journalismus


 
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Die kleine Farbenrebellion des französischen Proletariats ist unter anderem eine Orgie der Symbolpolitik. Es beginnt halt damit, dass die gelbe Weste als Erkennungszeichen die Strategie vor allem der NATO, ihrer Geheimdienste und Netzwerke kopiert, die sie so oft erprobt hat. Organgene Revolution, Zedern- Tulpen-, Rosenrevolution, aber auch die notorischen "Weißhelme" sind Ansätze, über ein Symbol oder eine Farbe eine bestimmte Identität zu konstruieren.

Daran kann dann beliebiger Inhalt geknüpft werden, sofern ein gemeinsamer Feind, in der Regel eine Regierung, angegriffen werden soll. In den westlichen Medien sind die Gefärbten gemeinhin die Guten, über die man kaum etwas erfährt - vor allem nicht, wenn sie Gewalt ausüben oder die verzweifelte Lage anderer Menschen ausnutzen. Grundsätzlich sind sie "gemäßigt", auch wenn sie brutal morden; sie sind "Retter", auch wenn sie niemandem helfen; sie "rebellieren" gegen ein "Regime", auch wenn sie gewählte legitime Regierungen stürzen. Wir sehen sie, wie sie lachen oder Kinder in Sicherheit bringen.

Der Mob

Nicht so die Gelbwesten, die nur deshalb nicht ausschließlich als sinnlos brutale Extremisten dargestellt werden können, weil die Polizei ihr Möglichstes tut, um sie an Brutalität zu überbieten. Tatsächlich ist ihre Revolte eine Reihe wilder Unmutsäußerungen und sie sind keine auch nur annähernd homogene Bewegung. Umso einfacher erscheint es daher den Medien der Reichen, ihnen unlautere Motive zu unterstellen.

In Frankreich plappert es aus der Filterblase der Massenmedien, die (noch aktiven) Gelbwesten seien rechtsradikale Schwulenfeinde. Für Marine Le Pen, bei der Präsidentschaftswahl Macrons Gegnerin und große Teile der Rechten war der Protest gegen die "Ehe für alle" eine gemeiname Basis. Jetzt erscheint es offenbar opportun, dies den Protestlern an die Schuhe zu kleben.

Sagen, was ist

Wenn das alles ist, was die Propaganda heute noch leistet, um ihre Gegner zu diskreditieren, wird man noch mehr Polizei brauchen, die sinnlos Leute niederknüppelt, denn dieser Unsinn überzeugt niemanden mehr. Insofern ist die mediale Reaktion hilflos, denn sie kittet die Widersprüche, auf die der Mob reagiert, nicht, sondern vergrößert sie und gibt ihnen auch noch ein gut sichtbares und sehr hässliches Gesicht. So viel zur Symbolpolitik, die ja 'nur' ein Teil des Überbaus ist.

Nun bin ich ja der Ansicht, dass gerade in den Narrativen und damit auf der Ebene der Symbole die Widersprüche erkennbar werden. Nach der Theorie ist, auch das will ich gar nicht leugnen, hingegen das 'Sein', die ökonomische Wirklichkeit, entscheidend für das, was geschieht. Es stellt sich also die Frage, ob es denn so etwas wie eine Rationalität des Faktischen gibt und wie man sie formulieren kann. Gibt es eine Sprache für das, was ist, die nicht in die Widersprüche dessen, das sein soll, verwickelt ist?

 
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Der Terror ist auf den Straßen. Wie können sie nur, diese Gelbwesten! Pantoufle fasst hier schon einmal sehr gut zusammen, was damit auf sich hat, und ich ergänze mit dem Hinweis darauf, was ich Herrn Misik bei Gelegenheit meinerseits zu seiner großen Weisheit geantwortet hatte. Wissen sie denn nicht, diese Proleten, dass sie am Untergang des Abendlandes werkeln, im Auftrag Putins und der Dummen Linken, der Dummen Rechten und eben nicht der Schlauen Liberaldemokraten?

Was haben sie denn eigentlich gegen die Politik, die den freien Westen seit fast vierzig Jahren Freiheit und Welt verschafft? Arbeitsplätze und Wohlstand, Wachstum und fairen Wettbewerb? Ach, sie merken das nicht, weil sie nichts davon haben! Hätten sie doch bloß Misik gelesen oder wenigstens den Figaro oder unsere Liberopresse, die da singt: "Mit seiner Präsidentschaft wollte Emmanuel Macron ein "Heldenepos der Demokratie" erzählen. Mittlerweile regiert er mit dem Rücken zur Wand. Wie konnte es so weit kommen?"

Unsere Farben

Ja, wie nur? Macron hat uns doch alle gerettet, vor Le Pen, Putin und Kroatien. Ihr seid sogar Weltmeister, was wollt ihr denn noch? Wer sind diese Leute? Und dann gehen sie hin, ziehen sich alle dieselben Klamotten an und machen Randale. Was soll das sein? Revolution in Gelb? Für Gelb? Gelbe Revolution? Wo gib't denn sowas? Das kann ja nur Putins Idee gewesen sein. Anständige Menschen machen keine Farbenrevolutionen in freien Westen!

