politik


 
xx

Es ist schlechte 'abendländische' Tradition, das Chaos zu beschwören und so zu tun, als müsse alles getan werden, um dieses zu verhindern. Kein Zufall, dass solches Chaos gern als 'links' markiert wird ("Anarchie", "Chaoten", "Rot-Grünes Chaos"). So will es das Narrativ, aber wie so oft liegt die Wirklichkeit auf einer ganz anderen Seite. Was immer man 'Linken' an Großübeln vorwirft - "Mauer und Stacheldraht", "Stasi-Methoden", "Diktatur", "Stalinismus", sind Errungenschaften einer strengen hierarchischen Ordnung. Auch der Nationalsozialismus hat im Übrigen nicht durch Chaos gewirkt, sondern durch eine perfekt geordnete, bestens organisierte Mordmaschinerie.

Schon hier bricht die Erzählung, aber es wird nicht besser, wenn man sie mit ihrer vorgeblichen Ethik konfrontiert: Es ist ja nicht das Problem, dass sich Linke mit der Ordnung schwertun. Eine zeitgemäße Linke sieht die Widersprüche in der 'Ordnung' des Kapitalismus und des ihn schützenden Bürgerlichen Staates. Sie widersetzt sich der strengen Ordnung, versucht sich in Modellen von Freiheit, die auch Unsicherheit in die Ordnung bringen und bricht mit liebgewonnenen Gewohnheiten.

Versteh' ich nicht

Dagegen liefert die Rechte ein einfaches Weltbild, nimmt Partei für die, die dazugehören, erklärt die Anderen im Zweifelsfall zum Feind und befürwortet eine Gesellschaft, die durch Oben und Unten, am Ende durch Befehl und Gehorsam geprägt ist. Wo die Linke durch große Toleranz zu instabilen Verhältnissen tendiert, hält es die Rechte mit Übersichtlichkeit, Stabilität und "Null Toleranz". Man muss hier der Rechten vorhalten, dass sie die Widersprüche ignoriert, die sie damit z.T. selbst schafft und nicht der Linken, dass sie nach Lösungen sucht.

Ganz unbezweifelt ist aber erstens der Erfolg der stabilen, intoleranten Struktur von Gesellschaften. Es beherrschte nicht zufällig ein 'Kommunismus' dieses Schlages über Jahrzehnte die Hälfte der Welt. Ihn zeichnete aus, dass er den horrenden Widerspruch nicht einmal wahrnahm: den eines 'Kommunismus', der über die Menschen herrscht. Zweitens ist kein Erfolg eines Modells zu erwarten, das den Menschen ein dauerhaftes Leben in instabilen Verhältnissen abverlangt. Etwas, das ich nicht einmal erfassen kann, werde ich nicht verteidigen, das gilt am Ende noch von meiner eigenen Freiheit. Derweil sammeln sich 'Identitäre' und sonstige Reaktionäre, die an etwas glauben und dafür töten würden.

Es ist daher anzunehmen, dass eine alternative Gesellschaft entweder so alternativ nicht sein wird und der Staatssozialismus wieder im Rennen ist als etwas, das zumindest ein paar Jahrzehnte Stabilität gebracht hat. Oder aber, was mir ein Anliegen ist, es finden sich Ideen und die dazugehörige Praxis, die Identität, Stabilität, Zugehörigkeit und einen möglichst unkomplizierten Alltag versprechen. Dabei ist das Versprechen nicht minder wichtig als die Praxis, denn heute verteidigen rechte Halbgescheite unbewusst das System, das ihnen längst über den Kopf gewachsen ist. Sie erkennen auch den Widerspruch nicht, dass ihre Heile Welt ihren eigenen Kollaps in sich trägt, der schneller käme, als wenn alles beim Alten bliebe. Aber sie sind eben überzeugt.

 
ko

Wie schrub ich einst: "Zu meiner Zeit, als noch alles seine Richtigkeit hatte, gab es noch echte Trainer. Wenn da ein „Merkel" „eine „Raute“ machte, hieß der nicht Angie und glotzte hohl aus dem Hosenanzug, sondern Max und peitschte seine Opfer buchstäblich über den Rasen." Max Merkel, ein Fußballtrainer. "Raute" ist eine Formation beim Fußball im Mittelfeld, Warum erwähne ich das?

Nun, der Herr war ein autoritärer Schleifer und hatte Erfolg damit - allerdings nur kurzfristig, wie es typisch ist für autoritären Führungsstil. Angst und Kontrolle können sehr motivieren, brennen aber ebenso schnell aus. Daher ist autoritäre Führung stets besser dazu geeignet, Leute kaputt zu machen als sie zu motivieren. Das ist alles nicht neu, aber neu ist auch undeutsch. Der Deutsche braucht Autorität und Kommando, Befehl und Gehorsam, Zwang und Drill. Wer dann immer noch nichts leistet, der will nicht, verweigert den Befehl und ist ein Deserteur.

