Links

Archiv

Interna


 
In der linken Sidebar unter der dynamischen Blogroll laufen jetzt kurze Bemerkungen auf, die ich zu dem und jenem unter feynsinn.net ablasse. Dazu gibt es dort auch Links, die beim Abbilden des Feeds nicht erzeugt werden. Wenn ihr aber die Meldung anklickt, geht’s rüber, und da gibt’s dann den Link auf die jeweilige Quelle. Die Texte werden hier vollständig dargestellt.

Eine Alternative wäre die Abbildung in einem Inframe, aber das erscheint mir sehr unelegant, obwohl die Links dann mitgeliefert würden, vielleicht hat ja jemand noch ne bessere Idee. Die Kurztexte können drüben nicht kommentiert werden, das geht dann weiterhin hier OT. Gern nehme ich auch Hinweise zu Meldungen auf, die sonst nur Kommentarleser erfahren.

In den Nutzungsbedingungen, die offenbar vor allem diejenigen nicht lesen, die sich nachher wundern, viele Erstkommentatoren nämlich, habe ich jetzt oben eine Anleitung zum Setzen kurzer Links gepostet. Ich bin meist nicht so grantig wie ich klinge, aber es gibt Dinge, die auf Dauer schwer nerven. Ich sage das dann auch so. Die Message lautet: Das nervt, nicht Du nervst, eine Formel, die ich allgemein empfehle.

Bei der Gelegenheit biete ich die Kommentarzeile zu diesem Posting an für Vorschläge aller Art (außer zur Thread-Darstellung der Kommentare, das Thema ist vom Tisch). Ausdrücklich auch zu einer Runde Säzzer-Bashing, wenn ihr das mal braucht. Ansonsten bemerke ich einen gewissen Blues und tue mich recht schwer mit dem rechten Mix aus Spaß, schwerer Diskussion zu Grundsatzthemen und Kommentaren zur Zeitgeistlosigkeit. Vielleicht müssen wir uns auch einmal darüber unterhalten, wie man für das, was da draußen abgeht, noch Relevanzkriterien findet.

Ein weiteres Ding, das mich interessieren würde, ist die öffentliche Debatte mit einzelnen Autoren oder einfach Leuten, die eine fundierte Meinung haben. Die Auseinandersetzung mit Jens Berger fand ich recht anregend, who’s next?

So, genießt den Frühling, tut verbotene Dinge, tut sie nicht allein. Lest Imperative. Bildet Banden!

Wie euch nicht entgangen sein wird, ist wieder ein Banner in der Sidebar – nach all den Jahren. Ich probiere das mal aus, das läuft auf Provisionsbasis und ist mein Provider, mit dem ich seit Jahren sehr zufrieden bin. Wer ne Domain braucht, kann über den Link eine bestellen und derart auch gleich nen Gruß von mir.

 
fend

Ich war in den letzten Tagen sehr mit Menschen beschäftigt, die mir am Herzen liegen und für den Rest mit Musik. Macht mich alles ein bisschen wirr, nicht zuletzt das Gitarrenwürgen, das nach 25 Jahren in neue Dimensionen vorstößt, die noch relativ frei von Struktur sind. So isser.
Derweil bastele ich am Blog mit der Überlegung, das Layout zu verändern, um ein Plätzchen für kurze Kommentare zu aktuellen Themen und Meldungen einzurichten. Davon ist allerdings noch nichts sichtbar.

Auch mache ich mir in dem Zusammenhang Gedanken um eine Möglichkeit, Relevantes und Irrelevantes, Menschliches und Allzumenschliches hier zu präsentieren. Damit meine ich nicht Privates, das ich nach wie vor weitgehend für mich behalten werde, sondern einen Ausweg aus dem Dilemma zwischen Boulevard und Depression. Da draußen braut sich ein Sturm zusammen, tobt hier und da bereits gnadenlos, während der Deutsche in seinem sicheren Hafen der Braven und Fleißigen bei 10 Grad im Juni nur ein Sommergewitter sehen will. Das zu kommentieren, da überhaupt noch etwas Relevantes zu finden, fällt schwer.