Schließlich haben sie ihn doch auch selbst gewählt. Es ist doch ihr Präsident. Wie kann man denn gegen die eigene Staatsmacht aufbegehren? Sehen sie denn nicht, dass sie in der besten aller Welten leben? Können sie ums Verrecken keine Verantwortung zeigen - oder sich wenigstens so verhalten, dass ein wohlerzogener, gut gebildeter Vertreter der vierten Gewalt® sie versteht?

 
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"Experten" - wo immer das dran steht, verbirgt sich Religion, Verkündung, Dogmatik, Unwucht und kognitive Steppenlandschaft. Heute habe ich mir mal zwei hierher gekarrt, die weder eingeladen waren noch kommen wollten, sondern ihren gesalbten Sachverstand ohne Widerstand nur genüsslich woanders verbreiten.

Der erste ist ein "Schlafmediziner" mit einer knallharten Meinung zur (künftig ausbleibenden) Zeitumstellung und die schlimmen Folgen einer dauerhaften Sommerzeit. Dafür gibt es schon satt Punkte hier - doof argumentiert und dann noch voll daneben, das zählt.

Zunächst wäre da die merkwürdige Verkettung, dass Schichtarbeit einen problematischen Schlafrhythmus nach sich zieht, dann ein hektischer Übergang zum "Jetlag", an den man sich gewöhne und dann schließlich Warnung vor dem Grauen der ewigen Sommerzeit - einen Zusammenhang sucht man vergeblich, aber das ist auch nicht nötig:

Und Gott schuf den Wecker

"Aber bei einer generellen Umstellung hat das ganz andere Auswirkungen, weil wir monatelang an unserem Schlaf sparen." Hä? Weil der "Licht-Dunkel"-Wechsel sich ändert? Das tut er so also nicht? Und "dann gehen die Kinder im Frühling und Herbst noch länger im Dunkeln zur Schule"? Da fehlt jetzt ja nicht nur der Winter, es fehlt vor allem an Verständnis, aber das ja schon gleich am Anfang:

"Alle Lebewesen auf dieser Erde leben in der „normalen“, von der Natur vorgegebenen Zeit - und das ist die Winterzeit." Wie denkwürdig bescheuert, denn die anderen "Lebewesen" haben weder Uhr noch Kalender, und so banal ist das wirklich. Hier liegt so eine Art Zeitfetisch vor, ähnlich dem Geldfetisch, weil der Experte davon ausgeht, dass die Welt eben so ist wie sie ist und schon immer so war.

Was aber würde wirklich geschehen? Käme es dazu und alles andere bliebe wie es ist, würde man wohl feststellen, dass die Anfangszeiten für Schule und Büro in Deutschland, dem Land manisch-bekloppter Frühaufsteher, wohl nachjustiert werden müssen - was der Experte am Ende sogar selbst andeutet. Denn das ist die eigentlich Message der Befragten, die Sommerzeit wollen: Ich will nicht so ewig früh auf der Matte stehen und trotzdem abends noch ein bisschen Licht genießen. Das ist machbar - wenn auch nicht in Deutschland.

Acrylamid macht glücklich

Auf den anderen Experten bin ich nur gestoßen, weil er so aggressiv annonciert wurde: Er sei ein "renommierter Lebensmittel-Experte". Oh, dachte ich, jetzt also auch bei Telepolis dieser Schwachsinn. Gibt es auch unrenommierte? Und siehe da, das 'Interview' ist dem gemäß - unter aller Sau. Es gibt keinen Millimeter Distanz zwischen Frager und Befragtem, beide steigern sich in eine Orgie der Einigkeit.

Die herrscht darüber, dass 'gesundes' Essen Tinnef ist, woraus folgt, dass Acrylamid harmlos sein muss, weil ja schon Neandertaler geröstet haben, und 'Bio' ist auch scheiße, was für Pussies und kein Stück besser als Genfood von Glyphosat getränkter toter Krume. Alles dasselbe, im Zweifel ist fett und verbrannt besser, weil lecker, und Broccoli schmeckt bitter.

Wenigstens Letzteres hätte sich der Fachexperte für Food-Lobbyismus verkneifen können, zeigt es doch nicht nur, dass seine Expertise sich in Industrie fördernden Klischees erschöpft, sondern er offenbar noch nie wem begegnet ist, der kochen kann. Vor allem nimmt es wunder, dass einer, der sich in Sachen Geschmack bereits als stocktaub erwiesen hat, im Gemüse plötzlich Bitterstoffe entdeckt.

Die Lösung wäre so einfach: Alles in der Friteuse ziehen lassen, bis der Lack dunkelblau glänzt und das Ganze in ein Kilo Schokolade einwickeln - lecker! Das hat uns damals auch nicht geschadet.