Beine machen

Wir sind also bei Hartz IV. Schon 16 Jahre nach Einführung dieses behördlichen Schikanen-Managements erwägen erste Sozialdemokraten den Verdacht, das Konzept könnte eventuell nicht so erfolgversprechend sein wie sein Erfinder. Es könnte sich erweisen, dass das Fördern® und Aktivieren® gar nicht solch durchschlagende Wirkung entfaltet, dass nur der erbittertste Widerstand stinkfaulen Gesindels eine sofortige Neuanstellung der Delinquenten verhindert.

Es darf keine Tabus geben und man muss auch den unerhörten Gedanken zulassen, dass "Kaufladen" spielen, EDV-Anfängerkurse für IT-Experten oder Bewerbungstraining für ehemalige Personaler doch nicht automatisch neue Arbeitsplätze schaffen. Nach 16 Jahren intensiver Forschung fand der Epidemiologe Dr. Karl Lauterbach (SPD, früher CDU) heraus:
»Das System Hartz IV funktioniert nicht richtig. Es diskriminiert und macht echte Aktivierung fast unmöglich

Nun, das heißt nicht, dass es schlecht ist. Immerhin diskriminiert es. Fragen Sie die SPD-Linke® Nahles, die hält noch eisern daran fest. Der Dingsminister für Bums, Heil, Hubertus, ist derweil schon der Ansicht, man könne über ein Grundeinkommen reden, um damit einer Grundsicherung näher zu kommen, mithin Ein-Euro-Jobs mit Extras. Vierzig Stunden sollen es schon sein, und wenn es keinen Müll mehr gibt im Park, können ein paar andere Minderleister ja für ein paar Büchsen Bier die Mülleimer umtreten. Win-win.

Eigenverantwurstung

Man wird ja wohl einmal darüber reden dürfen. Die JobCenter sind damit nicht abgeschafft, es wird auch weiterhin eine Arbeitslosenindustrie geben, die reichlich Menschenmaterial wie Kleinkinder behandeln darf, es wird natürlich auch Sanktionen geben, weil sonst "kein Druck mehr besteht, eine Arbeit anzunehmen, dann werden sich Menschen in diesem System einrichten." (CDU-Schmarotzerexperte Peter Weiß). Denn merke: Nachdem die Arbeitsämter ihr Totalversagen bei Vermittlungen eigentlich nicht mehr in eigenen Statistiken vertuschen dürfen, ist der Arbeitsscheue schuld. Wenn wir dem jetzt Generalpardon gewähren, wer ist denn dann noch verantwortlich® für die ganze Armut?

Einer der Effekte von Schröder-Hartz, der oft zu kurz kommt, wirkt durch die systematische Unterdrückung von Arbeitslosen, die zu dauernder Angst, Sucht, Depression und Resignation führt. Wenn man sie dann so weit hat, führt man sie vor, beschuldigt sie, bestraft sie. Dieses Regime ist kein Kollateralschaden. Es ist eine Nachricht an diejenigen, die erwägen, auch nur zum Durchatmen aus dem Hamsterrad zu steigen. Das ist es, was dir blüht. Wir machen dich fertig. Aber für die vage Hoffnung, dass es eines Tages einmal anders werden könnte, könnt ihr ja wählen gehen. Nehmt eure demokratischen Rechte® wahr!

 
xx

So, nach der ganzen Aufregung sozusagen mein dritter Beitrag zur Trilogie. Ich werde auf einige 'Argumente' eingehen und abschließend klären, wohin das führt mit der Sozialdemokratie.

Warum erwähnt der Linksradikal eigentlich immer die Kriegskredite? Das ist doch ganz lange her! Nun, es ist halt der Anfang einer Geschichte ohne Unterbrechung. 24 Jahre nach ihrer Gründung haben die Funktionäre der SPD erstmals ihre eigene Klientel verraten und sie verheizen lassen. Bis dahin war sich die Arbeiterbewegung einig gewesen, dass Arbeiter nicht mehr auf Arbeiter schießen. Der SPD war der Erhalt von Vaterland und Fabrik wichtiger. 1918 ließ Noske die Armee dann auf die eigenen Arbeiter schießen.

Ist doch alles lange her

In den 30ern bekämpfte die SPD die Kommunisten für das Kapital und verhalf den Nazis dadurch zum Sieg. Ja, das gilt umgekehrt auch für die Kommunisten. Daraus gelernt hat die SPD was? Gemach! 1945 folgende setzte sie sich unter der Führung der USA mit Nazis und anderen Neudemokraten an einen Tisch und ließ eine Republik vom Stapel, in der weiterhin die Nazis den Staat bestellten. Richter, Staatsanwälte, Polizei, später Geheimdienste und Militär, waren dominiert von Nationalsozialisten (die jetzt keine mehr sein durften), schlimmer noch als die Parlamente, in denen auch genügend saßen. Globke wurde Superminister. Alles paletti.