Only the Blues

Die Kritikaster hauen es einem ohnehin um die Ohren: Die einen können das alles nicht mehr hören und wollen es schon gar nicht lesen, wie schlymm die Welt der linken Verbesserer aussieht, die anderen zücken schon die Arschkarte, wenn zur Auffrischung einmal geblödelt wird – wie kannst du nur, wenn das Böse gerade in alle Ritzen kriecht?!

Vielleicht sollte ich über die Snooker-WM berichten, frei vom Verdacht, Massensport und großes Ablenkungsmanöver zu sein (jedenfalls hierzulande), um von allen Seiten Prügel zu beziehen. Ich habe kurz damit geliebäugelt. No Shit ist TV-Sport politisch wie eh und je, siehe den Präsidenten, der schon immer so sympathisch war wie der Club, dem er vorsteht. Ginge mir bloß das Boulevardgekeife nicht schon deshalb auf den Senkel, weil es so ohrenbetäubend ist und auch sonst an Dummheit nicht zu überbieten. Man möge sich bitte einmal abseits dessen die Tabelle der Fußball-Bundesliga anschauen (Tordifferenz beachten!) und deren Stand mit Monopolbildung in einen Zusammenhang bringen.
Was gewisse Delikte anbetrifft, dazu habe ich mich bereits geäußert (der Link zu destatis dort führt ins Leere, die haben ihre Datenbank reorganisiert).

 
fender

Argh! Hätte ich doch bloß nie … meine ver….te Frau Stratmann aufgeschraubt in dem irrsinnigen Ansinnen, sie zu pimpen.
[Was der da redet? Einer Guitarre von redet der. Das ist jetzt ganz wichtig für ihn, dass ihr ihm zuhört. Der Mann braucht Zuspruch. Er tut sich sonst was an oder - noch schlimmer - mir! der säzzer]
Ich wollte ihr einen anderen Sound verpassen. Bei der Gelegenheit musste ich blöderweise feststellen, dass die Pickups [Das sind die Tonabnehmer, ne?] sich nie wieder reinschrauben lassen, weil an zweien die Halterungen gebrochen sind. Ein anderes Schlagbrett passt nicht (wäre eh ne teure Investition), weil das doofe Floyd Rose Tremolo im Weg ist, und einfach zusammenschrauben ist auch nicht mehr. [Na, liest noch wer mit? Hallo, wir leiden hier, da könnt ihr ruhig mal dranbleiben!!1 d.s.]
Ich kann das höchstens irgendwie frickeln und bin alles andere als sicher, dass das nochmal hält.

Jetzt könnt ihr fragen, was schraubt der auch rum? Aber nach 25 Jahren darf man doch mal? Da war dieser Amp, der mir in die Bude gefallen ist. Ich kann nichts dafür. Wartet, lasst mich erklären, ihr macht einen Fehler … !

Ich könnte mir eine andere zulegen, ja sicher. Aber die Preisklasse, in der ich dann unterwegs bin, macht mich zittern. Dabei ist das doch eh schon so schattig da draußen. Ich habe ja schon ein paar Tage nix gegessen, aber das reißt es auch nicht raus. Kann ich mir nicht leisten. Das alte Spielgerät ist nebenbei scalloped [müsst ihr nicht wissen, immer reden lassen ... ], und ich kann nicht mehr anders. Soll ich vielleicht selbst die Fräse ansetzen?
[Oder allmählich wenigstens die Fräse halten? Nicht die schlechteste Idee. Ob ich mir mal die Fingernägel lackiere? -sätzerdude]
Ich bitte also um Zusendung einer gebrauchten Fender Stratocaster (Mit drei Single-Coils und Rosenholz- oder Palisandergriffbrett). Habt ihr nicht zufällig noch im Keller? Nein? Sicher nicht? Könnt ihr nicht mal eben ganz kurz gucken gehen?

[Ach, vergesst das einfach, ist ja nicht zum Aushalten. Lasst mich einfach hier liegen, seht zu, dass ihr durchkommt. Irgendwer muss durchkommen!]