 

Ich möchte nicht, dass jemand, der 1500 Euro Grundeinkommen hat und keine Perspektive auf einen Beruf, auf die Idee kommt, fünf Kinder zu kriegen.

Spätestens mit diesem von Christoph Butterwegge "sozialreaktionär" genannten Statement hat sich Richard David Precht nicht nur als Philosoph disqualifiziert, sondern auch den Stab von seinem nicht minder reaktionären Kollegen Sloterdijk übernommen. Was deutsche Medien als Vorzeigephilosophen herumreichen, ist schon recht bezeichnend für den jeweiligen Zeitgeist. Mit Adorno und Marcuse war in den späten 60ern ein Denken am Werk, das versucht hat, das unbegreifliche Geschehen zu verstehen und unmöglich zu machen. In deren Fußstapfen verschwand bereits der Sozialdemokrat Habermas, der Vernunft zwanghaft restaurieren wollte, wo sie längst gescheitert war.

Inzwischen turnen Schwätzer vor den Kameras herum, die nur mehr eine medial passende Attitüde beherrschen. Ich hatte Precht bislang für harmlos gehalten, weil er halt belangloses Zeugs ohne Relevanz und Tiefgang von sich gegeben hat. Das hat sich mit dem da oben erledigt, denn es ist relevant, wenn das Schwiegersohnmodell, das eben den "Philosophen" als solchen berufsmäßig darstellt, seine obszöne Naivität dem Klassenkampf von oben zur Verfügung stellt.

Geschwätz mit Wirkung

Warum hat er sich disqualifiziert? Als Philosoph habe ich den Anspruch, Gedanken, die ich für relevant halte, zu Ende zu denken - so weit ich eben komme. Was Precht da veranstaltet, ist das Gegenteil. Das beginnt mit "Ich möchte nicht ...". Es ist vollkommen belanglos, was Sie wollen oder nicht, Precht. Danach fragt Sie niemand, und es ist schon gar nicht Aufgabe eines Philosophen, seine angebliche Ausbildung dazu zu missbrauchen, unreflektiert seine Präferenzen hervorzuwürgen. Wollen Sie nicht? Dann gehen Sie doch nach China!

Weiter geht's mit "… Perspektive auf einen Beruf ...". Mit welchem Recht? Auf welcher Weltsicht beruht der Anspruch, jemand müsse einem "Beruf" nachgehen, um zu leben und sich fortzupflanzen zu dürfen? Wüsste dieser Hanswurst irgend etwas, es fiele ihm auf, dass er da auf genau der Straße marschiert, die vom protestantischen Eifer über die Zuteilung von Lebensrechten an die Rampe führt. Mir ist unerklärlich, wie ein gebildeter Mensch so etwas sagen kann ohne zu kotzen. Zudem ist selbst die neoliberale Ideologie an der Stelle gnädiger, geht sie doch davon aus, dass jeder Mensch 'aktiviert' werden kann. Für Precht sind das Penner, die für immer verloren sind.

Lebensunwert

Nächster Punkt: "... auf die Idee kommt ..." - schon der Gedanke daran erscheint Precht unverschämt. Minderleister haben demnach zu verinnerlichen, dass ihnen das Recht, eine Familie zu gründen, nicht (uneingeschränkt) zusteht. Sie haben sich dem völlig zu unterwerfen und selbst in Gedanken nicht dagegen aufzubegehren. Schließlich: "... fünf Kinder ..." - wieso fünf? An dieser Stelle hat Prechts Gesellschaft zwei Möglichkeiten: Entweder sie schreibt per Strafgesetz exakt vor, wer unter welchen Bedingungen wie viele Kinder haben darf oder er verbietet es bestimmten Bevölkerungsgruppen ganz.

Selbst wenn man hier nicht konsequent an Zwangssterilisation denkt, ist diese prechtsche Gesellschaft schlicht faschistisch, wenn sie das real durchsetzt, was er da "möchte". Hier öffnet sich dann immerhin der Rettungsfallschirm, der die Aussage, er sei ein Faschist, in dieser Form nicht zulässt. Seine Willensbekundung bezieht sich ja wiederum auf die Ideenwelt der Minderleister. Diese sollen ja von selbst das tun bzw. lassen, was von Staats wegen bewirkt eben Faschismus wäre. Es ist eine idealistische Ansicht, die er formuliert. Viel besser macht es das nicht, zumal das Bild von dem Verlierer, der sich fünf Kinder hält, die er sich nicht leisten kann, ein Stereotyp bedient, das schon 'richtig' verstanden werden wird.

 
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Quelle: Worldmapper (CC BY-NC-SA 4.0)

Einige entsetzliche Dinge haben sich am heutigen Tage ereignet, die mich am Leben verzweifeln lassen - vor allem an der Moral der Menschen. Wie kann man nur, frage ich mich, wohlwissend, dass es darauf keine Antwort geben kann - an dem Tag, an dem der HSV als letztes Gründungsmitglied aus der Fußball-Bundesliga absteigt, einen "European Song Contest" veranstalten? Werden wir demnächst an Karfreitag den CSD feiern? Was ist nur aus der Pietät der Menschen geworden in diesem Land?