Die SPD tat alles in ihrer Macht, um diese Demokratie vor den Kommunisten zu schützen. Während die durch Sondergesetze gejagt und schließlich verboten wurden, trennte sich die SPD endgültig von marxistischen Resten und legte 1959 ein klares Bekenntnis zum Kapitalismus ab. Ab 1969 regierten sie im Bund; ihr Kanzler Brandt orchestrierte das bundesweite Verbot für Sozialisten, in den Staatsdienst einzutreten. Linken Studenten sollte ein "Marsch durch die Institutionen" unmöglich gemacht werden.

Ihm folgte Schmidt. Während die Sozen bis heute stolz sind auf die Ostverträge, trimmte Schmidt seine Partei kompromisslos auf NATO-Doppelbeschluss. Lieber Opposition (und ggf. mausetot) als untreuer NATO-Vasall. Der Nächste Sozenkanzler war Schröder. Hartz IV, Deregulierung, Rentensenkung, Essen nur noch gegen Arbeit (Parteichef Müntefering). Das kriegt man, wenn man in Deutschland Sozen wählt. Das ist die Hoffnung auf den regulierten® Kapitalismus.

Realpolitik

Kurzer Blick ins Ausland; ich mag hier nicht jeden Pakt mit Faschisten (ich meine die echten, die gab es auch woanders), neoliberalen Verrat und Korruption aufzählen und spule vor in die Gegenwart. In Frankreich präsidiert jetzt einer, der bestens mit den Banken kann, neoliberale Deformen vornimmt und "gnadenlos" abschieben will. In Griechenland setzt eine Sozenpartei, deren Positionen absolut vergleichbar sind mit der hiesigen 'Linkspartei', die Befehle der Troika und Darth Schäubles durch. Auch international ein Gassenhauer, dieses Konzept.

Der Fokus der Sozen liegt nach dem Totalverlust der Klientel, die er nicht mehr wiedererkennt, weil sie entweder arbeitslos ist oder als iSlave in China den Fenstersturz kultiviert, auf dem fleißigen Deutschen, der es wieder besser haben soll. Ganz selbstverständlich ist mit "Umverteilung" gemeint, dass die Mittelschicht im Vaterland wieder breiter wird. Der Kaffeebauer ist ihnen so wurscht wie die Sklavinnen, die für 'uns' nähen, löten und Müll sortieren - und wenn das Lumpenpack es wagt, unsere Schiffe zu kapern, die längst ihre Küsten leer gefischt haben, schicken wir die NATO-Flotte. Man kann nicht alles haben und muss mit kleinen Kompromissen anfangen. Tausche Angriffskrieg gegen 5% mehr Lohn. Deal!

p.s.: Wie zwanghaft die Sozen an die Macht von Personen glauben, illustriert derweil Müllers alberne VT. Die erkennen nicht mal auf einem Schachbrett ein Muster und glauben, die Hochfinanz habe diese schwarzen Flecken auf dem weißen Brett verursacht. Selbst Geschichte gerinnt zu einer Einzelbiographie. Für Müller ist es Brandt, der dann aber ohne Radikalenerlass. Die Jungs, die ich oben erwähne, wurden alle irgendwie eingeschleust und haben die Basis® überwandert.

 
ro
 

Ich habe mit den Sozen gesprochen. Tom Wellbrock hat moderiert, Roberto hat versucht, witzig zu sein. Einfach reinhören. Es folgt eine öffentliche Selbstkritik und im letzten Absatz Hinweise für diejenigen, die hier ggf. einen ersten Kommentar abgeben wollen.

Sollst du mit Sozen reden? Denen von den Landmirabellen? Ja sicher, die schreiben immerhin Zeugs, das Leute lesen, die mein Zeugs lesen. Hat das Sinn und Zweck? Ich weiß es nicht. Podcast ist ein Format, das ich schon immer interessant fand, wenngleich ich auch immer Bedenken hatte. Das fängt damit an, dass Aufnahmen der eigenen Stimme eher Missfallen auslösen. Das größte Problem ist aber, dass man sich quasi entscheiden muss, wie man sich da verhält.

Bizarr

Ich bin es betont locker angegangen, was merklich zur minderen Sprachqualität beiträgt. Das Ganze ist ein quasi ungeschnittenes Gespräch via Skype. Klingt ein bisschen wie aus einer Dose, aber wir sind halt nicht beim Rundfunk. Seltsam finde ich im Nachgang, dass ich bei der Vorstellung keinen Nachnamen habe. Aber Titel und Namen scheinen dem anderen alten Mann Probleme zu bereiten.

Ich kann mich nicht recht entscheiden, ob ich mich über die eigene Schnoddrigkeit in der Rede ärgern soll oder das gut finde, weil die Alternative für jemanden ohne jede Übung immer die ist, gekünstelt daher zu salbadern. Alles andere ist eine Frage der fehlenden Erfahrung. Die ganze Situation ist ein wenig bizarr. Du sitzt zuhause, glotzt wie immer auf deinen Monitor und telefonierst mit zwei zwielichtigen Typen in dem Bewusstsein, dass das nachher eine Menge Leute hören werden.