[edit: Beinahe vergessen: Ich hätte auch darüber schreiben können, dass ausländische Terrroristen das Leben deutscher Rechtsradikaler bedrohen. Aber kommt, so einen Stuss will doch nun wirklich niemand lesen.]

 
feyglobZum Warmlaufen will ich die jährliche Danksagung samt Offenlegung meiner Nebeneinkünfte ablegen. Dankefeyn für alle großen und kleinen Spenden 2012! An direkten Spenden haben mir gewogene Leser und Leserinnen dieses Jahr wieder 1586,70 Euro zukommen lassen. Zum Vergleich: In 2011 waren es 1539,33 und 323,27 Euro über flattr. Ich habe inzwischen PayPal und flattr abgeschaltet, letzteres vor allem, weil das de facto ein Parkplatz von PayPal war. Der Verlust ist zu verkraften, wenn auch spürbar. Auffällig ist, dass 3/4 der Spenden in der ersten Jahreshälfte aufliefen. Ich erlaube mir bei der Gelegenheit noch einmal auf “Klick da Button” in der Sidebar aufmerksam zu machen, wenn ihr die Welt effektiv verbessern wollt.

Die Leserzahlen haben sich recht ordentlich entwickelt, schwanken um gut 2500 echte Leser pro Tag, Tendenz leicht steigend. Die Kommentarquote war in 2012 noch höher als zuvor, derzeit ist ein deutliches Down, was aber regelmäßig unregelmäßig vorkommt. Ich finde die Entwicklung recht spannend; in den Jahren seit dem Anfang von Feynsinn hat sich die Zusammensetzung der Stammkommentatoren laufend verändert. Einige sind geblieben, andere haben sich zurückgezogen. Das zeigt mir, dass sowohl Kontinuität herrscht als auch Veränderungen stattfinden. Ein Mix, den ich generell gut finde.

Major Tom to Ground Control

Die Schwerpunkte und auch meine Ansichten haben sich mit den Jahren deutlich verändert. Nicht nur, dass ich immer weniger auf den tagespolitischen Murks eingehen will. Ich mache das nach wie vor, aber es schmerzt beinahe physisch, und ich kann den Quatsch eigentlich nicht mehr ernst nehmen (siehe unten). Berichte über das Gehampel da draußen fokussieren also eher auf neue Tiefpunkte, Stilübungen und Gelegenheiten, bei denen ich mich warum auch immer trotzdem aufrege.

Mein Blick auf die Welt der Wirtschaft hat sich nicht nur während der “Finanzkrise” verändert. War ich anfangs noch so etwas wie ein Linkskeynesianer, bin ich inzwischen zum Teilzeitmarxisten mutiert. (Los, sag’, dass es dir Spaß macht in deiner Schublade!) Bei aller unangenehmer Erfahrung mit dogmatischen Marxisten kommt man ja am Ende doch nicht umhin. Was willste machen?

Ich frage mich derzeit, wohin die Reise geht und wie ich die letzten Jahre einschätzen soll. Ist es vielleicht ein großer Fehler, sich zu weit vom politischen Alltagsgeschäft zu entfernen? Werde ich irgendwann stumm oder lasse nur noch surreale Texte ab, weil Wirklichkeit eh keine Rolle mehr spielt in Spätkapitalismus? Werde ich Rennfahrer, Astronaut oder Filmstar? Die Mitreisenden sind gefragt. What say you? Was ist das nächste Reiseziel?

p.s.: Wer unbedingt meint, sich zu dieser Simulation eines relevanten politischen Ereignisses im Flachpfeifenland äußern zu müssen, möge auch das hier tun. Kost’ ja nix. Ich selbst poliere derweil den Mond in meinem Paralleluniversum und mache mich über den Fisch her.

 
swagr

Frohes Neues erst mal. Ich habe die Tage genutzt um festzustellen, dass das Leben ohne Blog anders ist, zumal ich auch die Mails 24 Stunden habe ruhen lassen. Es war ruhiger, ein wenig langweiliger und mit einem ständigen Kribbeln im rechten Zeigefinger. Im Ganzen deutlich entspannter. Vielleicht werde ich das öfter machen, aber ich habe schon Mecker gekriegt, weil ja unter anderem die dynamische Blogroll inzwischen auch für andere ein Portal ist und jetzt ganz furchtbar kompliziert nach den Nachbarn gesucht werden musste.