Also sitze ich hier und öffne meine zweite Flasche Fusel, obwohl ich schon seit gestern Morgen besoffen bin. Ohne das ganze Kiffzeugs gäbe ich eine echt traurige Figur ab. Vielleicht tröstet es mich ja, dass im Fernsehen heute "die schönsten Fernsehmomente Deutschlands" gezeigt werden und ein "deutsches Jahrhunderttalent" im Schach entdeckt wurde. Deutschland geht es also gut. Deutschland. Deutschland. Deutschland. Ach, und bald ist ja Fußball-WM beim Dopingputin. Da ist auch wieder Deutschland.

Experten: Deutschland ...

Schauen wir kurz beim Deutschlandexperten rein, beim Fleischhauer-Jan. Der findet, klagen gegen Abschiebung sollten Geld kosten. Die nämlich "explodieren", weil sie nix kosten. Der Asylant an sich kommt eigentlich nur hierher, weil er gern mal für lau klagen will, und nicht etwa, weil wir bei ihm daheim ganz andere Sachen explodieren lassen für unser Geld®. Dabei wird ihm dann auch noch geholfen, leck mich am Arsch, und zwar von, ja da schlägt es doch vierzehn, An-wäl-ten!

Aber nicht mit dem Fleischhauer Jan, dem Rechtsexperten für das Gute! Wir erinnern uns: In Sachen Strafrecht ist für ihn Karl Binding das Maß der Dinge, jener große deutsche Autor des Standardwerks "Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens". Der Jan weiß noch, was gute Zeiten waren. In Rechtsdingen ist er eine Instanz des deutschen Journalismus.

Es macht mich manchmal echt müde, wenn ich so durch die Medien surfe, macht aber nix, so lange genügend Koks auf dem Spiegel wartet. Wenigstens sind wir hier immer sicherer. Nach CSU-Land kriegt auch NRW jetzt sein Polizeiermächtigungsgesetz, was auch dringend nötig ist. Zuletzt hatte sich doch allzu oft gezeigt, dass die Bullen zu blöd sind, ihre Aussagen anständig abzusprechen an der Arbeit der Polizei häufiger gezweifelt wurde. Da hilft jetzt der Gesetzgeber. Danke, Gesetzgeber!

... und der Dope

Zum Schluss noch einmal zurück zum Fußball und ins böse Putinland. Hajo Seppelt darf nicht zur WM einreisen. Dieser verdammte Diktator und seine antidemokratische Pressezensur! Deutschlands fanatischster Russenhasser im Sportjournalismus kritischster Dopingexperte soll seine vorbildlich investigative Arbeit nicht tun dürfen. Wir sollten auch dieser Diktatur endlich den Krieg erklären Demokratie und Menschenrechte bringen.

Der Säzzer, der ein rechter Zyniker ist, meint dazu, das sei ja auch wirklich unsouverän, wenn man diesen Hajo davon abhält, sich zum Seppelt zu machen. Wir haben schließlich auch Anspruch auf gutes Entertainment für unsere Rindfunkgebühren - genau wie auf guten Dope, verdammt nochmal!

 
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Das Wagenknecht-Monster

Der "freitag" hielt es jüngst für einen gelungen Scherz, dass Sahra Wagenknecht eine "linksnationale Partei" gründen wolle. Derweil entlarvt der "Focus" sie als unverbesserliche Kommunistin, die - Skandal - an den Ideen von Karl Marx festhält.

Darf man als Deutscher noch Brot essen? Wie die Nachrichtenagentur Tasskaff herausgefunden hat, soll sich die linkssozialistische Kommunistin Sahra Wagenknecht von Brot ernähren. Damit hat sie geschafft, was selbst islamistischen Terroristen nicht gelungen ist: 78% der Deutschen schmeckt ihr Brot nicht mehr. ¹

Nahles kann Partei

Der "Spiegel" schrieb zu Andrea Nahles jüngst: "Die 47-Jährige ist jetzt die mächtigste Frau der SPD.", was zynisch ist, denn aus einer aktuellen Umfrage geht hervor: Wenn in Deutschland der Kanzler direkt gewählt würde, würden sich nur 13 Prozent der Wähler für Nahles entscheiden. Aber immerhin, sozenmächtig:

Gleich drei sieben Parteivorsitzende wurden vom Steinschlag in den Ruinen der Partei (SPD) erledigt, und Nahles steht noch immer nicht ganz jetzt an der Spitze. Sie wird wissen, warum. Es ist aussichtsreicher, zu warten. Es ist aussichtsreicher, sich mit allen und jedem zu verbünden, zu verabreden und zur rechten Zeit auf die Bühne und vors Mikrophon zu treten. Die Seilschaften der SPD funktionieren noch gut, die Intrigensolidarität bestimmt das Tagesgeschäft. In solchen Zeiten werden solche Charaktere befördert.
Daß sie “Partei kann” bedeutet, daß sie Risiken kalkuliert, weiß, wer wo was sagt und immer gerade die richtige Strippe in die Hand nimmt, wenn das Blitzlicht aufleuchtet. Dass sie abends ihr Geschwätz vom Morgen nicht mehr interessiert, sieht man ihr nach, weil man von ihr nur dann eine Meinung erwartet, wenn sie zuvor genügend Claqueure dafür gesammelt hat. In der Regel reicht ein Statement im Sinne dessen, was sich just als Mehrheit der zuständigen Gremien abzeichnet.
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Uns geht's gut!