Das Produkt

Inhaltlich fasziniert mich, dass das Format uneingeschränkt die Auseinandersetzung bestimmt hat. Es bleibt häufig sehr oberflächlich, weil es das Ding sofort gesprengt hätte, wenn ich jedem Aspekt widersprochen hätte, der mir gegen den Strich ging. Du merkst dann auch irgendwann, dass du gegen die Position des Gegenübers ein paar Dinge unbedingt in Stellung bringen willst und fragst dich, ob du schon tickst wie ein Politiker, der in jeder Sendung dieselbe Message runterleiert.

Herausgekommen ist ein Austausch über grundsätzlich unterschiedliche Perspektiven. Ich glaube, das ist sogar gelungen. Da ich nicht versuche, jemanden umzudrehen, von dem ich weiß, dass er eh nicht mitgeht, macht mich das tiefenentspannt. Was soll ich mich da streiten? Wenn ich gute Argumente habe, wirken die auch ohne Zustimmung des Gegenübers. Ein bisschen mehr Polemik hätte ich mir trotzdem gewünscht, das können wir beide besser. Für Stammleser ist inhaltlich eh nix Neues dabei, außer dass man mich sprechen hört.

Zu den Kommentaren

Sollte jemand hier zum ersten Mal kommentieren wollen, lest die Nutzungsbedingungen! Das erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm, dass ich euren Kommentar freischalte, und wenn nicht, habt ihr ggf. eine Ahnung, warum nicht. Wer es dann immer noch nicht rafft, ist bereit für Twitter.
Wünsche, Spaß gehabt zu haben.

 
st

Vielleicht bin ich ein Freak, ein Nerd, einer, der sich immer übersetzen muss, damit man ihn versteht. An diesem Ort sicher nicht der einzige, aber eben so weit anders, dass die eigene Sprache zur Fremdsprache wird. Ein Beispiel dafür, womöglich das wichtigste, ist mein Beharren auf die Wirkung des Systems, das Spiel der Kräfte, den Rahmen der Optionen, Möglichkeiten, Hindernisse, Illusionen. Dabei ist der Glaube, das sei anders - weil ja schließlich immer Menschen entscheiden - eher eine Modeerscheinung.

Als Foucault am Ende von "Die Ordnung der Dinge" schrieb, der Mensch sei wie ein Gesicht im Sand, das verschwinden werde, hatte er vermutlich Recht. Die Idee "Mensch", der moderne Glaube, Menschen träfen Entscheidungen, womöglich bewusste, und entschieden so über ihr Schicksal und das ihrer Nationen, ist jung und doch schon hinfällig. Noch vor zweihundert Jahren hätte man sich rechtfertigen müssen, wenn man dem Menschen solches Bewusstsein und solche Entscheidungsfähigkeit überhaupt nachgesagt hätte.

Gott lenkt

Es war Gott, der entschied. Was der Mensch tat oder nicht, war das Ergebnis der Wirkung höherer Mächte; Gottes selbstverständlich, aber auch des Teufels, der Dämonen, des Schicksals. Was heute noch in den Religionen - auch und gerade in den christlichen - an Irrationalem lauert und jedem Gedanken an Verstand und Vernunft Hohn spricht, ist ja noch immer nicht neutralisiert. Schaut man sich an, was die Menschen global bewegt, wie sie denken, entscheiden und wonach sie leben, spielen Bewusstsein und Rationalität überhaupt keine Rolle. Das gilt für alle Menschen, also auch für solche, die man "Entscheider" nennt.

Es ist also völlig normal, davon auszugehen, dass nicht die Einzelnen und ihr Wille, Ihr Verstand oder sonst etwas Menschliches darüber entscheidet, was sozial und politisch geschieht. Lediglich der fromme Wunsch der Intellektuellen des 18. Jahrhunderts und die damals als probat erkannte Basis von Verträgen haben dazu geführt, dass Willensbekundungen und Verhandlungen zu einer relevanten Größe wurden. Diese aber mit der Wirklichkeit zu verwechseln, ist allzu menschlich - und völlig widersinnig.

Gehen wir einmal mehr zurück zu Freund Luther und der Befreiung der Christen von der Jahrhunderte währenden Befehlsgewalt einer reaktionären Einrichtung, die jeden geistigen und technischen Fortschritt erfolgreich verhindert hatte. Mit der neuen 'Freiheit' kamen aber ebenso neue Ketten, Denkverbote und ein jetzt noch raffinierterer Psychoterror. Ja, der Mensch wurde befreit aus seiner Rolle als Sünder, der reuig zu seiner Kirche kriechen musste, um sich Gottes Gnade bescheinigen zu lassen. Er war jetzt frei davon.

