen übersichtlichen Bereich gesellschaftlicher Relevanz begrenzt, ist die Gefahr, die davon ausgeht, ebenfalls begrenzt.

Auf der Ebene einer großen Gesellschaftsformation aber, eines Staates oder Staatenbundes gar, einer globalen Ökonomie oder einer verbreiteten Weltsicht ist das Problem von extremer Brisanz. Dabei besteht es nicht in einer falschen Auslegung von Wirklichkeit, sondern darin, dass der Erhalt der vorhandenen Strukturen zwangsläufig in solchen religiösen Fanatismus mündet. Religion ist reaktionär und alles Reaktionäre nimmt religiöse Züge an. Die Verbindung von Religion und Herrschaft ist also weder zufällig noch gewollt, sondern unvermeidlich, solange Menschen sich mit Tabus und Dogmen das Denken einfach machen.

Es war mir schon sehr früh klar, dass man etwa Faschismus nicht verstehen kann, wenn man sich ihn nicht als beste aller Gesellschaftsformen vorstellt. Genau so klar muss es sein, dass es keine 'Wahrheit' geben darf, die nicht infrage gestellt wird und vor allem keine Theorie verboten werden darf. Gar keine, niemals. Das Schlimmste aber, in dem eine Gesellschaft enden kann, ist eine festgelegte Weltsicht, in der gut und böse, wahr und falsch, schön und hässlich nicht einmal mehr verhandelt werden kann. In der allein das Nennen eines Namens zum Schweigen verurteilt, weil dahinter alle die Zweifel drohen, die angeblich ins Verderben führen. Wenn es nicht die Wirklichkeit ist, die über den Wert eines Gedankens entscheidet, sondern der produzierte Common Sense. Das ist der Zustand, in dem Dummheit und Brutalität das Regiment übernehmen.

 
cent"Klammheimlich nahm die Zahl dieser Schuhgeschäfte zu. Das ist ja wohl ein bekanntes wirtschaftliches Phänomen, aber traurig, wenn man es wirken sieht, denn je mehr Schuhgeschäfte es gab, desto mehr Schuhe hatte man herzustellen und desto schlechter und immer weniger tragbar wurden sie. Und je weniger die Schuhe tragbar wurden, desto mehr mussten die Leute kaufen, um immer Schuhe an den Füßen zu haben [...] Resultat: Zusammenbruch, Ruin, Hungersnot."

Pispot Gargravarr 1980, Übers.: Benjamin Schwarz 1985

Schuhfetisch einmal anders. Derselben Quelle entstammt übrigens einer meiner Lieblingssätze: "Der Wirt tunkte ein Geldstück in eine Bierlache und wir bedankten uns dafür" (A.Dent). Aber wir müssen wohl erst einen Schritt zurück gehen, um grobe Missverständnisse zu vermeiden.

"Fetisch", ein Wort, das die Wikipedia daher auch nicht kennt, hat nichts mit "Fetischismus" zu tun. Ein Fetisch ist nicht etwas Seltsames zum Ficken. Es ist vielmehr ein magisches Ding; etwas, dem geheime Kräfte innewohnen, ein Ding mit Macht und Seele, aus der Perspektive des Erwachsenen in der Moderne also eine besondere Form des Irrtums: In dem geschnitzten Stück Holz wohnt nämlich gar kein Gott, der Teddy war schon tot, bevor ich ihm den Kopf abgerissen habe, und es ist nicht das Geld, das den Dingen ihren Wert verleiht. In aller Kürze gesagt.

Magisches Denken eben; in meinem Lieblingssatz oben rutscht der kindliche Augenschein gleich auf die Zunge: Es passiert immer dasselbe, daher besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. Immer, wenn das Geld in die Lache getunkt wird, bedanken sich die Leute. Hunde wissen das übrigens auch. Als die Underdogin noch etwas hören konnte, lief sie zu Tür, wenn ich auf den Tisch geklopft habe. Hans-Werner Sinn würde sicher dasselbe tun.

Sofort verstanden

Kommen wir zum Schuhfetisch: Immerhin ist Gargravarrs Beobachtung um einige Stufen komplexer; er stellt sogar mehrschrittige Zusammenhänge her. Leider waltet aber auch in seiner Schilderung noch magisches Denken, er spricht der Erscheinung einen Sinn zu, der woanders zu finden ist. Ihm kann das nebenbei auch egal sein, hat sein Körper sich doch jüngst von ihm getrennt; da lässt sich natürlich leicht fetischisieren.

Es sind aber eben nicht die Schuhläden oder ihre Zahl, die zur Qualitätsminderung führen. Es sind zweitens die Ressourcen, die knapper und teurer werden (eine Korrelation, die übrigens auch keine unmittelbare ist) und erstens die Profitraten, die dazu führen, dass "Leder" bald nicht mehr Tierhaut ist, sondern Pappe, die mit einem chemisch gewonnenen Tierhautextrakt besprüht wurde. Eine doppelt geile Idee, freilich nur für Investoren®, halten die Dinger nämlich erstens nicht mehr vom Laden bis nach Hause, weswegen man gleich zwei Paar kaufen muss, und ist das Material obendrein billiger. Höherer Absatz (nein, nicht der von den Schuhen, ihr Dödel!) bei höherer Marge also. Supergeil!

Hinter dem magischen und tragikomischen Effekt des Untergangs per Schuhfetisch steht also eine strunzlangweilige und dennoch skandalöse Errungenschaft sozialer Marktwirtschaft®: Geplante Obsoleszenz. Ich werde immer wieder mit Mundgeruch eingedeckt, wenn ich diese Vokabel zum Besten gebe; halten mich die damit Behelligten doch sofort für einen unfassbar Gebildeten, Klugen, Wissenschaftler, Magier der kompliziertesten Denkkunst. Wenn ich es ihnen erkläre, verstehen sie aber sofort, wie einfach das ist, was sich dahinter verbirgt. Der globale Wettbewerb®! Die Chinesen! Der allgemeine Verfall der Sitten!

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