Die Idee kam mir spontan, und da ich unspontan keine bessere hatte, habe ich den Laden einmal abgesperrt, zum ersten Mal in mehr als sieben Jahren. Hier kam nicht nur gerade eine Diskussion auf, die ich nicht hätte moderieren können (die Lohnarbeit, ihr wisst schon), sondern zwischen den Jahren sind die Irren unterwegs, und was hier im Filter hängen blieb, wollte ich mir auch nicht mehr angucken. Vielleicht war das auch die dezente Andeutung, dass ein Recht auf Feynsinn nicht im Grundgesetz steht und schon gar keins auf ungehemmte Pöbelei. Vielleicht verstehen einige der Intelligenzreduzierten das ja, wenn man es visualisiert. Eigentlich wollte ich ein anderes Schild an die Tür hängen: „bin weg“, aber ich hatte die Befürchtung, dass es dann hieße: „Flatter größenwahnsinnig – jetzt hält er sich schon für den Weg!“.

Neue Produkte auf Feynsinn

Danke bei der Gelegenheit für die Nachfragen, mir geht es bestens. Ich habe in den nächsten Wochen kaum Lohnarbeit vor mir, dafür vielleicht etwas mehr zu tun mit einer anderen Aufgabe, die nicht Gegenstand dieses Blogs ist. Dafür habe ich mir etwas ausgedacht, was mich 2013 hier ganz weit nach vorn bringen wird: Marketing für außergewöhnliche oder saisonal aktuelle Produkte. Im Bild oben seht ihr schon den Knaller fürs ganze Jahr: Schwarze Blüten an grünem Strauch. Jetzt günstig nur hier. Im September werden die Kurse dafür durch die Decke gehen, also am besten heute noch ordern!

Im Zuge der grünkonservativen Zukunft habe ich einige weitere Schmankerln ins Portfolio genommen, so u.a. das Gesamtwerk von Rosamunde Pilcher in einer eleganten Kassette, dazu gratis zwei Tränengaskartuschen eines führenden deutschen Herstellers.
Für den umweltbewussten Patrioten, dessen Freiheit nicht am Belt endet und auch nicht am Hindukusch, führen wir Schreckschusspistolen mit Schalldämpfer, dazu empfehlen wir unseren alkoholfreien Wodka „Vladimir“ und die vegane kalorienarme Schweinshaxe “Jürgen”. Im Top-Sonderangebot dazu wie immer unsere Verkaufsschlager Wohlstand durch Arbeit® und soziale Marktwirtschaft®. Weitere Produkte folgen in Kürze, damit Ihr Jahr 2013 ein voller Erfolg wird!

Ich wurde vor einiger Zeit von einem freundlichen Juristen darauf hingewiesen, dass ich mir das Urheberrecht an den Kommentaren nicht durch die Nutzungsbedingungen übertragen lassen könne. Sinn der Veranstaltung war die Nutzung innerhalb von Feynsinn, was auch von vornherein so formuliert war. Ich hatte das bereits geändert, sehe mich aber zu einer weiteren Klärung veranlasst, die jetzt unter “Recht am Kommentar” zu lesen ist.
Es sollte selbstverständlich sein, das die Nutzung der Kommentare durch Dritte ausgeschlossen ist. Wenn ich einen Kommentar bei der TAZ hinterlasse, möchte ich den ja nicht nachher in der “Nationalzeitung” lesen. Von daher hielt ich es für selbstverständlich, dass die Kommentare nicht einfach kopiert und verlinkt werden können. Diese waren und sind weiterhin urheberrechtlich geschützt; das gilt ausdrücklich auch für meine eigenen.
Sollte jemand Kommentare woanders nutzen wollen, mag er die betreffenden Kommentatoren fragen. Zur Herausgabe von Daten wie Mailadressen bin ich nur berechtigt, wenn die betreffende Person dem ausdrücklich zustimmt.