Dein Wille geschehe

Künftig thronte ein zorniger Gott über ihm, dessen Gnade bis in alle Ewigkeit ungewiss ist. Man kann sich nie genug anstrengen, rechtfertigen, die Ordnung stützen, unterordnen. Besser, man bückt sich im Zweifelsfall tiefer. Man muss sich 'verantworten', all sein Leben lang, und bleibt doch ohne Absolution. Der von der kirchlichen Gnade 'Freie' ist fortan ein hoffnungsloser Sünder - es sei denn, Gottes Wille hat ihm zum Fürsten bestimmt.

In der Moderne sind die Fürsten Oligarchen, die Sünder nach wie vor Sünder, denen man ihre Eigenverantwortung einbläut. In der neuen Hölle erzählt man ihnen, sie seien nicht bloß selbst schuld, sondern sie - als Menschen - selbst ihres Glückes Schmied, denn das Ganze sei die Summe des Willens der Einzelnen und jeder einzelne Wille der Grund für das dazugehörige Los. Alles eine Frage der Mühe, der Einsicht, der Hingabe. Der Kontostand, so die Auslegung der Calvinisten und Kapitalisten, ist dabei der Indikator dafür, was man so 'verdient' hat (an Gottes Gnade).

Das, liebe Freunde des freien Willens, ist die ideologische Basis für den bekloppten Irrglauben an die Macht der Menschen, ihren Willen und wie man diesen bloß gestalten müsste, um jene zur Glückseligkeit aller einzusetzen. Es hat in der Geschichte der Menschheit noch kein Land gegeben, keine Gesellschaft und keinen Staat, deren Form, Wohl und Wehe von irgendeinem menschlichen Willen abhing. So etwas wird es auch niemals geben.

 
xx

Quelle: Pixabay

Ich hatte heute ein Gespräch mit jemandem, den man mit Recht als rechten Verschwörungstheoretiker bezeichnen kann. Er glaubt an "Gruppen", die das System "aufgesetzt" haben, weil sie davon Profitieren, deutete an, dass ihre Mittel "Papiergeld" und "Zinsen" sind und wusste auch sogleich zu bestätigen, dass es um Rothschilds und Rockefellers geht. Ein netter Kerl, der mit einer EU-Ausländerin verheiratet ist und den ich nicht verdächtige, jemanden in eine Gaskammer führen zu wollen. Jemand halt, der "im Internet" solche Quellen findet.

Schwindel

Ich habe versucht ihm deutlich zu machen, dass Personen austauschbar sind und auch die Frage in den Raum gestellt, was diese Herren der Welt denn machen würden, wenn sie den Kapitalismus doch nicht mehr wollten. Welche Möglichkeiten sie da so hätten. Im Übrigen skizzierte ich ihm, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Industrialisierung und Geldwirtschaft, durfte ihn das holde Prinzip Geld-Ware-Geld darlegen und erklären, dass über die Notwenigkeit hinaus, aus Geld mehr Geld zu machen, Lohnarbeit charakteristisch für Kapitalismus ist.

Er hat sich das alles geduldig angehört und blieb ganz ruhig. Ich bin nicht sein Feind; er denkt nur anders. Und hier haben wir den Schlamassel. Ich gerate immer wieder in Szenarien wie das Höhlengleichnis. Ein Problem beim Versuch, sich verständlich zu machen, ist die Komplexität eines Weltbildes. Der Mensch mag es einfach. Wenn alles stets in Bewegung ist, alles Wissen Halbwertszeiten hat und Erkenntnisse nicht mehr greifbar sind, sondern sich nur durch komplexe Zusammenhänge und historische Hintergründe erklären, macht das einen furchtbar anstrengenden Eindruck. Was hat man auch davon?!

Wem man folgen kann

Das kannst du auch bewusst langsam und dosiert versuchen, du kannst geradezu sehen wie dein Gegenüber aussteigt. Zweitens, das halte ich für das viel größere Problem, ist die Neigzung zur Personalisierung ein so dickes Brett, dass du spätestens daran scheiterst. Dieses Handicap haben ja wahrlich nicht nur die Experten für jüdische Verschwörer, sondern beinahe alle anderen auch. Wir haben das hier regelmäßig, wenn es um die Sozialdemokraten geht und ihre Überzeugung, man könne die Welt mithilfe des richtigen Willens ändern. Ähnlich sieht es aus mit Leuten, die sich gegen Wissenschaft sträuben und ernsthaft einer Art Bauchgefühl vertrauen®.

Die Lebenswelt der Desinteressierten besteht - mit oder ohne Elektronikspielzeug - ohnehin aus einer Kette von persönlichen Erfahrungen und Konflikten; eine Abstraktion davon findet selten statt. Schlimmer aber noch; Die 'Gebildeten', die sich für politisch interessiert halten. Von ihnen höre ich regelmäßig, dass "der ein guter Mann ist", "die alles schuld ist" und dass alles besser würde, wenn nur "die richtigen ans Ruder" kämen, in der Steigerung der Starke Mann.