“Die deutsche Wirtschaft wächst derzeit so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Auch die Finanzkrise ändert daran nichts. Die Krise kommt auf dem Arbeitsmarkt an. Sogar junge Menschen ohne Abschluss haben wieder Chancen.”

Ähm, nein, ihr geht es ja so gut wie "seit Langem", "seit zehn Jahren", "seit Jahrzehnten" nicht mehr oder gar "wie nie zuvor". ³

Managermoral meets Strafrecht

Tzia, und dann haben wir da noch diesen fiesen Manager-Skandal um Martin Winterkorn (VW).

Die “Eliten” in Deutschland machen schwere Zeiten durch. Ein ums andere Mal lassen sich Top-Manager dabei erwischen, wie sie in kriminelle Machenschaften verwickelt sind:
Zumwinkel bei Steuerhinterhinterziehung, die Siemens-Leute wie schon zuvor Peter Hartz bei Korruption, Telekommanager bei der Bespitzelung von Journalisten und Mitarbeitern. Im Einzelhandel werden die Beschäftigten überwacht. Gewerkschafter werden gekauft, wechseln, wie bei der Bahn/Transnet ins Management. Nicht wenige Manager, die mittelbar oder unmittelbar mit solchen Machenschaften zu tu haben, “beraten” Kanzler und Regierung. Politiker werden Vorstände und Aufsichtsräte bei Firmen, die sie zuvor begünstigt haben. Ein Konglomerat von Interessenvertretern, Vorteilsnehmern und Maklern geht in den Ministerien ein und aus.

Die kursiv gesetzten Textstellen sind allesamt zehn Jahre alt, aus einem einzigen Monat, dem Mai 2008. Fragt da noch irgendwer, warum ich diesen Zirkus nicht mehr ernst nehme? Da mache ich doch lieber mein Murmeltier besoffen.

Quellen:
Eins
Zwei
Drei
Vier

 
vn

Heute wollen wir einen kleinen Vergleich wagen zwischen nichts und nichts, Medien und Medien, ganz viel Luft (heiß) und lernen dir Kultur. Eingangsfrage: Welcher berühmte Dichter sagte: "Im Hennessy für meine Enemies und lasse deine Family verbrennen an 'nem Waldrandparkplatz" sowie "Bitch", "Bitch", "Bitch" und äh ... "Bitch" - und warum kennt ihr den Text nicht?

Wir schalten kurz um in die Hochkultur. Anzug, Kostümchen oder Galakleid, Krawatte. Wir sind belesen und wissen, wozu die kleine Gabel da gut ist. Parat? Okay, los geht's noch mal, weil's so schön war "dabei zuzusehen, wie einer Sechsjährigen bei vollem Bewusstsein gleichzeitig mit kochendem Schwefel die Netzhaut ausgebrannt und irgendein Schwanz in den Arsch gerammt wird, und danach verblutet sie halt mit weit geöffneten Augen auf einem Parkplatz."

Unterschiedliche Parkplätze

Wo ist jetzt genau der Unterschied? Ganz einfach: Sie hat nicht "Auschwitz" gesagt und der von ihr geklaute und versilberte Text wurde zuvor von keinem Ethikrat gecheckt. Der aufmerksame Analytiker fragt sich zudem, was die bloß mit Parkplätzen haben. Ist das wieder so ein Szenespeak, den ich nicht raffe? Man weiß es nicht. In dem Text von oben sind übrigens noch viele andere süße Sachen wie etwa: "Fick' eure Mütter auf Tour, diese Rapper sind alle Behindi-Fotzen" (beliebiger Serviervorschlag). Ich habe mit dieser Klientel gearbeitet. Was glaubt ihr, welche Beschäftigung die meisten beim Beruferaten bezüglich meiner Mutter getippt haben?

Nun, ist das also korrekt, wenn die Mütter Fotzen, die Weiber Bitches und überhaupt alles Fickifickischeiße ist? Keine Ahnung. Verkauft sich das? Yeah! Wurde das deshalb ausgezeichnet? Yeah. Haben die anderen Stricher der Kulturindustrie auch dafür ihren Pokal gekriegt? Ja-doch! Hat auch nur einer dieser Geiger den millionenfach publizierten vermeintlichen Aufruf zum Terror bemängelt bevor irgend ein Twitterheini Anstoß an einer infantilen Provokation nahm? Nope. Jetzt wird übrigens der Preis abgeschafft und statt einer Jury und eines Ethikrates gibt es künftig - eine Jury. Alles wird gut!