 
7Auf allgemeinen Wunsch einer einzelnen Leserin werde ich anlässlich des siebten Geburtstages von Feynsinn einen kleinen Rückblick bieten und ein paar Zahlen durch die Arena murmeln. Letztere sind ganz auf dem Niveau der Demoskopen. Die Zahlen sind zwar alles andere als seriös, aber man kann daraus prima Geschichten stricken.

Eigentlich wollte ich das anständig machen – also den Rückblick zumindest – und ihn mit einem Screenshot vom Ur-Design des Blogs illustrieren. Dazu hätte ich allerdings eine Kopie der alten Baustelle finden müssen. Das war nämlich so:

2002 habe ich meine erste Domain bezogen, dort ein paar Texte und Bilder abgeladen. Ich hatte unabhängig davon schon immer vorgehabt, so etwas wie ein politisch-satirisches Tagebuch zu machen. Also fing ich damit an, um allerdings sehr bald festzustellen, dass das kein Mensch liest und es erst mal wieder eingestellt. Von so etwas wie Blogs wusste ich damals noch nichts.

Geschichte(n)

Davon erfuhr ich dann 2005 und habe nicht lange gefackelt, mir den nächstbesten Bloghoster gesucht und mich dort angemeldet. So etwas mache ich schon mal spontan und treffe Entscheidungen wie die Benennung ebenso. Damals dachte ich an die MAD-Comics und habe in Abwandlung von “Feynbeyn” eben Feynsinn gewählt und mich der Weltrettung gewidmet. “Feynsinn rettet die Welt” hielt das also, Untertitel “Satire womöglich”, unter feynsinn.blogg.de. Da müsst ihr jetzt nicht hinrennen, das gibt es schon ewig nicht mehr.

Ein gutes Jahr später ging mir das auf den Keks da, ich besorgte mir also diese Domain hier und “übertrug” die alten Artikel. Das ging so, dass ich mit einem kleinen Kniff bei blogg.de sämtliche gut 300 Artikel in eine html-Datei geladen habe. Die hatte ich auch noch eine ganze Weile, finde sie aber nicht mehr. Aus der musste ich dann alle Artikel einzeln in WordPress hinein kopieren. Hat tierischen Spaß gemacht! Nicht schlecht war dann auch die gestrige Suche. Ich habe meinen alten PC aus dem Exil geholt, der viele Jahre problemlos lief, das Ding eingeschaltet und festgestellt, dass nix mehr ging. Dann erst den Prozessor und dann das Board ausgetauscht (Hardware hatte ich auf Halde) und hochgefahren.

Lob an XP (wat mutt, dat mutt): Das läuft jetzt schon mit dem 3. Board ohne Neuinstallation. Einmal musste ich schon austauschen, weil ich Grobmotoriker mal den PC umgetreten hatte. Wie dem auch sei: Weder dort noch auf dem Server habe ich die olle Datei bzw. den Ordner noch gefunden. Ich weiß, dass da auch die alte .css dabei war. Schade eigentlich, ich hätte euch gern das alte Design gezeigt.

So, nachdem damals also der ganze Kram portiert war – außer den Kommentaren der Anfangszeit, die sich auch in Grenzen hielten, gab ich dem Ding hier (so ich mich recht entsinne) den alten Namen. Den fand ich nach wenigen Wochen doof und habe das Blog in “Feynsinn” umbenannt, mit dem Untertitel “rettet die Welt”. Der wurde (soweit mich meine Amnesie trägt) noch einmal kurz in “Satire womöglich” und dann in “mehr Demokratie wagen” verändert. Inzwischen bin ich im Establishment angekommen, habe Realitätssinn entwickelt und helfe dabei, die Märkte zu beruhigen.