Die ganze politische Repräsentanz und ihre mediale Aufbereitung bauen ja darauf auf, dass es Personen zu wählen gibt und Personen stellvertretend streiten, wobei die Mittel, mit denen sie zu überzeugen versuchen, wiederum auf persönliche Befindlichkeiten abzielen. Plausibilität wird durch Vertrauen ersetzt, Logik durch Sympathie. Es stellt sich die Frage, ob in sich schlüssige Erklärungsmodelle dagegen überhaupt bestehen können.

 
vg

Quelle: Pixabay

Via Kay Sokolowsky wurde mir folgendes Zitat zuteil:

"Mir ist sehr unwohl dabei, dass in diesen Tagen ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung darüber bestimmt, ob wir nun jetzt endlich eine neue Regierung bekommen oder nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Abstimmungen wie der Mitgliederentscheid der SPD über die große Koalition unsere Demokratie wirklich besser machen – oder ob sie nicht am Ende (unabsichtlich) die Demokratie gefährden." Keinen Link dafür, "Zeit" und Michael Thumann.

In Ergänzung widme ich mich kurz dem Verbrechen gegen die Logik, das solche 'Argumente' ermöglicht: Entscheidet demnach also immer derjenige, der in der Zählung die Anzahl der Minderheit überbietet? Wenn also 199 für etwas sind und 199 dagegen, entscheidet dann der Zweihundertste (bzw. der 399.) ganz allein? Oder ist es so, dass eine Partei einer Koalition beitreten muss, weil eine andere, womöglich größere, sich schon dafür entschieden hat? Ausgerechnet in eine Koalition, die vorab bereits die Verschwörung gegen das Grundgesetz festgelegt hat? in einem politischen System, in dem schon traditionell kleine Klientelparteien die Richtung bestimmt haben?

Wir sind Volker

Ausgerechnet in einem System, das die Stellvertretung der Stellvertretung für "Demokratie" erklärt, in dem Fraktionsvorstände und Hinterzimmerzirkel abnicken lassen, was zuvor in Gremien oder undurchschaubaren Strukturen ausbaldowert wurde, ist "ein kleiner Teil der Bevölkerung" zu wenig und "gefährdet die Demokratie"? Ja genau, eben diese Demokratie®, die mit Mehrheiten nichts zu tun hat und schon gar nicht mit der "Bevölkerung" dem Volk, das sie im Titel trägt. So ist sie, die Demokratie der "Zeit": elitär, atlantisch, demagogisch.

Dabei ist der Spaß noch gar nicht zu ende. Ernsthaft, Sozen? Heiko Maas? Der reaktionärste, autoritätshörigste Nützling, der je im Amt des Bundesjustizministers dilettierte? Der den Faschisten hier dasselbe Bett gemacht hat, in dem sie sich in Österreich derzeit wälzen? Fefe fragt völlig zurecht (aus Sicht von Russen und Chinesen): "Sagen Sie, waren Sie nicht der Erfinder des Gesetzes, mit dem die Russen jetzt ihre Medien zensieren? Und SIE wollen UNS Vorhaltungen machen!?"

Not Amused But Entertained

Ich freue mich jedenfalls auf den Versuch, Nahles zur Vorsitzenden wählen zu lassen. Das wird sicher eine Riesenparty, diese Erneuerung®. Fürs Protokoll: Nein, ich bin keineswegs der Ansicht, dass die personelle Besetzung relevant für politische Strukturen ist in dieser Demokratie®, aber sie ist ein Symptom, so wie es die Besetzung des POTUS mit Donald Drumpf ist. So weit konnte es kommen. Im Schatten dieses Bösen gedeiht die Verschwörungstheorie auf offener Bühne. Wissens schon: Die Russen kommen!!1!

Alles, was bleibt, und das muss man ihnen lassen, ist Entertainment, und zwar vom Gröbsten. Jeden Tag etwas Neues zu lachen, zum Weinen, zum Spielen und Schokolade Popcorn. Der zuletzt Genannte trifft sich demnächst mit dem komischen dicken Jungen; sie spielen "Meiner ist aber Größer". Mal gucken, wohin sie zielen und womit und wo das dann landet. Wie auch immer; Putin wird sich freuen®.

 
xx

So, jetzt wird wieder eingehegt und sozial gerechtelt, Freunde. Die GröKo ist da. Die nächste dürfte dann CDU/CSU/AfD sein, also die nächste Gröko oder auch GrömöKo. Noch werden sie zu schüchtern sein sie umzusetzen, aber vielleicht werden einige von uns in acht Jahren ja auch noch leben. Merkels Kanzlerinnenrekordeinstellung wird derweil begleitet vom willigsten Stück politischen Gammelfleischs, das sich in alle Öffnungen ... Was ist? Findet ihr das, was da in Berlin abgeht, etwa appetitlicher?