Das vermutlich nichtjüdische Kind von Parkplatz zwei hingegen war derweil temporibus illis ("damals" in der Sprache der Theatergänger) nur Anlass zu einer Debatte über Urheberrechte. Der gehobene Rezipient weiß um die Virtualität der dargestellten Personen und dass es sich ohnehin nur um eine Provokation handelt, die jederzeit durch die künstlerische Freiheit gedeckt ist. Die junge Autorin ist aus gutem Hause und kennt ihren Katechismus.

p.s.: Nach wie vor kante ich hier alles raus, was glaubt, das sei jetzt ein prima Anlass für antijüdisches Gesabbel. säzzer

 
b2

Vor sieben Jahren bereits schrub ich Unerhörtes. Da ging es noch gar nicht um den Gift-Assad; ich weiß auch gar nicht mehr, um welchen Gift-Machthaber es ging. War es der Irre von Tripolis? Der Hitler von Bagdad? Der Taliban-Kaiser von der Mordallianz? Wer soll sich noch erinnern, wohin wir wann unsere Brunndenbohrpanzer, Friedensschießpistolen und Handelswegwerfmunition verklappt haben? Verantwortung! Zitat:"

Unsere Freiheit in Ouagadougou

Erst geht es jetzt erst mal nach Tripolis, dem Libyer in den Arsch treten. Der Deutsche stellt sich da etwas sperrig an und ist nicht immer zufrieden damit, irgendwen zu erschießen, weshalb er noch immer den Ami vorschickt, der ihm dann konkrete Ziele vorgibt.

Das spart dann eigentlich auch Munition, was der NATO doch entgegenkommen sollte. Der Ami aber weiß: Kann man nicht genug von haben, dem entsprechend ist sein Schussverlauf wie beim Schlussverkauf: “Alles muss raus”, danach gibt’s neu. Neue Munition, neue Ziele und immer das Eine: Freiheit! Freiheit von dem Feind, dem heidnischen. Jeder kann mitmachen.

Jeder? Im Prinzip ja. Der Heide muss, wenngleich selten so recht klar ist, ob als Ziel oder Schütze. Ziel muss er sein, Schütze kann er sein, wenn’s ein guter Hurensohn ist.

Vor dem Gefecht ist vor dem Geschäft

Der Christenmensch wiederum muss können, da wird jetzt differenziert. Wer sein Arbeitszeug in Ordnung hält und genügend davon vorhält, ist Vollmitglied, die anderen können zwar auch müssen, dürfen aber künftig nur, wenn sie auch können wollen. Der Rest geht in die zweite Liga. Wie bei Euro Nord und Euro Süd gibt es dann NATO Mord und NATO müd. Für alle gilt dann: Dabeisein ist alles, aber Mitreden darf nur, wer können kann. Das Nähere regelt der Commander in Chief.

Internationale Verantwortung übernehmen, für die Freiheit einstehen, die Handelswege sichern. Wer kann dazu schon nein sagen? Der Demokrat in Uniform weiß: Vor dem Gefecht ist vor dem Geschäft. Afghanistan war nur keine Übung, der Ernstfall kommt jetzt erst. Da machen wir mit, da müssen wir hin, das wollen wir auch. Wir sind nämlich nicht nur Papst, wir sind jetzt auch Freiheitsmedaille. Und das mit Recht, denn alles, was zugrunde geht, ist wert, dass das, was hier entsteht, auch stets an alle Fronten geht.

Ick bin schon da

Denn bei aller Freundschaft zu grundgesetzwidrigen Angriffskriegen, bei denen Deutschland auch weiterhin gern symbolisch mitkämpfen wird, weiß auch der Freiheitsnobelpreisträger: Wenn die NATO bombt, muss die Bundeswehr nicht viel deutsches Kriegsmaterial mitbringen. Das haben wir längst voraus exportiert. Unsere Handelswege sind eurer Nachschub. Also Ball flach halten, Mr. President!

" (Zitat Ende.) Wo hatte eigentlich Gaddafi sein Gas? Oder hatte der Embryos? Wir wissen es nicht. Was wir noch wissen, ist: "Weißer Phosphor ist eine konventionelle Munition, keine chemische Waffe.” Ah, wir erinnern uns nicht? Das war der Kommentar des Pentagons zu der im Irak eingesetzten Massenvernichtungswaffe. Die war freilich demokratisch legitmitert und wurde von den USA eingesetzt, so wie Clusterbomben oder die Mutter des Terrors.

Während wir also viel von Menschenrechten, Machthabern, Putin und Giftgas hören, werden unsere anderen schönen Waffengattungen schmählich verschwiegen, als wären wir nicht stolz auf unsere Verantwortung® an der Heimatfront, aka "Exporte". Wir hören von Weißhelmen, jenen scheuen Helden, die regelmäßig Sekunden nach einem Giftgasangriff® auftauchen, Farbfotos twittern und dann spurlos verschwinden. Wir hören vieles und sehen manches, aber eines fiel mir auf neulich: Hat man jemals in der Tagesschau das Wort "Geostrategie" gehört? Aha.