Zweckfreier Zahlensalat

Dem Zahlenfetisch will ich gern auch Genüge tun, weil es so herrlich sinnfrei ist. Mein Statistiktool wird seit Jahren nicht mehr aktualisiert und ich habe leider keinen adäquaten Ersatz gefunden. Ich halte es mir um der Illusion Willen, die Entwicklung im Auge zu behalten. Etwas seltsam ist der enorme Anstieg der Kommentarquote bei stagnierenden bzw. nur noch sehr langsam steigenden Leserzahlen. Mein Provider hat noch ein anderes Tool installiert, das andere Zahlen ausspuckt, an die ich aber nicht glaube. Fangen wir mal damit an:

Danach habe ich monatlich 210 – 225k Besucher, das macht täglich also ca. 7000. Mein Tool hingegen sagt etwas von 70 – 75k im Monat, also knapp 2500 am Tag. Die nehm’ ich.
Bis gestern waren 2193 Beiträge online, knapp 52000 Kommentare von gut 3400 Kommentatoren. Jeder zehnte davon ist inzwischen von ihr-wisst-schon-wem. 29 Namen stehen auf der Bannliste, in einigen Fällen mehrere von derselben Person. Sage also keiner, ich sei gnadenlos. Ich schreibe seit Jahren stabil 0,86 Beiträge pro Tag. Keine Ahnung, wer mir immer die 0,14 Beiträge klaut, aber wenn ich das Schwein erwische, werde ich es ohne Essen ins Bett schicken.
Aus all dem errechnet mein olles Tool übrigens “3 Ø-Besucher pro Tag”. Ich sag mal … ich könnte ein Update brauchen.

So, jetzt wisst ihr, mit wem ihr’s zu tun habt. Macht weiter so. Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt. Und Danke für den ganzen Fisch!

edit: And here it is. Danke, R@iner.

Keine Chance, ich kann nicht mal ordentlich lesen. Eben las ich “Alptraumfrau”, tatsächlich wurde die bleierne Kanzlerin aber als “Alphafrau” bezeichnet. Ich dachte schon, da traut sich einer was.
In der FR lässt sich derweil eine Spezialexpertin zu Versicherungspartys aus und hat recherchiert, dass bestimmte Männer meinen, sie könnten Frauen kaufen. Unfassbar. Ich frug mich nur, ob die Teilnahme an einem solchen Happening in Steuerhinterziehung mündet, weil das Befüllen eines Latexbeutels unter nämlichen Umständen doch im Grunde ein geldwerter Vorteil ist, oder? Das war dann die Stelle, an der ich beschloss, nichts Ernsthaftes mehr zu versuchen heute.

Ich habe von gestern auf heute wieder als Erzieherin gearbeitet, und obwohl ich inzwischen erst um 06:20 nach ein paar Stunden Halbschlaf aufstehen muss, bin ich immer so groggy, dass ich mich dann nachmittags noch mal hinlege. Böser Fehler, denn danach bin ich nur noch kariert unterwegs und habe nix als Pudding im Hirn. Egal, Hauptsache wieder im Rhythmus. Das sind übrigens die Tage, an denen ich häufiger mal vor der Glotze hänge. So verliere ich nicht den Anschluss an die Surrealität des Bundesbürgers. Der scheint es auch nicht leicht zu haben.

 
spies

Mein Platz an der Sonne oder unter dem Regen ist das Glück der wärmeren Monate, und wenn es so weitergeht mit dem April, gibt’s den bald rund um die Sonne und ich kann jeden Tag des Jahres hier sitzen. Diesen ‘Sommer’ gab es schon 4000 Seiten von einem Schmöker äußerst zweifelhafter Machart, der nur in sehr bescheidenem Maße zur Bildung beiträgt. Revolution könnt ihr mit mir nicht mehr machen, jedenfalls nicht, bevor ich das Kapitel zu Ende gelesen und den Kaffee ausgetrunken habe. Es sei denn, ich würde gentrifiziert. Dann wäre ich sehr solidarisch mit mir und stünde auf, um der Macht entgegenzutreten. Vermutlich mit einer Streitaxt. Mit einem Langschwert könnte ich hier ja nicht mal ausholen.

Nächste Seite »