Zwei Drittel knapp sind also für die von den Chefs gewählte Geschmacksrichtung des Untergangs. Glauben wir das einfach mal, dann zeigt sich: Die Spezialdemokratie schafft es inzwischen routiniert, stets so viel Verstand aus der Mitgliederschaft zu vertreiben, dass die nächste Dimension hirnloser Anbiederung an die Macht® jeweils noch abgenickt wird. Die nächste Fluchtwelle steht an, sodass beim nächsten Mal die verbliebenen dreißigtausend Mitglieder auch für einen AfD-Kanzler stimmen werden, wenn der Befehl ergeht.

Feiglinge

Über die neoliberalen Promis, ihre charakterliche, intellektuelle und politische Befähigung, ist jede Aussage Energieverschwendung. So ein Bit verbraucht schließlich Strom. Ein klitzekleines bisschen interessanter ist da noch die Basis®, die immer unter Schmerzen®, inzwischen wohl überall gepierct, wo es wirklich säuisch wehtut, staatstragend abstimmt. Das Chaos droht, der Russ, der Beelzebub, die Neuwahl. Oh ach und weh!

Es ist ja keine Überraschung, dass es nicht die Mutigsten sind, die noch der Verrräterpartei angehören. Die Partei von Hartz vier, von Afghanistan, von Totalüberwachung, von Deregulierung, Rentenkürzung, Ausbeutung und Treue zum Kapital. Die sich nicht schämt, eine Tradition als 'Arbeiterpartei' abzufeiern und von 'sozialer Gerechtigkeit' zu faseln - als hätte sie in den vergangenen 30 Jahren je etwas anderes getan, als ihre Menschenverachtung in Floskeln zu gießen. Die ihr noch angehören, waren einmal mehr folgsam.

Die Erpressung war mit Händen zu greifen. Nahles, Scholz, Schulz, Gabriel und andere Neoliberale hatten also beschlossen, die Koalition anzustreben, die sie zuvor ausgeschlossen hatten. Diese Komplettversager des parteipolitischen Managements haben die SPD vor die Wahl gestellt, sofort oder erst in vier Jahren das Zeugnis ihrer Verzichtbarkeit ausgestellt zu bekommen. Die hat die Hosen voll und drückt sich zunächst vor der Konsequenz. Das ist eigentlich das Einzige, das mich ein wenig ärgert. Ich kann diesen korrupten Haufen nicht schnell genug untergehen sehen. Jetzt müssen wir uns halt noch etwas gedulden.

 
pp

Ich habe zugesagt, dieses Buch zu lesen und zu besprechen. Ersteres war hart. Das Folgende ist eine Kurzfassung; ich könnte mir jeden zweiten Satz zur Brust nehmen.
Eine Grundabsicht kann ich sogar verstehen; Was heute so alles als "links" etikettiert wird, verdankt sich einer Aufmerksamkeitsökonomie, die zwischen Maischberger, Twitter und Facebook jeden ernsthaften politischen Diskurs zermahlt. Dies hätte man analysieren können, was aber leider nicht stattfindet. Im Gegenteil sind die genannten Medien diejenigen, auf die sich der Autor selbst stützt. Inhalt war aus, dafür war noch reichlich Wertung da. Permanent werden Menschen, Gruppen und "Theorien" bewertet, ohne dass man eigentlich erfährt, was sie sagen und warum das falsch ist.

Was man von der "linken Linken", an der sich DeLapuente reibt, zu halten hat, ist leicht zu erkennen, die Sprache verrät es:
"Fundis/Fundamentalisten", "chaotisches Geschwader", "Schwarzblockwarte", "Chaotentum", "Kaste von Hohepriestern", "Fundi-Zunft", "Jünger des Grundeinkommens", das sind diejenigen, die "Wähler verschrecken", "sich im Milieu einnisten", "Parolen skandieren" und einem "Wahn der Weltrettung" anhängen.

Wer schuld ist

Ich empfehle ja immer dringend, sich mit konkreten Texten auseinanderzusetzen und diese zu analysieren, anstatt der Beliebigkeit einer Bewertung von Personen und den Stereotypen eines Urteils über Gruppen zu verfallen. Der Autor hält es umgekehrt; hier wird personalisiert, dass es scheppert, bis hin zu naiven pseudopsychologischen Scheindiagnosen. Die Guten sind hier Wagenknecht und Lafontaine, die Bösen linke Linke wie die Altgrünen Ebermann und vor allem Ditfurth. Letzterer sagt er halbgar ein "aufgestautes Psychotrauma" nach, ganzen Gruppen linker Linker diagnostiziert er "Narzissmus". Weitere Urteile: "Geriatrischer Radikalismus", "Verbitterung und poststalinistischer Säuberungszwang". Kein Kommentar dazu.

Wo es Inhalte streift, wird es zumindest ärgerlich. Das Niveau der 'Theorie' ist naiv und verdreht zentrale Begriffe gar ins Gegenteil. Da wird "Marxisten" nachgesagt, sie "tun sich schwer mit Praxis ohne Theorie", was "materialistisch" sei; "idealistische" "Maoisten" hingegen "verabscheuen eine Theorie ohne Praxis". DeLapuente identifiziert Materialismus mit Ökonomie und Idealismus mit politischen Zielen. Mit diesem vorwissenschaftlichen Verständnis kann man so etwas wie Produktionsbedingungen freilich nicht denken.