 
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Es ist atemberaubend, wie durchsichtig die Propaganda ist, wenn es gegen Russland geht. Die Technik ist dieselbe wie bei den Trollen, die sich in Foren und Kommentarspalten tummeln. Es ist mithin nicht nur so, dass diejenigen, die sich ständig über angebliche "Fake News" echauffieren, selbst betriebsbedingt hektische Copy&Paste-Falschmelder sind; sie bedienen sich inzwischen der billigsten Strategien, um Gegner an die Wand zu quatschen.

Eine der häufigsten Trolltechniken ist die Projektion. Man wirft dem Feind vor, was man selbst bis zum Exzess betreibt. NATO-Regierungen und -medien haben sich wiederholt bei Vorverurteilungen und Falschbeschuldigungen erwischen lassen. Der kriegslüsterne Spiegel-Titel "Stoppt Putin jetzt!" steht noch Jahre danach ohne jede Faktenbasis da. Diplomatisch ein Unding, hätte in Zeiten des ersten Kalten Krieges niemand den Mund derart voll genommen. Seit G.W. Bush verzichtet der Westen jedoch auf jede Raison und stellt Putin® dar, als sei er der Teufel selbst.

Wahrscheinlich kein Zweifel

Die Anschuldigungen sind äußerst aggressiv, dabei könnte Russland das Ganze als "Innere Angelegenheit" abtun. Selbst wenn es einen Grund gibt, einen Doppelagenten zu töten, der zuvor freigelassen worden war, ist das wohl eher kein Grund, nach dem Bündnisfall zu schreien, wie die "Zeit" es sich dennoch nicht hat nehmen lassen. Da will sich offenbar jemand ein Sarajevo basteln. Gut, dass Russland sich davon nicht provozieren lässt. Wie danken es ihm der POTUS und seine Q-presse?
"Die Vorwürfe: immer dreistere boshafte Aktivitäten der russischen Regierung - überall in der Welt."

Nach dem Motto "Es bleibt schon etwas hängen" werfen sie fortgesetzt mit Dreck, um dann den schmutzigen Lumpen zu beschimpfen. Dabei sind sie sich auch nicht zu blöd, den unbewiesenen Beweis als Mittel einzuführen, der das Widerlegen aller Zweifel durch die schlichte Behauptung ersetzt: "Es gebe keinen Zweifel an der Täterschaft Russlands. Beweise hierfür wurden öffentlich jedoch bisher nicht vorgelegt." Wie kann man das dann so zitieren? Man ist geneigt nach einem Funken Anstand zu fragen, aber hier geht es nicht um Ehre und Moral, sondern um Krieg und Frieden. Fürwahr: boshaft und dreist.

Mord überlebt

Nachdem also Russland durch Behauptung und Verdacht bereits als verurteilt galt, wurde zunächst Boris Johnson, auf den sich alle vorsichtshalber schon einmal berufen, beim Lügen erwischt. Die angebliche Aussage des Giftlabors, es gebe keinen Zweifel, war das exakte Gegenteil der Wahrheit. Wie reagiert die Journaille?
"Der vergiftete Ex-Doppelagent Sergej Skripal ist nicht mehr in kritischem Zustand. Die Vorwürfe gegen Russland werden lauter." Wie können die denn "lauter" werden, wenn von zweifelloser Täterschaft bei einem "Mord" bereits die Rede war? Dazu passt auch:

"Die rund 100 Varianten [des Giftes "Novichok"] gehören zu den tödlichsten Nervenkampfstoffen, die jemals hergestellt wurden." Aha, deshalb haben die beiden Opfer das Attentat auch überlebt, richtig? Tödlicher geht nicht, denn es sind die Russen. Passt nicht? Egal, wir haben noch einen:
"Man sehe ein "Muster russischen Verhaltens", das immer wieder völkerrechtswidriges Vorgehen zeige." Der Fall der Skripals hat mit Völkerrecht zwar herzlich wenig zu tun und schon gar nicht mit anderen, meist widerlegten Vorwürfen gegen Russland, aber viel Wiederholung hilft viel.

Auf Sie!

Man konnte halt nicht anders, denn die anderen sind böse. "Somit komme man zum Schluss, dass der Angriff "höchstwahrscheinlich ein Anschlag des russischen Staates war, und deshalb mussten wir alle gemeinsam reagieren." Auf einen Verdacht hin muss man völkerrechtlich reagieren? Nachdem bereits hinreichend deutlich wurde, was von den 'Schlüssen' und Berichten aka Lügen westlicher Geheimdienste zu halten ist, die die Giftkarte seit Irak schon rituell ausspielen, wenn sie einen Blankoscheck brauchen?