Es ist viel die Rede von "Kapitalismus", ohne dass auch nur gestreift wird, was das ist, bis auf diese kapriziöse Formulierung: Kapitalismus sei "jene Produktionsweise [...], die in den letzten 200 Jahren einen massiven Gewinn an Lebensqualität verursacht hat." Wo soll man da anfangen? Beim den Unterschieden zwischen technischer Entwicklung, Produktionsweisen, Produktionsbedingungen, Privateigentum, Produktivität, Arbeitsteilung? Nein, das Gute, das uns BMW und Iphone beschert, ist der Kapitalismus, wie wir ja wissen. Alles andere ist Marx, und der ist zwar "brillant" (warum eigentlich?), aber so was von Achtzehnhundert. Genau wie dieser Darwin. Oder Newton. Olle Kamellen halt.

Rettet Jürgen!

Den Vogel abgeschossen hat der Autor aber mit seinen Aussagen zu Brandts Radikalenerlass. Er nennt sie "Berufsverbote für Sympathisanten des terroristischen Milieus", an anderer Stelle: "Man hatte es immerhin mit der Sympathisantenszene der RAF-Mörder zu tun". Ist das übelste Geschichtsklitterung, macht er sich mit den damaligen Denunzianten der "Sympathisanten" gemein oder hat er schlicht null Ahnung, wovon er da redet? Nehmen wir gnädig Letzteres an, dann soll er das bitte am Stammtisch erzählen, aber nicht ein Buch schreiben, dessen Klappentext von "brillanter Analyse" schwafelt. Ja, ich rege mich gerade auf.

Seine Gegner zu kriminalisieren, zu pathologisieren und zu infantilisieren ist die feine Art nicht, DeLapuente scheut aber kein Mittel, um seinen Kampf um die vielfach erwähnte "Deutungshoheit" strikt auf der persönlichen Ebene zu führen (dafür bekommt man hier gemeinhin Hausverbot). Das Sahnehäubchen ist der rote Faden in Form von Joe the Plumber, der bei ihm "Jürgen" heißt, sein Bekannter, der doch so gern die Linke wählen würde, sich aber wegen der schlimmen linken Linken nicht traut und lieber Mutti gewählt hat. Die Moral der Geschichte: Wir verlieren Jürgen an die Rechte, weil die kindisch-narzisstischen Verbrecherfreunde der Radikalen die gute Idee der "regierungsfähigen" Linken beschmutzen. Brillant.

xx

Und dann kommen sie alle an, die Putinversteher, und jeder hat seinen anständigen Russen. Es ist ja klar, die anderen sind Schweine, aber dieser eine ist ein prima Russe. Jetzt bei Olympia hat es sich doch wieder gezeigt: Die dopen sogar beim Curling. Und dann geht ein deutscher Schmierfink, der den kritischen Journalismus in den Schmutz zieht, zu Russia Today und ist auch noch stolz drauf.

Hajo Seppelt ist Stammgast in den Spocht-Schauen, was mir nicht entging, weil ich im Halbkoma tatsächlich eine Woche lang meinen Fernseher als Hörspielautomat laufen ließ, während ich mit der Couch zu einem haarigen Schleimklumpen fusionierte. Hajo Seppelt, das ist derart unterste Charge, dass ich noch halluzinierend und röchelnd nach der Sternfeuerung griff, um das weg zu zappen. Dann lieber in Würde sterben.

Putins Hater

Nun ist das ja nicht das Einzige, das die Russen böse, schlecht und fies macht, weswegen wir sie vermutlich irgendwie demnächst wieder werden ausrotten müssen, auf den Spuren Napoleons und seines größten Nachfolgers aller Zeiten. Nein, sie sind zum Beispiel auch Hasser. Schwulenhasser zumal, die unsere homosexuellen Freunde diskriminieren.

Infam, wie Putins Russen so tun, als sei es ein krimineller Akt, wenn Schwule schwul leben, und zwar mit der abscheulichen Begründung, sie machten quasi Werbung für eine Art Sexualverbrechen. Zu sagen, was ist, stellt das Regime des Machthabers Putin unter Strafe, und seine Russen applaudieren noch!

Es entgeht einem eine ganze Menge, wenn man man die mühsam eingefügten Links in einem Text völlig ignoriert. Zumindest dem im letzten Absatz hier sollte man Beachtung schenken. Das nämlich ist unsere progressive, aufgeklärte, menschenfreundliche und emanzipierte Gesellschaft, vertreten durch sämtliche größten und kleinsten Koalitionen. Wie kommt man eigentlich auf die Idee, eine christliche Leitkultur® könne irgendwem da draußen moralisch kommen? Ach ja, wir sind ja die Guten.

Nächste Seite »