George W. Bush hat die Geheimdienste ermächtigt zu tun, was sie wollen. Sie überwachen ihre Völker total, sie lügen und intrigieren. Letzteres ist ihr Geschäft, seit es sie gibt, aber eines hat sich geändert: Ihre Auswürfe werden ungefiltert durch die Presse und gewählte Politiker an die Öffentlichkeit gebracht. Ausdrücklich wird dabei auf jegliche Belege verzichtet, das sei halt geheim. Diese Methoden des Mobbings und der Schwarzen Pädagogik sind offizielle Politik und werden von willigen Lohnschreibern zur alternativlosen Moral verklärt. Wer dabei nicht mitmacht, ist Putinversteher®.

On Top moralisiert hier eine Macht, die seit Jahrzehnten fast ununterbrochen Angriffskriege führt, regelmäßig auf Basis später nachgewiesener Lügen. Das Morden machen sie sich auch nicht schwer. Während es ein schlimmer Verstoß gegen das Völkerrecht sei, wenn Russland angeblich einen Spion liquidiert, ermordet die NATO bei hellichtem Tag 'Feinde', die sie selbst bewaffnet hat und anbei gern ein paar Dutzend "Kollateralschäden" wie eine Hochzeitsgesellschaft oder zivile Bunkerinsassen. Ups! Im Kampf für das Gute® hat das Völkerrecht halt Pause..

p.s.: Zu Fakten und Hintergründen: Craig Murray, via Kay Sokolowsky

 
vg

Quelle: Pixabay

Via Kay Sokolowsky wurde mir folgendes Zitat zuteil:

"Mir ist sehr unwohl dabei, dass in diesen Tagen ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung darüber bestimmt, ob wir nun jetzt endlich eine neue Regierung bekommen oder nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Abstimmungen wie der Mitgliederentscheid der SPD über die große Koalition unsere Demokratie wirklich besser machen – oder ob sie nicht am Ende (unabsichtlich) die Demokratie gefährden." Keinen Link dafür, "Zeit" und Michael Thumann.

In Ergänzung widme ich mich kurz dem Verbrechen gegen die Logik, das solche 'Argumente' ermöglicht: Entscheidet demnach also immer derjenige, der in der Zählung die Anzahl der Minderheit überbietet? Wenn also 199 für etwas sind und 199 dagegen, entscheidet dann der Zweihundertste (bzw. der 399.) ganz allein? Oder ist es so, dass eine Partei einer Koalition beitreten muss, weil eine andere, womöglich größere, sich schon dafür entschieden hat? Ausgerechnet in eine Koalition, die vorab bereits die Verschwörung gegen das Grundgesetz festgelegt hat? in einem politischen System, in dem schon traditionell kleine Klientelparteien die Richtung bestimmt haben?

Wir sind Volker

Ausgerechnet in einem System, das die Stellvertretung der Stellvertretung für "Demokratie" erklärt, in dem Fraktionsvorstände und Hinterzimmerzirkel abnicken lassen, was zuvor in Gremien oder undurchschaubaren Strukturen ausbaldowert wurde, ist "ein kleiner Teil der Bevölkerung" zu wenig und "gefährdet die Demokratie"? Ja genau, eben diese Demokratie®, die mit Mehrheiten nichts zu tun hat und schon gar nicht mit der "Bevölkerung" dem Volk, das sie im Titel trägt. So ist sie, die Demokratie der "Zeit": elitär, atlantisch, demagogisch.

Dabei ist der Spaß noch gar nicht zu ende. Ernsthaft, Sozen? Heiko Maas? Der reaktionärste, autoritätshörigste Nützling, der je im Amt des Bundesjustizministers dilettierte? Der den Faschisten hier dasselbe Bett gemacht hat, in dem sie sich in Österreich derzeit wälzen? Fefe fragt völlig zurecht (aus Sicht von Russen und Chinesen): "Sagen Sie, waren Sie nicht der Erfinder des Gesetzes, mit dem die Russen jetzt ihre Medien zensieren? Und SIE wollen UNS Vorhaltungen machen!?"

Not Amused But Entertained

Ich freue mich jedenfalls auf den Versuch, Nahles zur Vorsitzenden wählen zu lassen. Das wird sicher eine Riesenparty, diese Erneuerung®. Fürs Protokoll: Nein, ich bin keineswegs der Ansicht, dass die personelle Besetzung relevant für politische Strukturen ist in dieser Demokratie®, aber sie ist ein Symptom, so wie es die Besetzung des POTUS mit Donald Drumpf ist. So weit konnte es kommen. Im Schatten dieses Bösen gedeiht die Verschwörungstheorie auf offener Bühne. Wissens schon: Die Russen kommen!!1!

Alles, was bleibt, und das muss man ihnen lassen, ist Entertainment, und zwar vom Gröbsten. Jeden Tag etwas Neues zu lachen, zum Weinen, zum Spielen und Schokolade Popcorn. Der zuletzt Genannte trifft sich demnächst mit dem komischen dicken Jungen; sie spielen "Meiner ist aber Größer". Mal gucken, wohin sie zielen und womit und wo das dann landet. Wie auch immer; Putin wird sich freuen®.

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